Willkommen bei der Bürgerinitiative Flick-ist-kein-Vorbild

Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1968
Stiftungsurkunde aus dem Jahr 1968

Warum diese Seite?

 

So viel vorab: Diese Internetseite hat ihren Zweck erfolgreich erfüllt. Das ehemalige Friedrich-Flick-Gymnasium in Kreuztal (NRW) ist umbenannt worden. Wir möchten hier an die heftige Debatte um den Namen des Gymnasiums erinnern und weiterhin einen Beitrag zur Aufklärung und Information leisten. Leider leistet weder die Stadt Kreuztal noch das Städtische Gymnasium Kreuztal hier einen nennenswerten Beitrag.

 

Flick-ist-kein-Vorbild entstand Anfang 2008 und wurde von ehemaligen Schülern und Sympathisanten gegründet. Wir wollten eine Debatte anstiften. Eine Debatte darüber, ob ein Gymnasium in Deutschland den Namen eines rechtskräftig verurteilten Kriegsverbrechers tragen darf. Denn nichts anderes war Dr. Friedrich Flick, der in Kreuztal geboren mit einer Spende zur Gründung des städt. Gymnasiums beitrug und dessen Namen dieses Gymnasium fortan trug. Aus unserer Sicht ist man dabei nie wirklich kritisch mit dem Namen bzw. dem Namensgeber umgegangen.Das Gymnasium ist umbenannt. Diese Seite soll jedoch aus zwei Gründen weiterbestehen. Zum einen können sie sich hier auf den teilweise "eingefrorenen" Seiten einen Überblick verschaffen und den Verlauf des Namensstreits nachverfolgen. Zum anderen kann der heftige Streit um den Namen eines Gymnasiums ein Beispiel dafür sein, wie selbst mehr als 60 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs die Verheerungen des Faschismus in Deutschland und seiner Verdrängung bis in die Gegenwart reichen. Der Umgang und das Festhalten am Namen Flick zeugen aus unserer Sicht davon, dass man im Großen die von den Nationalsozialisten betriebene Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung von 1933 bis 1945 ablehnt, kritisiert und als Verbrechen insgesamt verurteilt, im Kleinen aber nicht zu Aufarbeitung oder gar Schuldeingeständnis bereits ist. Wir sind der Meinung, dass sich  die Verbrechen der Vergangenheit nur dann nicht wiederholen können, wenn wir auch in den alltäglichen Lebensbereichen aufräumen mit Ignoranz, Verblendung und Leugnung.

 

Zum Umgang mit dieser Seite

 

Es gibt nach wie vor Neues zu berichten. Aktuelle Einträge finden Sie weiter unten auf dieser Seite. Ein Archiv dieser neueren Meldungen finden Sie links unter "Aktuelles". Die Mehrheit der übrigen Rubriken entspricht dem Stand nach dem Tag der Umbenennungsentscheidung. Sie soll dazu dienen, den Streit und die Debatte zu konservieren sowie die Argumente für die Umbenennung in Erinnerung zu halten. Sie finden hier auch zahlreiche Radio- und Fernsehbeiträge.

 

 

Vor kurzem neu eingstellt:

Mo

22

Jun

2015

Umbenennung der (Hermann-)Röchling Höhe

1956 ehrte die Stadt Völklingen den verurteilten Kriegsverbrecher Hermann Röchling indem Sie einen Stadtteils nach ihm benannte. Seit Jahrzehnten schwelt in der Stadt hierzu ein Streit um die Umbenennung.

Mehr Informationen unter: http://www.hermann-roechling.de

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So

09

Dez

2012

Namensstreit um den Stadtteil Hermann-Röchling-Höhe

"1956 verlieh der Stadtrat der saarländischen Mittelstadt Völklingen dem Stadtteil Bouser Höhe einen neuen Namen: Hermann-Röchling-Höhe. Doch der Geehrte ist ein zweifach verurteilter Kriegsverbrecher. Eine Bürgerinitiative hat eine Diskussion in Gang gesetzt, die jetzt in einem Kompromiss enden soll, der die Gemüter aber vermutlich dennoch nicht beruhigen wird." Tonia Koch berichtet im Deutschlandfunk: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/dlfmagazin/1943174/

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