Willkommen bei der Bürgerinitiative Flick-ist-kein-Vorbild

VLNR: Elfrun Bernshausen, Hannelore Kraft, Rudolf Biermann, Patrick Fick
VLNR: Elfrun Bernshausen, Hannelore Kraft, Rudolf Biermann, Patrick Fick

Der Kreuztaler Bürgermeister a. D. Rudolf Biermann ist am 18.1.2017 von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit dem Landesverdienstorden NRW ausgezeichnet worden. Kraft hob in ihrer Laudatio Biermanns couragierten Einsatz in der Diskussion um die Umbenennung des Kreuztaler Friedrich-Flick-Gymnasiums (heute: Städtisches Gymnasium Kreuztal) hervor. Biermann sei damit einer historischen Verantwortung gerecht geworden und habe dafür sowie sein weiteres ehrenamtliches Engagement die Auszeichnung des Landes verdient. Ministerpräsidentin Kraft erinnerte daran, dass Flick als Kriegsverbrecher verurteilt wurde und für den größten Parteispendenskandal der BRD verantwortlich war. Ein Radio-Porträt von Thilo Schmidt über Rudolf Biermann findet sich auf dessen Homepage (http://www.thiloschmidt.de/index.php?page=1&subpage=39 ebenso wie eine Reportage zur Preisverleihung und Bilanz der Umbenennung des FFG (Deutschlandradio Kultur, Länderreport vom 20.03.2017: http://www.thiloschmidt.de/admin/files/altemann.mp3

Laudatio von Ministerpräsidentin Kraft zur Ordensverleihung an Rudolf Biermann
Biermann.mp3
MP3 Audio Datei 2.2 MB

Am 6.11.2008 hielt Bürgermeister Rudolf Biermann vor dem Rat der Stadt Kreuztal eine Rede zur Abstimmung über den Namen Friedrich-Fick-Gymnasium. Diese Rede und sein Engagement haben dazu beigetragen, dass das Gymnasium umbenannt wurde, wir dokumentieren sie hier.

Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1968
Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1968

Warum diese Seite?

 

So viel vorab: Diese Internetseite hat ihren Zweck erfolgreich erfüllt. Das ehemalige Friedrich-Flick-Gymnasium in Kreuztal (NRW) ist umbenannt worden. Wir möchten hier an die heftige Debatte um den Namen des Gymnasiums erinnern und weiterhin einen Beitrag zur Aufklärung und Information leisten. Leider leistet weder die Stadt Kreuztal noch das Städtische Gymnasium Kreuztal hier einen nennenswerten Beitrag.

 

Flick-ist-kein-Vorbild entstand Anfang 2008 und wurde von ehemaligen Schülern und Sympathisanten gegründet. Wir wollten eine Debatte anstiften. Eine Debatte darüber, ob ein Gymnasium in Deutschland den Namen eines rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrechers tragen darf. Denn nichts anderes war Dr. Friedrich Flick, der in Kreuztal geboren mit einer Spende zur Gründung des städt. Gymnasiums beitrug und dessen Namen dieses Gymnasium fortan trug. Aus unserer Sicht ist man dabei nie wirklich kritisch mit dem Namen bzw. dem Namensgeber umgegangen.Das Gymnasium ist umbenannt. Diese Seite soll jedoch aus zwei Gründen weiterbestehen. Zum einen können sie sich hier auf den teilweise "eingefrorenen" Seiten einen Überblick verschaffen und den Verlauf des Namensstreits nachverfolgen. Zum anderen kann der heftige Streit um den Namen eines Gymnasiums ein Beispiel dafür sein, wie selbst mehr als 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs die Verheerungen des Faschismus in Deutschland und seiner Verdrängung bis in die Gegenwart reichen. Der Umgang und das Festhalten am Namen Flick zeugen aus unserer Sicht davon, dass man im Großen die von den Nationalsozialisten betriebene Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung von 1933 bis 1945 ablehnt, kritisiert und als Verbrechen insgesamt verurteilt, im Kleinen aber nicht zu Aufarbeitung oder gar Schuldeingeständnis bereits ist. Wir sind der Meinung, dass sich  die Verbrechen der Vergangenheit nur dann nicht wiederholen können, wenn wir auch in den alltäglichen Lebensbereichen aufräumen mit Ignoranz, Verblendung und Leugnung.

 

Zum Umgang mit dieser Seite

 

Die Seite wird nur unregelmäßig aktualisiert. Einträge aus der Zeit nach der Umbenennung des Friedrich-Flick-Gymnasiums weiter unten. Ein Archiv dieser neueren Meldungen finden Sie links unter "Aktuelles". Die Mehrheit der übrigen Rubriken entspricht dem Stand nach dem Tag der Umbenennungsentscheidung. Sie soll dazu dienen, den Streit und die Debatte zu konservieren sowie die Argumente für die Umbenennung in Erinnerung zu halten. Sie finden hier auch zahlreiche Radio- und Fernsehbeiträge.

 

 

Vor kurzem neu eingstellt:

Mo

22

Jun

2015

Umbenennung der (Hermann-)Röchling Höhe

1956 ehrte die Stadt Völklingen den verurteilten Kriegsverbrecher Hermann Röchling indem Sie einen Stadtteils nach ihm benannte. Seit Jahrzehnten schwelt in der Stadt hierzu ein Streit um die Umbenennung.

Mehr Informationen unter: http://www.hermann-roechling.de

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So

09

Dez

2012

Namensstreit um den Stadtteil Hermann-Röchling-Höhe

"1956 verlieh der Stadtrat der saarländischen Mittelstadt Völklingen dem Stadtteil Bouser Höhe einen neuen Namen: Hermann-Röchling-Höhe. Doch der Geehrte ist ein zweifach verurteilter Kriegsverbrecher. Eine Bürgerinitiative hat eine Diskussion in Gang gesetzt, die jetzt in einem Kompromiss enden soll, der die Gemüter aber vermutlich dennoch nicht beruhigen wird." Tonia Koch berichtet im Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1943174/

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