Fr

23

Jul

2010

"Flick kein Verbrecher"

Mit einem Leserbrief antwortet heute Horst Heimann aus Oberdresselndorf auf den Leserbrief von Joe Mertens, den wir hier bereits dokumentierten. Herr Heimann scheint sich mit seiner Antwort gleichzeitig für den ekligsten Leserbrief des Jahres bewerben zu wollen, wir dokumentieren seinen Debattenbeitrag:

 

Flick kein Verbrecher (SZ vom 23. Juli 2010):
"Zum Leserbrief von Joachim Mertens „Legendenschild“ (SZ vom 6. Juli): Netphen hat es dank Ihrer Anwesen-heit zu vielerlei antifaschistischen, antirassistischen Vorstellungen gebracht. Ja, man muss glauben, dass es dort besonders erforderlich ist, vielen Menschen den rechten Weg zu zeigen. Sogar ganze Schulklassen werden in der Zeitung bildlich vorgeführt. So hat man auch versucht, Friedrich Flick (er ist tot, kann sich nicht mehr wehren) durch Be richte und Filme in ein möglichst schlechtes Licht zu rücken. Doch können Bilder täuschen, wenn die
Berichte dazu entsprechend sind. Mir haben zuletzt die zwei Fortsetzungen gut gefallen. So besteht bei allem kein Anlass, ihn als Verbrecher zu bezeichnen. In Nürnberg, wo Sieger über Besiegte richteten, als Ziel, die deutsche Wirtschaft zu zerschlagen, so dass diese nie mehr auf dem Weltmarkt auftreten konnte. Dieses war nach den Ost-West-Streitigkeiten nicht weiter durchführbar. Meine Mutter sagte schon lange vor Kriegsende: „Wegen uns werden die sich noch an die Hälse gehen.“ Nun dieses: Die Deutschen nicht alle verhungern zu lassen, weil man sie in der Mitte Europas noch brauchte, hat vielen Wirtschaftsführern in Westdeutschland die Freiheit gebracht, darunter auch Friedrich Flick. Herr Mertens sucht die Straßenbezeichnungen mit einem Legendenschild zu versehen, weil dort ein „Kriegsverbrecher“ geehrt würde. Er hat ganz übersehen, dass in dieser Welt die größten Kriegsverbrecher mit hohen Auszeichnungen und Ehrungen versehen wurden. Und dann die Sache mit den Zwangsarbeitern und Flick, da bleiben noch einige Nuancen zu berücksichtigen. Wer ist Zwangsarbeiter, wer freiwillig, wer wurde durch Arbeit in Betrieben vor Schlimmerem verschont? Unsere Brüder und Väter starben an den Fronten. Was ist mit den Millionen von deutschen Kriegsgefangenen, welchen durch die Sieger der Status als Kriegsgefangene genommen wurde. Sie waren rechtloser als Zwangsarbeiter und starben zu Millionen.
Sie sind, bis heute nicht gezählt, auch ohne Denkmal geblieben."

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Kommentare: 5
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