Gästebuch

Nachfolgend können Sie sich ins Gästebuch eintragen und ihre Meinung zu dieser Seite und zum Namen des Friedrich-Flick-Gymnasiums hinterlassen. Für den Inhalt der Einträge übernehmen wir keine Verantwortung, es sollte sich von selbst verstehen, dass jeder Eintrag Vorbildcharakter haben sollte. ;-)
Die Entscheidung ist gefallen, das Gästebuch daher geschlossen. Die Diskussion der vergangenen Monate können Sie hier nachverfolgen sowie die Rede des Bürgermeisters nachlesen:
Rudolf Biermann (Bürgermeister) im Rat der Stadt Kreuztal am 6.11.2008:
Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste,
ich habe in meinem beruflichen Leben und insbesondere in den neun Jahren, in denen ich die Funktion des hauptamtlichen Bürgermeisters der Stadt Kreuztal ausübe, sehr vieles erlebt. Ich muss jedoch
an dieser Stelle einräumen bzw. deutlich machen, dass die nun seit nahezu einem Jahr erneut geführte Diskussion über die Namensgebung unseres städtischen Gymnasiums auch für mich eine neue Dimension
darstellt. Dies wird nicht zuletzt auch daran deutlich, dass das Besucher- und Medieninteresse an der heutigen Sitzung für Kreuztaler Verhältnisse seinesgleichen sucht.
Kreuztal – so gerne als kleine und beschauliche Stadt im Siegerland bezeichnet – steht durch die Diskussion um die Namensgebung des Friedrich-Flick-Gymnasium nicht nur im Mittelpunkt der regionalen
Medien, nein, seit einigen Monaten wird die Diskussion überregional und international beachtet und die Stadt Kreuztal und insbesondere das Gymnasium wird und wurde dabei, um es vorsichtig zu
formulieren, negativ in den Fokus der Weltöffentlichkeit gestellt. Stellvertretend für viele Schlagzeilen in der Presse möchte ich gerne einige zitieren:
„Kreuztaler Gymnasium im Fokus der Welt“
„Kehraus in Kreuztal“
„Der alte Mann und die gekaufte Stadt“
„ Der alte Mann und der Abgesang“
„Tag X in Kreuztal“
„Das große Vergessen“
„Flick-Diskussion zieht immer größere Kreise“
„Versöhnen statt Spalten“
Die Schlagzeilen, die Berichte in den Printmedien, aber auch die Beiträge in Radio und Fernsehen sind kaum noch zählbar. Gleiches gilt für die Leserbriefe zur Thematik, die an mich gerichteten
Petitionen, die eine Umbenennung des Gymnasiums fordern und vieles mehr.
Nun mag es Menschen geben, die sagen: Das ist doch gar nicht so schlimm, irgendwann wird sich dies schon im Sande verlaufen. Weiter gibt es natürlich Menschen, die fragen, ob die Stadt Kreuztal, der
Rat der Stadt Kreuztal und natürlich auch ich als Bürgermeister dieser Stadt, eigentlich nichts Besseres und Wichtigeres zu tun haben, als sich mit dieser Namensdiskussion zu beschäftigen. Diese
Fragen kann ich nur damit beantworten: Grundsätzlich ja, und ich betone grundsätzlich, denn wir haben viel zu tun.
Aber: Diese Diskussion, die in ihrer Bedeutung und in ihrer Tragweite für alle Beteiligten eine noch nie dagewesene Aufmerksamkeit hervorgerufen hat, hat Fakten geschaffen, denen ich mich als
Bürgermeister, denen sich aber auch der Rat in seiner Gesamtheit stellen muss. Es hat viel Unruhe, Zwietracht und Streit gegeben. Daneben gab und gibt es bis heute viele persönliche und beleidigende
Äußerungen und Angriffe.
Diese Diskussion hat neben viel Unverständnis insbesondere jedoch tiefe Wunden und Verletzungen hervorgerufen. Und dies, meine sehr geehrten Damen und Herren, sowohl bei den Befürwortern als auch bei
den Gegnern der Namensgebung. Entscheidend hierbei dürfte jedoch sein, was diese hoch emotionale und Gräben aufreißende Diskussion für Auswirkungen auf das Friedrich-Flick-Gymnasium, das
Lehrerkollegium und insbesondere auch für die Schülerinnen und Schüler dort hat. Dies ist mit der zentrale Faktor.
Vor einiger Zeit habe ich noch davon gesprochen, dass der Rat sich erst dann mit einer Beschlussfassung über die Namensgebung befassen kann, wenn bekannt ist, ob sich bei einer möglichen Umbenennung
möglicherweise finanzielle Konsequenzen für die Stadt ergeben. Eine Antwort auf diese Frage kann ich Ihnen bis heute nicht geben. Dennoch muss dieser quälende und lang anhaltende Prozess beendet
werden – hier waren alle Fraktionsvorsitzenden mit mir einer Meinung. Es muss – unabhängig von etwaigen Folgen die z.Zt. jedoch nicht erkennbar sind - eine Entscheidung herbeigeführt werden. Der Rat
als zuständiges Organ für die Namensgebung einer Schule hat dafür Sorge zu tragen, dass das Ansehen des Gymnasiums und auch das Ansehen der Stadt Kreuztal keinen weiteren Schaden mehr nimmt. Nur so,
meine sehr geehrten Damen und Herren, kann es gelingen, eine Befriedung in der Schule und in der gesamten Stadt wiederherzustellen.
Mit Befriedung meine ich Frieden in seiner Ursprünglichkeit. Frieden ist allgemein definiert als ein heilsamer Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von Störung oder Beunruhigung. Frieden
ist das Ergebnis der Tugend der Friedfertigkeit und damit verbundener Friedensbemühungen. Frieden ist aber auch der allgemeine Zustand zwischen Menschen, sozialen Gruppen oder Staaten, in dem
bestehende Konflikte in rechtlich festgelegten Normen ohne Gewalt ausgetragen werden. Und ich hoffe von Herzen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass wir nach dieser heutigen Ratssitzung wieder
mehr Frieden in der Stadt und insbesondere im Umgang miteinander haben werden. Jede Zeit hat ihre eigene Geschichte; lasst doch die Vergangenheit ruhen – das sagen viele Menschen, mit denen ich in
den vergangenen Monaten gesprochen und diskutiert habe. Dies kommt auch in vielen Leserbriefen und persönlichen Anschreiben zum Ausdruck. Aber: Die Vergangenheit kann nicht verleugnet werden und sie
sollte auch nicht vergessen werden – im positiven wie auch im negativen Sinne. Die Zeit hat uns eingeholt. Auch und insbesondere durch die Initiatoren des Internetauftritts
„Flick-ist-kein-Vorbild.de“ ist die Namensgebung unseres Gymnasiums wieder Thema.
Erinnern wir uns: Als das Gymnasium in Kreuztal gegründet wurde und es zur Namensgebung kam, ging es einzig und allein darum, die Bildungsmöglichkeiten für die heimischen Schülerinnen und Schüler
durch den Bau und die Etablierung eines Gymnasiums zu verbessern bzw. eine solche Einrichtung überhaupt zu ermöglichen. Die Spende von Friedrich Flick wurde daher nicht nur gerne als Geschenk
angenommen, zum Dank widmete man dem Spender den Namen der Schule. Niemand – und auch nicht der Rat in seiner heutigen Zusammensetzung – kann das Handeln der damaligen Personen als verwerflich
bezeichnen. Im Gegenteil: Die damaligen Amtsvertreter haben das Beste für Kreuztal gewollt und auch getan. Niemand konnte zu diesem Zeitpunkt auch nur erahnen, dass sich im Laufe der Zeit daraus ein
derart hohes Konfliktpotential für Kreuztal ergeben würde.
Erinnern wir uns weiter: In der Ratsdebatte am 05. Mai 1988 wurden deutlich die Verwicklungen des Flick-Imperiums und Friedrich Flicks in die Schandtaten des Nazi-Regimes dargestellt. Der damalige
Rat hat sich sehr bemüht, die Thematik komplex anzugehen, d. h., in vielen Gedanken die damalige Geschichte aufzuarbeiten, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Letztendlich spielte aber
auch das Persönliche, der Heimatbezug von Friedrich Flick zu Kreuztal eine besondere Rolle – so wie es heute auch noch der Fall ist. Viele Kreuztaler sind mit ihm aufgewachsen, kannten ihn persönlich
oder waren gar mit ihm befreundet. Man bewunderte natürlich auch den sagenhaften wirtschaftlichen Erfolg dieses Mannes. Die Schattenseiten wurden andiskutiert, verglichen mit seiner
Spendengroßzügigkeit gegenüber Kreuztal jedoch eher verdrängt.
Bei aller Tiefe und Schwere der damaligen Diskussion: Niemand stellte Flick als Vorbild dar, alle Fraktionen verurteilten unmissverständlich den Nationalsozialismus und zeigten Betroffenheit über
dessen Gräueltaten. An dieser Stelle möchte ich gerne zur Verdeutlichung aus dem damaligen Ratsprotokoll zitieren: „Zu denken ist vor allem an die Indienstnahme politischer Macht in allen Phasen
seines Lebens, die aktive Unterstützung des NS-Regimes, die Bereicherung an jüdischem Vermögen, die Ausbeutung von Fremdarbeitern und KZ-Häftlingen während des Krieges und die Verweigerung jeder
Entschädigung aus der Fülle seines Milliardenvermögens nach dem Kriege“ .Gem. Beschluss nach geheimer Abstimmung im Rat aber veränderte sich an der Namensbenennung nichts. Eigentlich sollte auch die
Ratsdebatte von 1988 eine Vergangenheitsbewältigung sein, niemand hat die schreckliche Vergangenheit geleugnet. Auch vor 20 Jahren war es bereits eine bedrückende und belastende Auseinandersetzung,
welche bis heute Spuren hinterlassen hat. In diesem Zusammenhang habe ich auch immer wieder davon gehört, dass „der Stachel im Fleisch bleibe“.
Und nun hat der neuerliche Diskussionsstand, der Namensstreit um die Namensgebung bzw. Namensbenennung weitere und zum Teil auch neue Fakten geschaffen, denen wir, gewollt oder ungewollt, Rechnung
tragen müssen. Nur so können wir der Gesamtverantwortung für diese Stadt gerecht werden.
Hierzu bedarf es keines Antrages. Wir, der Bürgermeister und jedes Ratsmitglied ist gefordert und aufgefordert, sich dieser Diskussion zu stellen und sich dieser Verantwortung nicht zu entziehen.
Jeder von uns ist sich der Bedeutung und Tragweite dieser Namensentscheidung bewusst und dieser Rat wird in Wahrnehmung seiner Verantwortung eine Entscheidung treffen.
Ich respektiere die Gewissensentscheidung eines jeden Einzelnen, denn jeder kann in einer solch schwierigen Frage, in einer Angelegenheit von so weitreichender gesellschaftlicher und
gesellschaftspolitischer Bedeutung nur nach seinem eigenen Gewissen entscheiden. Und wenn ich von Entscheidungsnotwendigkeit spreche, möchte ich an dieser Stelle nicht die vielfach ausgetauschten
Argumente PRO und KONTRA Namengebung/Namensänderung unseres Gymnasiums wiederholen. Ich sagte es bereits, es hat schon genügend persönliche, beleidigende und beschämende Äußerungen gegeben.
Und somit möchte ich zum Kern meiner Rede kommen:
Die Stadt Kreuztal selbst, viele Vereine, Verbände, Kirchen und Institutionen jedweder Art haben Grund genug, dankbar zu sein gegenüber dem Spender und den durch ihn ermöglichten Wohltaten für die
Stadt. Es geht nicht darum, die Wohltaten, das Gute, was er für Kreuztal getan hat, vergessen zu machen. Diesen positiven Teil seiner Lebensleistung wollen wir nicht auslöschen. Jeder Einzelne mag
sein Andenken, sein Gedenken an Friedrich Flick in der für ihn geeigneten Art bewahren.
Es gibt kein Leben ohne Erinnerung – im Guten wie im Bösen. Daraus folgt, dass das Gute in dankbarer Erinnerung erhalten bleiben soll und auch muss. Das Böse und weniger Gute darf jedoch auch keine
Verdrängung erfahren. Und so geht es auch darum, in einem Abwägungsprozess und in Betrachtung der Gesamtvita von Friedrich Flick, seinem Gesamtwirken, seiner Person bzw. Persönlichkeit, d.h., seiner
Gesamtlebensleistung, Rechnung zu tragen.
Reichtum und Erfolg machen noch keinen ehrbaren Menschen aus. Marion Gräfin Dönhoff, die sich in besonderer Weise um die NS-Zeit und die Nachkriegsgeschichte bemüht hat, sagte einmal, dass in der
Geschichte nicht der Erfolg entscheidend sei, sondern auch der Geist, aus dem heraus gehandelt wurde. Und es ist belegt, dass Friedrich Flick tief involviert war in eines der traurigsten Kapitel in
unserer deutschen Geschichte. Somit ist er mitverantwortlich – er fand kein Wort der Reue oder des Bedauerns und verweigerte jegliche Wiedergutmachung an die Opfer.
Die Aufarbeitung der historischen Fakten, insbesondere die Erkenntnisse der jüngeren Zeit, sind nicht zu leugnen. Wir aber können und dürfen uns nicht zu Richtern über die Schwere der Schuld, die
Tiefe der Verstrickungen und über die Angemessenheit der Strafe machen. Darüber können wir als Nichtzeitzeugen nicht befinden, es wäre vermessen – darüber möge allenfalls Gott richten.
Wir nehmen auch großen Abstand von dem mitunter getätigten Vorwurf, mit dieser Namensdiskussion eine erneute Verurteilung vornehmen zu wollen. Die Diskussion hat aber gezeigt, dass wir aufgrund
unserer Verantwortung für die Schule und für unsere Stadt auch nicht die Augen davor verschließen dürfen, was geschichtswissenschaftlich belegt ist. Wir sind daher nicht gefordert, ihn als Person zu
verurteilen. Aber wir sind gefordert, darüber nachzudenken und letztendlich darüber zu entscheiden, ob Friedrich Flick der richtige Namensgeber für unser Gymnasium ist. Diese Entscheidung kann uns
niemand abnehmen.
Außerhalb von Kreuztal – ob nun national oder international – kann niemand nachvollziehen, dass in unserer heutigen Zeit ein städtisches Gymnasium noch nach Friedrich Flick benannt ist. Die
Betroffenheit ist groß und in vielerlei Gesprächen habe ich Fassungslosigkeit bis hin zu Verzweiflung darüber zu spüren bekommen. Außenstehenden kann man nicht erklären, dass wir an dem Namen
Friedrich Flick, der zwar ein „Sohn und Gönner“ von Kreuztal war und viel Gutes für Kreuztal getan hat, festhalten. Außenstehende und insbesondere noch lebende Opfer und Angehörige aus der Zeit des
Nationalsozialismus sehen aus ihrer Sicht einzig und allein nur die Schattenseite in Flicks Biographie und die Schuld, die er in dieser Zeit auf sich geladen hat.
Vor dem Hintergrund all dieser schwierigen Fragen haben wir zu entscheiden, ob es undankbar und unmoralisch ist, wenn wir unter Einbeziehung all dessen, was wir mittlerweile über Friedrich Flick und
sein Lebenswerk wissen, an der Meinung festhalten wollen, dass der Name Friedrich-Flick in dankbarer Erinnerung an die damalige Spende auf Dauer erhalten bleiben soll und muss. Oder aber wir
entscheiden, dass wir bei aller Dankbarkeit für sein Engagement in Kreuztal dennoch zu der Überzeugung gelangen, dass wir die Namensgebung für eine Schule vor dem Hintergrund der Gesamtbetrachtung
seiner Vita für falsch halten.
Dabei gilt es abzuwägen zwischen Dankbarkeit für geleistete Spenden und der Frage, ob es angemessen ist, die Verletzung der Gefühle der Menschen im In- und Ausland in Kauf zu nehmen, die im Dritten
Reich im Flick-Konzern gelitten haben, wenn sie erfahren, dass die Stadt Kreuztal aus Dankbarkeit seiner Person gegenüber nach wie vor eine Schule nach ihm benannt hat.
Im Kern, meine sehr geehrten Damen und Herren, geht es um die Frage, ob die Benennung unseres Städtischen Gymnasium unter Abwägung aller persönlichen Gefühle, aber insbesondere auch im Wissen um die
historisch belegten Fakten und Hintergründe, gerechtfertigt ist. Entscheidend geht es aber auch um die Frage, wie unser Schulgesetz die Anforderungen an die Namensgebung einer Schule definiert.
„Es fordert die Achtung vor der Würde des Menschen. Die Jugend soll erzogen werden im Geist der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit und zur Achtung der Überzeugung des anderen in Liebe
zur Völkergemeinschaft und zur Friedensgesinnung. Die Schule soll alles vermeiden, was die Empfindungen anders Denkender verletzen könnte“.
Die Landesregierung hat hierzu mitgeteilt, dass man die Diskussion in Kreuztal mit Respekt und Anerkennung zur Kenntnis nehme. Man werde sich zwar nicht einmischen, lege aber Wert darauf, dass sich
die Namensgebung einer Schule an den Inhalten des Schulgesetzes orientiert. Diese Aussage ist in ihrer Interpretation deutlich. Johannes Rau hat einmal gesagt, dass aus der Geschichte Verantwortung
folgt. In diesem Zusammenhang hat er weiter gesagt, dass Verantwortung mit der Erziehung in den Schulen beginnt. Dieser Satz hat, wie ich finde, eine besondere Aussagekraft.
Ich möchte noch einmal deutlich machen, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass der Rat der Stadt Kreuztal heute einzig und allein darüber zu entscheiden hat, ob der Name Friedrich Flicks auch
weiterhin dazu geeignet ist, als Vorbild für die Namensgebung des Gymnasiums zu dienen. Nur darüber haben wir zu befinden. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger. Es geht um die
Zukunftsentscheidung darüber, ob wir die Namensgebung in Kenntnis des heutigen Wissens in Einklang mit dem Erziehungsgedanken unser Schulgesetzgebung sehen. Es geht auch und nicht zuletzt darum, ob
wir die Namensgebung weiter vor der Weltöffentlichkeit rechtfertigen wollen und können.
Das Friedrich-Flick-Gymnasium ist ein weltoffenes Gymnasium mit vielen Schülerinnen und Schülern verschiedener Nationen. Das Gymnasium genießt einen hervorragenden pädagogischen Ruf. All dies ist im
Laufe der letzten Monate nicht nur in den Hintergrund getreten; all dies wurde förmlich überschattet. Die Namensgebung hat sich als große Belastung ergeben und wurde nicht umsonst auch von der
Schulkonferenz des Gymnasiums als „Bürde“ umschrieben. Insofern ist es angemessen, einen Namen zu tragen, der nicht mit der unrühmlichen NS-Zeit belastet ist.
Die Schulkonferenz hat aber nicht über die Namensgebung zu befinden, dies obliegt dem Rat, die Schulkonferenz ist lediglich zu beteiligen. Aus der Schulkonferenz liegt mir ein Beschluss vor, indem
erklärt wird, dass die Schule im Falle einer Umbenennung dafür votiert, der Schule den Namen „Städtisches Gymnasium Kreuztal“ zu geben.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, verehrte Gäste, es gäbe sicherlich noch vieles zu erwähnen, vieles müsste noch näher ausgeführt und erläutert werden um allen vielschichtigen Aspekten und
Facetten der Thematik gerecht werden zu können. Dies ist in einer Grundsatzrede jedoch gar nicht möglich.
Die seit Jahrzehnten schwelende und nun seit Monaten auf intensivste Weise geführte Diskussion um die Namensgebung war für alle Beteiligten schmerzhaft und quälend. Die Bürgerinnen und Bürger unserer
Stadt sind in dieser Frage zerrissen. Das ist auch schwer für mich persönlich und hat viel Kraft gekostet.
Als Bürgermeister dieser Stadt bin ich in erster Linie dazu verpflichtet, stets zum Wohle der Stadt zu handeln. Ich habe gemeinsam mit dem Rat der Stadt Kreuztal den Auftrag, nicht nur den Ruf der
Schule, sondern auch den nationalen und internationalen Ruf der Stadt, der unter dieser permanenten und teils beschämenden Diskussion gelitten hat, wieder herzustellen. Und dies in Kenntnis bzw.
unter Berücksichtigung der Geschehnisse in unserer Geschichte. Die Auseinandersetzung darüber sind wir nachfolgenden Generationen schuldig, denn wir stehen nicht nur in der Verantwortung für unsere
Vergangenheit, nein, wir stehen auch und insbesondere in der Verantwortung für unsere Zukunft.
Im Hinblick auf die Zukunft möchte ich mit einem Zitat von Bundeskanzlerin Merkel aus ihrer Rede vor der Knesset enden: Dort hat sie u.a. gesagt: „Meine Damen und Herren, ich bin zutiefst davon
überzeugt: Nur wenn sich Deutschland zu seiner immerwährenden Verantwortung für die moralische Katastrophe in der deutschen Geschichte bekennt, können wir die Zukunft menschlich gestalten. Oder
anders gesagt: Menschlichkeit erwächst aus der Verantwortung für die Vergangenheit.“ Und ich frage: Wer ist unsere Zukunft? Es sind unsere Kinder und Jugendlichen auf den Schulen, die echte Vorbilder
brauchen.
(Diskussion geschlossen)
-
#1469
claudia (Freitag, 07 November 2008 10:57)
also mich geht das ganze zwar nix an...
aber ich muss mich schon fragen was mit unsere welt los ist....
es verhungern so viele menschen auf dieser welt und nicht nur im ausland sondern auch vor unsere türe....
wieviele menschen sind sterbens krank......
vor so dingen werden meist die augen verschlossen...will keiner was zu tun haben
und was habt ihr für ein problem.....40 jahre war der name und das geld gut genug....hat sein beitrag und leistung gemacht....hat zig kindern sicher eine sehr gute schulische ausbildung ermöglicht..und somit den weg für ein berufsleben ermöglicht...soll das alles vergessen werden
also ich würd mich schämen wenn ich so en aufstand mach...ich nehm mal an das der gute herr flick seine strafe für alles was er gemacht bekommen hat...und er soll doch in friede ruhen man kann das geschehene nicht rückgängig machen
jeder sollte erst mal vor seiner türe kehren und mit seinem leben zufrieden sein was er hat oder nicht hat.... -
#1468
Bürger (Freitag, 07 November 2008)
Die Umbenennung wurde nun erreicht. Demzufolge ist nun nur noch ein letzter, konsequenter Schritt erforderlich:
Abriss und Wiederaufbau des Gymnasiums aus EIGENEN Mitteln all derjenigen, die diese Umbenennung betrieben haben. Geschähe dies nicht, müssten sich alle aus dieser Gruppe elende Schmarotzer nennen lassen! Und auch alle unbeteiligten Absolventen der Vergangenheit und Zukunft wären diesem Urteil schutzlos ausgesetzt. -
#1467
neutraler Beobachter (Freitag, 07 November 2008 10:18)
@TW (#1464)
Keine Antwort wäre eine ehrlichere Antwort gewesen. Schade. -
#1466
käffchen (Freitag, 07 November 2008 09:44)
Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Lasst Euch durch die Miesepeter und Bedenkenträger nicht einschüchtern - es gibt immer viel zu tun, und kleine Schritte sind besser als Stillstand aus Angst vor Konsequenzen. Außerdem war das höchste Zeit, über 60 Jahre nach den Nürnberger Prozessen. Dass nicht nur Geld die Welt regiert, ist eine Lektion, die den Schülern des Städtischen Gymnasiums deutich wichtiger sein muss als dass man nicht mit alten Stiftern und Gönnern brechen darf.
-
#1465
apo (Freitag, 07 November 2008 09:35)
jeder mensch ist von natur aus egoistisch eingestellt. der eine kämpft für das was er als "sein recht" empfindet, der andere hälts maul oder schließt sich der meinung anderer an(sogenannte Mitläufer).
das schwierige an der demokratie ist dann eben manchmal die entscheidungsfindungsphase. aber auch hier sollten wir uns nichts vormachen. entscheidungsträger sind immer diejenigen mit der größeren macht. das war schon immer so und wird immer so bleiben. deutschland ist ein nicht leicht zu veränderndes land, da die in ihm wohnenden menschen im gegensatz zu anderen populationen(z.b. frankreich) tendenziell ihr maul halten, wenns gefährlich(für die eigene stellung/rolle innerhalb der gesellschaft) werden könnte. ein land voller duckmäuser und angsthasen, die erst mal abwarten was passiert. das problem dabei ist: es vergeht eine menge zeit und außerdem verlassen sich die "warter" auf die anderen und ihr eigener input geht verloren. ich denke das hier vorliegende ist ein typisch deutsches problem. -
#1464
TW (Freitag, 07 November 2008 08:58)
@ neutraler Beobachter (1460): Ich muss Sie enttäuschen, dass ich OH sei, ist leider ein falscher Schluss aus meinen Beiträgen. Steinperf kenne zwar, habe sogar dort einmal übernachtet, aber es gehört nicht in das "Beuteschema" meiner Forschungen.
Werden eigentlich die zu erwartenden Nachwehen (Entwicklung des Fördervereins, Nachzahlung , Reaktion der Flick-Enkel, evt. Verzicht Biermanns auf die CDU-Bürgermeisterkandidatur) hier weiterbeobachtet?
-
#1463
Nigel Waterford (Freitag, 07 November 2008 08:38)
Der schändliche Name ist gelöscht. Allen Aktivisten gebührt mein Dank. In Deutschland ist noch viel braune Geschichte aufzuarbeiten.
-
#1462
T.Specht (Freitag, 07 November 2008 08:10)
"Flick ist kein Vorbild" ..... aber WILLFÄHRIGE POLITIKER auch nicht!!!!!!!!
-
#1461
Kreuztaler (Freitag, 07 November 2008 07:45)
Solch einen Schwachsinn werden wir hoffentlich nicht noch einmal durchmachen müssen.
Den Namen ändern wollen, aber das Geld nicht zurückgeben? Entgegen der Aussage in der Petition kommt es doch auf das Geld an. Die 3 Mio müßten jetzt zurückgezahlt werden. Das wäre die logische Konsequenz, wenn man über Vorbildcharakter reden will.
Bin ja mal gespannt ob die zwei Unruhestifter sich jetzt auch dafür einsetzten, oder ob se jetzt den Schwanz einklemmen. -
#1460
neutraler Beobachter (Freitag, 07 November 2008 07:40)
Wollen wir hoffen, dass TW (=OH) jetzt endlich seine noch offene Rechnung mit Kreuztal und dem FFG beglichen hat und sich wieder in Ruhe seinen historischen Steinperfer Forschungen widmen kann.
-
#1459
Christiane Luke u.Eimo Enninga , Siegen (Freitag, 07 November 2008 07:38)
Ihr habt einen tollen Job gemacht. Herzlichen Dank!
-
#1458
Rainer (Freitag, 07 November 2008 06:57)
Ein wirklich guter Name wäre Martin-Luther-King-Gymnasium. Vorbilder sind gerade in der heutigen Zeit bitter nötig.
-
#1457
qwertz (Freitag, 07 November 2008 00:42)
so dann überlegt schon mal wie thyssen krupp bald heißen könnte oder die deutsche bank oder die realschule! ich finds lächerlich! mal ehrlich es weiss jeder was flick in nazi-deutschland verbrochen hat und ich kanns auch net gutheißen. aber nein thyssen und co kann man ja net umbenennen die sind ja zu groß!!achja und ich vergaß:die bringen ja geld.stimmt!!!!!!! ich gebe dem user unter mir recht wenn er sagt wir sollten die geschichte mal ruhen lassen! können wir durch die umbenennung etwa ändern was flick und alle anderen verbrecher gemacht haben oder is das der beginn der phase, in der man das geschehene totzuschweigen????man nehme nur den fall aus dem berliner wachsfiguren kabinett in welchen eine gewisse person entfernt wurde!es kommt mir so vor als wollte man unsere geschichte umstrukturieren, diese persönlichkeiten einfach aus der deutschen geschichte streichen; (wie schon erwähnt) als wollte man diese personen und dessen taten verschweigen!doch sind sie nicht auch ein teil unserer geschichte? und ich finde eine "entfernung" der personen und dessen taten als schlimmer als das man über sie redet und somit die leute zum nachdenken anregt dass solch eine zeit in deutschland wieder auflebt!ich kann nicht gutheißen was damals vorgefallen ist und empfinde jede form von rechtsextremismus und sonstigen "spässen" als assozial und total krankhaft!!!!naja ich kanns echt nicht mehr glauben! fand diese ganze laberei von wegen umbenennung eh lächerlich und ich bin froh dass auf meinem abiturzeugniss noch "ffg" in der kopfzeile steht einfach aus dem grund da man eine zeit lang nicht mehr über eine umbenennung nachgedacht hatte naja zumindest bis vor einem jahr! zudem is das ganze nun schon weit mehr als 60 jahre rum und wir sollten die geschichte einfach mal ruhen lassen. zudem denke ich nicht dass man den schüllern des ffg angesehen hat dass ihre schule den namen eines kriegsverbrechers trägt!!!!!!!!!schon sehr albern aber naja ihr habt wohl gewonnen!! freut euch über den neuen namen der schule! für mich bleibt es dennoch das "FFG zu Kreuztal" komme was da wolle!!!!!! in diesem sinne einen schonen abend oder besser eine schöne nacht!!!
mfg
P.S.: freue mich auf namensvorschläge für die großkonzerne!!!!!!!!
:) -
#1456
Hans-Walter Klein (Freitag, 07 November 2008 00:34)
Lieber Herr Brettin!
Der versuchte Nazi-Vergleich (Propaganda) ist doch wohl als Scherz gemeint!?
Ansonsten ist er eine Unverschämtheit und Relativierung der Nazi-Vergangenheit! Sie können gerne die Vorgehensweise der BI kritisieren, ablehnen, was auch immer, aber bitte dann doch mit Hilfe angemessener Ausdrücke .
@#1442: Da ich mit Klarnamen schreibe, kann ich mich zu Ihrem Beitrag nur kurz äußern.
HASS? Ja, den habe ich allerdings heute Abend erlebt. Veritable Ratsmitglieder der CDU schämten sich nicht, laut vernehmlich beim Vorübergehen Patrick und Oliver als "Chaoten" zu bezeichnen ("Da ist doch der ..., die ..."). Auf meinen Protest hin wurde noch eine Schippe drauf gelegt: "Das hat er doch von mir schriftlich!"
Vorbild? Bagage! -
#1455
Dornhöfer (Donnerstag, 06 November 2008 23:04)
sehr peinlich......
Man sollte die Geschichte mal ruhen lassen.
Man diskutiert über Namensänderungen die wirklich unsinnig sind!!
Es ist unstrittig was damals alles geschah.
Es gibt viele deutsche Unternehmen die am "Dritten Reich" mit verdient haben. Soll alles umbenannt werden was von Unternehmen in Deutschland mitfinanziert wurde?
Weshalb ändern wir nicht gleich unseren Namen Deutschland um?
Hatte doch unser Land und viele Menschen in diesem Land wohl am meisten mit den Dingen im "Dritten Reich" zu tun.
Es gibt wichtigeres alles über so einen Unsinn zu diskutieren.
Was ist denn alles nach dem 2 Weltkrieg so gewesen, Korea, Vietnam, Afghanistan, Irak etc.
Lasst doch die Geschichte einfach mal Geschichte sein, nach über 63 Jahren muss doch mal Schluss sein und Mahnmale die uns das immer wieder vor Augen halten haben wir ja nun auch genug in Deutschland!!!!!!
Ich finde diese Diskussion einfach lachhaft.
mfg
-
#1454
. (Donnerstag, 06 November 2008 22:50)
ja, wir sollten jetzt hier die umbenamung feiern, gut so!!
-
#1453
Kreuztaler (Donnerstag, 06 November 2008 22:48)
Punkt.
War's das jetzt ?
Widmet Euch wieder der Gegenwart
und investiert Eure Energie in die Zukunft.
-
#1452
. (Donnerstag, 06 November 2008 22:44)
@S Chmach - danke für den Beitrag, der mir aus Herz und Hirn spricht - man soll mit seinen Mitmenschen ja immer respektvoll umgehen, ihre Würde achten, in der Öffentlichkeit richtig auftreten (Krawatte?) etc. Gut zu wissen, dass FF dies auch immer beherzigt hat. Die Juden, Zigeuner, Schwulen, Bibelforscher u.a.m., die sich in seinen Fabriken zu Tode schuften mussten, sehen das vermutlich anders.
-
#1451
S Chmach (Donnerstag, 06 November 2008 22:16)
Peinlich...
Der Begriff Politik scheint nicht in Kreuztal enstanden zu sein...,
ein so schwachen Bürgermeister kann man eigentlich nicht mehr tragen, ich wünsche mir für die nächsten Kommunalwahlen einen neuen!
Darüberhinaus sollten sich Politiker von den Grünen mal Gedanken über richtiges Auftreten in der Öffentlichkeit machen und vorallem
überlegen wie man respektvoll mit Menschen umgeht... peinlich. -
#1450
. (Donnerstag, 06 November 2008 22:13)
@kreuztaler bürger. KANN MAN DIE ZUKUNFT GESTALTEN, WENN MAN DIE VERGANGENHEIT IGNORIERT? Ich denke gerade darüber nach, was für die Zwangsarbeiter unter Flick'schen Gnaden wirklich gewesen sein könnte und komme zu einer Entscheidung, die Du vielleicht als Nestbeschmutzung abtun wirst... Vielleicht ja eine Entschuldigung, vielleicht ja auch eine Entschädigung durch die milliardenschwere Familie ... bestimmt aber kein Denkmal für den einen verurteilten Kriegsverbrecher, dessen gymnasiales Denkmal die demokratisch legitimierten Stadtverordneten heute niedergerissen haben...
-
#1449
Kreuztaler Bürger (Donnerstag, 06 November 2008 21:45)
an . Eintragsnummer 1444
Da kann man klar erkennen dass manch einer sogar Texte nicht richtig deuten kann. Es hat nichts mit rechtfertigung zu tun sondern viel mehr damit das auf der ganzen welt unrecht geschieht. Und das wir nun mal das Sündenvolk der Welt sind. MAN SOLLTE NICHT IN DER VERGANGENHEIT HERUMWÜHLEN DA MAN EH DARAN EH NICHTS MEHR ÄNDERN KANN!!! SONDERN MAN SOLLTE SICH EHER GEDANKEN UM UNSET ALLER ZUKUNFT WENN INTERESSIERT DIE UMBENNUNG IN 60JAHREN WENN ES KRIEGE UM WASSER UND NAHRUNG GIBT!!! Denkt mal nach was wirklich wichtig ist
-
#1448
egal (Donnerstag, 06 November 2008 21:44)
Das Erebnis der Versammlung ist wirklich erschreckend. Aber wer als Politiker in der Politik nicht mal was zu stande bekommt, dann außerhalb wohl erst recht nicht.Ich kann dem Anonymen Gästebucheintrag nur zustimmen man sollte die Schule abreißen und dann kann die Stadt ja mit ihrem Geld ein Städtisches Gymnasiun aufbauen. Ich wüsste gerne was die Stadt macht wenn die Flick Stiftung das Geld zurück verlangt, was ich allerdings nicht erwarte.
Und dann möchte ich auch noch auf die anderen Namenspatronen zu sprechen kommen. Wenn ich in der Schule lerne das Ernst Moritz Arndt schreibt das deutsche Volk sei das "reinste" und dürfe sich nicht mit anderen vermischen, vor Juden warnt und zum Hass auf Franzosen motiviert, frage ich mich schon warum die Schule, die neben der Schule ist, die ich besuche nach ihm benannt ist. -
#1447
lol (Donnerstag, 06 November 2008 21:33)
danke "FUCK YOU"
-
#1446
Fuck you (Donnerstag, 06 November 2008 21:32)
Drecks linkes Saupack
-
#1445
Triskele (Donnerstag, 06 November 2008 21:32)
Das ist das aller letzte das umzubennen. Ihr seit auch Idioten selber auf die Schule gehen und dann nachher sowas wollen.(Doppelmoral) Hättet ja auch auf eine andere Schule gehen können. Achso ihr könnte dann ja auch euer ABI Zeugnis verbrennen, denn da steht auch der Name (FREIDRICH FLICK)drauf.
Wenn ihr schon so drauf seit könnt ihr ja bei der Frima Thyssen Krupp weiter machen und der E.M.A.-Realschule!!!!!
-
#1444
. (Donnerstag, 06 November 2008 21:29)
@kreuztaler bürger... das ist ja nun wirklich ein dürftiger vergleich! nur, weil andere auch gegen die juden waren, rechtfertigt das doch ganz bestimmt nicht den millionenfachen mord an mitbürgern und mitbürgern, die "anders" waren! wie ich gerade aus verlässlicher quelle erfahre, haben andere "völker" entschieden, dass morgen allen kreuztalern die ohren (oder sonstwas) abgeschnitten wird... sorry, auch ein scheiss-vergleich...
-
#1443
christof (Donnerstag, 06 November 2008 21:28)
..danke #1439..ich mache es nicht fest an der verfolgung des jüdischen volkes...man denke an amerika...ausrottung der indianer...an die holländer, belgier, portugiesen, spanier,franzosen, deutschen mit dem unvorstellbaren wüten in den kolonien...u.s.w. u.s.w keiner macht diesen ländern vorwürfe. nur wenn ich im ausland über die straße gehe heißt es ...achtung...da kommt ein deutscher...das ist das was mich maßlos ärgert. im umgekehrten fall kommt keiner auf die idee zu sagen ..achtung...da kommt ein franzose...eigenartig..wir sollten nicht vergessen!!...aber doch langsam nicht mehr unser nest beschmutzen...
-
#1442
Anonym (Donnerstag, 06 November 2008 21:23)
8 Monate habe ich nichts in dieses Gästebuch geschrieben, doch nun kann ich einfach nicht mehr schweigen!
Ich selbst war eben auch bei der Ratsversammlung und habe das erschreckende Ergebnis live mitbekommen. Wie kann man nur so blind vor der Realität sein?! Tatsache ist doch, dass es noch keinerlei Ergebnisse darüber vorliegen, ob die Spendengelder zurück gezahlt werden müssen oder nicht. Ebenfalls ist noch offen, ob die Flcik-Stiftungen weiter Geld zahlen. Ich glaube nicht, dass weiterhin Geld fließen wird. Jeder von uns kennt mitlerweile die Person "Friedrich Flick" doch wohl so gut, um sagen zu können, dass er bestimmt nicht einfach gesagt hat: "Hier ich geb euch mal 3Mio DM womit ihr ein Gymnasium bauen könnt. Ach ja und ich lege noch ne Stiftung an, die euch jährlich Geld auszahlt. Der Name ist mir egal." GERADE FLICK WOLLTE DOCH WOHL ÜBERALL HERAUS SEINE VORTEILE ZIEHEN!!! GERADE FLICK HAT MIT SICHERHEIT DIE AUFLAGE GEGEBEN, DASS DIE SCHULE SEINEN NAMEN TRÄGT UND, DASS DIESER NICHT OHNE FOLGEN GEÄNDERT WERDEN KANN!!! und selbst wenn er dies nicht getan hat, sollte man doch allein aus MORALISCHEN GRÜNDEN (von denen hier immer gesprochen wird) jegliches Geld was in Verbindung mit Flick steht verweigern und alles was jemals von ihm gekommen ist zurückzahlen. MAN SOLLTE ALSO DIE SCHULE AUCH ABREIßEN!!! Ach ja und gerade IHR, seit damit total UNSOZIAL, da all den ärmeren und ausländischen Schülern Türen verschlossen bleiben, die ihnen mit der Flick Stiftung hätten geöffnet werden können! Und wer zahlt eigentlich?? Die Stadt?? Die Bürger??? NEIN! Ihr solltet zahlen, liebe Grünen!!! Denn ihr seid es Schuld! Ihr wolltet Frieden nach Kreuztal holen. Das ich nicht lache!!! Das einzige was ihr erreicht habt ist: WUT, STREIT, ÄRGER, BESCHULDIGUNGEN, VERURTEILUNG, UNRUHE, bis hin zu HASS!!! Hätte nicht alles so bleiben können wie es war???!! JETZT WIRD ES BESTIMMT NUR NOCH UNRUHIGER IN KREUZTAL! Ach ja und was wäre eigentlich wenn man eine Seite eröffnen würde, die heißen würde "Flick-ist-ein-Vorbild"??!!! JEDER VON EUCH WÜRDE SAGEN: "Nazi!!!" Aber was seid ihr dann???!!! LINKSEXTREME also folglich! Warum ist linksextremismus gestattet und das Gegenteil nicht?! Also ich bin KEIN Nazi, aber trotzdem muss ich sagen, dass Flick ein kluger Geschäftsmann war und keiner von euch hätte es anders gemacht, wenn ihr nur annähernd so klug wärd wie er. Was ist eigentlich mit THYSSEN KRUPP?! Sind die nicht etwa auch durch die deutsche Aufrüstungspolitik reich geworden?! Haben die nicht etwa auch die Nazis unterstützt?! Und die Otto-Flick-Halle?! Wann wird die umbenannt?! Und die SMS Demag?! Und der Dreslers Park, bzw. Villen?! Und die Ernst-Moritz-Arndt Realschule?! Kann und darf jemand der Kriegslieder schreibt VORBILD einer Bildungsanstalt sein?! Eurer Meinun nach nein! Also nennt alles in und um Kreuztal herum um!!!! :-D Das will ich sehen!!! Was habt ihr eigentlich für Vorstellungen?! Damals steckten alle mit den nazis unter einer Decke!
ps. Was soll ich jetzt eigentlich in meinen Lebenslauf schreiben??!! 2 verschiedene Gymnasien besucht??!!!
lasst euch das alles mal durch den Kopf gehen.
MFG -
#1441
Christian (Donnerstag, 06 November 2008 21:18)
Hallo da wir grad schon bei der Namensänderung von Kreuztalerschulen sind, sollte man darüber nachdenken die Ernst Moritz Arndt Realschule auch umzubenennen, da dieser Antisemitist und Nationalist war. http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Moritz_Arndt
Aber wenn wir noch kleinlicher werden wollen können wirja auch alle die einsperren, die Vorfahren hatten die in der NS-DAP Mitglied waren.
!!!Schwachsinn!!! -
#1440
Chris (Donnerstag, 06 November 2008 21:14)
Es ist wirklich schade drum!Man sollte nur Bedenken das die Familie Flick schon immerhinter Kreuztal stand und den Bau eines Gymnasiums erst ermöglichte. Ohne die Spenden wären viele nicht hier in Kreuztal auf das Gymnasium gegangen! auch nicht die Leute die diese Internet seite erstellt haben! Sicher hat Herr Flick damals in der NS-Zeit Zwangsarbeiter beschäftigt! Aber in der Zeit hätte glaube ich jeder so gehandelt! Es war halt eine schlimme Zeit und jeder hatte viel durchgemacht. Aber in anderen Ländern gibt es Schulen wo wirkliche Massenmörder als Name dienen! (das sollte man nicht vergessen).Warum kann man also den Namen nicht Behalten? Ein Stück Geschichte ist Kaputt gegangen meiner Meinung nach!
-
#1439
Kreuztaler Bürger (Donnerstag, 06 November 2008 21:08)
Da muss ich Christof 1437 wirklich recht geben! Die Kirche hat wirklich mehr Menschenleben auf dem Gewissen als die Ns- Diktatur. Und trotzdem stehtin jedem Ort eine Kirche ein Gemeindhaus usw. Und IHR rennt immernoch nach 2000 Jahren dorthin. Aber da dies euer Glauben ist ist dies ja auch rechtens. Und für die Leute damals war dies auch nichts anderes, da sie von den neuen Medien beeinflust wurden und dachten das dies sorichtig ist. Nicht nur die Deutschen hatten etwas Gegen das Jüdische Volk sondern der größte Teil der Welt. Sie wurden schon immer Verfolgt schon von den Ägyptern.
-
#1438
Andree (Donnerstag, 06 November 2008 20:59)
Wie kann man eine Rede von einem so scheinheiligen und rückgradlosem Bürgermeister noch ernst nehmen, der nicht den Mumm hatte Stellung zu beziehen, sondern schön abgewartet hat, um sein Fähnchen im Winde zu drehen. Ich hoffe doch sehr, daß er sein Amt als Vorsitzender der Friedrich Flick Stiftung umgehend niederlegt. Wenn er nicht freiwillig geht, sollte man ihn rauswerfen!
Dem Städtischen Gymnasium wünsche ich, daß endlich wieder Ruhe einkehrt und sie ihren gewohnten Schulalltag wieder aufnehmen können. -
#1437
Sassmannshausen, A. (Donnerstag, 06 November 2008 20:59)
Es ist vollbracht - und es ist prachtvoll!! 26:12 Entscheidung des Rates der Stadt Kreuztal für die Umbenennung in "Städtisches Gymnasium Kreuztal" - Das macht Mut!! Vielen Dank für euer unermüdliches Engagement in dieser Sache!
-
#1436
christof (Donnerstag, 06 November 2008 20:54)
...danke #1429...ich bin jetzt 50 jahre alt und immer "schuldig" gewesen...irgendwie möchte ich mal "frei" sein, kann das alles nicht mehr hören und sehen. wir haben sicher andere probleme in deutschland.ich persönlich verachte jede form von gewalt und habe weltweit freunde jeden glaubens und jeder rasse und hautfarbe. andere länder (die nicht weniger schuldig sind) gehen da gott sei dank anders mit um. man muss ja wirklich überlegen ob man aus der kirche austritt wenn man bedenkt wieviel millionen menschen unter dem deckmäntelchen der frömmigkeit ihr leben haben lassen müssen.ob man eine kirche die nach "luther" benannt ist wirklich besuchen kann???
-
#1435
Ehemaliger (Donnerstag, 06 November 2008 20:54)
Ich finde es gibt viel wichtigere Dinge um die man sich kümmern sollte. Und jetzt für sowas unnötig Geld ausem Fenster werfen, das Geld wäre an anderer Stelle besser aufgehoben!!!
Das SCHLIMMSTE ist ja noch, dass über Jahrzehnte Geld von der Famile Flick eingeheimst wurde und jetzt einfach das FFG umbenannt wurde. In ein paar Jahren wird man sich nach den imensen Spenden sehnen und merken das der Untericht mit neuen und aktuellen Unterrichtsmaterialien nicht mehr möglich ist.
Wir leben im Jetzt und nicht vor 65 Jahren. Irgendwann ist es auchmal gut, denn die Meisten leben nicht mehr und "wir" die nach 45 geboren sind können auch nichts für unsere Vergangenheit!! -
#1434
Kreuztalerin (Donnerstag, 06 November 2008 20:45)
„Frieden ist das Ergebnis der Tugend der Friedfertigkeit und damit verbundener Friedensbemühungen.“ so Bürgermeister Biermann heute, am 6.11.08 in seiner Rede vor dem Stadtrat.
Das hat es in sich! Werte Kreuztaler, Auswärtige, Mandatsträger oder sonstwie Engagierte: Jetzt ist es an der Zeit, Tugend zu zeigen. Und sich zu bemühen. (Mit Betonung auf Mühe!)
Nicht nur der Standpunkt, den jemand vertritt, ist zu bewerten, sondern auch wie er das tut.
-
#1433
Martin (Donnerstag, 06 November 2008 20:40)
Und hier noch das fehlende "n" - so, genug für heute, bin gespannt, was hier morgen im Gästebuch zu lesen ist.
-
#1432
Martin (Donnerstag, 06 November 2008 20:39)
"In der WDR-Lokalzeit wurde als Fazit nach dem Umbenennungsbeschluß festgestellt, dass die Vernunft gesiegt habe. Wirklich ?"
Eindeutig nicht, dafür muß ma nur die Beiträge #1423, #1424, #1426 und #1429 lesen. -
#1431
Jan (Donnerstag, 06 November 2008)
@#1429
Warum sollten wir uns um die Probleme anderswo kümmern? Grundsätzlich sollte man doch immer vor der eigenen Haustür kehren - und Herr Flick ist als Kriegsverbrecher und 10.000facher Massenmörder nunmal als Namenspatron einer Schule denkbar ungeeignet. -
#1430
TW (Donnerstag, 06 November 2008 20:32)
In der WDR-Lokalzeit wurde als Fazit nach dem Umbenennungsbeschluß festgestellt, dass die Vernunft gesiegt habe. Wirklich ?
-
#1429
Kreuztaler X (Donnerstag, 06 November 2008 20:26)
Was ist das bloß für eine Welt! Warum werden in Deutschland alle damals entstandenen Namen geändert! Es gibt wesentlich mehr Länder die dreck am stecken haben und keiner kümmert sich drum! Immer sind es mal wieder wir Deutschen!
-
#1428
Martin (Donnerstag, 06 November 2008 20:21)
PS: und schon sind sie wieder da, die Forumsbeiträge mit Emotionen und Beschimpfungen statt Argumenten. Nun gut, wer sich gern gleich mit seinem eigenen Beitrag in's (geistige) Abseits stellen mag.
-
#1427
Martin (Donnerstag, 06 November 2008 20:18)
"Kreuztal ein Stück Geschichte genommen" ? Ja, hoffentlich - ein ziemlich peinliches Stück Geschichte !
-
#1426
@Dierk-Jan Heller (Donnerstag, 06 November 2008 20:10)
Am FFG wurde nie jemand diskriminiert du Spinner!
-
#1425
Dierk-Jan Heller (Donnerstag, 06 November 2008 20:05)
Hallo!
Zunächst einmal möchte ich euch sagen, dass ihr hier wirklich ein vorbildliches Maß an Engagement an den Tag legt, solch couragierte Schüler findet man wirklich selten wenn man sich mit dem Thema häufiger auseinandersetzt.
Weswegen ich euch eigentlich diesen Eintrag hinterlasse, dürfte für euch sehr interessant sein. Vielleicht haben einige schon von einem Netzwerk mit dem Namen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ gehört, welchem Schulen in ganz Europa, davon auch etwa 500 allein in Deutschland, angehören, um ein Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen.
Ich selbst besuche eine Netzwerkschule, das Leininger-Gymnasium in Grünstadt, Rheinland- Pfalz. Ich bin mir sicher, dass eure Schule als Mitglied in diesem Netzwerk mir eurer Initiative noch mehr Anklang finden würde, abgesehen davon dass ihr an eurer Schule nachhaltig ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art setzen würdet.
Das Netzwerk SOR-SMC hat auch eine eigene Koordinationsstelle in Nordrhein-Westfalen, und ich kann euch nur empfehlen, euch die Zeit zu nehmen und euch das mal anzusehen, es lohnt sich! Zu finden ist das ganze hier:
http://www.schule-ohne-rassismus.org/
Mit freundlichen Grüssen,
Dierk-Jan Heller
-
#1424
Rainer (Donnerstag, 06 November 2008 20:04)
So dann habt ihr kleinen Wichtigm.... es geschafft.
Mal sehen was euch danach so einfällt. Vieleicht könnt ihr ja mal Geld sammeln damit die Flicks wenigstes die Spenden wieder bekommen.
Aber Ihr ruft bestimmt lieber eine neue Internetseite auf zB: Kreuztal die Spenden-Heuchler!
Dann könnt Ihr weiter (aus Bremen) auf uns rumhacken.
Danke
PS: Zu unsern Politikern. Ich wählen in Kreuztal. NIE WIEDER! -
#1423
Sebastian (Donnerstag, 06 November 2008 19:53)
Dankeschön! *Welch Ironie* Schön das du es geschafft hast, das unser Gymnasium umbenannt wird! Meiner Meinung nach ist der oben im Bild gezeigte der einzig gute für das Gymnasium! Städtisches Gymnasium Kreuztal ist jawohl ein Witz! Jetzt hast Du wohl erreicht, was DU wolltest, was? Dafür aber Kreuztal ein Stück Geschichte genommen.
-
#1422
Martin (Donnerstag, 06 November 2008 19:27)
Alles Müller - oder was ?
Offenbar glücklicherweise dann doch nicht !
Herzlichen Glückwunsch den Initiatoren dieser Internetseite - für ihren klaren Blick, für ihr Engagement und ihr Durchhaltevermögen !
PS: und achtet bitte darauf, dass die Schule künftig nicht "Günther Quandt-Gymnasium" heißt. -
#1421
Jan (Donnerstag, 06 November 2008 19:25)
Der DLF meldet soeben: mit 26:12 Stimmen hat der Stadtrat Kreuztal die Umbennung des Gymnasiums beschlossen.
-
#1420
Andree (Donnerstag, 06 November 2008 19:20)
Ich glaube nicht, daß ich mich rechtfertigen muß, warum ich mich wieder gemeldet habe.
Die Leserbriefe geben meiner Meinung nach die Stimmung der Kreuztaler wieder. Das entspricht auch meinen Erfahrungen die ich in den letzten Wochen und Monaten gemacht habe. Denn nur weil ich nicht mehr in Kreuztal lebe, heißt das nicht, daß ich keinen Kontakt mehr dorthin habe.
Die von außen getätigten Angriffe auf Kreuztal ergeben sich aus der Art und Weise wie Kreuztal in den Medien dargestellt wird. Immer wieder liest oder hört man, daß man sich nicht mit der Thematik nicht auseinander gesetzt habe oder die Augen verschließe. Auch Herr Wixforth äußert sich ähnlich (ich hab ihn gehört!).
Es ist nur offensichtlich nicht möglich zu akzeptieren, daß Menschen obwohl oder gerade weil sie über Flick bescheid wissen, trotzdem der Meinung sind, der Name ist zu vertreten.
Richtig - es gibt viele Themen über die das Volk gerne selbst entscheiden würde. Es sollte das Recht dazu bekommen.
Übrigens sehr interessant wie die CDU hier immer wieder diffamiert wird!
Ein Austritt ist meiner Meinung nach kein Quatsch. Es ist nun mal der Förderverein des Friedrich Flick Gymnasiums. Ich kann evtl. Austritte absolut nachvollziehen.
Aber Geld gibt es ja in Kreuztal auch so genug. Es wurde oft genug auf die üppigen Steuergelder der Krombacher Brauerei hingewiesen. Das wäre doch was. Die Krombacher sponsort zukünftig das städtische Gymnasium. Dann haben wir ein Krombacher Pils Gymnasium ;-)
Gegenfrage: Warum sollte eine Schule schlechte Arbeit leisten, weil sie nach Friedrich Flick benannt ist? Das hat der Qualität der Schgule in den letzten 40 Jahren auch nicht geschadet. Im Gegenteil, sie hat von dem Namen und den daraus resultierenden finanziellen Zuwendungen profitiert!
Wo bitte habe ich Clara Rösen diffamiert? Es ist nur einfach völlig unvereinbar miteinander am Schulnamen rumzumäkeln und gleichzeitig davon zu profitieren. Wenn sich darüber hinaus noch jemand dafür schämt den Namen Friedrich Flick auf seinem Zeugnis stehen zu haben und nicht mal weiß, was er antworten soll, wenn er darauf angesprochen wird, dann ist die einzig logische Konzequenz, diese Schule nicht zu besuchen. Wenn jemand sagt, "ich gehe lieber aufs Keppel, weil ich ich es unpassend finde eine Schule nach Friedrich Flick zu benennen", dann ist das in Ordnung. Wenn jemand das FFG besucht, dann hat er auch den Namen zu akzeptieren, wiewohl er auch die Vorzüge gern "in Kauf nimmt".
Die Abstimmung heute wird zeigen, daß es mit genügend Aufwand und Stimmungsmache und genügend Medienrummel immer noch möglich ist die Ansichten einer Minderheit durchzusetzen. Das gab es vor 60 - 70 Jahren schon einmal. Was damlas gemacht wurde, nennt man heute Propaganda! -
#1419
TW (Donnerstag, 06 November 2008 14:23)
Flick als Kunstfreund:
Titel: Das goldene Zeitalter
Künstler: Cranach, Lucas (der Ältere)
Datierung 1530 (um)
Objektart: Malerei
Abmessungen: Höhe: 73,50 cm Breite: 105,30 cm
Material / Technik: Holz, parkettiert /
Inventarnummer: Bayerische Staatsgemäldesammlungen München , Inv.Nr. 13175
Beschreibung: Befund der Rückseite: Auf der Tafel oben links: Zollstempel: >Zollamt Flughafen /Berlin Tempelhof<; darunter weiterer runder Stempel, Durchmesser 2,4 cm, Text schwer leserlich: >Begk... minst...<; rechts oben handschriftlich mit weißer Kreide >(G-831[7?]< (Transportnummer für das Amerikanische Inventar); rechts obere Hälfte, Zollstempel >Zollamt Flughafen/Berlin Tempelhof<. - Senkrechte Leisten, von links: 1. Leiste, handschriftlich mit blauem Stift: >5643< (CCP München, Münchner Nr.); 7. Leiste (rechts außen): handschriftlich mit blauem Stift: >5643< (CCP München, Münchner Nr.). - Waagrechte Leisten, von oben nach unten: 1. Leiste handschriftlich mit Bleistift >Oben<; rechts handschriftlich mit roter Kreide: >II,<; 2. Leiste: handschriftlich mit Bleistift >106/73< (Maßangaben); 3. Leiste: handschriftlich mit blauem Stift: >I 688/<; 4. Leiste: Zollstempel >Zollamt Flughafen / Berlin Tempelhof<. - Auf dem Zierrahmen keine weiteren Vermerke.; Holz, auf neue Tafel übertragen, parkettiert
Provenienz: Möglicherweise 1598 in der herzoglich bayerischen Kunstkammer (Ficklersches Inventar, Nr. 2771). -1851 Kunsthandlung Matthes, Würzburg. - Sammlung Maurer. - Vor 1904 Architekt Hasselmann, München. - Um 1904 Sammlung Leopold Peill, Düren. - Um 1930 in der Sammlung Geheimrat O. Weissenberger, Dresden, nachgewiesen. - Am 4.11.1937 aus der Sammlung des Geheimen Kommerzienrats Otto Weissenberger an Karl Haberstock, Berlin. - Am 4.1.1940 von dort an das Stabsamt Generalfeldmarschall Göring. - An Hermann Göring als Geschenk von Generaldirektor Flick. Inventar Reichsmarschall, RM-Nr. 100. - CCP München, Münchner Nr. 5643. - Am 1.2.1961 von der Treuhandverwaltung an die Direktion der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen für den Freistaat Bayern überwiesen, Nr. 94 der Übertragungsliste.
Quelle: lost-art-Datenbank -
#1418
TW (Donnerstag, 06 November 2008 14:17)
Flick als Kunstfreund:
"Relikte des 3. Reiches: HAUS DER DEUTSCHEN KUNST
Die "Große Deutsche Kunstausstellung" wurde in München abgehalten. Hitler bestimmte Prof. Heinrich Hoffmann zu seinem Vorprüfer. Im "Haus der Deutschen Kunst" bestimmte Hoffmann die Auswahl aller Bilder und Plastiken. Hitler hatte das letzte Wort, nachdem alles in die Aufstellungshallen hinaufgebracht worden war. Hoffmann mußte sich im Laufe der Jahre manchen Rüffel von Hitler gefallen lassen, da nicht immer unbedingt alles in seinem Sinne ausgesucht wurde. Hitler machte sich gewissermaßen zum Kunstpapst.
Grunsteinstifter zum Haus der Deutschen Kunst
Hermann Schmitz: Ludwigshafen - Heidelberg
August v. Finck: München
Robert Bosch: Stuttgart
Friedrich Flick: Berlin
Adolf Haeuser: Frankfurt a.M.
August Diehn: Berlin
Theodor Feise: Berlin
Fritz Rechberg: Hersfeld
Jakob Hasslacher: Duisburg - Ruhrort
Paul Müller: Troisdorf
Gustav Krupp v. Bohlen und Halbach: Berlin
Wilhelm v. Opel: Rüsselsheim a.M.
Ludwig Roselius: Bremen
August Rostberg: Kassel
Willy Sachs: Schweinfurt
Karl Friedrich von Siemens: Berlin
Ludwig Schuon: München
Philipp Reemtsma: Hamburg"
Quelle: http://www.roland-harder.de/relikte_drittes_reich/haus_der_deutschen_kunst.html -
#1417
Dr. Dieter Stracke (Donnerstag, 06 November 2008 11:34)
In Siegen geboren, aber doch viele Jahre in anderen Gegenden und Ländern gelebt und gearbeitet, weiß ich zwar, dass Siegerländer sehr konservativ und damit auch treu sein können. Dass sie aber in einem solchen Maße undifferenziert noch sind, wie im Umgang mit der Person Flick, erschüttert mich und verursacht mir Ängste. Vergangenheitsbewältigung hat auch etwas mit Einsicht in eigene Schuldfähigkeit zu tun. Es ist Populismus zu sagen, dass wir wahrscheinlich ähnlich gehandelt, bzw. nicht gehandelt hätten, wie unsere Väter und Mütter. Und doch sollte das Unrecht, was diese zu verantworten haben - was auch ich getan hätte, wäre ich in dieser Zeit gewesen - Unrecht genannt werden und nicht mit Geschichtsklitterung und durchsichtigen Redewendungen verharmlost werden. Wenn Unbelehrbare mich einen Gutmenschen nennen, nur weil ich für meine Enkel - meine Kinder haben sich schon genug über den Namen FFG geärgert - eine unbelastete Schule wünsche, unbelastet von Asbest aber auch von brauner Vergangenheit, dann bin ich stolz auf diesen Namen, ist doch das Wort "gut" darin.
Wenn heute Abend der Name geändert wird, kann der Förderverein mit einem neuen Mitglied rechnen. -
#1416
Hans-Walter II (Donnerstag, 06 November 2008 11:21)
Zu 1394: Hat doch alles super geklappt. Sicher machen wir weiter. Nach der otto halle fragen wir bei der grünen chefin nach. Auf dem hof sollen doch auch zwangsarbeiter gewesen sein sie hat aber sicher in za fonds eingezahlt.
-
#1415
TW (Donnerstag, 06 November 2008 08:31)
@Kreuztaler (1414):
Wiewohl diese Seite häufig genug als tendenziös bezeichnet wurde, zeigt die Aufnahme auch älterer Literatur das Bemühen ein möglichst komplexes Bild FFs zu erhalten. Es scheint ja wichtig zu sein, dass FF sich als Bahnfahrer betätigte.
Was die Zwangsarbeit des Leserbriefschreibers anbelangt, sollte man einmal getwas in die Tiefe gehen. Mitte der Fünfziger wurde in der Bundesreriblik ein Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz erlassen, das den Kriegsgefangenen ab einer gewissen Dauerr eine symbolische Entschädigung pro Monat zugestand. Die Gefangenschaft des Schreibers war m. W. lange genug. Ferner konnten später aufgrund dieses Gesetzes günstige Wohnungsbaudarlehen aufgenommen werden.
Mir ist nicht bekannt, ob eine solche Regelung auch für die osteuropäischen Zwangsarbeiter in deren Heimatländern bestand. -
#1414
Kreuztaler (Donnerstag, 06 November 2008 07:08)
heute wieder ein Leserbrief (Allenbach) in der Zeitung. Der Herr argumentiert merkwürdigerweise exakt so, wie Werner Irle und empfiehlt Günter Ogger als Flick-entlastende-Lektüre.
Habe dieses Werk selbst nicht gelesen, bin aber verwundert, dass es auch auf dieser Seite angepriesen wird. Bitte um Aufklärung! -
#1413
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 05 November 2008 23:12)
Welcome back, Herr Brettin!
Leider sagen Sie uns nicht, warum Sie nun doch wieder hier schreiben.
Wenn ich die Anzahl der Einwohner Kreuztals und die der Leserbriefschreiber zueinander in Beziehung setze, kann ich Ihre Vermutung, die Mehrheit der Kreuztaler sei für einen Bürgerentscheid, nur als gewagte These verstehen.
Den von Ihnen unterstellten Angriff von außerhalb auf jeden Kreuztaler kann ich ebenfalls nicht sehen. Vielleicht hören Sie noch einmal Herrn Wixforth an.
Und warum "jeder Kreuztaler"? Wenn, wie vor Jahren geschehen, ein Journalist textet "Was ist schlimmer als verlieren - SIEGEN!", dann fühle ich mich doch nicht angegriffen, nur weil ich dort wohne. Ich schaue mir die Kritik genau an, gewichte, positioniere mich, er hatte ja in einigem recht, - und lebe hier weiter!
Welche Logik steckt im übrigen dahinter? Ich konstatiere einen "Angriff von außen" - und schon haben wir die direkte Demokratie. Wenn das 'mal Schule macht ... Da gibt es viele Probleme, über die die Menschen in diesem unserem Lande gerne anstimmen würden! Und das Ganze ausgerechnet von "Gnaden" der CDU!
Der angedrohte Austritt aus dem Förderverein nach einer Namensänderung ist schlichtweg Quatsch! Wenn mir die Schule wichtig ist, bin ich Mitglied und bringe mich vielleicht sogar in die aktive Arbeit ein. Dieter Gebauer hat das doch sehr vorbildlich gezeigt! Er hat sich engagiert und tut es weiter trotz des Kriegsverbrecher-Namens!
Warum sollte die Schule in ihrer alltäglichen Arbeit eine andere werden als bislang? Ändern sich die Leistungsan- und überforderungen, die Unterrichtsinhalte, das (manchmal problematische) Lehrer-Schüler-Verhältnis, die Schwierigkeiten mit G-8, die Lehrerpersönlichkeiten, die Frage der richtigen Schulwahl in der Orientierungsstufe, das Klassenklima .....?
Ihre, mit Verlaub, diffamierende Äußerung Clara Rösen gegenüber fällt auf Sie zurück. Jede Schule muss sich glücklich schätzen, eine solche Schülerin zu haben! Respekt!
-
#1412
Petra Crüger (Mittwoch, 05 November 2008 21:43)
Warum sollte eine Schülerin, die ein Problem mit dem Namen Friedrich-Flick hat und dies öffentlich bekennt eine öffentliche Schule wechseln? Dann sollte sie auch das Recht für sich in Anspruch nehmen dürfen diese öffentliche Schule zukünftig nicht mit ihren Steuergeldern zu finanzieren.
-
#1411
TW (Mittwoch, 05 November 2008 20:53)
Wixforth erwähnt in seinem Interview, dass das IfZ rechtliche Schritte angedroht hat, wenn weiter in ehrenrühriger Art und Weise die Arbeit der Historiker angegriffen wird. Gibt da etwas Schriftliches, das hier eingestellt werden könnte ?
In wenigen Leserbriefen wurde auf die globale Diffamierung der Geschichtswissenschaft Bezug genommen. Ich denke, die Reaktion des IfZ sollte hier - bei einer Universitätsstadt in der Nähe, wo das Fach Geschichte angeboten wird - publiziert werden. -
#1410
Andree Brettin (Mittwoch, 05 November 2008 20:32)
Ich weiß, ich habe gesagt, ich werde mich hier nicht mehr zu Wort melden. Dennoch schreibe ich noch einmal einen Beitrag.
Die Leserbriefe der letzten Tagen zeigen meiner Meinung nach deutlich die Meinung der Kreuztaler. Es wurden deutliche Worte gesprochen - in erster Linie für einen Bürgerentscheid. Dieser ist meiner Meinung nach die einzig richtige Lösung. Es ist richtig, daß gewählte Vertreter entscheiden. So funktioniert unsere Demokratie. ABER: Der Gesetzgeber sieht Ausnahmen vor. Und das zu Recht. In einem Fall wie diesem, der jeden Einzelnen in Kreuztal betrifft, weil "meine Stadt" in einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wird, und das in einer sehr einseiten Art und Weise, sollte jeder das Recht bekommen Stellung zu beziehen. Auf die Kreuztaler wird von außerhalb zum Teil sehr feindselig, abwertend und mißbilligend geblickt. Viele haben einen Eindruck gewonnen, als leben in Kreuztal nur dumme und unwissende Bürger. Damit wird jeder Kreuztaler angegriffen. Somit hat auch jeder das Recht die Entscheidung mitzutragen. Wie auch immer ein solcher Bürgerentscheid ausfallen würde. Die Konsequenzen hat dann jeder zu akzeptiern und mit den Folgen zu leben.
Konsequent ist es ebenfalls aus dem Förderverein auszutreten im Falle einer Umbenennung.
Meinen Respekt denjenigen die sich in den letzten Tagen und Wochen in Briefen an die Zeitung gewandt haben. Der Wille des Volkes wird hier sehr deutlich. Diesem und nichts anderem sind dessen Vertreter verpflichtet.
Clara kann ich nur raten vor dem Abi noch schnell die Schule zu wechseln, damit "schlimmstenfalls" nicht "Friedrich Flick" auf ihrem Abiturzeugnis steht, für den sie sich ja offensichtlich schämt.
Auf meinem Zeugnis steht dieser Name. Ich habe kein Problem damit und ich stehe dazu! -
#1409
TUT (Mittwoch, 05 November 2008 19:32)
Getroffene Hunde bellen!
-
#1408
UT (Mittwoch, 05 November 2008 19:20)
Witzig, dass immer alle gleich glauben Werner schreibt hier...
-
#1407
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 05 November 2008 16:09)
Lieber Papiergeduldiger von #1400
Kurz bevor gleich wirkliche Aufklärung im DRadio-Kultur kommt, gebe ich Ihnen natürlich recht: Baukastensystem. Ist aber legitim, halt nur so unbeholfen-plump! -
#1406
Jong zum Quadrat (Mittwoch, 05 November 2008 14:09)
stimmt Jong!
an #1400: du musst die leserbriefe natürlich auch mal lesen. clara rösen spricht sich FÜR eine umbenennung aus und du schreibst "Einer Schülerin des FFGs mal wieder ihren Verstand und ihr Urteilsvermögen abzusprechen hat hier ja Tradition. So ergeht es in dieser Diskussion jedem der nicht für eine Umbenennung ist."
wie uninformiert werner! -
#1405
Jong (Mittwoch, 05 November 2008 14:06)
@ #1402: Ironie ist deine Sache nicht, oder? Wenn ich #1400 richtig verstehe, dann ist es ein ausgesprochenes Lob an Clara Rösen, die sich die Geschichtsblindheit der übrigen Leserbriefschreiber nicht zu Eigen macht.
-
#1404
Lefeut (Mittwoch, 05 November 2008 13:23)
Unfassbar dass sich so lange Zeit niemand an dem Namen gestoßen hat.. schlimm schlimm.
Aber es ist gut zu vernehmen, dass die Jugend nicht völlig verblödet ist und alles hinnimmt, sondern sich mit seiner Umgebung wieder auseinandersetzt.. weiter so!
Aber vielleicht gibt es noch interessantere Namensvorschläge als bieder "städtisches Gymnasium" .. -
#1403
Henning Klein (Mittwoch, 05 November 2008 11:53)
@ #1402
Erbärmlich ist es, zu schreiben ohne vorher Nachzudenken. Sehr daneben ging das mit der ehemaligen Schülerin. Du gehst wohl nicht auf das Städtische Gymnasium Kreuztal?
Herzlichst
Henning Klein -
#1402
@Papier ist geduldig (Mittwoch, 05 November 2008 10:34)
Zu behaupten das Deutsche volk habe während und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht gelitten ist ist eine Lüge!
Einer Schülerin des FFGs mal wieder ihren Verstand und ihr Urteilsvermögen abzusprechen hat hier ja Tradition. So ergeht es in dieser Diskussion jedem der nicht für eine Umbenennung ist.
Die Unfähigkeit eine andere Meinung zu akzeptieren ist erbärmlich! -
#1401
TW (Mittwoch, 05 November 2008 08:49)
Ein wenig off-topic:
Haben der neue Kreis-Slogan "Die Menschen sind unser Kapital" und die Flick-Debatte(n) irgendetwas miteinander zu tun ? -
#1400
Papier ist geduldig... (Mittwoch, 05 November 2008 07:38)
Lieber Hans-Walter Klein,
alle belegen hier wohl den ersten Platz! Aber hat die nicht alle Werner Müller geschrieben? Falls nicht tippe ich auf ein CDU-Leserbrief-Baukastensystem:
- Wissenschaftler müssen nicht nachdenken (1. Platz für geistige Stumpfheit)
- Bürgermeister und nicht Werner Müller handelt opportunistisch, Bürgermeister(!) will nicht anecken (2. Platz für Tatsachenverdrehung unter Müller-/Flick-Anbetung)
- Geschichte schreibt nur der Sieger (3. Platz für erfolgreichen Rückgriff auf einen Klassiker)
- Tue Gutes aber sprich nicht darüber (gemeint ist damit Flick) (4. Platz für eine echte Argumentationsinnovation)
- Das deutsche (sic!) Volk hat im (sic!) und nach dem Weltkrieg sehr unter den Geschehnissen gelitten. (Sonderpreis fürs kurs an der Holocaustlüge vorbeischrammen)
Clara Rösen hingegen belegt als unbelehrbare FFG-Schülerin den letzten Platz. Ihr Beitrag kann jedoch nicht am Wettbewerb teilnehmen, als Nachkommen des leidenden deutschen Volkes hat Sie die schwere Zeit nicht erlebt, ihr wird somit untersagt sich künftig zu nicht erlebter Geschichte zu äußern oder Lektüre hierzu zu lesen. -
#1399
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 05 November 2008 06:34)
Fast eine Seite Leserbriefe in der SiZ heute.
Es menschelt, den Sündern vor dem Herrn wird ins Gewissen geredet, diffamiert. Scharfsinnige Analyse mit verqueren Schlussfolgerungen... Es ist schwer, hier den ersten Preis zu vergeben. ;-)
Der mit den Nasenringen ("nicht belehrbar und nicht fähig zu denken") hat gute Chancen.
Und dann noch ein herzlicher Gruß an Clara! THANX!
-
#1398
Junge2 (Dienstag, 04 November 2008 16:45)
Um "Junge" noch einmal verständlich zu machen (sorry): Herr Hoß stellt zum ersten Mal eine Verknüpfung von Geld, Namen und Moral her, die bisher negiert wurde. Ähnlich, wie dies ja auch diejenigen tun, die aus dem Förderverein austreten möchten, wenn die Schule einen anderen Namen trägt. Ihr (finanzielles) Engagement galt also auch oder ausschließlich dem Friedrich-Flick-Gymnasium nicht dem Gymnasium. Interessant und wichtig!
-
#1397
Junge (Dienstag, 04 November 2008 15:14)
Amüsant an Herrn Hoss´ Bedenken ist, dass er zur moralischen Verpflichtung gegenüber dem Spender hier klar Stellung bezieht.
Eine solche Stellungnahme im Bezug auf die moralische Verpflichtung einer deutschen Schule gegenüber der Geschichte hat die Öffentlichkeit nie erreicht.
Man geht da wohl entspannt mit um ;-) -
#1396
Abstimmung (Dienstag, 04 November 2008 14:04)
Wie wird eigentlich am Donnerstag abgestimmt? ich hoffe doch es wird eine geheime Wahl!
Was ist an Herrn Hoss' Bedenken denn so amüsant? Es beißt sich nun mal Geld anzunehmen, aber die Quelle zu verleugnen. -
#1395
Junge (Dienstag, 04 November 2008 13:43)
Das liest sich recht amüsant in der SiZ, dass Herr Hoss moralische Bedenken gegenüber der Stiftung hegt...
Na ja, jeder den Horizont den er mag.
Sollte das FFG umbenannt werden und sollte die Schule auf die geringen Stiftungsgelder verzichten trete ich sofort in den Förderverein ein. -
#1394
LM (Dienstag, 04 November 2008 11:14)
Wird denn auch die Otto-Flick-Halle umbenannt. Denn der Name Flick ist doch auch hier verankert. Vielleicht kann man 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Oder heben wir uns diese Diskussion für später auf???
-
#1393
TW (Dienstag, 04 November 2008 11:13)
@Dieter Gebauer (1392)
1) Danke für die Präzisierung zur Schulkonferenz!
2) Glauben Sie ernsthaft, dass der Rats-Bürgerentscheid mehr war/ist als politische Trickserei der CDU ?
3) Das Verhalten der kündigungswilligen Fördervereinsmitglieder will ich nicht kommentieren - hat die Siegener Zeitung schon vorsichtig getan. Mir fallen da drastischere Formulierungen ein.
Einer der heutigen Leserbriefe verweist auf "gegeisterte " ehemalige Flick-Zwangsarbeiterinnen. Es wäre im Sinne einer historischen Überprüfung sinnvoll zu wissen, ob diese Aussagen der Frauen belastbar dokumentiert sind ? Quellenkritik war ja auch ein Nebenkriegsschauplatz der Diskussion. -
#1392
Dieter Gebauer (Dienstag, 04 November 2008 09:54)
@TW (1391)
Liebe(r) TW, die Schulkonferenz hat sich am 3. Nov nicht klipp und klar für eine Umbennenung des Gymnasiums entschieden, sie hat lediglich kund getan, dass im Falle einer Ratsentscheidung für eine Umbennenung, man den Namen "Städtisches Gymnasium" annehmen würde.
Das ist alles andere als eine klare Forderung nach einem neuen Namen für das Kreuztaler Gymnasium.
Und noch eine Bemerkung zum von der CDU geforderten Bürgerentscheid bezüglich der zukünftgen Namensgebung. Ein Bürgerentscheid ist natürlich eine sehr basisdemokratische Entscheidungsform, der auch ich zugeneigt bin. Falls die Kreuztaler CDU es aber nun so ernst nimmt die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt wichtige Entscheidungen selbst treffen zu lassen, dann erwarte ich aber auch, dass diese Entscheidungsform zukünftig so beibehalten wird.
Dann erwarte ich auch einen Bürgerentscheid in vielen anderen Angelegenheiten, die die Bürgerinnen und Bürger direkt betreffen.
Es stellt sich dann allerdings die Frage: wozu brauchen wir dann noch gewählte Volksvertreter, die den Stadtrat bilden, und in diesem Gremium weise entscheiden sollen?
Ein Letztes noch zum Förderverein des FFG, dem ich selbst angehöre.
Wie heute der Siegener Zeitung in einem Bericht über die gestrige Schulkonferenz zu entnehmen war, haben wohl schon einige Mitglieder des Fördervereins geäußert, im Falle einer Umbenennung des Gymnasiums ihre weiter Migliedschaft aufzukündigen. Es ist also wohl doch nichts mit der oft beschworenen Trennung zwischen der Qualität der Schule und ihrem Namen. So hörte ich es jedenfalls oft in diesem Gremium. Es zeigt sich nun, dass einigen Mitgliedern des Fördervereins doch der Name des Gymnasiums wichtiger ist als die Qualität der Schule. Falls das Gymnasium nach einer möglichen Umbenennung nicht weiter auf Flick-Fördermittel zurückgreifen möchte, dann ist eine größere Unterstützung durch den Förderverein notwendig. Falls es zu einem finanziellen Engpass kommen sollte kündige ich hiermit schon mal die Verdopplung meines Förderbeitrags an. -
#1391
TW (Dienstag, 04 November 2008 07:01)
@ Kreuztaler (1386)
Ich glaube die mittelalterliche GEZ war bedrohlicher.
Heute wieder 4 Leserbriefe in der Siegener Zeitung. Dies mal sogar pro und contra gemischt. Wichtiger ist jedoch der Bericht über die nicht öffentliche(!) Schulkonferenzsitzung. Vorschlag der Konferenz: sollte sich der Rat für eine Umbenennung entscheiden, dann soll das FFG "Städtisches Gymnasium" heißen. Ist das jetzt das Ende der Debatte ?
Als basisdemokratischen Elementen durchaus aufgeschlossener Mensch, wünsche ich mir nun, dass es zum Ratsbürgerentscheid kommt und die repräsentativ-demokratisch gegängelte Kreuztaler Bürgerschaft gegen eine Umbenennung und damit gegen den offensichtlichen Willen der Schulkonferenz entscheidet. Das wäre ein Spass! -
#1390
Hans-Walter Klein (Montag, 03 November 2008 21:32)
Zwei kann man lesen, wenn man den CDU-Flyer, der ja dank der Verweigerungshaltung der CDU-Fraktion hier nur eingescannt erscheint, liest - Wortwahl und Argumentatonsweise ähneln doch sehr. Der vom SPD-Mann und Profilierungssuchtexperten aus Dirlenbach eingesandte wäre allerdings eine lustige Variante der Behauptung, "Unruhestifter von außen schaffen Unfrieden im doch so geordneten Kreuztal".
Übrigens: #1386 hat absolut Recht! Der jetzt lauthals und mühsam, weil völlig ungewohnt "Basisdemokratie" schreienden CDU verdankt der Bürger absolut keine Aufklärung!
Vielleicht sollte man den unbekannten Schreiber von #1389 für sein Vertrauen in die Informationsfülle dieser Website loben. Ich sage schon einmal "Dankeschön!" -
#1389
anonym (Montag, 03 November 2008 20:59)
Wo sind eigentlich die drei Leserbriefe von heute in denen sich die Bürger FÜR den Bürgerentscheid? Die werden hier nicht veröffentlicht...
-
#1388
Hans-Walter Klein (Montag, 03 November 2008 16:57)
@1386
Der Kommentar von Herrn Kuhn ist längst hier auf der Startseite verlinkt! -
#1387
TW (Montag, 03 November 2008 16:26)
Im Rezensionforum literaturkritik.de findet sich eine Besprechung der IfZ-Studie von H.-Georg Lützenkirchen unter:
http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=12459 -
#1386
Crossvalleyer (Montag, 03 November 2008 13:26)
@UT: Na ja, aber es fällt doch schon auf, dass die Fraktion, die diesen "Bürgerentscheid" herbeiführen möchte, rein gar nichts zur Aufklärung geleistet hat. Ja nicht einmal eine inhaltliche Position ihr Eigen nennen kann! Wie denkt sie über Flick??? Ist er der große Förderer oder darf man an ihm auch etwas kritisieren und wenn ja was? Wäre doch toll, wenn die größte Fraktion im Stadtrat auch mal Farbe bekennt. Mit dem Bürgerentscheid will Sie doch nachweislich nur spalten und nicht versöhnen! Ich finde den Kommentar von Herrn Kuhn von der Westfälischen Rundschau sehr passend. Kann man den nicht hier auch mal einstellen?
@TW: Bin in Mittelalterlicher Geschichte nicht so firm, aber hat man die Menschen da auch schon mittels öffentlich-rechtlichem Rundfunk gefoltert? Und wenn ja: Gab es dann auch schon die GEZ? -
#1385
UT (Montag, 03 November 2008 09:34)
Eins verstehe ich nicht.
Einen Bürgerentscheid kann man nicht durchführen, weil die Bürger ja überrumpelt würden und keine Zeit hatten sich zu informieren.
Dabei wird nun seit ca. einem dreiviertel Jahr diese Debatte geführt. Diese HP ist online, in der Zeitung steht ständig etwas über Flick und die Schule und in der Weißen Villa wurde ein Informationsabend veranstaltet.
Und jetzt will man den Kreuztalern die "Bürde einer Entscheidung nicht zumuten", weil sie ja so unwissend sind????
Das ist doch lächerlich!!! -
#1384
TW (Montag, 03 November 2008 09:25)
Zwei Gedanken:
1) die nebenstehende Liste der zukünftigen MEdienberichterstattung liest sich ein wenig wie die mittelalterliche Schau der Folterinstrumente.
2) Der Rats-Bürgerentscheid ist hoffentlich der letzte Nebenkriegsschauplatz dieser Debatte. -
#1383
Hans-Walter Klein (Samstag, 01 November 2008 07:46)
In der heutigen WR finden wir das "Drehbuch für die große Flick-Debatte" und eine aufschlussreiche Kommentierung des "von oben verordneten Rats-Bürgerentscheids".
Vielleicht irrt Otmar Kuhn ja und die Kreuztaler CDU-Fraktion wird fürderhin dafür eintreten, dass die "Möglichkeiten der direkten Einflussnahme der Bevölkerung" nicht mehr ignoriert werden.
Dazu sollte dann aber auch eine offenere Informationspolitik und Kommunikation gehören, die auch die "andere Seite" nicht kategorisch ausschliessen. -
#1382
TW (Freitag, 31 Oktober 2008 11:06)
Flick wäre also einfach so abgeholt worden, wenn er einem Zwangsarbeiter ein Butterbrot zugesteckt hätte ? Glaubt man das wirklich ?
Das nationalsozialistische System war ein Willkürsystem. Von daher ist es schwer mit Bestimmtheit sagen zu können, was eingetreten wäre, wenn FF sich menschlich gezeigt hätte. Eines aber dürfte als sicher gelten, bei Flicks Kontakten in die NS-Elite (Göring, Himmler) hinein, ist es schwer vorstellbar, dass FF nicht vorgewarnt worden wäre. FFs Finanzmittel hätten zudem seine Flucht ermöglicht.
Ein Beispiel für den Schutz der "Größeren": ein kleinerer Siegerländer Fabrikant ist durch eine unbedarfte Äußerung vor dem Volksgerichtshof gelandet und zum Tode verurteilt. Im Sommer 1944 eigentlich das Aus. Da dessen Firma allerdings kriegswichtige Güter (Schleifmittel) produzierte, kam es bis zum Kriegsende zu keiner Vollstreckung des Urteils. -
#1381
Hans-Walter Klein (Donnerstag, 30 Oktober 2008 20:28)
Download-Tipp, nicht nur für die Erlebnisgeneration und die Flick-Fans:
http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=24699
Wir konnten ja nichts tun. Die Nazis haben ja jeden abgeholt, der denen geholfen hat... Kennen Sie solche Sätze? Möglicherweise von den Großeltern sogar? Der Mythos des hilflosen Volkes und des übermächtigen Nazi-Apparates hat lange gehalten- nicht zuletzt deshalb, weil die Nachkriegsgeneration schließlich direkt mit diesem Vorwurf der Komplizenschaft leben musste- aber eben das genau oft nicht wahrhaben wollte... Am Montag eröffnete in Berlin eine Gedenkstätte für diejenigen, die sehr wohl Courage zeigen konnten. Und sie hatten nicht das Glück wie Oskar Schindler zum Hollywood-Stoff zu werden... stille Helden eben- so wie der name der neuen Gedenkstätte in Berlin Mitte. ein Beitrag von radio CORAX aus Halle -
#1380
TW (Donnerstag, 30 Oktober 2008 16:08)
@ 1378:
"Aber sehr geschickt von Herrn Müller eingefädelt.... " Werner Müller ist wohl kein Einzeltäter. Immerhin haben sich weitere CDU-Ratsmitglieder - sogar die stellvertretende Bürgermeisterin - deutlich auf der Müller-Linie leserbrieftechnisch bewegt. Man denke nur an die emotionale Reaktion Biermanns nach einer Sitzung der CDU-Ratsfraktion, wo er eine "unabhängige" Bürgermeister-Kanditatur nicht ausschloss. Die CDU-Sitzungen sollten eigentlich öffentlich ablaufen, um die Meinungs-, Willens- und Machtprozesse nachvollziehen zu können. Einen hohen Unterhaltungswert müssten sie allemal haben. -
#1379
BI (Donnerstag, 30 Oktober 2008 15:08)
@Junge
Danke für das sachliche Statement und die klare Positionierung. Eine Meinungsbildung sollte bei den Kreuztalern aufgrund den vorangegangenen Aktivitäten dieser Initiative längst stattgefunden haben. Würde ein Bürgerentscheid sich FÜR eine Namensumbenennung aussprechen, könnte später keiner behaupten, die Umbenennung sei den Ratsmitgliedern durch medialen Druck von außen aufgezwungen worden. -
#1378
Junge (Donnerstag, 30 Oktober 2008 14:24)
So wie ich das verstanden habe, ist die BI für eine Umbenennung des FFGs. Sollte dies durch eine Ratsentscheidung geschehn: Gut!
Sollte dies durch einen Bürgerentscheid geschehen: Gut!
Sollte ein Ratsentschluss eine Umbenennung verhindern: Schlecht!
Sollte ein Bürgerentscheid eine Umbenennung verhindern: Schlecht!
Die BI heisst ja "Flick ist kein Vorbild" und nicht mehr "Demokratie wagen".
Die BI hat ein Ziel vor Augen und nicht einen Weg.
Momentan sieht es so aus, als würde der Rat eine Entscheidung im Sinne der BI fällen; ergo ist dieser Weg begrüssenswert für die Anhänger der BI.
Ein Bürgerentscheid ist prinzipiell ein guter Weg, auch wenn er per Gesetz nur als Ausnahme vorgesehen ist.
Allerdings finde ICH, dass ein Bürgerentscheid nicht innerhalb von 2, 3 Wochen nach einer Entscheidung stattfinden darf. Es muss Raum und Zeit für eine Meinungsbildung sein. Bis jetzt ging der Bürger ja davon aus, dass seine Vertreter eine Entscheidung fällen werden.
Der Bürgerentscheid darf auf gar keinen Fall zum Punkt von Auseinadersetzungen werden. Der Punkt ist immer noch der Schulname.
Aber sehr geschickt von Herrn Müller eingefädelt.... Ob es Kreuztal zum Nutzen gereichen wird, das ist fraglich. -
#1377
BI (Donnerstag, 30 Oktober 2008 14:01)
Man möge die Hartnäckigkeit verzeihen, aber ist die Initative nun FÜR oder GEGEN einen Kreuztaler BürgerInnenentscheid?
-
#1376
Wilddicker Herzbube (Donnerstag, 30 Oktober 2008 13:45)
Habe mir gerade noch einmal Werner Müllers Leserbrief aus dem schönen Monat September zu Gemüte geführt. Dort liest man u.a.: "Ich weiß sehr wohl zu werten, dass all diese Menschen ein entschiedenes NEIN zur Umbenennung fordern."
Na, warum stimmt er denn dann nicht ebenso entschieden mit NEIN am 6.11? Ist es vielleicht so, dass er aus dem Urlaub zurückgekommen ist und seine Fraktion sich mehrheitlich dafür entschieden hat, für eine Umbenennung zu stimmen und er nun versucht die Herzen de Kreuztaler Volkes zu gewinnen um diese Entscheidung seiner Fraktion über diesen gesichtswahrenden Umweg zu korrigieren? -
#1375
Aherhammer (Donnerstag, 30 Oktober 2008 13:03)
Ich habe in den letzten Tagen die Familienbiographie der Flicks von Thomas Ramge gelesen. Es ist die zweite Biographie, die ich über FF gelesen habe.
Ein beeindruckender Lebenslauf, der sich liest wie ein Krimi.
Schwindelig wird dem Leser bei den sich immer über mehrere Seiten ziehenden Bescheibungen der Millionen- und Milliardengeschäft des Alten.
Allerdings bleibt doch der Eindruck, dass FF eine tragische und eindimensionale Figur ist. Er hat es versäumt neben dem Konzernchef auch Mitmensch zu sein. Dies zeigt sich an der Beziehung zu seinem Ältesten und an seiner Scheckbuchmenschlichkeit, von der auch Kreuztal profitiert hat.
Statt dem viel zitiertem ehrbaren Kaufmann, hat man mit Flick eher eine Mischung aus einem geizigen, kaltherzigen Dagobert Duck und einem soziopathischen Sammy Glick vor sich, wie ihn Bud Schulberg eindrucksvoll in "What makes Sammy run?" zeichnet.
Seine Biographie schreit förmlich danach nicht als Namenspatron von irgendetwas zu taugen.
Ein Mensch, dem alles zum Spielball gerät, der nur die eigenen Interessen achtet und notfalls sogar über Leichen geht.
Wäre FF wenigstens ein überzeugter Nazi gewesen, würde man sein Tun zwischen 33 und 45 kopfschüttelnd nachvollziehen können. Aber ein Mann, der aus Profitgründen die Nazis finanziert, hochrüstet und mit ihnen die Wirtschaft arisiert und gleichzeitig eben diese Nazis verachtet, der taugt nicht als Bezeichner eines Ortes wo wir hoffnungsvoll unsere Kinder hin senden.
Er mag als Schlitzohr und Finanzgenie für so manche ehrfurchtsvoll erzählte Anekdote herhalten können. Aber den Ruf unserer Heimatstadt für ihn aufs Spiel setzen? -
#1374
flickflack (Donnerstag, 30 Oktober 2008 12:39)
@1368
Sie fragen, ob die Säuberung Deutschlands weitergehen wird.
Ich frage mich, was für ein nihilistisches Subjekt sind, das den NS-Terminus Säuberung für einen demokratischen Prozess wie diesen benutzt. Ekelhaft. Allerdings dienen sie denene, die Kreuztal in eine braune Ecke stellen wollen.
@Einheimischer
Sie fragen, wer überhaupt zur Urne schreiten würde. Das zeigt, dass sie schlecht informiert sind. Der CDU-Antrag wünscht eine Briefwahl.
Wieso wird hier immer wieder persönlich auf die Initiatoren losgegangen? Entweder man hat Argumente und bringt die vor, oder man lässt es. Wie kann man in Texten, für deren Eingabe man mehr als 10 Minuten braucht, anbringen, dass alle, die hier schreiben zu viel Zeit hätten.
Die Schule wird umbenannt werden, oder Kreuztal hat ein schwerwiegendes Imageproblem. -
#1373
Kreuztaler (Donnerstag, 30 Oktober 2008 11:15)
Sehr stark: Die CDU informierte mich heute auf dem Kreuztaler Wochenmarkt über ihren Ratsbürgerentscheid, dort haben sie Handzettel verteilt. Ihr Papier beinhaltet leider keinerlei Informationen über die Position der CDU und leider auch keine Entscheidungshilfe. Auf den Internetseiten der CDU findet man ja auch keinerlei Informationen dazu, was die Union denn möchte.
-
#1372
BI (Donnerstag, 30 Oktober 2008 10:56)
@1370
Ach so, hier hat die Initiative keine eigene Meinung sondern schließt sich lieber einer an. Pro oder contra Bürgerentscheid?! -
#1371
Karsten Schmidt (Donnerstag, 30 Oktober 2008 10:48)
Es ist schon erstaunlich wie mutwillig die Flick-Befürworter es ablehnen Fakten zur Kenntnis zu nehmen. Neustes Beispiel der Eintrag von "#1368", der behauptet "nicht mal die Landesregierung nimmt euch ernst und will mit dem ganzen Scheiß nix zu tun haben".
Die Landesregierung schreibt aber: "Die Landesregierung legt Wert darauf, dass der Name einer Schule dem in § 2 SchulG formulierten Bildungs- und Erziehungsauftrag entspricht. Sie nimmt die aktuellen Diskussionen in Kreuztal mit Respekt und Anerkennung zur Kenntnis, wird sich aber in den Entscheidungsprozess nicht einmischen." Sie sagt also nicht, dass sie mit dem "Scheiß" "nix" zu tun haben möchte, sondern im Gegenteil sie nimmt die Diskussionen mit Respekt(!) und Anerkennung(!) zur Kenntnis. Von überflüssiger Diskussion steht da nichts! -
#1370
@BI (#1368) (Donnerstag, 30 Oktober 2008 10:34)
Wenn ich Eintrag #1354 richtig verstanden habe, dann schließt sich die BI der Meinung von Bürgermeister Rudolf Biermann (CDU) an. Das wäre doch einmal was!
-
#1369
#1368 (Donnerstag, 30 Oktober 2008 10:12)
Lieber Eintragsschreiber #1367
Wenn ich mir ansehe wie manche Leute die für die Beibehaltung des Namens und einen Bürgerentscheid hier angegangen und teilweise beschimpft werden, dann sehe ich absolut keine Veranlassung hier meinen Namen preiszugeben.
Dieses Ganze Gästebuch ist teil der Bürgerinitiative. Viele derer die sich hier zu Wort melden werden diese lächerliche Petition verschickt haben. Wenn diese Leute jetzt gegen den Bürgerentscheid motzen, dann ist diese BI gegen diesen Entscheid.
Im Übrigen farge ich mich wirklich, ob ihr eigentlich nichts besseres zu tun habt, als euch mit so alten Kamellen rumzuschlagen. Ohne diese BI würde sich kein Mensch um die Schule und Kreuztal kümmern und es könnte ein normaler Unterricht stattfinden. Nicht mal die Landesregierung nimmt euch ernst und will mit dem ganzen Scheiß nix zu tun haben.
Irgendwo hab ich gelesen, daß Patrick Fick und Oli Hirsch keine Zeit haben sich hier regelmäßig zu melden, weil sie ja leider arbeiten müssen. Wäre besser ihr würdet nur arbeiten und eure Zeit nicht mit diesem Unsinn verschwenden.
Achja, was ist eigentlich wenn das FFG umbenannt wurde? Geht die "Säuberung" Deutschlands dann weiter? -
#1368
BI (Donnerstag, 30 Oktober 2008 10:10)
Lieber Ehemaliger #1367,
also begrüsst die Initiative den BürgerInnenentscheid?! Schön. -
#1367
Patrick Fick (Donnerstag, 30 Oktober 2008 08:54)
Lieber Eintragsschreiber #1366,
seltsam ist, dass Sie nicht den Mumm haben ihren Namen zu nennen. Ich darf also aus gegebenen Anlass noch einmal auf unseren Beitrag #1354 verweisen und Frage: WO steht bitte geschrieben, dass unsere BI Probleme mit einem BürgerInnenentscheid hat? -
#1366
BI (Donnerstag, 30 Oktober 2008 08:44)
Dass eine selbsternannte BÜRGERinitiative (Ehemaligeninitiative wäre wohl passender) Probleme mit einem BÜRGERentscheid hat, ist schon seltsam.
-
#1365
Einheimischer (Donnerstag, 30 Oktober 2008 08:29)
@Stefan #1358
Wer würde überhaupt zur Wahl gehen?
Doch wohl nur die, welche das Thema interessiert. Eine Beeinflussung durch "Unbeteiligte" sehe ich hier nicht.
In letzter Zeit mehren sich meiner Meinung nach die Stimmen gegen eine Umbenennung (u.a. Leserbriefe). Wie ist das zu deuten?
Ich denke, daß DER KREUZTALER eher gegen eine Umbenennung ist.
Einige Medien werden bestimmt über Kreuztal herfallen, es werden genau so einseitige Berichte sein, wie über FF, daß er NUR ein Nazi war! Sie werden nur das zeigen was sie sehen wollen. Eine objektive und "neutrale" Berichterstattung gibt es ja kaum noch - und bei diesem Thema noch weniger.
-
#1364
Interessant (Donnerstag, 30 Oktober 2008 08:17)
Da wird hier immer wieder davon gesprochen es sein nie zu spät einen Fehler zu korrigieren, aber wenn man besser spät als nie auf die Idee kommt die Bürger endlich zu befragen ist das natürlich wieder falsch.
Das Ganze hier ist sowas von verlogen und falsch, da kommt einem echt die Galle hoch! -
#1363
Statt Musikant (Donnerstag, 30 Oktober 2008 08:08)
Heute findet sich in der Siegener Zeitung ein bemerkenswerter Leserbrief eines Herrn Schreiber aus Müsen. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, dann gibt er nicht Flick die Schuld an der Situation der damaligen Sklavenarbeiter, sondern den Mitarbeitern Flicks. Also unseren Eltern, Großeltern und Urgroßeltern. Hoffe er geht da noch einmal in sich und kommt zu einer anderen Überlegung.
Er berichtet aber auch von einem Mitarbeiter, der sein Butterbrot mit den Sklavenarbeitern geteilt hat und ins KZ gekommen ist. Vielleicht sollte mal jemand Kontakt zu Herrn Schneider aufnehmen!? Denn damit wäre ja ein möglicher neuer Namensgeber für die Schule gefunden. Statt dem Milliardär aus Ernsdorf, der nie Reue gezeigt hat wäre doch ein einfacher Arbeiter aus Eichen, der seinen Einsatz für die Menschlichkeit mit dem Leben bezahlt hat eine tolle Alternative! -
#1362
loriot (Mittwoch, 29 Oktober 2008 23:27)
@ henning klein
wie heißt es so schön: wer lesen kann...
wie ich geschrieben habe, ist mir natürlich die Zielsetzung des CDU Antrages klar, aber ich bin generell der Meinung, dass Instrumente für eine Einbindung des Volkes / der Bürger leider in unserem Staat nicht sehr ausgeprägt sind und die vorhandenen leider nicht oft genug benutzt werden. Dies meine ich auch, wenn hierdurch die "Macht " der Medien oder des Internets als Meinungsbilder gestärkt wird.
Im übrigen sollten Sie Ihr "Argumentation?" auch auf den Prüfstand stellen. Vielleicht finden Sie sich auf der "Schippe" wieder! -
#1361
flickflack (Mittwoch, 29 Oktober 2008)
Na ja, der Bürgerentscheid gerät hier wohl zur Message. Worüber abgestimmt werden soll tritt in den Hintergrund.
Die Grünen wollen den Namen des FFGs tilgen und momentan sind die Verhältnisse so, dass dies auch geschehen würde.
Nach diesem langen Prozess, der fast das ganze Jahr in Anspruch genommen hat nun plötzlich auf den letzten Drücker einen Bürgerentscheid einzufordern hat schon einen schalen Beigeschmack. Der Bürger gerät der CDU zum Objekt und merkt es nicht einmal.
Ich bin für einen Bürgerentscheid; dieser könnte allerdings nicht vor März 2009 stattfinden, da ansonsten eine aktive Meinungsbildung des Bürgers, der nun bald eventuell in der neuen Situation ist AUSNAHMSWEISE selbst entscheiden zu müssen.
Der Ratsentscheid, eigentlich am 11-09 geplant wurde verschoben, um in verschiedenen Punkten Gewissheit zu bekommen. Nun soll der Bürger eventuell hopp-la-hopp innerhalb von 3 Wochen eine Entscheidung fällen.
Eigentlich ist die eine Pervertierung eines politischen Prozesses. Der Rat wird zur Manege, Kreuztal zum Zirkus. Und jetzt holen die Clowns die Bürger auch noch in die Manege und binden sie in ihre Show ein.
Und nachher kann der Müller sagen: Liebe Feuilletonisten, der Bürger hat es gewollt.
Was die Presse dann für Schlussfolgerungen zieht mag ich mir nicht ausmalen. -
#1360
Henning Klein (Mittwoch, 29 Oktober 2008 09:19)
@ werner loriot
„Hier wird nicht der Bürgerwille als Maßstab gesetzt, sondern - wie gehabt - politisches Kalkül. Sehr schade.“
Wäre ja alles schön und gut, käme ein solcher Antrag im Frühjahr 2008. Aber der Zeitpunkt, also das Datum des Antrags der CDU verrät doch eindeutig die wirklichen Absichten, die hinter dem Antrag stehen. Von wegen demokratisch!!! Der Antrag ist m.E. ja gerade nichts anderes als “politisches Kalkül“
Da möchte ich TW zitieren:
„TW (Dienstag, 28 Oktober 2008 07:10)
Werner Müller ist aus dem Urlaub zurück. und, damit er nicht gleich zuviel zu tun hat, wird eine schwierige, emotionale Entscheidung gleich auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kreuztal abgeschoben.
Die Bürgerinnen und Bürger, die von der CDU so gut informiert wurden. Die Bürgerinnen und Bürger, die die CDU zu Beginn des Jahres vor dieser Debatte noch schützen wollte. Die Bürgerinnen und Bürger, die vielleicht auf ein konkreters Rechtsgutachten warten sollten. Die Bürgerinnen und Bürger, die eine Äußerung der Flick-Erben erwarten. Die Bürgerinnen und Bürger, die, sich auf ihre parlamentarischen Vertreter verlassend, nicht an dem Vortrag Wixforths teilgenommen haben.“
Loriot: “Dass die BI dieses Verfahren nicht begrüsst, ist - so denke ich - bei der jetzigen Konstellation der Stellungnahmen des Rates klar, spricht aber nicht für ihren Demokratiegedanken.“
Aber für den Demokratiegedanken von Werner Müller spricht „das Verfahren“??!!
Offen gestanden fühle ich mich bei dieser „Argumentation“ ein wenig auf die Schippe genommen. Ich denke schon, dass der mündige Bürger sofort die Intention von Werner Müller und seinen „Gutmenschen“ erkennt. Da muss Mann/Frau sich doch nur die Artikel aus den Zeitungen aus dem Februar 2008 vor Augen halten.
Ein Schelm wer böses dabei denkt!!!
Herzlichst
Henning Klein
-
#1359
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 29 Oktober 2008 09:04)
#1355
Auf einmal Basisdemokratie? Und ansonsten?
Wenn es eine politische Partei gibt, die sich um die Meinungsbildung und Information der Bürger Kreuztals über die neuesten Erkenntnisse über FF bemüht hat, wenn, dann sind das die Grünen!
Und die, die jetzt nach dem formal legalen Strohhalm der Bürgerentscheidung greifen, dem Rat Untätigkeit vorwerfen etc., das sind die, die zu Jahresbeginn eine erneute Diskussion überhaupt für immer VERHINDERN und AD ACTA LEGEN wollten.
Welches Demokratieverständnis steht denn nun hinter Müller und Co.? -
#1358
Stefan (Mittwoch, 29 Oktober 2008 00:33)
Ein Bürgerentscheid würde natürlich einer Demokratie vollkommen entsprechen. Genau so entspricht aber ein Beschluss eines gewählten Organes (Stadtrat), ebenfalls unserer Demokratrie.
Es gibt immer Entscheidungen, die man aus gutem Grund nicht in die Hände der Bürger legen sollte. Wenn man dies stets tun würde, so bräuchten wir keinen Bundestag. Man stelle sich mal vor, was dann los wäre. Gerade für schwierige (aber eigentlich doch ganz leichte) Entscheidungen gibt es daher auch in unserer Stadt, gewählte Verantwortungsträger.
Die Gefahr ist einfach zu groß, dass am Ende ein Ergebnis heraus kommen könnte, welches der Stadt noch mehr Schaden zufügen würde. Somit sind die Befürchtungen von Herrn Gebauer auch absolut begründet. Es gibt sicherlich drei große Gruppen in Kreuztal. Die einen sind für eine Umbenennung, die anderen nicht. Und eine dritte Gruppe besteht aus den Leuten, die entweder die Debatte nicht verfolgt haben, und/oder denen es egal ist.
Genau die letztgenannte Gruppe kann wie bei den ganz großen Wahlen bzw. Abstimmungen dafür sorgen, dass am Ende die Kräfteverhältnisse nicht mehr wirklich repräsentativ sind. Somit MUSS der Rat als von den Bürgern legitimiertes Organ hier eine geschlossenere Entscheidung herbei führen. Was die CDU da momentan jedenfalls veranstaltet, ist das große Zurückrudern, von ihrem bisherigen Standpunkt. Je nachdem wie der Bürger entscheiden würde, kann man ja dann auch das Fähnchen drehen. Vielleicht sollten sie hier einfach auch mal wieder auf ihren Bürgermeister hören. -
#1357
Basisdemokrat (Mittwoch, 29 Oktober 2008 00:01)
Hier die richtige Frage für den Ratsbürgerentscheid:
Ja! Ich möchte, dass das Kreuztaler Gymnasium weiterhin nach einem verurteilten Kriegsverbrecher und Massenmörder benannt wird.
oder:
Nein! Lieber doch nicht. Mir ist das Eingestehen des eines Fehlers nicht so peinlich wie seine Fortsetzung unter lächerlichen Ausreden. Deshalb stimme ich dafür, das kreuztaler Gymnasium so zu benennen, dass man merkt, das 1945 schon in der Vergangenheit liegt.
-
#1356
Martin (Dienstag, 28 Oktober 2008 23:29)
Komisch, dass eine so einfache Frage so kompliziert diskutiert werden kann...
Ist Friedrich Flick ein Vorbild für (junge) Menschen ?
Dankenswerterweise gibt es zwischenzeitlich intensive Geschichtsforschung, welche ein (weitgehend) klares Bild liefert: Vorbildfunktion ? Nein, weder vor, noch während, noch nach der NS-Zeit.
Fazit ? Ebenso einfach wie simpel: die Schule verdient wahrlich einen neuen Namen - es sei denn Kreuztal will sich weiter für Geld prostituieren (sorry, aber auf diesem Niveau bewegt sich das Ganze bisher) ! -
#1355
loriot (Dienstag, 28 Oktober 2008 23:23)
Ich finde es sehr amüsant, dass die Frage eines Bürgerentscheids offensichtlich schon solche Probleme bei einigen auslöst. Ich denke, jeder sollte den Bürgerinnen und Bürgern generell - unabhängig von der Frage einer evtl Umbenennung des Gymnasiums - so viel Respekt entgegen bringen, das sie in Fragen die ihre Stadt betreffen, durchaus eine Meinung haben, die dann auch zu akzeptieren wäre.
Ich finde es daher sehr bedauerlich, dass es immer wieder Parteien gibt, die den Bürger nicht für mündig genug halten, eine Entscheidung für die Stadt zu treffen. Auch wenn mir natürlich bewusst ist, dass die Zielsetzung des CDU- Antrages nicht Bürgernähe ist, so halte ich die Argumention der anderen Parteien gegen einen Bürgerentscheid für absolut ärmlich. Hier wird nicht der Bürgerwille als Maßstab gesetzt, sondern - wie gehabt - politisches Kalkül. Sehr schade. Es hätte SPD und gerade den Grünen sehr gut gestanden, hier den Bürger einzubinden.
Mein einziger Grund gegen eine Bürgerentscheidung zum jetzigen Zeitpunkt ist die Tatsache, dass noch nicht geklärt ist, welche finanziellen Folgen eine Entscheidung haben könnte.
Ansonsten sollte eine solche Entscheidung herbeigeführt werden unabhängig davon, ob es irgenwelchen Medien oder anderen interessierten Kreisen nun gerade passt oder nicht. Dass die BI dieses Verfahren nicht begrüsst, ist - so denke ich - bei der jetzigen Konstellation der Stellungnahmen des Rates klar, spricht aber nicht für ihren Demokratiegedanken. -
#1354
flick-ist-kein-vorbild (Dienstag, 28 Oktober 2008 19:32)
Weil hier einige behaupten, die BI sei gegen einen Ratsbürgerentscheid: Wo steht das bitte? Auf die Anfrage der Westfälischen Rundschau wurde einzig folgender Kommentar abgegeben, leider jedoch nicht gedruckt:
"Die BI Flick-ist-kein-Vorbild unterstützt den Aufruf des Kreuztaler Bürgermeisters in der Debatte um das Friedrich-Flick-Gymnasium 'Versöhnen statt zu Spalten' und kommentiert den Weg der Kreuztaler CDU in der jetzigen Situation nicht. Wir begrüßen das von Bürgermeister Biermann eingeschlagene Verfahren zur Abstimmung am 6.11.2008."
-
#1353
Heimat (Dienstag, 28 Oktober 2008 17:16)
Na ja, der Oligarch Flick hat ja seine Zwangsarbeiter nicht aus Kreuztal rekutiert. Somit hat ein jeder das Recht eine Meinung zu diesem Thema zu haben. Die Medien, die der Meinungsbildung dienen, haben das Thema aufgegriffen. Und das Geschrein in Kreuztal ist groß...
Hätte doch der Flick damals alle Zwangsarbeiter aus Kreuztal geholt, dann wäre die Debatte jetzt eine reine Kreuztaler Angelegenheit.
So ein Mist aber auch, dass wir denen da draussen nicht erklären können, warum der Flick so ein guter Mensch war.
Mein, ernst gemeinter, Vorschlag: Löst die Flick-Stiftung auf! Benutzt das verbliebene Kapital zur Rückzahlung von Schulden des Schulträgers! Das wäre Heimatliebe! -
#1352
Zukünftiger (Dienstag, 28 Oktober 2008 17:05)
... was sie natürlich auch tun, wenn die von Ihnen gewählten Stellvertreter eine Entscheidung fällen.
Ich bin gar nicht gegen einen Bürgerentscheid, finde aber den Vorgang via Briefwahl bemerkenswert.
Hat da jemand Angst seine Schäfchen nicht mobilisiert zu bekommen? Wer soll das bezahlen?
In der Regel findet der Bürgerentscheid an der Wahlurne statt und alle haben die Möglichkeit Briefwahl zu beantragen.
Aber ich verstehe natürlich, dass die CDU sich mit dem Prozedere eines Bürgerentscheids nicht sehr vetraut ist! -
#1351
Ehemaliger (Dienstag, 28 Oktober 2008 16:54)
PRO BÜRGERENTSCHEID!!!
Nur die Bürger der Stadt Kreuztal dürfen über die Umbenennung entscheiden - sonst niemand. -
#1350
Hans-Walter Klein (Dienstag, 28 Oktober 2008 16:20)
@Spandau
Inhalt: sehr gut (+)
Gesamtergebnis: Kann sich sehen lassen! Was nützt die beste äußere Form, wenn inhaltlich gemüllert wird! (Volle Zustimmung, TW!)
Hausaufgabe: Berichtigung (Schaffst Du schon! Good luck!)
Was denken wohl die Bewohner der Erler-Siedlung, wenn sie das plötzliche basisdemokratische Outing der Christenunion erleben?
Ich freue mich schon auf den Kommunalwahlkampf im nächsten Jahr. Hoffentlich vergessen die Kreuztaler dieses großzügige, nein gnädige Teilhabeangebot der Demokratischen Christen nicht, falls die sich daran nicht mehr erinnern sollten.
-
#1349
Spandau (Dienstag, 28 Oktober 2008 14:41)
Ich bitte die vielen Grammatik- und Tippfehler im vorangegangenen Beitrag zu entschuldigen...
-
#1348
Spandau (Dienstag, 28 Oktober 2008 14:29)
@Einheimischer
Peinlich wäre für Kreuztal die Berichterstattung der Medien, sollte die Schule nicht umbenannt werden.
Ich möchte hier nicht wie Herr Gebauer einem über Kreuztal "herfallen" sprechen, dennoch glaube ich, dass die Berichterstattung viel unschönes bereithalten könnte.
Bisher war es ja schon so, dass sich einige Kreuztaler im RAhmen von Interviews zu Aussagen hinreissen liessen, sei es durch Lokalkolorit, Unwissenheit oder ehrlicher Bewunderung für Flick, die einem Reporter, der keinen Bezug zur Region hat, im Jahre 2008 sehr seltsam vorkommen muss.
Ich denke, da nicht an die fahrlässigen Bemerkungen eines Herrn Irle, sonder eher an die bekannten Butterbrot und Lodenmantelgeschichten.
Einen Bürgerentscheid würde ich begrüssen, allerdings sollte vor einem solchen Schritt eine wahrlich offene Diskussion durchgeführt werden. Es bringt doch nichts, wenn die Messe schon gelesen ist (Infoveranstaltung, etc) und danach erst klar wird, dass die Volksvertreter überaschend einen Volksentscheid beschliessen.
Zeit sich zu Informieren haben die Bürger dann nicht mehr viel. Oder ist hier gar eine "Bauchentscheidung"gewollt?
Auch ist die Fragestellung des Bürgerentscheids nicht unproblematisch. Die Frage sollt heissen: "Sind Sie für eine Umbenennung des Gymnasiums? Ja / Nein" Ein Name sollte dann ggf gefunden werden. Die Schule trotzig in eine namenlose Zukunft zu schicken ist dumm. Allerdings würde die "Bezeichnung" "Städtisches Gymnasium" endlich zur Fassade der Schule passen ;-).
Im Übrigen ist es, lieber Ex, nicht zum kotzen, dass die BI aus taktischen Gründen gegen einen Bürgerentscheid ist; eher kurios.
Zumal ja bekanntlich die Befürworter einer Änderung leichter zu mobilisieren sind als die Verfechter eines Status-quo.
Das Ziel der BI ist es ja nicht Basisdemokratie zu fördern, sondern den Namen des FFG zu tilgen.
Zum Kotzen, lieber Ex, ist es wenn ein Politiker öffentlich schreibt, dass durch Arbeit vernichtete Sklaven ordentlich behandelt worden sind. (Aber das ist ja lange her, wie ich lernen musste.)
Gruss aus Berlin, ich hoffe die BI ist erfolgreich. Allerdings wünsche ich mir einen schöneren Namen als "Städtisches Gymnasium".
Dann kann man es auch machen wie im hier oft zitierten "Ostblock" und die swchulen einfach nummerieren. Das dann ehemalige FFG wäre dann das, was es für viele Lokaöpatrioten eh schonist: Die "Schule Nummer 1" -
#1347
Ex (Dienstag, 28 Oktober 2008 13:36)
Was hier abgeht ist ja wohl echt zum Kotzen! Da gründet man eine Bürgerinitiative, will aber den Bürgern einen Bürgerentscheid verweigern!!!
Von wegen auf dem Rücken der Bürger austragen. SIE leben in dieser Stadt und sie haben ein Mitspracherecht! Hernn Müller und der CDU-Fraktion wird vorgeworfen diesen Antrag nur gestellt zu haben, weil sie fürchten zu "verlieren". Und was bitte ist mit der selten dummen Antwort der Grünen? Die befürchten wohl, die Bürger könnten nicht in IHREM Interesse abstimmen.
Es geht alle in Kreuztal an und insofern sollten auch alle das Recht haben mitzubestimmen! -
#1346
Peter Schneider (Dienstag, 28 Oktober 2008 12:48)
"Petra Schneiderin (Freitag, 24 Oktober 2008 16:06)
Nöl Nöl Nöl lieber Peter (#1322),
wieso in der Vergangenheit wühlen? Das Friedrich-Flick-Gymnasium heißt doch ganz aktuell (noch) Friedrich-Flick-Gymnasium! Das ist es doch auch, was mit der Namensgebung bezweckt wurde: Ein ständig aktuelles Wachhalten der Erinnerung (Geschichte) an den Industriekapitän von Format.
Es ist also nicht über 60 Jahre her, sondern jetzt in dieser Sekunde Präsent.
Wenn die Bedeutung von Geschichte mit Anzahl der vergangen Jahre unbedeutend wird, dann sollte man dies der deutschen Legislative mal erzählen und dafür plädieren, dass die Verjährungsfristen für Mord abgeschafft werden.
Nöl Nöl Nöl dich ins Wochenende Peter!"
Tolle Argumente. Liest Du(Sie) Bild Zeitung?
Und dann noch zu feige, seinen Namen zu nennen.
So sehr stehst Du(Sie) hinter deinen Argumenten?
Wenn man das überhaupt so nennen kann.
Armes Menschlein.
-
#1345
Dieter Gebauer (Dienstag, 28 Oktober 2008 10:56)
Auch ich bin ein Einheimischer der Stadt Kreuztal und möchte dem Einheimischen unter Eintrag 1342 gerne auf seine Frage antworten.
Ich vermute mal, wenn es in Kreuztal zu einer Bürgerbefragung über den Namen des ansässigen Gymnasiums kommen würde, so könnte es durchaus sein, dass sich eine Mehrheit für die Beibehaltung des Namens Friedrich-Flick-Gymnasium entscheidet.
Was dann passiert kann man sich nur ausmalen! Die Medien würden nun wohl auch über Kreuztals Bürgerinnen und Bürger herfallen. Kreuztal würde wohl als eine Stadt der Unbelehrbaren dargestellt, die sich bezüglich des Lebens und Wirkens von Herrn Flick aller seriösen geschichtlichen Fakten zum Trotz eine eigene Geschichtsschreibung erlaubt.
Ob solch ein Szenario für Kreuztal von Vorteil ist bezweifle ich doch sehr. Die Auswirkungen könnten ungeahnte Folgen haben. Die Wirkung des Internets sollte hier auch auf keinen Fall unterschätzt werden, das beweist allein schon diese Seite.
Kreuztal würde durch einen Bürgerentscheid pro FFG nicht zur gewünschten Ruhe kommen. Das kann und darf auch nicht im Sinne unserer gewählten Volksvertreter sein.
Herrn Biermanns Vorschlag, die Namensänderung des Gymnasiums den Rat entscheiden zu lassen halte ich daher für die beste Lösung.
Die Umbennenung des FFG sollte auf keinen Fall auf dem Rücken der Bürger der Stadt Kreuztal ausgetragen werden!!! -
#1344
Wayne (Dienstag, 28 Oktober 2008 10:03)
Mich interessiert's
-
#1343
Schüler (Dienstag, 28 Oktober 2008 10:01)
Wayne ob das Gymnasium umbenannt wird oder nicht. Die meisten Leute wissen sowieso nicht wer der ist. Also kann man sich auch die Mühe und das geld sparen die schule umzubenennen etc. ich denke es gibt wichtigere dinge mit denen man sich beschäftigen könnte, als den namen einer schule beizubehalten oder zu revidieren nur weil friedlich flick, wie jeder andere auch zu der Zeit ein Nazi war.
-
#1342
Einheimischer (Dienstag, 28 Oktober 2008 08:51)
Was bitte schön soll für Kreuztal peinlich werden, wenn der Bürgerentscheid kommt?
Wird den Bürgern ein Urteilsvermögen abgesprochen?
Bitte Erläutern!
-
#1341
TW (Dienstag, 28 Oktober 2008 07:10)
Werner Müller ist aus dem Urlaub zurück. und, damit er nicht gleich zuviel zu tun hat, wird eine schwierige, emotionale Entscheidung gleich auf die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kreuztal abgeschoben.
Die Bürgerinnen und Bürger, die von der CDU so gut informiert wurden. Die Bürgerinnen und Bürger, die die CDU zu Beginn des Jahres vor dieser Debatte noch schützen wollte. Die Bürgerinnen und Bürger, die vielleicht auf ein konkreters Rechtsgutachten warten sollten. Die Bürgerinnen und Bürger, die eine Äußerung der Flick-Erben erwarten. Die Bürgerinnen und Bürger, die, sich auf ihre parlamentarischen Vertreter verlassend, nicht an dem Vortrag Wixforths teilgenommen haben.
-
#1340
Tristan S.Geißel (Montag, 27 Oktober 2008 23:53)
#1338
Wohl zu viel Veltins getrunken? Oder Baileys oder Ballins?
Der Ex-Manager erheitert mit seiner Familiengeschichte ja noch etwas; hat den Nagel voll (Sic!) auf den Kopf getroffen ;-). Gut, die Verantwortung von Flickens Fritz für den Sklavenarbeitereinsatz thematisiert er nicht, hat er in Sorge um den guten Ruf (der Schule?) wohl vergessen. Den vor 40 Jahren verantwortlichen Röllers, Schweitzers und Co. hat er wahrscheinlich zu gejubelt - was so Radfahrerfahrung halt mitbringt.
Auch der Herr Brey ist ein spaßiger Mensch, der nicht nur Automobil-Oldtimer mag, sondern auch die Nachkriegsgeschichte aus dem Blickwinkel des Außenspiegels sieht. Die Seite sach ich nich! ;-) Und die Freiheit mag er, wenn sie die "Junge Freiheit" ist. Schade, dass der doch nicht Lehrer wurde! Als supporting act in Xtal vielleicht. Der hätte dem Fick und Konsorten die rechten Flötentöne schon beigebracht! (Ob sich deren ehemalige Lehrer eigentlich als Versager empfinden angesichts der hier gezeigten Uneinsichtigkeit in das bewunderte Aufbauwerk des Großen Fritz?)
Demnächst in Kreuztal die Frage: Wo kann man hier FÜR Flick unterschreiben? -
#1339
Stefan (Montag, 27 Oktober 2008 23:00)
Es ist schon erschütternd, wenn eine Lokalzeitung einfach so drei so äusserst verharmlosende Leserbriefe abdruckt. In Deutschland gilt Gott sei Dank die Meinungsfreiheit. Wenn man dann aber mit solchen verharmlosenden Kommentaren nur so überhäuft wird, kommt man nicht umher sich zu fragen, was sich die Siegener Zeitung dabei eigentlich denkt. Mir ist schon lange klar, welche Position sie vertritt. Dass sie dann aber auch nicht davor zurückschreckt, gleich so viele Leserbriefe der Kategorie "Relativierung" zu drucken, ist schon unfassbar.
-
#1338
Total Irre (Montag, 27 Oktober 2008 21:53)
Aber sollte die CDU bei euch im SIEGERland nicht eher über Folgendes abstimmen lassen, wäre irre aber ehrlicher: "In den Betrieben von Flick wurden die Zwangsarbeiter unter den damaligen Umständen ordentlich behandelt: Ja/Nein"
-
#1337
Spandau (Montag, 27 Oktober 2008 21:30)
Wenn der Bürgerentscheid kommt, fürchte ich, dass es peinlich für Kreuztal werden könnte. Interessant wäre solch ein Ergebnis allerdings bestimmt.
-
#1336
Black Rider (Montag, 27 Oktober 2008 21:08)
@ Stefan
hi stefan, nein die diskussion ist nicht an mir vorbeigegangen und das mit den vor 3 jahren war auch nur ein zufallsbeispielt ich hätte auch 10 oda 20 hinschreiben können und darum geht es ja auch nicht oder?!? Ich finde nur Persönlich dass dieses Thema total fürn Arsch ist ganz ehrlich weil was kann die schule dafür dass sie so heisst oder die schüler?!?!? Weil das Fernsehen hat alles so schlimm gemacht!!! weil man könnte auch die seite www.ernst-moritz-arndt-realschule-die-saüferschule.de erstellen na und das war mal die haben sich betrunken unn gut iss genauso iss das mit flick! der ist tot wen interedsiert es denn jetzt was der gemacht hat die stadt und so sollte froh sein dass es flick und die flickstiftung gab (und immernoch) gibt!!! -
#1335
Hans-Walter Klein (Montag, 27 Oktober 2008 18:46)
Hallo TW! Die anderen fühlen sich bitte auch herzlich gegrüßt!
Es ist schwer, die Rolle der SiZ einzuschätzen! Der ältere Interessierte erinnert da noch zu viel Unschönes. Andererseits haben sich vielleicht doch die Zeiten geändert! Verglichen mit dem RaSi-Report zur PM des BM war die SiZ doch angenehm zurückhaltend. In der nächsten Zeit werden wir bestimmt noch einiges zu lesen bekommen, dann wissen wir mehr.
Eigenartig ist die Häufung von Flick-Fanpost allerdings schon; das wirkt irgendwie organisiert und konzertiert. Wer stellt die Portokasse zur Verfügung?
Ich hoffe immer noch darauf, dass die repräsentative Demokratie auch in Kreuztal funktioniert und der 6. November klare Verhältnisse im und durch den von den Bürgerinnen und Bürgern demokratisch gewählten Stadtrat schafft. Und dass die in der Ratsabstimmung Unterlegenen als Demokraten die Mehrheitsentscheidung in ihrem Volksvertretergremium akzeptieren. -
#1334
TW (Montag, 27 Oktober 2008 08:52)
@ H.-W. Klein
Ist die Siegener Zeitung nicht der Hort der "Gegenkampagne" ? Es hat zumindestens den Anschei, dass jetzt bis zum 6. November dort noch mehr erscheint - wohl auch gerne in so geballter Form wie heute.
Zwei Fragen bleiben noch :
1) Hier im Gästebuch wurde immer wieder die tendenzielle Berichterstattung - besonders des "Kontraste"-Beitrages - heraufbeschworen. Belastbare Beweise, die dieses untermauern liegen aber bis heute nicht vor. Warum bzw. wo bleiben diese ?
2) Hier im Gästebuch wird immer wieder gerne auf die Bundesverdienstkreuz-Verleihung an FF durch Lübke verwiesen. Hat jemand bis jetzt die Originalunterlagen des Bestandes "Bundespräsidialamt" im Koblenzer Bundesarchiv eingesehen ? -
#1333
Hans-Walter Klein (Montag, 27 Oktober 2008 07:01)
Da haben nicht alle den Appell des Bürgermeisters gehört - oder folgen dem Motto "Dum spiro spero." Oder wissen einfach mehr als ich.
Heute eine Seitenlänge volle Breitseite gegen die Umbenennung in der SiZ. -
#1332
- Black Rider (Sonntag, 26 Oktober 2008 20:49)
"Diese Dikossion wurde doch nur durch das Fernsehen wiederbelebt weil vor 3 jahren hat es kein Schwein interresiert wer Flick war und was er gemacht hat!"
Das stimmt ja nun überhaupt nicht. Vor gut 3 Jahren hat Flicks Enkel seine grosse Kunstsammlung, die FlickCollection in Berlin untergebracht. Dies wurde von einer bundesweiten Diskussion über die Sklavenarbeiter und die Opfer des Flickschen Wirkens diskutiert. Zumal die Stadt Zürich zuvor die Sammlung abgelehnt hatte, da sich Flick (senior)nie zu seiner Schuld geäussert hat. Der Enkel hat dann, um seinen guten Willen zu zeigen, eine wissenschaftliche Studie in Auftrag gegeben, die heuer fertig geworden ist. Eben diese Studie und die damit verbundene Medieaufmerksamkeit bilden nun das Fundament dieser BI. Alles klar?
Es wurde also nie vergessen, wer Flick war. Nur in Kreuztal scheint man abgesehen von ein paar Eindrücken aus der Lodenmantelkiste nicht mehr viel über den alten Mann zu wissen, bzw. wissen zu wollen.
Mick Flick hat dann auch gezeigt wie man Flick-Stiftung transparenter macht:
http://www.stiftung-toleranz.de/flickstiftung/
In Kreuztal ist ja nicht belegbar herauszufinden wer in der Stiftung was wie womit fördert...
-
#1331
Stefan (Sonntag, 26 Oktober 2008 15:54)
@ Black Rider
An deinen Beitrag erkennt man, dass die Diskussion an dir komplett vorbei gegangen ist. Nicht mehr als ein paar Fetzen des Geschehens scheinst du zu kennen. Und ich persönlich finde es sehr gut, dass es ehemalige Schüler sind, die sich hier engagieren, und nicht Aussenstehende. Denn dann wäre es erst richtig peinlich geworden, sprich wenn andere uns auf diesen Missstand hätten hinweisen müssen. -
#1330
Black Rider (Sonntag, 26 Oktober 2008 09:48)
@ Jochen Peiper
Ich gebe dir ja auch recht und ich will nicht die Hand ins Feuer legen un ich bin auch kein mutiger Mensch. Nur ich finde diese Diskussion etwas unpassend genauso wie diese Homepage. Das schlimmste ist ja die Hp wurde von ehemaligen Schülern des FFG gemacht ich finde dies nicht okay in keinerlei Hinsicht. Und ich gebe dir auch in einigen Punkten recht aba Flick hatte nunmal die wahl er oda sie. Und früher hat auch keiner Reue vor seinen Sklaven gezeigt. Und ich gebe dir in einem Punkt auf garkeinen Fall recht. Du hast in deinem Vorletzten Satzt geschriben Flick ist KEIN SCHULNAME! ich finde man soll die Schule nicht nach dem Namen Abstempeln. Und die Schule ist wirklich eine Gute Schule ich muss es ja wissen weil ich war bis zum Sommer dieses Jahres auch auf dieser Schule un dann habe ich gewechselt. Doch der wechsel hat nichts mit dem name oder der schule selber zu tun!!!1 ich war nicht den anforderungen gewachsen und habe die Fächer vernachlässigt. Diese Dikossion wurde doch nur durch das Fernsehen wiederbelebt weil vor 3 jahren hat es kein Schwein interresiert wer Flick war und was er gemacht hat! -
#1329
Jochen Peiper (Freitag, 24 Oktober 2008 22:24)
@Black Rider
Du hast in vielem recht, gehst aber leider auch teilweise von einer falschen Prämisse aus.
Es geht n icht um die Frage, was ein heute Lebender, BI oder nicht, damals als Mensch getan hätte. Da würde ich für mich die >hand nicht ins Feuer legen, weil ich so ein mutiger mwnsch nicht bin.
es geht um die Frage, wie wir Nachgeborene mit dem was damals geschehen ist und den TÄTERN umgehen. Schwamm drüber, wie sind auch nur Menschen, is halt so ... Oder genauer hinschauen und würdigen, damit es in Zukunft etwas besser geht. Flick hat nie nie nie Reue seinen Sklavenarbeitern gegenüber gezeigt. Er hat getrickst dass er nicht lange im knast bkleiben musste und hat sich gut verkauft und sein positive Ernnerung erkauft. Das orgelt sdoch in Kreuztal nur so nach Flcikens Fritz.
Und die Alternative Mitmachden oder leben - die hat es für ihn nie gegeben.der war nie in Lebensgefahr. Warum auch? Er hat doch aktiv den Nazis ihre Wirtschafts- und Arisierungspolitik betrieben.
Dass kann einem heute alles am Arsch vorbei gehen, aber wenn man ZURECHT den vor 40 JAHREN Verantwortlichen der Stadt die Namensgebung ankreidet, dann sollte man auch von den heute Verantwortlichen eine Korrektur erwarten.
Nchmal:
Flick ist KEIN SCHULNAME!
Die Schule ist eine GUTE SCHULE! (Was man so hört.) Nix nazi!!!!!
-
#1328
UP (Freitag, 24 Oktober 2008 21:11)
@ Petra Schneiderin
Die Bedeutung der Geschichte geht verloren! Oder interessiert es heute noch jemanden welche Verbrechen vor 100, 200, 300 usw. Jahren begangen wurden. Sollen wir uns damit auch noch täglich beschäftigen???
Macht auch keiner! Nur auf den 12 Jahren reiten manche immer wieder gern drauf rum.
Herr Biermann ist doch scheinheilig. Der ist Vorsitzender der Friedrich Flick Stiftung und will jetzt für eine Umbenennung der Schule stimmen. Was soll der Scheiß?
@Peter Schneieder & Black Rider
Kann euch nur zustimmen!!! -
#1327
white rider (Freitag, 24 Oktober 2008 20:59)
NA LEUDE WAS GEHT ???
-
#1326
Black Rider (Freitag, 24 Oktober 2008 20:56)
Hallo leute wie dumm ist diese Diskussion eigentlich?
Friedrich Flick war zwar ein verbrecher... NA UND!
Er hat das getan was alle getwan haben. jetzt seid mal ehrlich mit euch.... was hättet ihr früher gemacht wenn ihr die wahl hättet zwischen Hitler unterstüzen oder sterben. Ich perönlich hätte mich für mein leben entschieden und wer hat füher keine ausländer arbeiten lassen. !!!!Das war damals normal!!!! und ausserdem wollte er NICHT das das von ihm gestiftete gymnasium (meine ehemalige schule) nach ihm benannt wird! Dies hat sich die Stadt ganz alleine zuzuschreiben und nicht FRIEDRICH FLICK!!!! ich finde diese sache total Hirnlos!!!!!! beurteilt doch nicht die ganze schule nach dem namen eines mannes!!!!! ihr stellt das alles so dar als wenn an dieser schule kleine nazis ausgebildet werden ganz frei nach dem motto : "nazi schule nazi schüler" (nicht rechtsradikal gedacht) und herr Biermann kann da auch nichts zu stellt ihn nicht als schwarzes schaf da. ER KANN NICHTS DAFÜR was der ehem. bürgermeister verbrochen hat!!!!! ich finde dieses thema dumm und ich würde es empfehlen nicht weiter zu beachten!!!!!!!! -
#1325
Tristan S. Geißel (Freitag, 24 Oktober 2008 19:49)
Da wird's ja jetzt spaßig.
Die Initiatoren der Site waren aber auch zu blöde.
Warum haben sie es nicht gemacht wie der Müller Werner? Rechtzeitig in Urlaub fahren und im Hintergrund die Fäden spinnen und die Büchse spannen.
Und da hatte man gedacht, der Biermann hätte sich auch in der Sache FF eine andere Meinung gebildet und wollte nicht bloß aus den negativen Schlagzeilen kommen.
Vielleicht tue ich ihm aber Unrecht und er musste den unbelehrbaren Flickfans in der Öffentlichkeit nachgeben, damit die bei der Abstimmung am 6.11. Augen zu und durch machen.
Auf die BI jetzt schon verbal einschlagen, damit nach einer Umbenennung dann schnell Klappe zu ist. Und wenn nicht, sind's die Profilierungssüchtigen, die keine Ruhe geben wollen!
-
#1324
Pseudonym (zum Schutz vor Profilierungsvorwürfen) (Freitag, 24 Oktober 2008 18:22)
Also ich kenne die Pressemitteilung des Kreuztaler Bürgermeisters noch nicht ("In einer Pressemitteilung wirft Biermann den Betreibern der Internetseite „Flick-ist-kein-Vorbild.de“ persönliche Profilierung vor" vermeldet Radio Siegen), aber bei nächster Gelegenheit (6.11) werde ich mich mal bei ihm erkundigen, wie man sich ehrenamtlich für etwas engagieren kann ohne als Person erkennbar in Erscheinung zu treten. Gilt dieser Vorwurf eigentlich nur den Befürwortern einer Umbenennung? Nur den Mitgliedern der BI? Nur den Leserbriefschreibern? Auch seiner Stellvertreterin?
Ich empfehle dem Bürgermeister künftig seinen Namen in Protokollen, Pressemitteilungen, Anträgen und natürlich im Briefkopf zu schwärzen, sonst könnte man auf die Idee kommen, er wolle sich persönlich profilieren! -
#1323
Petra Schneiderin (Freitag, 24 Oktober 2008 16:06)
Nöl Nöl Nöl lieber Peter (#1322),
wieso in der Vergangenheit wühlen? Das Friedrich-Flick-Gymnasium heißt doch ganz aktuell (noch) Friedrich-Flick-Gymnasium! Das ist es doch auch, was mit der Namensgebung bezweckt wurde: Ein ständig aktuelles Wachhalten der Erinnerung (Geschichte) an den Industriekapitän von Format.
Es ist also nicht über 60 Jahre her, sondern jetzt in dieser Sekunde Präsent.
Wenn die Bedeutung von Geschichte mit Anzahl der vergangen Jahre unbedeutend wird, dann sollte man dies der deutschen Legislative mal erzählen und dafür plädieren, dass die Verjährungsfristen für Mord abgeschafft werden.
Nöl Nöl Nöl dich ins Wochenende Peter! -
#1322
Peter Schneider (Freitag, 24 Oktober 2008 15:49)
Ich habe gedacht, wir Deutschen hätten es endlich geschafft, nicht mehr permanent in der Vergangenheit zu wühlen.
Diese Diskussion erschließt sich mir nicht.
Für alle ewig gestrigen: Es ist über 60 Jahre her!
Aber das Thema scheint eine Plattform für die zu werden, denen man woanders auch nicht zuhören will, die das zu sagen haben, was eh keiner hören will.
Selbstzerfleischung kann auch ein Hobby sein. -
#1321
Hans-Walter Klein (Freitag, 24 Oktober 2008 06:51)
Und Du denkst immer:
Schlimmer geht's nimmer!
Und siehe doch!
Es geht noch!
Ein weiteres Gedicht findet der geneigte Leser in der heutigen Heimatzeitung SZ.
Ein Herr Haub reicht ein "Gnadengesuch" ein.
Und da erlaube ich mir dann auch noch einmal einen Literaturhinweis:
Ralph Giordano, Die Zweite Schuld. -
#1320
Stefan (Donnerstag, 23 Oktober 2008 19:47)
Dieser Lesrbrief ist mal wieder ein Beweis für den Flick-Mythos. Auf der Veranstaltung in der Weißen Villa wurde ja teilweise um Verständnis für die Leute erbeten, die den Mythos noch verinnerlicht haben. Wenn man dann aber wieder lesen muss, dass Flick (der arme arme Kerl) keine andere Wahl gehabt hätte, und deshalb Kriegsverbrecher beschäftigen musste, kriegt man wirklich nur die Krise. Dr. Wixforth hat klar aufgezeigt, dass er sehr wohl andere Möglichkeiten hatte. Es müssen noch viele viele Leute das Buch von Wixforth und Kollegen, lesen, um hoffentlich zu verstehen. Aber wie das eben so ist, mit den Mythen, sie halten sich beharrlich.
-
#1319
FFGler (Donnerstag, 23 Oktober 2008)
Nachtrag: Ich meine natürlich die "Flick-Collection" und nicht die Stiftung.
-
#1318
FFGler (Donnerstag, 23 Oktober 2008 16:45)
@@FFGler
Das hat nichts mit meiner Bewerbung zu tun. Nur, dass es mich aus dem Konzept bringt, wenn man daraufhin ungläubig angeschaut wird
und mit dem ersten Eindruck den man hinterlässt.
Wenn man im Kulturbetrieb arbeitet, und die Diskussion um die Flickstiftung die Branche in Berlin beherrscht, dann muss man da ein paar Worte drüber verlieren, wenn man darauf angesprochen wird.
Der Personaler wird wohl niemanden einstellen, dem alles gleichgültig ist.
(Und schon gar niemanden, der sagt, Flick: Ein Mann von Format)
Es mag eine andere Situation sein, wenn ich im Siegerland z. B. bei der SMS zum Vorstellungsgespräch erscheine.
Wie hätte ich dafür sorgen können, dass ein anderer Name auf meinem Zeugnis steht? Ich war als Schüler Bürger von Kreuztal. Somit war es selbstverständlich, dass ich auf die Schule gehe, die die Stadt Kreuztal als Schulträger finanziert.
Ab der Mittelstufe habe ich dies auch getan. Dass die Schule einen hirnrissigen Namen trägt war mir klar. Allerdings war mir auch bewusst, dass es Schüler gibt, die diesen Namen nicht akzeptieren. Somit galt es also aktiv etwas gegen den Namen zu tun, was ja auch von verschiedenen Seiten aus in den 90ern geschah.
Du tust mir leid, da Dir anscheinend nicht bewusst ist, dass man gegen Zustände die man nicht akzeptieren will, kämpfen kann.
Dir von Dir indirekt vorgeschlagene Vogel-Strauss-Methode (Meine Heimatstadt benennt Ihre Schule nach einem Verbrecher, dann gehe ich halt nach Keppel...) mag ich nicht nachvollziehen. -
#1317
@FFGler (Donnerstag, 23 Oktober 2008 16:24)
Dann antwortet man einfach "Ja, das ist DER Flick. Und was hat das mit meiner Bewerbung zu tun?"
Wenn du dich für dein Zeugnis schämst, tust du mir echt leid. Du hättest ja dafür sorgen können, dass ein anderer Name draufsteht. -
#1316
TW (Donnerstag, 23 Oktober 2008 13:11)
#1316
Unabhängig der exculpierenden Tendenz des zitierten Leserbriefes ist es auch hier bedauerlich, dass eine mittelbare Zeitzeugin - Tochter des Prokuristen der Charlottenhütte - so wenig von ihrem Wissen den Nachgeborenenen zuteil werden lässt. Wie sollen wir denn da anders urteilen als nach Aktenlage ? -
#1315
Tristan S. Geißel (Donnerstag, 23 Oktober 2008 07:01)
In der heutigen SZ ein Leserbrief der bekannten Weidenauer Regionalhistorikerin Waltraud Sch., die schon in Kindheitstagen Flick-Feldforschung betreiben konnte:
"Erwähnen möchte ich noch, dass Herr Flick schon zu dieser Zeit (vor WKI, T.) in Aktien spekulierte ... War das ein Fehler?"
Die Antwort fällt dieser Tage meist recht eindeutig aus, wenn die Rede auf Börsenjobber, Zocker kommt!
Beim Lesen des verklärenden Textes (u. a. Flick als Suppenkoch) hörte ich plötzlich den 3. Satz der Geier-Symphonie! Also viel Spaß bei der Lektüre! -
#1314
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 22 Oktober 2008 20:16)
#1311 encore
"... einer Umbenennung,(Sic!) die noch keinesfalls beschlossen ist."
Formal mag das ja stimmen, aber den über die Heimatpresse vermittelten Bekundungen des Bürgermeisters und seiner CDU nach steht doch eine Mehrheit PRO Umbenennung fest. So what? Oder wissen Sie da mehr als ich? -
#1313
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 22 Oktober 2008 18:45)
#1311
Ja, da muss ich mich doch einmal ganz doll entschuldigen.
Wie konnte ich als in Kreuztal nur Geborener, seit Jahrzehnten dort zwar regelmäßig, aber doch nur als Besucher Auftauchender, es geschehen lassen, diesen Unruhestiftern, Nestbeschmutzern, das Gute im Menschen Flick völlig verkennenden Heimatverrätern so auf den Leim zu gehen?
Hätte ich nur auf Herrn Müller (CDU) gehört: Nie wieder eine Debatte! Mir in Kreuztal brauchen keine kontroverse Diskussion, keine Überprüfung früherer Entscheidungen im neuen Lichte, mir san schon a Demokratie!
Und die arme Schule! Nicht auszudenken, dass da eine breite, UNAUFGEREGTE Diskussion über einen neuen Namen stattfinden könnte! Schule und Demokatie, Meinungsstreit? Die Erziehung mündiger Bürger? Gott bewahre! Heute ist doch nicht (Wahl-) Sonntag!
Ich werde Buße tun und nur noch im Lodenmantel am Stock gehen, verdammt zu Butterbroten, aber selbst geschmierten! -
#1312
FFGler (Mittwoch, 22 Oktober 2008 17:08)
Lieber Anonymus,
zu Deinem Text gewordenem Schmonzens möchte ich noch einmal anmerken, dass ich in Berlin des öfteren auf den Namen in meinem Abiturzeugnis angesprochen worden bin. Sei es bei Bewerbungsgesprächen oder an der Uni, wenn man seine Sprachkenntnisse via Zeugnis nachweisen muss.
Ich zitiere hier einfach mal auds meinem Beitrag vom 21.04. 08
"Der Geschichtsunterricht war natürlich immer auf höchstem Niveau... Ich persönlich schäme mich trotzdem immer wieder wenn ich mich mit meinem Abiturzeugnis irgendwo bewerben muss.
Als die Diskussion um Mick Flicks Kunstsammlung ein Thema war, kannte jeder hier in Berlin den Kontext. O-Ton bei einem Bewerbungsgespräch: "Ist das DER Flick?"
Was soll man da entgegnen?"
Niemand mag den Namensbefürworten eine rechtsextreme Gesinnung (ich nehme an das meintest Du, als Du "rechte Gesinnung" schriebst; oder hast Du was gegen die CDU?) unterstellen. Allerding lassen sich die Äusserungen eines Herrn Irle wahlweise nur als Idiotie, Ignoranz, Unkenntnis oder eben auch als extrem starke Verharmlosung von Naziverbrechen bezeichen.
Da versklavt jemand 60000 Leute, 10000 davon verrecken und ein kleiner Provinzpolitiker spricht von "guter Behandlung und Entlohnung.
Meiner Meinung nach spielt Irle hier eine Liga unter der Ausschwitzlüge! Nicht tragbar der Mann....
Lieber Anonymusm, allein die Tatsache, dass Du Dich als Befürworter hier frei äussern kannst, sollte Dir doch schon klarmachen, dass hier ein Dialog angestossen wurde. Eben diesen Dialog führen wir beide jetzt beispielsweise. -
#1311
Anonymus (Mittwoch, 22 Oktober 2008 16:23)
Zum aktuellen Beitag auf der Startseite:
Die Bürgerinitiative wollte keine Diskussion anstoßen, sondern hatte eindeutig zum Ziel die Schule umzubenennen. Auf Unverständnis stößt die Namensgebeung in und außerhalb Kreuztals erst seit diese keineswegs sachlich geführte Kampagne in den Medien breitgetreten wurde. Bis dahin hat es keinen Menschen interessiert wie eine Schule in einem kleinen Ort irgendwo in Deutschland heißt. Und auch jetzt ist es nicht so, daß die Meinung der BI von allen geteilt wird.
Was der Stadt Kreuztal und der Schule geschadet hat ist also keineswegs der Schulname, sondern viel mehr diese BI und die gepriesene "Diskussion".
Gerne wurden in dieser Debatte Namensbefürwortern eine rechte Gesinnung nachgesagt, was ebenfalls falsch ist.
Glaubt man dieser Debatte, stellt man auch fest, dass die Wahrnehmung im In- und Ausland der Schule NICHT positiv ist, sondern auch hier eindeutig rechte Tendenzen festzustellen sind.
Darüber hinaus wird nun wieder einmal deutlich, dass Friedrich Flick hier insgesamt einfach als ein durch und durch schlechter Mensch dargestellt wird, dessen ganzen Leben scheinbar aus Unrecht und Verbrechen bestanden hat, was nachweislich nicht wahr ist!
Auch in Zukunft will man Kreuztal und die Schule nicht zur Ruhe kommen lassen, sondern eine Endlosdiskussion führen. Unabhängig von einer Umbenennung die noch keinesfalls beschlossen ist. -
#1310
Hans-Walter Klein (Dienstag, 21 Oktober 2008 23:21)
Liebe Lisa,
Patrick hat die Bitten vorweg genommen.
Vorab schon einmal Glückwunsch zum Deutschlehrer und Grüße an den unbekannten Kollegen/die Kollegin.
Na ja, "muss" - So ist halt Schule! Aber zu diesem Thema ist's auch "dürfen".
Das können die ehemaligen FFGler bestimmt bestätigen! Da muss es Zeiten gegeben haben, ...! -
#1309
Patrick Fick (Dienstag, 21 Oktober 2008 22:27)
Liebe Lisa,
du "darfst" in Deutsch eine Erörterung schreiben :-)
Mail doch bitte mal für welche Schule und wenn Du magst auch den Text, den Du geschrieben hast: mail@flick-ist-kein-vorbild.de
Beste Grüße und Danke -
#1308
Lisa (Dienstag, 21 Oktober 2008 20:32)
Ich muss in Deutsch eine Erörterung über dieses Thema schreiben und diese Seite ist echt bemerkenswert, wie sie nicht nur die Menschen aufklärt sondern auch wachrüttelt. Macht weiter so! :-)
-
#1307
Sascha (Dienstag, 21 Oktober 2008 08:21)
Bemerkenswert! Schaue seit längerer Zeit heute noch einmal auf diese Seite und stelle fest, dass nun sogar die CDU für eine Umbenennung stimmt (jedenfalls teilweise). Was ist da passiert? Bin beeindruckt, dass Sachlichkeit und nicht zuletzt wissenschaftlich fundierte Erkenntnis dazu führen werden, dass meine ehemalige "Penne" nun endlich einen anderen Namen (oder notfalls keinen) bekommt. Dazu können wir uns ja aller nur beglückwünschen.
-
#1306
TW (Dienstag, 21 Oktober 2008 07:26)
Die Siegener Zeitung brachte gestern erneut 2 Leserbriefe zum Thema. Jetzt halten die Medien die Kampagne in Gang.
-
#1305
Hans-Walter Klein (Sonntag, 19 Oktober 2008 18:30)
WDR 3 Buchrezension
Aus der Sendung Passagen vom 17.10.08: Volker Braun - 'Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer'
Podcast über:
http://www.wdr.de/radio/home/podcasts/wdr3_podcast.phtml
-
#1304
Allons (Sonntag, 19 Oktober 2008 11:56)
Literaturtip: Volker Braun, Machwerk oder Das Schichtbuch des Flick von Lauchhammer, Suhrkamp Verlag : Frankfurt a. M. 2008, 223 S., € 1980
Es handelt sich um ein Buch im Genre des Schelmenromans. Der Held ist ein Gegenentwurf zu dem hier verhandelten Flick. Ein Arbeitsloser des beginnenden 21. Jahrhunderts, der so seine Erfahrungen und sich so seine Gedanken macht. Die Lauchhammer-Werke, die "unserem" Flick gehörten, kommen auch drin vor. Der Gegen-Flick betritt sie durch einen Gully: Abstieg in die Hölle.
"Im sächsischen Lauchhammer-Werk arbeiteten zeitweilig 950 KZ-Häftlinge, permanent von der SS überwacht, 12 Stunden am Tag. Ihre Tagesverpflegung bestand aus 250 Gramm Brot, 5 Gramm Fett und einem halben Liter Suppe." (Thomas Ramge, Die Flicks, Frankfurt a. M. 2008, S. 129)
Übrigens ließe sich leicht aus den Beiträgen bekannter Schriftsteller ein Flick-Lesebuch zusammenzustellen. Flick ist nicht erst mit den Diskussionen um die sog. Flick-Collection zu einem Kulturthema geworden. Seit Jahrzehnten ist er eine eingeführte Gestalt in der Hochliteratur.
Gerade geht mir durch den Kopf, daß die Benennung der Schule nach einem symbolischen Arbeitslosen - als leider verhindertem Leistungsträger ein Typus auch dieser Zeit - vielleicht nicht so schlecht wäre. "Flick-von-Lauchhammer-Schule" würde die Umstellung erleichtern, die Literatur ehren und müßte eigentlich als Anerkennung von Leistungsbereitschaft jedem Leistungsträger sehr entgegenkommen. Oder?
-
#1303
Rita Beims (Freitag, 17 Oktober 2008 16:44)
Ich fiebere der Ratssitzung im November entgegen und hoffe, dass die Schule dann endlich den schrecklichen Namen Friedrich Flick los ist! Meine Gründe dafür habe ich hier schon öfters genannt. Für den Übergang sollte man die Schule ruhig Städtische Schule nennen um Schülern und Lehrern genügend Zeit zu geben für ihre Schule einen
geeigneten guten Namen zu suchen. Ich wünsche allen viel Glück dazu.
MfG Rita Beims -
#1302
-FA (Freitag, 17 Oktober 2008 16:01)
Na ja, Flicko, der alte Wirtschaftskapitän und Kriegsverbrecher von Format stand ja, als er aus dem Knast kam auch nicht wie die anderen, nicht so großen Deutschen 1948 mit 60 Mark da.
Was ist so absonderlich daran zu hinterfragen, wer dieser Flick eigentlich war? 10000 tote Arbeiter sind für mich schon ein guter Grund nicht stolz drauf zu sein auf dieser Schule gewesen zu sein.
Mit gesundem Menschenverstand für eine Umbenennung der Schule. -
#1301
FA (Freitag, 17 Oktober 2008 14:33)
Friedrich Flick einer der großen Deutschen, die das deutsche Wirtschaftswunder mit eingeleitet haben,
einer der Männer ohne den, die meisten Gymnasiasten in eurem Ort und auch vielen anderen, kaum die Möglichkeit gehabt hätten auf ein Gymnasium zu gehen und ihr verpönnt diesen Namen
Man sieht wieder, wir leben in einer Zeit die von Absonderlichkeiten nur so trotz!
Es sollte Meinung eines jeden Schüler des FFG sein, dass es eine Ehre für sich und seine Schule ist, den Namen eines großen deutschen Industriellen wir Friedrich Flick zu tragen
Mit aller Macht gegen eine Umbenennung der Schule -
#1300
@neuer Name (Freitag, 17 Oktober 2008 11:26)
@neuer Name
Na ja, das liest sich seltsam. Auf einer Seite nennen Sie eine Personengruppe, die gegen die Nazis gekämpft hat, bzw. von diesen umgebracht wurde. Denen gegenüber Stellen Sie den Namenspatron, der fleissig mitgemacht hat im 3. Reich.
Und nun fordern Sie einen neutralen Namen? Kreuztal: Doch eine braune Stadt?
@Ehemaliger
Sie stehen nicht mehr zu Ihrer Meinung, weil Sie jetzt "allein" dastehen? Ihr Flick scheint der Patron aller Mitläufer zu sein...
5 Jahre und kein Mensch spricht mehr vom Flick; zumal Schüler sich nach einer Umbenennung erstmals fragen werden, wer dieser Flick eigentlich ist. -
#1299
Neuer Name (Freitag, 17 Oktober 2008 09:54)
Wieso sollte die Schule nach den Geschwistern Scholl, Anne Frank usw. benannt werden? Welchen Bezug haben solche Personen zur Schule?
Wenn schon ein neuer Name, was meiner Meinung nach eh falsch ist, dann bitte einen neutralen. Und im Alltag wird es sowieso immer das FFG bleiben! -
#1298
Tristan S. Geißel (Freitag, 17 Oktober 2008 08:43)
Leserbrief in der heutigen SZ; Die Probleme mancher Flick-Verhafteter aus der Sicht einer Psychologin und Lehrerstochter.
Lesetipp nicht nur für Flick-Apologeten aus der Schulleiterreihe oder Christenunion. -
#1297
Ehemaliger (Donnerstag, 16 Oktober 2008 21:55)
Das FFG ist eine einzigartige und wunderbare Schule. Deshalb darf es keinen Namen wie "Geschwister-Scholl-Gymnasium" bekommen... wie viele gibt es davon in Deutschland?? Mit "Städtisches Gymnasium Kreuztal" könnte ich mich ja noch abfinden.
Für mich wird das FFG allerdings immer das FFG bleiben.
Meinen Namen nenne ich übrigens nicht mehr (zu Beginn der Debatte habe ich ihn mal genannt), weil man ja jetzt mit dieser Meinung ziemlich alleine steht. -
#1296
Junge (Donnerstag, 16 Oktober 2008 21:00)
Wenn die Schule in "Stätisches Gymnasium Kreuztal" umbenannt wird, wäre dies ein Armutszeugnis für Kreuztal!
Es wäre eine Trotzreaktion.
Wenn schon nicht Flick, dann gar kein Name.
Wenn man keinen Namen mit politischer Dimension wählen will, mag ich das zwar verstehen; allerdings verstehe ich nicht wieso die bisherigen Jahre dann der Name Flick angeblich eine Auseinadersetzung mit der Geschichte gefördert haben soll.
Gebt der Schule einen neuen Namen! Traut Euch!
Wieso muss in einem Aufwasch die Umbenennung beschlossen werden und gleich ein neuer Name festgeschrieben werden? Wäre es nicht fair erst einmal zu entscheiden, ob die Schule umbenannt wird, um dann einen guten, neuen Namen unter der Bereiligung der Bürger (!) zu finden. Kinder interessieren sich nicht für Parteipolitik, aber sie haben eine Schule verdient, mit der sie sich in jeder Hinsicht identifizieren können. Eine namenlose Schule, würde nur dazu führen, dass sie im Alltag immer noch als das "Flick" bezeichnet würde.
Eine wirkliche Aufarbeitung der Kreuztaler Verhältnisse würde also immer noch nicht gefördert.
Oder will man nur wieder Ruhe einkehren lassen?
Hoffen wir also erst einmal, dass die Schule diesen schrecklichen Signifikanten verliert. Danach sollte man in aller Ruhe einen schönen, guten und vor allem würdigen Namen finden. -
#1295
Arne Erdmann (Donnerstag, 16 Oktober 2008 15:07)
Sehr geehrter Herr Steuhl,
Sie haben völlig recht: Es ist auch mir recht unbehaglich dabei, dass der Name "Städtisches Gymnasium" so gar nicht als Stolperstein zur Auseinandersetzung mit den Gräueln des Naziregimes und Flicks Rolle darin reizt.
Auf der anderen Seite reizt mich persönlich der Name "Friedrich Flick Gymnasium" vor allem dazu, über die Integrität der Verantwortlichen in der Stadt Kreuztal in Zweifel zu geraten, und erst in zweiter Linie bringt er mich dazu, über die Nazi-Vergangenheit nachzudenken.
Sie werden mir wohl zustimmen: Schulen werden nach Menschen benannt, an die wir uns erinnern wollen.
Daher werden Schulen nach Hans und Sophie Scholl, die wegen Widerstands von den Nazis ermordet wurden, nach Janusz Korczak, der wegen seiner Mitmenschlichkeit und Güte von den Nazis ermordet wurde, und nach Anne Frank, die dem rassistischen Wahn ihrer Mörder zum Opfer fiel, benannt. Es ist mir keine Schule bekannt, die den Namen „Adolf Eichmann Gymnasium“ trägt, um an die Folter und Ermordung, für die er verantwortlich war, zu erinnern. Dies wäre auch ein denkbar schlechtes Mittel dazu.
Daher plädiere ich dafür, die Schule nach jemandem zu benennen, der sich in der Nazizeit durch Mut und Menschlichkeit und nicht, wie Friedrich Flick, durch seinen Opportunismus ausgezeichnet hat. Damit wäre dem Gedenken an die Opfer von Zwangsarbeit, Krieg und Massenmord mehr gedient als mit dem Namen „Städtisches Gymnasium“, der seinen Zweck, nämlich möglichst Gras über diese unangenehme Sache wachsen zu lassen, gleich mit ausspricht.
Mit freundlichen Grüßen,
Arne Erdmann
-
#1294
@Hermann Steuhl (Donnerstag, 16 Oktober 2008)
Sehr geehrter Herr Steuel,
auch wenn ich Ihre Meinung nicht teile, danke ich für Ihren differenzierten Beitrag.
Allerdings glaube ih nicht, dass eine angenommene Schweigende Mehrheit zu beachten ist. Es verhält sich hier wie bei den Nichtwählern. Wer schweigt, hat seine Stimmer vertan. Nur wer spricht, kann gehört werden. Wer sich nicht einbringt, wird nicht berücksichtigt.
Stein des Anstosses wäre das Gymnasium unter neuem Namen auch.
Zumindest, wenn auf dem Schulcampus ein Ort der Information geschaffen würde, den es momentan nicht gibt.
Kann mich noch an einen 9. Klässler erinnern, der zu Heilmannzeiten das Flik besuchte und glaubte, das Flickporträt vorm Lehrerzimmer würde den ersten Direktor der Schule zeigen. Das schmeichelt jetzt wahrscheilich dem GEschichts- und Theolgiepragmatisten Schweitzer, zeigt aber vor alle, dass ein Anstoss nie stattgefunden hat.
Umbenennen! -
#1293
Hermann Steuhl (Donnerstag, 16 Oktober 2008 12:50)
Friedrich Flick wurde in Kreuztal geboren. Er hat bis in seine späten Jahre Kontakt zu seinen Lebenswurzeln hier in Kreuztal gehalten. Ich sehe noch das Bild vor mir, wie der hagere, hochgewachsene Mann, mit einem langen Lodenmantel bekleidet, die Ernsdorfstraße heraufschritt. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie Friedrich Flick bei seinen Spaziergängen mit Menschen aus der gemeinsamen Jugendzeit ein Schwätzchen hielt.
Die Höhe und die Zweckbestimmung seiner Zuwendungen geben keinen Hinweis darauf, daß Friedrich Flick damit eine Art Namenswäsche beabsichtigte. Soweit mir bekannt ist, verknüpfte Friedrich Flick auch nicht die Bedingung der Namensgebung mit seiner Spende. Aber In Kreuztal gäbe es ohne die finanzielle Unterstützung Friedrich Flicks heute wahrscheinlich kein Gymnasium. Auch schon 1969 gab es fast unüberwindliche Schwierigkeiten bei der Finanzierung solch ehrgeiziger Projekte. Wenn sich die damaligen Entscheidungsträger aus Dankbarkeit für die Spende entschlossen, deshalb dem Gymnasium den Namen des großzügigen Spenders zu geben, sollte diese Entscheidung auch von späteren Generationen respektiert werdcn.
Mein zweiter Aspekt bezieht sich auf meine –zugegeben unmaßgebliche- zeitgeschichtliche Wertung.
Im Verlauf der aktuellen Diskussion versucht der eine oder andere die persönliche Schuld bzw. die Vergehen des Namensgebers im Dritten Reich abzustreiten oder zu relativieren. Aber weder das eine noch das andere hilft aus dem Dilemma heraus. Die schrecklichen Gräuel im Dritten Reich sind nicht mehr rückgängig zu machen. In der Vita Friedrich Flicks gibt es jedoch noch eine Zeit vor und nach dem Dritten Reich.
Erfolg versprechende, skrupellose Finanzmanipulationen sind bis heute weltweit an der Tagesordnung. Für die mehrheitliche Öffentlichkeit ist letztlich der Erfolg entscheidend. Was unterm Strich bleibt, erfährt Anerkennung oder das Gegenteil davon. Die moralische Bewertung der vom jeweiligen Aktivisten gewählten Vorgehensweise ist dabei nur von sekundärer Bedeutung. Die wirtschaftlichen Erfolge des Finanzgenies Friedrich Flick erfahren in Fachkreisen bis heute allerhöchste Anerkennung.
Der Name „Friedrich-Flick-Gymnasium“ sollte Stein des Anstoßes (Stolperstein) sein und bleiben. Beim Nachdenken über das Für und Wider der Namensgebung und die Vorbildfunktion eines Friedrich Flick sollte sich jeder einzelne für Recht oder Unrecht entscheiden. Unter Berücksichtigung der hier dargestellten Aspekte kann man meines Erachtens zu sich widersprechenden Meinungen kommen.
Die Befürworter der Namensänderung sind sehr aktiv in der Öffentlichkeit! Was aber denkt die „schweigende Mehrheit“? Wird es eine Namensänderung geben, nur weil die schweigende Mehrheit einfach Ruhe haben will und der ständigen Auseinandersetzung überdrüssig ist?
-
#1292
Auch Ehemaliger (Mittwoch, 15 Oktober 2008 22:23)
Weiß vielleicht oder Kaletsch.
Ne, solang die Schule sich nicht rührt wirds wohl beim Vorschlag unseres Bürgermeisters bleiben: städt. Gymnasium
-
#1291
Ehemaliger (Mittwoch, 15 Oktober 2008 20:33)
Weiß man denn eigentlich schon den neuen Namen?
-
#1290
Rob_HBS (Mittwoch, 15 Oktober 2008 12:09)
es ist schon traurig, dass ein gymnasium nach so langer zeit immer noch den namen eines verurteilten kriegsverbrechers trägt und man ein unglaublich bürokratisches hickhack mit ansehen muss... für mich ist das mal wieder ein beispiel für die katastrophale vergangenheitsbewältigung im äußersten westen deutschlands.
ein trauerspiel was hoffentlich bald vorbei ist wenn die schule umbenannt wird!
PS: wer weiß, wer immer noch alles ehrenbürger von kreuztal ist... -
#1289
Schweiz (Mittwoch, 15 Oktober 2008 11:55)
Schweitzers Saulus/Paulus-Vergleich passt überhaupt nicht auf Flick. Ich empfinde eine solche Äusserung von einem meiner ehemaligen Lehrer sogar extrem verwerflich.
In der Bibel wird aus dem Christenverfolger Saulus der Apostel Paulus.
Auf Flick angewendet würde das bedeuten, dass aus dem Sklavenhalter Flick ein Streiter für diese MEnschen hätte werden müssen. Zumindest hätte er sich seine Schuld eingestehen müssen und eine Entschädigung zahlen müssen. Wie wir alle wissen ist ja genau das Gegenteil geschehen.
Mit ein paar Zuwendungen an seine Geburtsdorf ist eine solche Wandlung nicht zu erreichen.
Überspitzt gesagt: Ich vernichte die Einwohner von Osthelden und spende der Ferndorfer Kirche eine Orgel und alles ist in Ordnung! Pfui Herr Schweitzer! -
#1288
TW (Mittwoch, 15 Oktober 2008 08:18)
Gestern in der Westfälischen Rundschau ein Lerserinnenbrief pro Umbenennung, heute in der Siegener Zeitung einer contra Umbenennung.
Zum letzteren: Ich persönlich finde es ja eigentlich erfreulich, dass die Kriegserlebnisgeneration nun so rege an der Diskussion teilnimmt. Aber den nachfolgenden Generationen vorzuwerfen, dass diese die Lücken, die das viel zu lange Schweigen der Erlebnisgenration gerissen hat, mit "angelesenem" Wissen - i. d. R. aus zeitgenössischen Akten - füllt, ist dreist.
Die immer wieder kehrenden religiösen Konnotationen - Vergebung, Saulus/Paulus - halte ich für bedenklich. Hat FF jemals seine Schuld bekannt? War sein Verhalten in Bezug auf seine immense Schuld gegenüber den Zehntausenden Zwangsarbeitern christlich ? Dann hätte nach meinem Dafürhalten ein solches Christentum ein großes Problem.
Letztlich taucht, immer wieder, die Forderung auf, dass die "Moralisten" (oder auch Schlimmeres - ich warte noch auf den Terroristenvorwurf) das Geld bitte zurückzahlen sollen. U. Opfermann hat schon bei der Buchvorstellung darauf hingewiesen, dass den Geldgeschenken an Kreuztal und dessen Vereine eine durchaus messbare Gegenleistung gegenübersteht. Die Leserbriefe, die gegen die Umbenennung erschienen und erscheinen, sprechen eine beredte Sprache (Wes Brot ich ess, ..... - auch eine Moral) -
#1287
ND (Dienstag, 14 Oktober 2008 18:07)
Ja, stimmt schon. Aber ich finde es blöd, wenn man 4 Artikel zum Thema liest und auf dieser Basis dann einen eigenen schreibt.
Aber besser, als wenn gar nicht über die Umbenennung berichtet würde. -
#1286
Thilo Schmidt (Dienstag, 14 Oktober 2008 16:53)
Lieber Anonymus,
eine kleine Anmerkung zu deiner Beurteilung des Journalismus in Bezug auf Kreuztal und das Flick-Gymnasium: Es gab bisher nicht eine einzige Agenturmeldung der wichtigen Nachrichtenagenturen (dpa, ap, afp, epd, Reuters) zum Thema. Das weiß ich, da ich als Journalist selbst Zugang zu den Agenturen habe.
Der Irrtum mit Baden-Württemberg bleibt natürlich ein Irrtum. Ansonsten gilt: Sämtliche Journalisten, die aus Kreuztal berichteten, haben also eigenständige journalistische Werke ohne Agenturmaterial verfasst, ob sie nun da waren (viele waren da) oder auch nicht (kann man auch machen). -
#1285
ND (Dienstag, 14 Oktober 2008 14:56)
Da geht der Journalismus hin... nur noch Agenturmeldungen ab/umschreiben. Auf keinen Fall selbst einen Reporter entsenden.
Dann wird Kreuztal auch schon mal ein gutes Stück nach Süden verlegt, wie dieser Artikel aus dem ND demonstriert:
"Im Namensstreit um das Kreuztaler »Friedrich-Flick-Gymnasium« ist Bewegung gekommen. Voraussichtlich am 6. November wird der Stadtrat der baden-württembergischen Kleinstadt über den Namen abstimmen" -
#1284
Repper Werner S. Geißel (Montag, 13 Oktober 2008 21:37)
Laut Telefonbuch gibt es in der angegebenen Köpfchen (Wie das denn???))strasse auch einen Werner Junior. Das wird der Jugendbeauftragte der Si-Wi-Reps sein. Nun gut, dass Photo auf deren Heimatseite zeigt einen nicht mehr ganz so jugendlichen Schnauzbartträger.
"Lustig" finde ich es, dass ein solcher Scheißdreck von diesen Gutdeutschen wieder ohne Hemmungen auch in einer, trotz allem Weh und Ach, anständigen Zeitung veröffentlicht wird.
Gutdeutsches Nachtgebet: Lieber Gott, erhalte mir meine Borniertheit und meine Ressentiments - natürlich auf Ganzdeutsch.
Was wohl SaulusPaulus Schweitzer und die anderen Fritzen dazu sagen? Sie werden nicht gleich zu Kreuze kriechen, höchstens welche machen ...
-
#1283
Wer ist Werner Dreute (Montag, 13 Oktober 2008 08:50)
Laut Google-Suche ist Werner Dreute (Leserbrief in der heutigen SZ, siehe #1282):
- 86/87 Jahre alt (Gemeindebrief der Kreuztaler Kirchengemeinde (die mit der Orgel)
- Verantwortlich für die Seite www.politik-des-volkes.de ("wir sind....gegen "Islamisierung und Überfremdung durch Masseneinwanderung")
- und war möglicherweise (Protokoll ohne Adresszuordnung) Beisitzer im Landesvorstand der Republikaner
Vielleicht kann der Dreute (der ja ein Kenner des Mediums Internet zu sein scheint und auf oben genannter Seite ein eigenes Gästebuch leitet) sich hier mal zu Wort melden. Nicht das er zu Unrecht hier in eine "rechte Ecke" gestellt wird
zum Schluss noch Off-Topic ein "Appetizer" (stark gekürzt, Quelle: http://politik-des-volkes.de/505459972e0de6d01/index.html)
"Deutschland, das Land, wo Milch und Honig fließt
So heißt es im Ausland und alle glauben es und viele kommen.
....
Deutschland , das Land, wo die Opfer die Täter sind
Wo die schlaffen Gesetze die Kriminellen fördert
...
Deutschland, das Land, wo Schwule heiraten können
Wo Du als Schwuler Kinder adoptieren kannst
Wo die Schüler immer dümmer und dicker werden
Wo das Dumpfbackenfernsehen Konjunktur hat und der Konsument verblödet
....
Deutschland, das Land, wo es herrliche Landschaften gibt
...
Wo Bier noch nach dem Reinheitsgebot gebraut wird und Wein nicht gepanscht ist
Wo die Tradition zuweilen noch gepflegt wird und es viele Volksfeste gibt
Wo Dörfer und Städte sauber und gepflegt sind
Du, so ist Deutschland, da wollte ich eigentlich bleiben." (an den Autoren: Nein, bitte geh!)
-
#1282
Hans-Walter Klein (Montag, 13 Oktober 2008 06:57)
In der heutigen SiZ ist ein aufschlussreicher Leserbrief von WERNER Dreute erschienen.
Stichwort: Schuldkult!
Mehr muss nicht gesagt werden.
Einen schönen Wochenanfang! -
#1281
Hans-Walter Klein (Freitag, 10 Oktober 2008 11:31)
#1278
Den aufschlussreichen Artikel in der rechten (Sic!) oberen Ecke hatte ich doch fast übersehen!
Man fühlt sich wie zu Ostern! So viel(e) Eier(n)!
#1280
Radieschen, jawohl! Aber BIO - mit vielen dunklen Flecken!
@ Schwarze Seele: Dies ist nicht als Angriff auf die Grünen zu verstehen! ;-) -
#1280
Tristan S. (Freitag, 10 Oktober 2008 11:08)
Auch ohne abschließende formale Abstimmung kann wohl gesagt werden, dass ich davon ausgehe, dass dies keine nachträgliche Verurteilung der EsPeDe ist oder ihr Name als Bürde empfunden wird, auch um den Preis, den ich später zurück zahlen würde.
Würde? (Selbst-)Achtung?
Radieschen!!! -
#1279
Tristan S. (Freitag, 10 Oktober 2008 10:42)
Ich meinte die "Tante vom Obergraben". Passt aber auch so!
-
#1278
TW (Freitag, 10 Oktober 2008 06:56)
@ Tristan S.: Heute äussert sich die "Tante" in der Siegener Zeitung. Nach dem Motto: nur ja keine(n) Wählenden vergrätzen.
-
#1277
Joachim Witt (Donnerstag, 09 Oktober 2008 23:13)
Hey, hey, hey, ich war der goldene Reiter.
Hey. hey hey, ich bin ein Kind dieser Stadt.
Hey, hey, hey, ich war so hoch auf der Leiter.
Doch dann fiel ich ab!
Ja, dann fiel ich ab!
-
#1276
Tristan S. (Donnerstag, 09 Oktober 2008 21:59)
Schon wieder auf die Grünen! Nun gut, wenn man keine Argumente in der Sache hat!
Dabei gäbe es in den Reihen der "Schwarzen" doch wahrlich genug zu tun. Man könnte eine HIAG gründen für "in die braune Ecke gestellte" Lokalunionisten oder "Moralapostel". Ob man deren verquerer Moral allerdings aufhelfen kann, wage ich zu bezweifeln.
Besonders witzig finde ich, dass man, edel und ganz verfassungskonform, auf Fraktionszwang verzichten will: Der Abgeordnete ist nur seinem Gewissen verpflichtet! Da wird in Kreuztal Demokratiegeschichte geschrieben!
Hoffentlich wird der Brief an die Christenunionsmitglieder auch bald hier veröffentlicht. Es ist mir ein Anliegen, die in der SZ zitierte abschliessende Schlusspunktmentalitätsbekundung im Original zu lesen. Das hätten sie gerne: Erst ein "Nie wieder eine Diskussion!" und dann schnell durch und Ruhe ist. Und die "Diebe" waren natürlich die anderen.
Und dann doch wieder einmal die Frage: Was sagt die EsPeDe dazu? Da sind vielleicht alle in Urlaub, aber schon seit geraumer Zeit. Oder werden die in den lokalen Medien totgeschwiegen? Man ist da ja etwas verunsichert worden durch das lange Schweigen der "Tante", die bestimmt nur abwartete bis der Postbote überall geklingelt hatte.
Und auch hier noch einmal: Danke an die Initiatoren dieser Nestbereinigungskampagne! -
#1275
nochamol die schwarze Seele (Donnerstag, 09 Oktober 2008 20:35)
@ Die Verfasser dieser Seite:
Könnten sie nachdem die Sache mit der Namensgebung scheinbar durchgestanden ist, eine ähnliche Kampagne gegen die Mülltrennung starten?? Ist ja genauso sinnlos alles zu trennen wenn es hinter eh wieder auf das gleiche Feuer gekippt wird...
Vielen Dank schonmal im vorraus,
Ihre Schwarze Seele -
#1274
Schwarze Seele (Donnerstag, 09 Oktober 2008 20:32)
haha jetzt haben die grünen endlich mal was vorzuweisen...,
in den letzten Jahren haben sie ja nur schwachsinnige Windmühlen in die Natur gesetzt.
Aber ist ja auch logisch das die Grünen Ökus nie etwas zustanden bringen, wenn schon der halbe Arbeitstag damit vertan ist, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu gaukeln..
Schwarze Seele -
#1273
Junge (Donnerstag, 09 Oktober 2008 13:27)
@@Junge
Wie auch immer; aber der Name "städtisches Gymnasium" taugt nichts. Muss ja nichts politisches sein, aber so ein phantasieloses Gebäude darf nicht auch noch einen phantasielosen Name tragen. Schade, dass es die Kindelsbergschule schon gibt.
Ich bin für "Deuker Gymnasium Kreuztal", schon damit die Ferndorfer zufrieden sind... ;-) -
#1272
@Junge (Donnerstag, 09 Oktober 2008 13:18)
Das tut Sie ja auch, es war die CDU die den Skandal aufgegriffen hat, dass ein humanistisches Gymnasium immer noch nach dem Nicht-Vorbild Flick benannt ist. Es war die CDU die seit jeher für eine Umbenennung gestritten hat. Seit an seit übrigens mit ihrem Mitglied und damaligen Schulleiter Schweitzer, der schon in seiner aktiven Zeit massiv für eine Umbenennung war. Wer das Gegenteil behauptet ist ein linker Lump und versucht sich in Geschichtsfälschung! ;-)
-
#1271
Kof (Donnerstag, 09 Oktober 2008 13:09)
Hey
-
#1270
junge (Donnerstag, 09 Oktober 2008 11:16)
Wow, der Artikel in der Siegener liest sich, als würde die CDU im Alleingang diesen Missstand beseitigen... Wer schreibt denn so was?
-
#1269
Hans-Walter Klein (Donnerstag, 09 Oktober 2008 07:30)
GUTEN RUF (Sic!) STÄRKEN
GUTEN MORGEN!
-
#1268
TW (Donnerstag, 09 Oktober 2008 07:05)
Heute meldet auch die Siegener Zeitung den Bewußtseinswandel in der KReuztaler CDU. Bezeichnend ist, dass der deutlichste Kritiker - Werner Müller - der Umbenennung in Urlaub ist, so dass dieser sich nicht äußern kann. Ein Schelm, wer "Böses" dabei denkt .....
-
#1267
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 08 Oktober 2008 09:52)
#1264
Der Flick-Buddy Weiß hat doch seine erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit anscheinend erst nach 1945 begonnen! Jedenfalls kann man das der unter seinem Portrait im Krankenhaus angebrachten Tafel entnehmen. Vor 1945 war allenfalls seine Geburt!
Es gibt in der Tat noch mehr zu tun!
(Ein Plakat zur Buchvorstellung in der Weißen Villa wurde übrigens nicht aufgehangen!) -
#1266
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 08 Oktober 2008 09:43)
TV-TIPP für heute:
Der Mann hinter Adenauer - Über die NS-Vergangenheit der "rechten (SIC!) Hand" des ersten BRD-Bundeskanzlers arte 21:50 - 22:45
Das könnte Nachhilfe sein für das Verständnis des politisch-moralischen Klimas im Lande zu Zeiten des erneuten(?) "wundersamen" Aufstiegs des "großen Sohnes" der Stadt.
Tageslosung für die konservativen Noch-Flick-Fans: Tempora mutantur, nos in iis mutamur!
@Allenbach: Stimmt der Spruch so? -
#1265
Berliner Morgenpost (Dienstag, 07 Oktober 2008 17:51)
VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG,
Historiker sprechen Flick erneut schuldig
Wie viel Verantwortung für die Politik des Dritten Reiches trägt die deutsche Großindustrie, wie viel Friedrich Flick? Fünf Historiker haben einmal mehr versucht, diese Frage zu beantworten. Ihre Antwort ist 1018 Seiten lang und wiegt so viel wie ein Ziegelstein. Flick kommt dabei, wie nicht anders zu erwarten, nicht gut weg.
Link zum Artikel (oder oben den Link nutzen)
http://www.morgenpost.de/berlin/article755663/Historiker_sprechen_Flick_erneut_schuldig.html -
#1264
weiß, wer? (Dienstag, 07 Oktober 2008 17:36)
Na ja, vielleicht besinnt man sich wirklich.
Schön wäre es, wenn auch die andere nach einem verurteilten Kriegsverbrecher benannte Institution in Kreuztal umbenannt würde.
Das evangelische Krankenhaus ist nach Flicks Handlanger Bernhard Weiß benannt. Auch er wurde in Nürnberg verurteilt.
Zugegeben, ich habe die neue Flickstudie nicht gelesen; kommt Weiß darin vor?
Sollte das FFG umbenannt werden, wäre es ja sehr peinlich, wenn sich die Presse über die Umbenennung berichtend auf das Krankenhaus stürzen könnte. Verstehen würde ich es...
Oben auf den blauen Link klicken um zum entsprechenden Wikipediaeintrag zu gelangen. -
#1263
Erich Schmitt (Dienstag, 07 Oktober 2008 10:47)
Als Frankfurter Bürger rufe ich den Verantwortlichn in Kreuztal zu:
Wenn ihr Euch entscheidet, den Namen Flick in den Müll zu werfen, werden viele Menschen stolz auf Euch sein und achtungsvoll den Hut ziehen. Also: machts es einfach!
Erich Schmitt -
#1262
SaulusPaulus (Montag, 06 Oktober 2008 21:45)
Habe gehört, dass der eigentlich noch recht neue Supermarkt beim Lodenmantel-Gymnasium umbenannt werden soll, falls die Krückstöcke den Namen beibehalten wollen: Aus dem Kaufland soll dann das Gekauftland werden.
-
#1261
Hans-Walter Klein (Sonntag, 05 Oktober 2008 11:30)
Danke, TW, und schönen Sonntag!
Der Brief hat schon die Runde gemacht; wenn's nicht so ernst wäre, könnte man laut lachen.
Darauf näher einzugehen und gar per Leserbrief oder direktem Anschreiben zu antworten, lohnt wirklich nicht.
Ich erinnere mich an einen Spruch, gehört in den 60ern, der Zeit, in der diese Art Leserbriefschreiber und Kommunalpolitiker offensichtlich noch leben: Ein Esel bleibt ein Esel, auch wenn er alt wird.
Jetzt will ich 'mal hoffen, dass das nicht auch auf mich zutrifft. ;-) Aber da gibt es ja die Hoffnung auf die Saulus-Paulus-Verwandlung, auf die Kollege Schweitzer in der Satire-Sendung aufmerksam machen durfte. -
#1260
TW (Sonntag, 05 Oktober 2008 10:23)
In der Siegener Zeitung v. 04.10.2008 findet sich ein Leserbrief von Horst Heimann aus Oberdresselndorf, der auf den Leserbrief von Ekkehard Blume (13.09.2008) unter dem Titel "Flick ist kein Verbrecher" Bezug nimmt.
Mehr ist dazu nicht zu sagen, aber der Vollständigkeit halber sollte er hier wenigstens erwähnt werden. -
#1259
Hans-Walter Klein (Samstag, 04 Oktober 2008 23:15)
#1239
Lichter gehen nicht aus am Kreuztaler Gymnasium! Jetzt auch in der Siegener Zeitung:
http://www.siegener-zeitung.de/nachrichten/aktuell/region/siegen/1/article/95/investition-in-informatik.html
-
#1258
SaulusPaulus (Samstag, 04 Oktober 2008 12:54)
Das waren noch Zeiten:
Pepe der Paukerschreck mit Theotraugott Lingen in der Hauptrolle.
Läuft gerade in der ARD! Kampf wider die linksextremistische Schülerschaft!
Herrlich irre! -
#1257
Tristan S. Geißel (Freitag, 03 Oktober 2008 23:03)
Und jetzt war auch noch China schneller als die "Tante"! ;-)
http://hf.auto.sina.com.cn/html/news/2008922/20089229573390657.shtml
新汽车联盟的第一次大变动
新汽车联盟因巴伐利亚大罢工额外支出92万德国马克。1954年是公司盈利的第一年(大约40万德国马克)。同年,friedrich flick——钢铁巨人eisenwerk-gesellschaft maximilianshütte mbh sulzbach-rosenberg的主要股东——收购了汽车联盟股份公司的部分股权。他几年前就意识到英戈尔斯塔特的这家汽车制造商有一天会需要一个拥有大量资本的合作伙伴。
1957年,flick建议戴姆勒-奔驰公司并购汽车联盟股份公司。那时,他拥有新汽车联盟40%的股份,拥有戴姆勒-奔驰公司25%的股份。他的想法得到了瑞士富豪ernst ghner的支持,他拥有新汽车联盟41%的股份。戴姆勒-奔驰公司接受了此提议。考虑到国外不断增长的竞争压力,戴姆勒-奔驰公司想通过增加产品品种扩大不断萎缩的市场份额。flick还向戴姆勒-奔驰公司暗示了他正在与福特公司进行协商的重要信息。
-
#1256
Hausmeister (Freitag, 03 Oktober 2008 14:27)
"Es gibt sie wirklich, die Ewiggestrigen. Diejenigen die mit unserer Vergangenheit nicht umgehen können und ihre tägliche Selbstgeißelung brauchen."
Wenn der Name weg ist und nichts mehr an den Soziopathen Flick erinnert, dann hat sich was mit geisseln...
Irgendwie erscheint es mir, als wären die Namensbefürworter die wahren Ewiggestrigen: Hier ein Schlag ins Gesicht für die Opfer des "Industriekapitäns von Format", dort ein wenig "Revanchismus" und über alles ein frommer Anstrich á la Schweitzer... fehlt nur noch, dass Traugott Heilmann nach der Umbenennung die Tür der Schule zuknallt, wie er es früher vor jeder Schulstunde tat.
Wenn ich am FFG eins gelernt habe, dann wie man möglichst Selbstgerecht auf eigenes Unvermögen schaut. -
#1255
Tristan S. Geißel (Freitag, 03 Oktober 2008 11:58)
Und was ist mit der Stasi? Die soll es ja heute noch geben, denken manche wirklich - irre, nicht?!
Und am Nationaltag wernere ich mich doch, dass der gute "Ewiggestrig" immer noch die meisten Spnner bei den Grünen verortet. Soll man da nicht rot sehen? -
#1254
Lothar (Freitag, 03 Oktober 2008 09:45)
@Ewiggestrig: Ach Werner, schon so frustriert, dass nur drauf eindreschen hilft? Du bist es doch, der anderen vorwirft die Geschichte nicht zu kenne, sie als Terrorist bezeichnest und sie beschimpfst. Sei nicht traurig, wenn dein Gymnasium bald umbenannt wird, ist doch nur ein Name.
-
#1253
Ewiggestrig (Freitag, 03 Oktober 2008 04:27)
Es gibt sie wirklich, die Ewiggestrigen. Diejenigen die mit unserer Vergangenheit nicht umgehen können und ihre tägliche Selbstgeißelung brauchen.
Alle andern sind dann natürlich ignorant, kennen die Geschichte nicht oder sind Nazis.
Komischerweise kommen diese Spinner mesit von den Grünen.
-
#1252
Hans-Walter Klein (Freitag, 03 Oktober 2008 01:41)
@LEser#1248
Bitte Mailadresse über "Kontakt" schicken.
Oder der Webmaster stellt ihn hier ein.
Ich habe keine Lust, den - bei allem menschlichen Respekt vor dem Schreiber - inhaltlichen Unsinn abzutippen, nicht einmal copy-paste.
Es ist schlichtweg grober Unfug, kompetentes Urteilen über Geschichte ans eigene Erleben binden zu wollen.
Aber vielleicht hat ja die Wildkatze, die das GB angebräunt hat, Lust zu tippen.
Und damit zur politischen Farbenlehre: Was soll immer wieder das Einschlagen auf die Grünen und die, die denen nahe stehen? Die Grüne Partei hat sich im Laufe der Jahre doch nun wirklich als systemimmanent und -stabilisierend erwiesen. Ich sage nur Joseph Martin "Joschka" Fischer!
Zur Erinnerung: Es geht hier um einen skrupellosen Kriegsverbrecher und Industriekapitän!
Schönen Freientag!
-
#1251
Stefan (Donnerstag, 02 Oktober 2008 20:37)
@ Cougar
Zu ihren Verharmlosungen wurde ja schon einiges geschrieben. Aber an dieser Stelle sollte vielleicht auch noch was zu ihrem Geschichts-Emfpinden gesagt sein:
Sie haben Recht, die Bomben auf Hiroshima und Nagasaki sind weit nach der deutschen Kapitulation im Mai 1945 gefallen. Diese Kapitulation war nur nicht automatisch auch das Ende des 2. Weltkrieges. Wenn man dies überhaupt exakt an einem Termin festmachen will, muss man eher die Kapitualtion der Japaner am 16. August 1945 nennen.
Ich finde es jedenfalls immer wieder sehr amüsant, wie manche Leute hier ihre politische Gesinnung nicht so ganz verbergen können. Es geht hier nicht darum, bei der nächsten Wahl das Kreuz bei den Grünen zu machen, sondern um Moral und gesunden Menschenverstand. Und die geht über Parteigrenzen hinaus. Ich kann jedenfalls für Sie nur hoffen, dass Sie niemals einem Krieg ausgesetzt werden, schon garnicht dann als Zwangsarbeiter enden. Sie würden ihre Worte hier bitterst bereuen.
Und ich finde es auch schon sehr anmassend, uns hier unterstellen zu wollen, wir könnten nicht Objektiv sein. Immer die selben Totschlagargumente: "Sie hätten ja damals auch...." bla bla bla! Mag ja sein, dass wir eventuell nicht anders gehandelt hätten, wer hätten aber dann genau die selbe Verantwortung für diese Untaten tragen müssen. Dieses Faktum ist somit 0,0% - Schuldbefreiung für Herrn Flick. Zudem muss ich schon sagen, dass ich es schon sehr derb finde, wenn man unbegrenzten Willen und Durchsetzungsvermögen nur als Positiv empfindet. Alleine diese Punkte machen einen noch nicht zu einem besseren Menschen. Im Gegenteil, so rücksichtslos wie Flick zu seinen eigenen Gunsten mit anderen umgegangen ist, so verwerflich ist es eben zusätzlich. Da muss man Flick garnicht auf das 3. Reich reduzieren, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass Flick nicht als Vorbild taugt. -
#1250
Lodenmantel (Donnerstag, 02 Oktober 2008 19:54)
Ach Mist. Jetzt benennen se das Gymnasium um. Wenn Interbrew dann noch die Krombacher kauft, haben wir in Kreuztal gar nichts mehr worauf wir stolz sein können ;-)
Glückwunsch zur BI. Herr Flick und Hirsch. Auf Sie beide kann man in Kreuztal stolz sein. Ich bin es zumindest! -
#1249
Patrick Fick... (Donnerstag, 02 Oktober 2008 19:47)
...kann es nicht mehr hören, wenn den Namenkritikern vorgeworfen wird, sie wollten sich mit dieser Debatte persönlich profilieren, bereichern oder beabsichtigen damit irgendeine steile Karriere in irgendeiner Organisation hinzulegen (siehe #1244). Wer das ernsthaft unterstellt bzw. glaubt, dies sei möglich, der tut mir leid.
...kann die Ignoranz kaum noch ertragen, wenn man so tut, als habe Friedrich Flick keine andere Wahl gehabt (es war ja Krieg). Es gab Menschen, die auch zu Kriegszeiten anders gehandelt - couragiert gehandelt - haben. Manche haben es mit dem Leben bezahlt, andere nicht. Beispiele aus der deutschen Wirtschaft wurden hier schon genannt Oscar Schindler oder Bertholt Beitz (späterer Generalbevollmächtigter bei Krupp) und sind eigentlich auch allgemein bekannt. Ich erwähne es noch einmal: Man konnte anders handeln! Und: Wenn man das nicht geschafft hat, so hatte man (hier: Flick) nach dem Krieg ausreichend Gelegenheit sein Handlen zu reflektieren, sich zu entschuldigen und ggf. Entschädigung zu leisten. Flick hat weder die Courage gehabt während des Krieges anders zu handeln, noch die menschliche Größe sich nach dem Krieg zu entschuldigen oder seine Opfer zu entschädigen. Er ist friedlich und gefeiert als Milliardär gestorben, während seine ehemaligen Opfer, teilweise noch heute, in Armut (und teilweise mit Folgeschäden der Sklavenarbeit) leben mussten bzw. müssen. Wer das nach 1248 Gästebucheinträgen, einer Veranstaltung und einer tausendseitigen Studie noch nicht verstehen möchte, dem ist nicht mehr zu helfen.
Ein schönes Wochenende! -
#1248
LEser (Donnerstag, 02 Oktober 2008 19:38)
Kann jemand den unten genannten Leserbrief aus der SZ posten?
-
#1247
Kein Flick-Fanboy (Donnerstag, 02 Oktober 2008 19:35)
@Cougar
Hm, hier geht es allerdings ganz konkret um Flick, um sonst nichts.
Sollten Sie gegen Politik der USA vorgehen wollen: Nut zu! Gründen Sie eine BI. Vielleicht unterstütze ich Sie in diesem Fall sogar.
Ich will mir nicht vorstellen, wie ich als Unternehmer reagiert hätte, finde ich ich doch Ihre Fragestellung nach wie vor recht naiv. Man benennt Schulen konkret nach Menschen, die Konkretes geleistet haben.
Wie hätte Flick reagieren können? Es gibt ein populäres Beispiel: So wie Oskar Schindler.
Naiv ist auch wie sie auf die Sklavenarbeiter eingehen. Versklaven ist das eine, denen zu wenig zu fressen geben und in Drecksbaracken verrecken zu lassen das andre.
Das nennt man Vernichtung durch Arbeit.
Es waren übrigens nicht 10.000 Sklaven; dies war die Anzahl der toten Sklaven.
Sie scheinen schlecht informiert zu sein über Ihr Idol.
Ausserdem: Sich Sklaverarbeiter zuweisen zu lassen ist das eine. Ganze Fabriken jüdischer Unternehmer stehlen was anderes.
Wie hätte Sie denn als Unternehmer reagiert wenn Göring zu Ihnen sagt: "Wir haben hier die Hochofenwerke Lübeck AG der jüdischen Familie Hahn für Sie. Den Hahn haben wir vergast." Na ja war ja ne andere Zeit....
Selbstverständlich gibt es auch heute noch die verabscheuungswürdige "politische Landschaftspflege." Allerdings gibt es nichts vergleichbares wie die Nazis heutzutage.
Ich bleib dabei Sie sind ein (naiver) Nihilist. (Ich meine das nicht als Beleidigung, sondern als Bezeichnung für jemanden der jegliche Seins-, Erkenntnis-, Wert- und Gesellschaftsordnung ablehnt.) -
#1246
Cougar (Donnerstag, 02 Oktober 2008 18:55)
Ich verbitte mir die Bezeichnung "Nihilist", sie ist in diesem Zusammenhang nicht angepasst.
Flich unterstütze das NS Regime nur um sich deren Wohlwollen zu sichern. Er erhoffte sich Aufträge etc, durch die er dann, weiter an Macht gewinnen konnte. Gleiches kennen wir heutzutage, ich brauche wohl kein Beispiel anführen jedem sollte zig Fälle bekannt sein, wo man sich durch Zuwendungen, gewisse Vorteile erhofft.
Nun stellen wir uns doch alle mal vor wir seien Unternehmer zur Zeit des 2. Weltkrieges, und man würde uns 10000 Arbeiter vor die Tür stellen und sagen "Die arbeiten jetzt für sie ... umsonst", würden wir wirklich dieses Angebot "mir nichts dir nichs" ablehnen??
Sie brauchen mir hierauf nicht antworten, denken sie sich einfach ihre Meinung, denn das was sie hier schriftlich darauf antworten werden ist in den meinsten Fällen eh nicht die Wahrheit, sondern nur das, was von den anderen erwartet wird.
Und um nochmal zu meiner naiven Haltung zu Krieg zukommen, hätten wir damals den Krieg gewonnen, hätten wir dann heute auch diese Diskussion??
Sonst kann ich mir nicht erklären, wieso niemand wirklich USA ankreidet für die Atombomben, die man, nachdem der Krieg offiziel beendet war, auf Japan hat fallen lassen. Vom einen auf den anderen Moment wurden hunderttausende Menschen leben ausgelöscht..., und das nur als Rache für Pearl Harbor... .
Cheers -
#1245
Kein Flick-Fanboy (Donnerstag, 02 Oktober 2008 18:35)
Hey Cougar,
es geht doch nicht darum, ob wir uns den Krieg vorstellen können.
Es geht neben der Sklavenhaltung, der Arisierung von jüdischem Eigentum und der Vernichtung durch Arbeit darum, dass die Nazis ohne Flick nie Flick nicht hätten werden können, was sie wurden.
Es ist eben Krieg... ein wenig naiv Deine Herangehensweise. 6 Mio ermordete Juden, ein verwüsteter Kontinent, etc. sind Dir langweilig geworden? - Eiskalt ist das.
Ich glaube nicht, dass das Interesse der Menschen nachlässt, was ja auch die internationale und nationale Berichterstattung zeigt.
Ich will Dir keinen Strick drehen, aber wenn ich jetzt ehrgeizig zu Dir nach Hause komme und Dir Dein Haus, Deine Firma, etc wegnehmen, und Dich dann schuften lasse bis Du umfällst, dann geht Dir das Herz auf, oder was?
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, dann imponiert Dir an Flick seine Bereitschaft über Leichen zu gehen.
Nihilist! -
#1244
Cougar (Donnerstag, 02 Oktober 2008 18:11)
Ich finde das der Herr, von dem der Leserbrief vom 1. Oktober stammt, Recht hat.
Wie kann irgendwer von uns eine Situation bewerten die wir nie erlebt haben? Natürlich können wir sagen, das wir uns vorstellen können wie Krieg wirklich ist, aber eigentlich weiß das keiner von uns genau.
Im Berricht von Arte zu dem Apollo Projekt der Amerikaner, sagte ein Franzose über Werner von Braun und seine Beschuldigung, er habe zehntausende Zwangsarbeiter beschäftigt bevor er zu den Amerikanern überging, "Es sei Krieg gewesen, und im Krieg passieren solche Sachen". Menschen handeln in extremen Situationen anders als sie normalerweise handeln würden.
Ich hoffe, das die Personen, die sich durch diese Diskussion um die Namensgebung eine Karriere als Grünen Politiker ausmalen, langsam mal begreifen, das das Thema langsam langweilig wird und das Interesse der Menschen nachlässt.
Zu guter letzt: Mein Vorbild wird Flick immer bleiben, wenn ich an Flick denke, denke ich nicht an die Kriegszeit, sondern an seinen Ergeiz und seine immense Willenskraft, und seine Kraft niemals aufzugeben und immer Richtung Spitze zustreben!! Ein wahres Vorbild!!! (Die jenigen die mir jetzt aus meiner nicht Beachtung seines Lebensabschnittes während der NS Zeit drehen wollen, bitte ich meinen ersten Absatz zu lesen, Danke!)
Erhabene Grüße -
#1243
TW (Mittwoch, 01 Oktober 2008 18:58)
@ Stefan: Danke hatte ich nicht mehr präsent. Müsste aber noch mehr geben, oder ?
-
#1242
Stefan (Mittwoch, 01 Oktober 2008 18:55)
@ TW
Im Kontraste-Beitrag gibt es ja eine ehemalige Zwangsarbeiterin, die interviewt wurde. -
#1241
TW (Mittwoch, 01 Oktober 2008 06:27)
1) Heute findet sich in der Siegener Zeitung wieder ein Leserbrief eines Mitglieds der Kriegserlebnisgeneration (ab 1943 Luftwaffenhelfer und später Soldat), der den NAchgeborenen, Alt-68er und allen Moralisten, abspricht über die Zeit zwischen 33 und 45 zu urteilen. Danke fr die Denkverbote!
2) Mir fehlt ein wenig die Opferperspektive. Gibt es irgendwo Aussagen Flickscher Zwangsarbeiter ? Könnte man diese über die jüngste Aufmerksamkeit in Polen und Weißrussland generieren ? -
#1240
Allons (Dienstag, 30 September 2008 20:33)
@Pressedienst
"Braucht die SPD-Fraktion auch noch Überzeugungshilfen?"
"Überzeugen" läßt sie sich grundsätzlich nur von Rechts. Das gehört zu ihrem festen Traditionsbestand und dürfte auch hier so gelten, wie es vor zwanzig Jahren galt (was sind für die alte Dame schon zwanzig Jahre?). Ob es ihr hilft? Das hat sie mehrheitlich auch damals nicht interessiert. Nicht immer so auf die böse CDU geglotzt ... -
#1239
hier zum Artikel klicken (Dienstag, 30 September 2008 14:23)
Das hier mal zum Thema "Ohne Flick-Stiftung geht in der Kreuztaler Schule das Licht aus"
Flick-Gymnasium erreicht „universitären Standard” : Artikel WR 29.09.
einfach oben für den Link klicken -
#1238
Daniel Kapteina (Dienstag, 30 September 2008 08:47)
Hallo Zusammen,
da sitzt man nichts ahnend in München beim Frühstück, als meine Frau sagt: "Ist das nicht deine Schule?"
Jup ... is sie.
Freue mich, dass unsere Arbeit von Damals (meine Güte ist das lange her!) wieder aufgegriffen worden ist und hoffe, dass sie nun von Erfolg gekrönt ist und der Name endlich geändert wird.
Es grüsst euch ein gerade 43 Prozent glücklicher Preuße in Bayern ;-)
Daniel
-
#1237
Hans-Walter Klein (Dienstag, 30 September 2008 07:34)
A boy namED Sue muss es lauten, Herr Lehrer!
Zu TW: Auch Werner Irles Brief ist mit etwa zwei Wochen Verspätung veröffentlicht worden.
Es ist schon irritierend. Ich hoffe ja immer noch auf eine plausible Erklärung, von mir aus "alles Zufall".
Optimistische Grüße. -
#1236
Hans-Walter Klein (Dienstag, 30 September 2008 07:25)
@1233: Vielleicht ist UT ja weiblich! Auf jeden Fall feige.
Der Vorwurf der Fernsteuerung des Bürgermeisters ist ungeheuerlich.
Propaganda der um Argumente verlorenen! Auf dem Schulhof klänge das unter Gleichaltrigen etwa so: " F... Dich doch selber!"
Musiktipp für UT: Johnny Cash - A boy namend Sue. -
#1235
TW (Dienstag, 30 September 2008 07:04)
#1234
Warum die Siegener Zeitung (SZ) nicht berichtet ? Ist wohl ein rhetorische Frage?
Die SZ hat es gerade erst am 28.9. für wichtig befunden, den hier auf den 21.9.2008 datierten Leserbrief von R. Peter abzudrucken.
Die SZ hat den ersten Leserbrief Werner Müllers in einen redaktionellen Bericht umgewandelt.
Die SZ hat in ihrem Bericht über den Wixforth-Vortrag die Namen der Beiträger eingefügt. Ich muss es wohl verpasst haben, aber m. E. hat keiner der Fragesteller sich mit Namen vorgestellt. Ob die SZ die Personen um Einverständnis zur Namensnennung gebeten hat ? [Nur so wurden die Angriffe auf Die FFG-Lehrerin möglich!]
Die SZ hat bis heute nicht Biermanns klares Bekenntnis zur Umebenennung kommuniziert.
Fällt es da noch schwer zu erahnen, was dahinter stecken mag ? -
#1234
junge (Montag, 29 September 2008)
Also Fick ist ja wohl im Siegerland einer der verbreiteteren Namen...
Haben wir schon ab der 5. Klasse auf dem Flick keine Witze mehr drüber gemacht.
@HW Klein:
- Stimmt, das mit dem "Chiffre" ist kein Biermannzitat. Dies ist wohl wirklich eine Schlussfolgerung des Journalistens.
- Man vergisst als WP und Süddeutsche-Leser, dass die SZ als Siegener Zeitung interpretiert wird. Warum berichtet die Siegener SZ nicht, wenn Bewegung in die Sache kommt?
Meine Prognose: Flick Off... -
#1233
Patrick Fick (Montag, 29 September 2008 23:04)
Ich und Komplexe? Und dann noch wegen meines Namens? Ha, wo kämen wir denn da hin. "UT" muss Komplexe haben, wenn er sich hier tarnt und nur anonym schreibt. Und bei dem was er schreibt sollte er auch Komplexe haben.
@Steht in... : Was? Der Bürgermeister ist nicht überzeugt? Ein ungeheuerlicher Vorwurf! Wird er gar erpresst? Sie sollten ihn um eine Klarstellung bitten, ich fände es skandalös, wenn er wider besseren Wissens und gegen sein Gewissen für eine Umbenennung stimmen würde.
beste grüße, p. fick
ps: ich halte die argumentation des bürgermeisters übrigens für schlüssig und glaube ihm, dass er ernst meint, was er sagt. -
#1232
UT (Montag, 29 September 2008 22:53)
Was ist das denn hier? Sieht so aus als hätte Patrick F(l)ick Komplexe wegen seinses Namens!
Schämt er sich des Namens im Kopf seines Zeugnisses oder wegen dem im Namensfeld?
Fick off! -
#1231
Steht in... (Montag, 29 September 2008 22:38)
...der Süddeutschen irgendewtwas Neues? Irgendetwas was "den letzten Zweifler überzeugt"? Nein!!!
Die ganze Propaganda hier ist wirklich erbärmlich!
Erbärmlich iat auch, daß der Bürgermeister eingeknickt ist. Denn überzeugt ist er nicht! -
#1230
Hafenmund (Montag, 29 September 2008 20:29)
Zu "junges" Anmerkungen zu den Schulleitern:
Das offensichtlich unbekümmerte Auftreten vor den TV-Kameras in der Anfangszeit dieser, (c) Fritz, Kampagne, hat bestimmt etwas mit mangelnder moderner Medienkompetenz zu tun; lässt aber umso deutlicher werden, "wes Geistes Kind" sie sind.
Wenn ich mir vorstelle, dass Kontraste/rbb noch viel mehr gefilmt hat, dann sind da mit Sicherheit noch ein paar Schweitzer-Statements dabei, die den Respekt vor ihm auf den vor dem Senior konzentrieren.
Lautstark und wortgewaltig soll ja der Herr Heilmann gewesen sein, wenn ich die Pressebekundungen über ihn richtig erinnere; einer der sich nicht gerne zum Fritz machen lässt. Nun urteilen ja (ehemalige) Schüler durchaus anders.
"Wer seine Lehrer nicht liebt und verehrt, ist ein Hund!" (Altes chinesisches Sprichwort, erfunden von Hanns Eisler)
-
#1229
Hans-Walter Klein (Montag, 29 September 2008 19:58)
@junge:
Sie meinen sicherlich die Süddeutsche Zeitung! In der hiesigen Siegener Zeitung steht ja bislang bedauerlicherweise noch nichts vom klaren Bekenntnis des Bürgermeisters zur Umbenennung.
Das Chiffre-Zitat entpuppt sich allerdings beim genauen Hinschauen als keines, das Herrn Biermann zuzuschreiben ist; der SZ-Autor analysiert zutreffend die Situation in Kreuztal. Oder habe ich das falsch gelesen?
-
#1228
junge (Montag, 29 September 2008 19:08)
Bürgermeister Biermann: "Der pädagogische Anspruch einer Schule verträgt sich nicht mit dem Namen eines Kriegsverbrechers."
Das ist doch mal ein Statement. Ich habe großen Respekt vor unserem Bürgermeister, dass er sich traut diese eigentlich triviale Feststellung in Kreuztal laut auszusprechen... Wenn ich mich da an die Herren Schweitzer und Heilmann erinnere... die sahen das anders; lautstark anders.
Irgendwie hätte ich solch ein Statement von Herrn Hoss erwartet.
Mir ist klar, dass er als Schulleiter unparteiisch sein muss, aber dass er sich mit seinem diplomatischen Gedruckse so etwas wie den Kontrastebeitrag einhandelt ist leider seine eigene Schuld.
Das peinlichste was Kreuztal jetzt passieren kann ist eine gescheiterte Abstimmung zur Änderung des Namens. Schaffen wir es nicht, dann droht Kreuztal wirklich zum geflügelten Wort zu werden oder wie Biermann es im SZ-Artikel sagt:
"Kreuztal drohte zum Chiffre zu werden für die deutsche Unfähigkeit, mit der eigenen Geschichte angemessen umzugehen."
Das Medienecho auf ein Scheitern jedenfalls wäre wohl gewaltig. Allerdings bin ich optimistisch; ich kenne viele Menschen, die ihr Leben lang SPD gewählt haben, aber durch Biermann bei der CDU gelandet sind. Und die CDU weiss genau wo sie bei der nächsten Kommunalwahl ohne den Bürgermeister ist... -
#1227
Pressedienst (Montag, 29 September 2008 15:29)
Die zuletzt genannten Artikel sind hochinteressant und sollten auch noch den letzten Zweifler überzeugen!
Wie kommen die zur Kreuztaler UWG und zur CDU-Fraktion, besonders nach Kredenbach?
Braucht die SPD-Fraktion auch noch Überzeugungshilfen?
@#1223: ??? So doch eher Schräger Otto! -
#1226
Presse (Montag, 29 September 2008 12:48)
Heute, 29.09. in der Süddeutschen: "Ein Kriegsverbrecher als Vorbild"
Artikel von Dirk Graalmann; (Panorama, S. 10) -
#1225
@Otto Normal (Montag, 29 September 2008 12:45)
Wer denn jetzt? Kreuztal? Die Namensgegener? Die Befürworter?
-
#1224
TW (Montag, 29 September 2008 12:08)
Volker Jakob bespricht im Westfalenspiegel 5/2008 auf S. 54-55 die Priemelsche Konzerngeschichte.
Zitat: "Die Skrupellosigkeit und der amoralische Pakt mit den nationalsozialistischen Mördern dürfen darüber [gemeint sind Flicks unternehmerische Eigenschaften]nicht vergessen werden" -
#1223
Otto Normal (Montag, 29 September 2008 10:59)
Schämt euch, schämt euch....
-
#1222
TW (Sonntag, 28 September 2008)
Die Informationen sind frei. Also dürfen Sie sie gerne weiterleiten.
Ob es etwas hilft ? -
#1221
Hans-Walter Klein (Sonntag, 28 September 2008 20:14)
Herzlichen Dank für die detaillierten Angaben, lieber TW.
Diese zur Kenntnis zu nehmen, könnte ja vielleicht den prononcierten Fälschungsverdachtunken in der CDU-Fraktion und ihrem Sympathisantenkreis helfen, ihre Verhaftung im Kalten Krieg abzuschütteln. Dum spiro spero! Daher biete ich mich an, sie Werner Irle et al. zu mailen. Einverstanden? -
#1220
TW (Sonntag, 28 September 2008 18:59)
Wixforth bezeichnete in Kreuztal als zentralen Bestand für die vorgestellte Studie den Bestand "Flick-Konzern" im Bundesarchiv. Die Beständeübersicht des Bundesarchivs gibt folgende Informationen dazu:
R 8122 Bestand Flick - Konzern Laufzeit: 1912-1953 Umfang (i.d.R. lfd. Meter): 14 lfm, bzw. 1203 Archiveinheiten
Informationen zum Bestand Führender Stahl- und Kohlekonzern Deutschlands, dessen Aufbau im ausgehenden Kaiserreich durch Friedrich Flick begann; zunächst als Vorstandsmitglied (1913) dann als Generaldirektor (1915) der Charlottenhütte in Niederschelden führte Friedrich Flick durch ein selbstentwickeltes technisches Verfahren zur Verhüttung das Unternehmen zum wirtschaftlichen Erfolg; in den 20er Jahren Ausbau des Unternehmens im Bereich Stahl und Kohle und Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen an v.a. oberschlesichen Eisenhütten; 1929 Gründung der Mitteldeutschen Stahlwerke KG als Vereinigung der wirtschaftlichen Unternehmungen Flicks; drohender Ruin in der Weltwirtschaftskrise abgewendet durch die Intervention der Reichsregierung unter Heinrich Brüning; im Zuge der nationalsozialistischen Rüstungspolitik weiterer Ausbau des Konzerns, 1937 Zusammenfassung aller Flick-Unternehmen in der Düsseldorfer Holdinggesellschaft Friedrich Flick KG. Überlieferung Leitung und Organisation, Geschäftsbetrieb 1925-1945 (97), Personalangelegenheiten 1924-1945 (14), Rechtsangelegenheiten 1927-1945 (28), Persönliche Angelegenheiten Flicks 1924-1944 (9), Finanzen und Vermögen, Preisgestaltung, Rohstoffbewirtschaftung, Produktion und Absatz 1923-1948 (258), Mitteldeutsche Stahlwerke 1926-1944(119), Sächsische Gußstahlwerke Döhlen 1912-1947 (358), Eisenwerksgesellschaft Maxhütte 1925-1944 (50), Charlottenhütte AG 1925-1926, 1929-1934 (13), Sonstige Werke 1923-1944 (110), Konzern nach dem 2. Weltkrieg 1945-1947, 1952-1953 (15).
Die Archivalien des Koblenzer Teilbestandes (Aktensignaturen 1061 – 1203) liegen ausschließlich in Form von Mikrofilmen vor.
Erschließungszustand: Findbuch (2006), Online-Findbuch (2006) -
#1219
TW (Sonntag, 28 September 2008 12:20)
Friedrich Flick als stolzer (?) Bibliothekar
".... In den ersten Wochen in Landsberg musste Friedrich Flick Hosen nähen und Schuhe besohlen. Dann stieg der Lesemuffel zum Registrator der Gefängnisbibliothek auf, was ihn offenbar inspierierte, selbst zum Stift zu greifenEr begann seine Autobiografischen Merkworte. Nach 13 Seiten hatte er keine Luste mehr ....
De facto führte Friedrich Flick seine Unternehmen bereits seit 1947 wieder selbst - aus der Gefängnisbibliothek heraus. .....
Seine Pflichten als Gefängnisbibliothekar war der Siegerländer mit den preußischen Tugenden übrigens nur unzureichend nachgekommen. Gerne erzählte er später: " Mein Nachfolger in der Bibliothek musste erst mal einen Rückstand von vier Monaten aufholen ....." (Quelle: Thomas Ramge: Die Flicks , 2004 , S. 147,148, 151)
Zur Klärung des Wortes Stolz zitiert Wikipedia den katholosche Katechismus (ich weiß fürs Siegerland die mehrheitlich falsche Autorität) wie folgt:
"„Geltung, Ansehen und Macht werden aber zur Bedrohung, wenn das Geltungs- und Machtstreben entartet. Der eine wird aus Geltungssucht zum Streber. Er denkt nur an seine Karriere und schiebt rücksichtslos alles beiseite, was ihm im Wege steht. Er ist sogar bereit, Glauben und Religion aufzugeben, wenn er dadurch sein Ziel erreichen kann. Ein anderer stellt sich in überheblichem Stolz über alle anderen; er nützt seine Position aus und wird zum Tyrannen. Ein dritter schließlich verliert in falschem Vertrauen zu sich selbst das Vertrauen zu allem, auch zu Gott. Er meint, man könne sich auf niemand verlassen.“ -
#1218
Marty mcFly (Samstag, 27 September 2008 23:02)
@ dr. dekadent: ich habe lediglich gesagt, dass betreffende Personen die Ehrenbürgerschaft in Relation zu Herrn Flick mehr verdient hätten. Das trifft aber vermutlich auf einen Großteil der Menschen in dieser Stadt zu, denn es ist doch schwer anzunehmen, dass auch die Gegner einer Umbenennung das Handeln Flicks zumindest vor und während des Krieges (sofern sie darüber informiert sind) strikt ablehnen und ebenso für verwerflich halten, wie die Befürworter. Und Herr Flick mag viel Erfolg im "Beruf" gehabt haben, aber das macht einen Menschen noch lange nicht zu einem vorbildlichen Menschen. Gerade dann nicht, wenn dieser Erfolg zumindest teilweise auf dem Leid anderer aufgebaut ist. Und wenn er denn schon vorbildlich sein soll, dann hätte er wenigstens seine Schuld eingestehen und die Opfer seiner Mittäterschaft entschädigen sollen.
-
#1217
Hans-Walter Klein (Samstag, 27 September 2008 21:18)
Lieber TW,
da haben Sie, off- oder on-topic, recht, glaube ich jedenfalls.
Schade, dass die vom Namen her schon einschlägig ausgewiesenen Religionsexperten hier nicht schreiben.
Falls sie mitlesen, schöne Grüße nach Kredenbach.
-
#1216
TW (Samstag, 27 September 2008 18:20)
Ist Stolz nicht so rein christlich gesehen nicht sogar eine Sünde ? Tschuldigung wieder off-topic. Aber Stolz taucht hier häufig auf.
-
#1215
Jochen Peiper (Samstag, 27 September 2008 15:16)
Gläubig soll der Lodenmantelträger ja gewesen sein - an und für sich.
Stolz hat - im Ernst - etwas mit eigener Leistung zu tun.
-
#1214
Jochen Peiper (Samstag, 27 September 2008 15:12)
@1211
Mir fällt da aber noch was ein, lieber Dr Doch:
Ob die die in diesem alter immer noch nicht anständig ihr Geld verdienend ihre zeit in Händen haben oder so, überhaupt Ehrenbürger werden wollen - auf einer Stufe mit dem großen Sohn der Kreuztaler Korruptiklasse? Oder heißt das jetzt Jahrgangsstufe? Gut dass mich keiner fragt ob und wo und warum ich Abitur gemacht haben würde könnte hätte
Oh tempora, sch... modus!
-
#1213
Dr. D. K dent (Samstag, 27 September 2008 15:06)
Weil man meiner Meinung auf eine Persönlichkeit die es geschafft hat, erst einmal ein Imperium aufzubauen, dann fast alles verloren hatte, und doch weiterhin den glauben an sich nicht verloren hatte um das selbe noch einmal zuschaffen, stolz sein kann!!
Das macht Flick für mich zu einem Vorbild!! -
#1212
- Dr. D. K dent (Samstag, 27 September 2008 14:45)
Und warum?
-
#1211
Dr. D. K dent (Samstag, 27 September 2008 14:23)
der jenige der gesagt hat, die Verfasser dieser Seite müssten Ehrenbürger werden, müsste momentan eigentlich lachend auf dem Boden liegen.
Wie kann man Menschen, die in diesem Alter genug Zeit in ihren Händen haben um so ein Projekt zu leiten, anstatt einem anständigem
Beruf nachzugehen, als Ehrenbürger vorschlagen?
Was haben sie den tolles erreicht für die Stadt?? Mir fällt nichts ein...
Hätte ich auf dieser Schule meinen Abschluß gemacht, und mich würde jemand fragen wo ich mein Abitur gemacht habe, würde ich FRIEDRICH FLICK GYMNASIUM sagen, auch wenn dann schon einen anderen NAMEN HAT.
Gruß -
#1210
Allons (Freitag, 26 September 2008 20:37)
"bekloppter": aus Formgründen zurückgezogen und durch "auffälliger unklug" ersetzt.
-
#1209
Allons (Freitag, 26 September 2008 20:23)
@#1207
"Rechtssystematik" ist natürlich ein hochgewichtiges Wort, das ins Feld zu führen jedoch die nähere Kenntnis der vom Schreiber mangels Rechtskenntnissen als "amerikanische Kriegsverbrecherprozesse" abgewerteten Verhandlungen vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg nicht ersetzen kann. Unter Fachhistorikern und anders als auf Rechtsaußen oder auch im lockeren Alltagsgespräch am Tresen werden sie nun einmal durchaus nicht unter die Überschrift "Siegerjustiz" gesetzt. Mal ins Buch schaun.
Aber vertrauter scheint dem Schreiber nun einmal der volkstümliche Ton zu sein (bzw. das, was er dafür hält): Wer seinen Standpunkt nicht teilt, will sich a) nur eben mal wichtig machen und b) nicht arbeiten. Bekloppter geht's nicht. Noch ein selbsternannter anonymer Leistungsträger.
-
#1208
Hinkebein (Freitag, 26 September 2008 11:02)
Ach ja, der Krupp-Vergleich....den hatten wir hier schon und er hinkt gewaltig: Alfried Krupp starb 1887, Adolf Hitler wurde (leider) 1889 geboren. Man darf Alfried Krupp also unterstellen, dass er das Nazi-Regime nicht unterstützt hat. Ja er dürfe Hitler nicht einmal gekannt haben...
Und wenn sich die Namen auf Alfried Krupp von Bohlen und Halbach beziehen, so kann man nur sagen, dass hier auch in Essen noch Aufarbeitungsbedarf besteht. Allerdings ist der Fall Krupp gänzlich anders gelagert. Man lese den Wirtschaftsteil der Süddeutschen Zeitung vom 25.9.2008. Dort wird vom späteren Chef des Krupp Konzern Berthold Beitz berichtet, der als Generalbevollmächtigter dazu beigetragen hat, dass der Name Krupp einer der wenigen ist, die trotz der Belastungen zur NS-Zeit auch heute Bestand hat. Warum? Weil Beitz jemand war, der während des Dritten Reiches in seinem eigenen Betrieb Juden vor der Gaskammer gerettet hat. Er hat dafür sein Leben riskiert. Darüber hinaus hat sich Beitz nach dem Krieg für die Versöhnung mit dem Osten eingesetzten. Im Gegensatz zu Flick hat Beitz dafür gesorgt, dass man sich zur dunklen Vergangenheit bekennt, er selbst hatte dies Vergangenheit nicht. Berthold Beitz ist, wie Schindler, ein Beispiel dafür, dass man Kapitalist sein kann und trotzdem kein Unmensch sein muss.
Flick ist als Milliardär gestorben. Flick hat nicht eine Mark Entschädigung an seine Sklavenarbeiter gezahlt. Flick hat sich bei seinen Sklaven nie entschuldigt. Flick hat sich bis zu seinem Tod als Unschuldig bezeichnet. Heute noch leben Sklavenarbeiter, teilweise in Armut und ohne Geld für medizinische Versorgung. Flick ist als Milliardär gestorben. -
#1207
Siegfried Bartosch (Freitag, 26 September 2008 09:19)
Über die Rechtssystematik amerikanischer Kriegsverbrecherprozesse soll hier nicht gesprochen werden (siehe Nürnberg,Guantanamo,Bagdad), weil das Schüler i.d.R. mangels Rechtkenntnissen überfordert.
Aber der aktuelle Streit hat auch nichts mit Recht oder Unrecht zu tun.
Es geht hier um public relation. Wie werde ich bekannt, ohne wirklich etwas zu leisten?
Hier in Essen (und vermutlich weltweit) käme niemand auf die Idee den Namen des "Kriegsverbrechers" Alfried Krupp irgendwo tilgen zu wollen, weder am "Alfried Krupp Krankenhaus" noch am "Alfried Krupp Saal" in der Philharmonie.
Diese Kriegsverbrecher haben das getan, was solche Leute (heute z.B. Dick Cheney und die Clique um George W.) immer tun: Im Krieg am Leid der Anderen verdienen!
Nur haben diese Leute aufgepasst, dass sie nicht zu den Verlierern gehören wegen der sonst zu erwartenden Kriegsverbrecherprozesse.
So kann man Schulen getrost nach John F. Kennedy benennen trotz "Schweinebucht" und Vietnam.
-
#1206
Marty mcFly (Freitag, 26 September 2008 02:07)
Es ist unfassbar, dass eine Schule nach einem Kriegsverbrecher benannt ist!
Ich stell mir gerade den Geschichtsunterricht vor, Thema Nationalsozialismus: Wie will der Lehrer den Schülern da vermitteln, was für Verbrechen damals begangen wurden, wenn die Schule nach eben einem solchen Verbrecher benannt ist??? Und Ehrenbürger ist der auch noch!!!
Nur mal angenommen, Adolf Hitler hätte sich bei Kriegsende nicht selbst umgebracht und wäre auch nicht verurteilt und hingerichtet worden (was natürlich geschehen wäre...), und angenommen er hätte ähnlich wie Flick ein "neues Leben" begonnen (ich weiß, das klingt überaus grotesk) und wäre dabei ebenso reich geworden und hätte schließlich einer Gemeinde in seiner Heimat viel Geld gespendet: Gäbe es dann heute im kleinen österreichischen Städtchen Braunau ein Adolf-Hitler-Gymnasium und eine Hitler-Stiftung, und wäre Adolf Hitler dann Ehrenbürger der Stadt und hätte eine staatliche Auszeichnung vergleichbar dem Bundesverdienstkreuz erhalten???
Das ist zugegebenermaßen ein extremer Vergleich (vielleicht wurde der hier auch schon mal genannt, ich bin jetzt zu faul, alle Einträge durchzulesen), aber im Kern kommt es doch aufs gleiche raus! Ich finde es erschütternd, wie nachlässig viele in dieser Stadt (und leider auch anderswo) mit der deutschen Vergangenheit umgehen! Und dieser eine CDU-Fraktionschef Werner Müller wäre in einer gewissen anderen Partei am extrem rechten Rand wesentlich besser aufgehoben (der Kommentar über die "einseitige Berichterstattung" in der Presse erinnert doch zu stark an vergleichbare Äußerungen von Mitgliedern jener Partei)...
achja, ihr, die ihr euch für eine Umbenennung und für eine Auseinandersetzung mit der Thematik einsetzt: Weiter so, eure gesamte(!!!) Stadt sollte stolz auf euch sein, ihr hättet die Ehrenbürgerschaft tausendmal mehr verdient als dieser menschenverachtende Geldsack! -
#1205
Hans-Walter Klein (Freitag, 26 September 2008 00:18)
Zum Satire-Beitrag (Extra 3):
Ich fand es spannend, den Ex-Rektor zu (sehen und) hören.
Zwei Erkenntnisse:
1. Der Kontraste-Beitrag war doch recht harmlos, Christian Humbs hat "Schlimmes" nicht verwendet.
2. Werner Irle ist nicht allein.
Unglaublich, eigentlich! Und dann noch die Berufung auf den christlichen Glauben!
Verdient eigentlich jeder Sünder Vergebung? Oder nur der, der bereut?
Sorry, Kollege Schweitzer, konkludentes Verhalten bei Flick - die Spenden! Das hatte ich vergessen.
-
#1204
mark (Donnerstag, 25 September 2008 22:45)
hallo...habe gerade bei extra3 den bericht über die schule gesehen...
macht weiter so mit euerer seite, damit die schule endlich umbenannt wird !!!!!
-
#1203
Friede Freude Flickgymnasium (Donnerstag, 25 September 2008 17:27)
Meine Hochachtung vor Bürgermeister Biermann. Das ist sicherlich nicht selbstverständlich sich gegen die eigene Fraktion zu stemmen.
Trotzdem ist eine mögliche Umbenennung noch lange kein Selbstläufer.
Ich rate davon ab, vor einem Umbenennungsbeschluss die Öffentlichkeit mit Namesvorschlägen zu konfrontieren. Eine Abstimmung ist ein demokratischer Prozess, dessen Resultat man akzeptieren werden muss. Einigt man sich jetzt im Vorfeld auf einen Namen stuft man diesen Prozess herab.
Ausserdem glaube ich nicht, dass nur die Schulgemeinde das Recht hat sich die Namensfindung einzubringen.
Die Schule ist nicht die Schule der Schulgemeinde, sonder das Gymnasium der Stadt Kreuztal und somit auch die Schule auf die Kreuztaler auch in Zukunft ihre Kinder senden wollen. Deshalb finde ich, dass vor allem der Schulträger verantwortlich für die Namensgebung ist. Ein Wettbewerb an dem sich alle Kreuztaler beteiligen können wäre für mich die Ideallösung. Auch könnte so ein Name mit lokalem Bezug gefunden werden, der die üblichen Klischees umschifft. -
#1202
nicht-FFG Lehrerin (Donnerstag, 25 September 2008 08:43)
Verfolge die Debatte gespannt. Jetzt wo die Ab-Benennung der Schule auch vom Bürgermeister befürwortet wird, wäre es doch sinnvoll wenn die Schulgemeinde aus sich heraus einen Vorschlag zum Um-Benennung entwickeln würde. In einem Prozess bei dem man sich mit dem Geschehen auseinandersetzt und sich kritisch mit Personen der Zeitgeschichte befasst, dürfte es ja nicht schwer seinen einen neuen Namensgeber oder Namensgeberin(!) zu finden, mit dem sich die SchülerInnen identifizieren können. Zugleich kann ein solch demokratischer Prozess an der Schule ja nebenbei ganz lehrreich sein. So wäre auch gewährleistet, dass jetzt nicht unzählige sinnige und unsinnige Vorschläge von außen kommen. Ich als Kollegin einer anderen Schule würde es begrüßen, wenn die Kolleginnen und Kollegen nun einen solchen offensiven Umgang mit der vom Bürgermeister begrüßten Ab-Benennung haben.
Gruß dorthin! -
#1201
@TW (Donnerstag, 25 September 2008 08:35)
stimmt, ist off-topic, aber dennoch interessant. vielleicht von einem österreichischen landschaftsmaler?
-
#1200
TW (Donnerstag, 25 September 2008 08:07)
Beinahe off-topic:
Von wem stammt eigentlich das Porträt FFs das im Gymnasium hängt? -
#1199
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 24 September 2008 19:09)
Danke wieder einmal, TW! Hab's programmiert!
-
#1198
TW (Mittwoch, 24 September 2008 18:42)
In den heutigen WDR-Fernseh-Nachrichten aus Südwestfalen (18:00) ist das deutliche Biermann-Statement gesendet worden.
-
#1197
Hans-Walter Klein (Mittwoch, 24 September 2008 17:40)
@1195:
Wer sagt denn, dass wir ansonsten bei aktuellen Problemen nicht den Mund aufmachen und uns für ein wenig mehr Gerechtigkeit einsetzen?
Soll ich mich hier auch noch zu Hartz IV oder den Kriegseinsätzen mit deutscher Unterstützung oder oder äußern?
Hier geht's um eines: Flick ist kein Vorbild und ergo kein Name für eine Schule!
Und über die Vermutung, "wir" müssten "uns" für die Vergangenheit rechtfertigen, kann ich mich nur wundern. Ich stehe da in keiner Verpflichtung, weil das per se schon 'mal nicht geht. Wohl aber trage ich Verantwortung für den Umgang mit dieser Vergangenheit. -
#1196
@Just W. Ondering (Mittwoch, 24 September 2008 17:17)
ach C.A oder J.A.
weil wir auch mal vor unserer eigenen Haustür kehren -
#1195
Just W. Ondering (Mittwoch, 24 September 2008 17:13)
Wie kann es denn sein das wir deutschen uns fast 70 Jahre nach dem Krieg immer noch Vorwürfe machen, was damals passiert ist (natürlich sind die damals geschehenen Dinge in keinster Weise zurechtfertigen!!)?
Die Generation die damals gelebt hat ist mittlerweile am aussterben, und wir ,die danach geboren sind, müssen uns für Sachen rechtfertigen die wir nicht mal selbst erlebt haben, Sachen an denen wir ins keinster Weise beteilligt waren? Sachen die wir nur aus er Erzählungen (Büchern etc...) kennen?
Wer schreit denn wenn in Afghanistan oder Irak 100 Leute am Tag sterben?? Scheint uns egal zu sein?? Das passiert heute!! Nicht vor 70 Jahren...
Aber wo wir gerade dabei sind in der Vergangenheit nach "bösen Taten" zu suchen, wieso fragen wir nicht mal die Russen, wieso damals in Ihren Revolutionen Millionen ermordet wurden, grundlos??
Ehrt man Menschen wie Lenin oder Stalin nicht heute noch für ihre Verdienste??
Oder warum nicht gleich die Franzosen die Napoleon verehren?
Einen Mann der durch Europa gezogen ist, und auf seinem Weg Menschen nach belieben vernichtet hat...
In den Medien wird heutzutage gegen Araber gehetzt, es wird auf der Basis von vermeintlichen Gründen ein Krieg angezettelt, mit einem Gegner, den man Jahre zuvor selbst noch unterstützte.
Haben die Araber auf einmal die Rolle der Juden in der Welt eingenommen und werden für alles Böse zur Verantwortung gezogen??
Was ist mit dem Umgang mit Juden in Polen zu und vor dem 2. Weltkrieg??
Ich habe bis heute noch keine Stellungnahme dazu gefunden?
Und jetzt kommen TV Teams aus Polen an die Schule, um bei uns für Ordnung zu Sorgen, wo bei es vor eigener Haustüre genug gäbe.
Bevor diese Diskussionen geführt werden, müsste man sich erstmal objektiv über die Geschichte informieren, und sich nicht in falsche Richtungen verleiten lassen, von der Anti (Deutscher Stolz) Politik die in Deutschland seit dem 2. Weltkrieg in Schulen betrieben wird.
Friedrich Flick hat damals seine gerechte Strafe bekommen,
das er danach wieder zu den wohlhabenstens und erfolgreichsten Menschen zählte ist ihm nicht übel anzulasten.
Das er dann Geld für den Bau einer Schule spendet, egal wie viel es für ihn war, ist nobel.
Man kann einen Menschen doch nicht basierend auf 15 Jahre seines Lebens, als schlechten Menschen darstellen.
Wir müssen uns alle selber mal überlegen wie wir gehandelt hätten...
Und sind die Spitzenmanager von heute menschlicher als Flick damals??
Grüße,
Just W. Ondering -
#1194
Tischstammler (Mittwoch, 24 September 2008 16:32)
#1184
Du liegst richtig: Es gibt keinen Frank Meining!
Der heißt in Wirklichkeit STAMMTISCHLER.
Er fand den Namensstreit so erheiternd, dass er sich hier eintragen musste - so jedenfalls sein "HeHeHe!" an die Rucki-Kumpels.
Interessant übrigens zu sehen, dass formale Bildung nicht unbedingt einhergehen muss mit Charakter und Anstand. -
#1193
@ Frank Meining (Mittwoch, 24 September 2008 16:20)
bester mann
-
#1192
Stefan (Mittwoch, 24 September 2008)
@ Frank Meining
Zum Glück kommt man in Deutschland mit derartiger Polemik nicht weit. Man sollte bei solchen Wutausbrüchen auch nicht gerade die Fakten der bisherigen Entwicklung übersehen. Es ist nun mal keine Frage von Links oder Rechts, sondern alleinig eine Frage der Moral. Von daher versanden alle Hasskampagnen gegen Links hier sowieso reihenweise. Wenn sinnvolle Argumente fehlen, dann muss man sich halt scheinbar immer über solche Polemik wären. Da fragt man sich wirklich, wer hier der Klassenclown ist. -
#1191
@ Frank Meining (Dienstag, 23 September 2008 23:02)
Ekelhaft selbstverliebter Text ohne argumentativen Charakter.
Der Aufmerksamkeitsheischernste ist: Frank Meining
(Obwohl er ne ganz freche Schreibe hat und ich seine "Keule" gerne gesehen hätte...) -
#1190
Henning Klein (Dienstag, 23 September 2008 22:34)
@Frank Meining
„Denn andernfalls hätte ich euch beiden Aufmerksamkeitsheischern die Causa mit Verve um die Ohren gedroschen. Aber damit soll es auch genug sein, es wird sonst langweilig. „
Warum so zimperlich?? Hau´s raus!!! Gib uns mehr davon!!! Zeig uns allen doch wo der Hammer hängt!!!!
Wir brauchen einen wie dich, der uns die Augen öffnet!!
Schei.... auf die Sachlichkeit. Alles Stasi!!!
Übrigens: Zinsen verjähren heutzutage nach 3 Jahren. Das wird wohl nix!! Aber egal!! Hauptsache du bekommst Aufmerksamkeit.
Nicht mehr herzlichst
Henning Klein
-
#1189
No use for a name (Dienstag, 23 September 2008 19:54)
Langsam wird es hier aber unschön.
Die Rechnerei ist Schmonzens. Natürlich können wir in Kreuztal keine Zweistelligen Millionenbeträge zurückzahlen.
Ich hoffe, dass die Erben grünes Licht für eine Umbenneung geben. Eigentlich rechne ich sogar damit. Mick Flick wird sich ja wohl kaum einem solchem Rauschen im Blätterwald aussetzen, welches einer solchen Entscheidung wahrscheinlich folgen würde.
Vor allem heisst ja eine Änderung des Names vor allem eine ein Abstellen des Düpierens der Opfer und nicht automatisch eine Abwertung des Wirkens Flicks in Kreuztal.
Der unten angeführte Vorschlag einer Tafel auf dem Gelände des Gymnasiums würde doch beiden Seiten genüge tun.
Im Übrigen hoffe ich, dass sich hier wieder mehr an die Netiquette gehalten wird... -
#1188
Kreuztalerin (Dienstag, 23 September 2008 18:36)
Lt. Info auf dieser Seite sind die 3 Mio DM, den den Bau des Gymnasiums erst ermöglichten, von 5 Unternehmen der Flick-Gruppe aufgebracht worden. Die Flick-Gruppe hatte 1968 einen Umsatz von 8 Mrd. DM, 1972 einen Umsatz von 18 Mrd DM (sagt Wikipedia).
Gehen wir einmal davon aus, dass 1968 dann 15 Mrd DM umgesetzt wurden, dann machen die strittigen 3 Mio DM genau 0,02% aus. Gehen wir außerdem davon aus, dass es manche Menschen schaffen, 60000 € im Jahr zu verdienen, dann betrüge für sie eine entsprechende Spende 12€.
Nicht nur Gut-Verdienende spenden vermutlich - und das auch noch jährlich! - deutlich mehr als diese 12€. Mitunter gar ohne Spendenquittung.
Als gute Kreuztalerin bin ich auch Vereinsmitglied (ich glaube eines nicht-Flick-gesponsorten, bin aber nicht sicher)und kann daher sagen: Das was dort ehrenamtlich z.B. im Rahmen der Jugendarbeit geleistet wird, ist vorbildlich und nachhaltig wirksame Wohltat - ohne jedes Denkmal. Schade eigentlich!
Und weil ich mich jetzt schon einmal in dieses Gästebuch eintrage: Mich bewegt der Skandal, wie hier Menschen verbal aufeinander eindreschen, mindestens ebenso wie der Skandal um den Namen des Kreuztaler Gymnasiums.
Ich danke für Ihre/eure Aufmerksamkeit! -
#1187
Geld (Dienstag, 23 September 2008 18:28)
Vollkommen richtig Frank Meinings Rechnung, nur hat er leider vergessen die jährlichen Überweisungen der Stiftung seit 1968 mit in seine Rechnung einzubeziehen. Da käme wirklich ein nettes Sümmchen zusammen...
-
#1186
Dachdecker (Dienstag, 23 September 2008 18:19)
Wir können die Rechnung in der Abrechnung von "Frank Meining" (#1183) ja auch auf den Kopf stellen:
Wenn wir abziehen, was es gekostet hat den ganzen minderwertigen Mist (es sei an tropfende Flachdach der Schule oder die topmodischen Fenster aus dem Hause Buderus erinnert) zu sanieren, den Flick-Firmen geliefert haben, die mit Aufträgen für den Schulbau beglückt wurden, dann müssten die Erben wohl noch was nachzahlen :-) -
#1185
Hans-Walter Klein (Dienstag, 23 September 2008 18:09)
Lieber "Frank Meining",
ein herrlicher Text, den ich für schulische Zwecke (Andreas Baader seine HS) aufheben werde! Danke! Profilneurotiker? Klasse!
Und ich bekenne mich weiterhin zu den "Schulgefrusteten". Ab sofort wird gespart für die Ablösesumme.
Heitere Grüsse!
PS: Ob "Fritz" #1183 auch kommentiert? -
#1184
Mein Franking (Dienstag, 23 September 2008 18:03)
"Frank Meining",
vielleicht gut, dass du deine Sarkasmuskeule da gelassen hast, wo sie ist, denn auch so ist dein hier her gesudelter Auswurf blamabel genug für dich. Aber darum hast du ja vermutlich ein Pseudonym
gewählt.
Es gibt keinen Frank Meining, und dass du noch nie in Kreuztal warst, das glaubt dir auch keiner. Du und manche andere machen sich dieses Forum offenbar zu Nutze, um scheinbar vorhandene alte Rechnungen begleichen zu wollen. Und auf die Initiatoren einzudreschen in einer üblen Weise, auf die einzugehen es nicht lohnt. Ich frage mich nur noch, wer dahinter steckt, aber da kommen ja am Ende nur zwei drei Interessengruppen in Frage.
Wenn hier weiter solche Postings erscheinen, sollte man den Initiatoren nahelegen, solche Buchstabensalate mit Verve und der Sarkasmuskeule aus diesem Forum dahin zu dreschen, wo sie hingehören: In den Canale Grande, die Ferndorf, die Sieg und den Rhein herunter, ins Meer, meinetwegen bis Argentinien. Da sind schon andere von deiner Sorte gut aufgehoben gewesen. -
#1183
Frank Meining (Dienstag, 23 September 2008 17:38)
„Allem anschein nach wurde Friedrich Flick versprochen, dass das Gymnasium auf alle Zeit seinen Namen tragen wird, die Stadt befürchtet nun bei einer Namensänderung die rund 3 Mio. DM Spende zurückzahlen zu müssen. Und zwar an die Erben Flicks. Die sind nun gefordert und müssen erklären, dass Sie auf solche Forderungen verzichten. Ein Kriegsverbrecher darf nicht Namenspatron eines Gymnasiums sein“
Ich bin nur durch einen Blog auf dieses Thema gestossen. Weder wohne ich in Kreuztal, noch werde ich, wenn dann höchsten unvermeidbar, irgendwann Kreuztal besuchen, durchfahren odgl.
Bisher, so war ich wenigsten als Naivgläubiger der Auffassung, daß der Erfolg einer schulischen Laufbahn eines Lernenden mehr von seiner Motivation und seinem Intellekt abhängt und weniger vom Namen der Schule. Ob eine Schule den Namen „Anne Frank Realschule“, „Holger Meins Hauptschule“ oder, na ja, eine etwas weit hergeholte Vorstellung „ Claudia – Roth – Gymnasium“ trägt ist für den Lernerfolg erst einmal sekundär.
Ich bin nach der Lektüre des Falles, ein Heiterkeitsausbruch folgte dem Anderen, zu der Überzeugung gelang, daß hier zwei ausgemachte Profilneurotiker am Werke sind und es stellt sich mir die Frage: Habt ihr euch während der Schulzeit ständig Dresche eingehandelt? Wart ihr die Klassenclowns? Keine Mädels abbekommen? Fragen über Fragen. Oder später: Soziologie oder ein ähnliches Regenbogenstudium angefangen und selbst da kläglich gescheitert? Irgend etwas in diese Richtung muß es gewesen sein. IMHO hättet ihr, wenn euch der Name „ Flick“ derart auf die Hypophysis schlägt, während der Schule das Gymnasium wechseln sollen und frisch, fromm, heiter das „Abitur, auf dem „ Erich Mielke Gymnasium“ machen sollen.
Nun zur finanziellen Angelegenheit. Warum um alles in der Welt sollen die Erben Flicks gefordert sein? Warum sollen sie auf ihre finanziellen Forderungen verzichten? Ihr Pumpernickel wollt doch etwas von den Flicks, die möchte allen Anschein nichts, aber auch absolut nicht von Euch. Eine solche schwachsinnige Forderung kann wirklich nur von den naivste Gutmenschen erhoben werden.
Friedrich Flick spendete, wenn denn die Zahlen stimmen im Jahr 1968 3.000.000 DM. Das entspricht dem Gegenwert von ca. 1.500.000 Euro. Nehmen wir mal eine jährliche Verzinsung von 5% an ( Freundschaftspreis, gut angelegt ist die Rendite wesentlich höher ). Aber sei´s drum, dann mach das mit Zinseszins 10.057.120 Euro ( grob gerechnet). Da nun Steuermittel keinesfalls in Frage kommen, denn dann hagelt es Verfahren vor den Verwaltungsgerichten, ist von jedem der beiden Namensgeschädigten ein Betrag von rund 5.000.000 Euro aufzubringen. Was glaubt ihr beiden, durch den Namen „Flick“ seelisch gestörten Schulgefrusteten wie groß die Solidarität eurer derzeitigen Unterstützer bei einer solchen Forderung für euch ist? Es wäre wie immer. In einem solchen Fall würden die heutigen Beifallbrüller mit eingezogenem Schwanz das Weite suchen, euch sitzen lassen und ihr wärt die Lachnummer der Nation.
Seid froh, daß ich die Sarkasmuskeule nicht herausgeholt habe, sondern in gewohnt ruhigem und besonnen Stil meine Gedanken zu diesem Schwachsinn zu „Papier“ gebracht habe. Denn andernfalls hätte ich euch beiden Aufmerksamkeitsheischern die Causa mit Verve um die Ohren gedroschen. Aber damit soll es auch genug sein, es wird sonst langweilig.
-
#1182
Jochen Peiper (Dienstag, 23 September 2008 13:53)
Das Niveau müsste doch jetzt massive den Fritz auf den >Plan rufen!
Wann belegt wer den Informatikraum? An FAZ Leser glaube ich ja eher nicht. -
#1181
Hmbf (Dienstag, 23 September 2008 13:37)
Ich kenn viele die Biermann spitze finden, aber nie CDU wählen würden.
Hart wie die CDU sich gebärdet. -
#1180
Liberal (Dienstag, 23 September 2008)
Eine Veränderung des Publikums stelle ich hier tatsächlich fest.
Aber deshalb direkt die FAZ damit in Verbindung bingen? Wahrscheinlich ist die FAZ jetzt das bevorzugte Blatt bei Hooligans. Oder sind in einem demokratischen Prozess Beschimpfungen á la "rot-grün lackierten Faschisten" und "kotzen angesichts der linken scheisse hier" konservative Ettikete?
Interessant ist dieser Auszug aus dem FAZ-Artikel: "Seither erreichten Bürgermeister Rudolf Biermann (CDU) mehrere tausend E-Mails"
Das hört sich doch nach mehr an, als die 250 Petitionen, die erwähnt wurden.
Gruss an alle, seid nett zueinander! -
#1179
Konservativer (Dienstag, 23 September 2008 12:06)
Spannend, wie sich hier das Publikum verändert, sobald ein Bericht in der FAZ auftaucht...
Die Diskussion um Rückzahlung ist doch so ziemlich die älteste und überflüssigste, die hier im Gästebuch geführt wurde. An wen soll man das Geld zurückzahlen? An Friedrich Christian Flick? Milliardär und größter privater Kunstsammler Europas? Oder seine Geschwister? Oder an die ehemaligen (noch lebenden) Flickschen Sklavenarbeiter? Letzteres wäre ja in Ordnung, auch wen denen mit 1,5 Mio. kaum geholfen wäre. -
#1178
Erich Paul (Dienstag, 23 September 2008 11:50)
Mensch widert ihr mich an, ihr rot-grün lackierten Faschisten!
-
#1177
flick der gute (Dienstag, 23 September 2008 11:38)
was für eine heuchelei. ich muss kotzen angesichts der linken scheisse hier.
-
#1176
Hans Dieter (Dienstag, 23 September 2008 11:14)
Konsequenterweise sollte die Schule nicht nur den Namen ändern, sondern auch das dreckige Geld zurückzahlen. Aber aus der Tasche derer, die sich für die Namensänderung einsetzen - oder soll etwa wieder der doofe Steuerzahler dafür aufkommen?
-
#1175
Rucki (Dienstag, 23 September 2008 10:27)
Mal ganz ehrlich, ich kann dieses ganze herumgeseiere der linkgrünen Dressurelite nicht mehr ertragen. Das Gymnasium heißt nach seinem Stifter, der hat Geld dafür gegeben. Wenn das der Dressurelite in Kreuztal nicht passt, dann soll sie Geld mit Zinsen sammeln, die Stiftung auslösen, und dann meinetwegen nach dem Massenmörder Mao nennen, denen sie in ihrer Jugend hinterhergelaufen sind. Der Bürgemeister soll mal endlich auf den Tisch hauen, und diese linksgrüne Mischpoke in Kreuztal in die Schranken weisen.
-
#1174
Irreversibel (Dienstag, 23 September 2008 05:11)
"Und wenn er sie schlechter behandelt hat ist es für mich EIN Grund gegen FLick, reicht aber für mich nicht aus!"
Einer? Fünfzigtausend. -
#1173
Kreuztaler (Montag, 22 September 2008 19:18)
Tritt der Bürgermeister eigentlich jetzt wirklich nicht mehr als Kandidat für die CDU an, wie es in der Westdeutschen Allgemeinen stand, oder hatte der Mensch von der Presse das was falsch verstanden? Hab mich gewundert, dass das in unserer Lokalzeitung hier noch nicht die Runde gemacht hat. Wäre ja ein starkes Stück. Fänds irgendwie aber auch angebracht, Biermann ist doch ein intelligenter und fähiger Mensch, kann sich doch nicht mit diesem Haufen vergleichen lassen.
-
#1172
TW (Montag, 22 September 2008 08:16)
Entschuldigung, aber die Schule ruft !
3) Setzt sich jemand mit Flick als Arbeitgeber in der BRD auseinander ? War er wirklich so außergewöhnlich sozial, wie behauptet wird. Ich hatte ja schon einmal auf die Aussperrungen in Stuttgart verwiesen. Ein Vergelich zu anderen Großkonzern tut m. E. ebenfalls Not. -
#1171
TW (Montag, 22 September 2008 08:14)
Ich fühle mich ein wenig an Cato erinnert, aber trotzdem:
1) Wo bleibt das Gegenvideo zum Kontraste-Beitrag (Gruß an HW Klein!) ?
2) Hat sich bereits jemand um den Bestand B 122 im Bundesarchiv gekümmert ? Dort wurden, wenn ich es richtig sehe, die Präsidialperioden Heuss und Lübke zusammengefasst. Ein eigenes Referat befasste sich mit einer Ordensfrage. Da müsste doch etwas zu FF zu finden sein. -
#1170
Jochen Peiper (Sonntag, 21 September 2008 22:55)
Der kürzeste Weg, sich zu verständigen, ist ein Fluch! (Ergebnis einer Allensbacher Studie)
Warum wiederholst du denn das noch mal, Fritz, wenn das eh pubertär ist?
Und unter um sich werfen verstehe ich aber ganz was anderes gibt aber keine kostprobe jetzt wegen des moralsichen Anspruchs.
-
#1169
Hannes Wader (Sonntag, 21 September 2008 22:30)
... sagt dazu in seinem Lied "Unterschriftensammlung" (hörenswert!):
Ich weiss ja Freunde, ihr habt Recht, so faengt man das nicht an -
So ueberzeugt man keinen Menschen, kommt an keinen ran.
Nun bin ich auch nur ein Mensch und auch bei mir kommt dann und wann,
ein Punkt an dem ich nicht mehr laenger cool und sachlich bleiben kann.
-
#1168
Fritz (Sonntag, 21 September 2008 21:58)
dass Patrick Fick, der "den Arsch voll Arbeit" hat, sich von dem Gästebuchschreiber Andree "mies angepisst" fühlt (Beitrag #1164), ist sein Problem. Dass er aber deshalb mit pubertären Kraftausdrücken um sich wirft, ist dem moralischen / sachlichen Anspruch dieser HP nicht gerade förderlich. Wahrscheinlich gilt aber auch hier wieder Beitrag #397.
Gruss
Fritz -
#1167
Junge (Samstag, 20 September 2008 11:34)
Andree, das ist doch Humbug. Du schreibst:
"Ich halte nach wie vor an dem Vorwurf fest, daß sich Hirsch und Fick hier weitestgehen heraushalten und halte es nach wie vor für schlecht!"
Dabei vergisst Du allerdings, das dies hier ein Gästebuch und kein Forum ist. Warum sollten die beiden, die alles was sie loswerden wollen in dieser Website verpackt haben, etwas in ihr eigenes Gästebuch schreiben? Doch nur aus gegebenem Anlass, oder? Und das tun sie dann ja auch. -
#1166
Hans-Walter Klein (Samstag, 20 September 2008 10:35)
Lieber Patrick!
Auch ich bewundere Deine Ruhe - und vor allem Deine erneute Bereitschaft, trotz anderweitiger Verpflichtungen auf Andree in solch argumentativer Form einzugehen.
Einige mögen es ja vielleicht nicht glauben, dass die "Chaoten" Fick und Hirsch neben der ihnen unterstellten "Wühlarbeit" auch noch ganz "normalen" Tätigkeiten in der realen Welt nachgehen.
Und dann noch einmal, damit das nicht vergessen wird, die Frage an die Kontraste-Geschädigten aus der Oberstufe: Wann kommt das Gegenvideo? Nach den Herbstferien vielleicht? Das müsste doch längst fertig sein.
Falls das Vorhaben inzwischen gestrichen wurde, wäre doch eine Mitteilung an alle Kampagnenfreunde angebracht. Vielen Dank! -
#1165
Flicks Enkel (Samstag, 20 September 2008 09:00)
Dieser Andree. Erst stimmt er den gebräunten Argumenten mancher CDUler zu, dann wieder doch nicht so ganz. Weil er offensichtlich keine wirklichen Argumente hat, greift er wieder zur persönlichen Diffamierung. Was für ein erbärmlicher Selbstdarsteller.
-
#1164
Patrick Fick (Samstag, 20 September 2008 08:29)
Lieber Andree,
ich habe zwar den Arsch voll Arbeit aber vielleicht mögen Sie mich ja mal anrufen, ich würde es so gern verstehen!
Als Reaktion nur zwei Dinge:
1.In Beitrag #1135 heißt es u.a.:
"... Diese Initiative hat sich über eine Kampagne bis zu einer Hetzkampagne ausgedehnt die mit Sachlichkeit, Objektivität und Niveau nichts mehr zu tun hat.
Patrick Fick ruft seine Grünen-Linken „Freunde“ auf doch bitte ein paar Petitionen zu schreiben, da ihm die bis dahin eingegangenen 250 wohl doch ein bißchen zu wenig waren, das erstellte Gutachten wird von Oliver Hirsch kurzerhand für unbrauchbar erklärt und durch einen Beitrag bei Spiegel online wird ein umfangreiches und komplexes Thema mit ein paar Zeilen abgearbeitet, was zu einer ähnlich einseitigen und verzerrten Darstellung wie im Kontraste-Beitrag führt."
--> Ich stelle also fest, dass in der Aufzählung, warum hier eine "Hetzkampagne" betrieben wird, der Artikel von Spiegel-Online auftaucht. Dort steht außerdem DURCH, stellt also ziemlich klar eine Verbindung her von den angeblichen handelnden/hetzenden Personen die DURCH ein bestimmtes Medium ein bestimmtes Ziel erreichen.
2. In Beitrag #1145 heißt es u.a.:
"Bevor mir jetzt jemand damit kommt, ich halte Herrn Wixforths Studie für falsch, nein das tue ich nicht. Ich halte sie nur nicht für das maß aller Dinge. Ich kann daraus für mich keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Und ich ich betrachte mehr als nur 12 Jahre."
--> Wie kann man etwas "nicht für das maß aller Dinge" halten, wenn man es nicht gelesen hat? Wenn man schreibt, man habe keine neuen Erkenntnisse aus etwas gewinnen können, dann sollte man der Ehrlichkeit halber dazu schreiben, dass man etwas gar nicht gelesen hat. So wird in diesen Zeilen ziemlich klar der Eindruck deutlich, als haben Sie die Studie gelesen und kommen deshalb zum Schluß: Werner Irle hat recht.
Darauf beschränke ich mich jetzt mal, wunder mich nur selbst darüber wie freundlich ich noch bleiben kann, wenn man so mies angepisst wird. Muss aber gestehen, dass ich schon seit längerem den Verdacht habe, dass es sich bei Andree um einen Maulwurf handelt. Biete aber noch einmal ein Telefongespräch an und bin auch Bereit mein Priemel-Buch (Titel: "Flick") zu verleihen.
Und wenn Sie das alles nicht zur Kenntnis nehmen wollen, wünsch ich noch ein schönes Leben. -
#1163
Andree (Samstag, 20 September 2008 07:45)
Ich bin es wirklich leid! Schon wieder werden mir hier Dinge in den Mund gelegt die ich nicht gesagt habe oder in Äußerungen etwas hineininterpretiert wofür jegliche Grundlage fehlt. Ich habe nicht gesagt, daß Hirsch/Fick für speiegel-online verantwortlich sind! Ich habe nirgends angedeutet mich intensiv mit dieser Studie beschäftigt zu haben, und warum ich die Ostblockarchive nicht weiter kommentieren wollte, habe ich auch erklärt. Ob Flick seine Arbeiter besser oder schlechter behandelt hat als andere, kann ich nicht beurteilen, aber auch das habe ich schon einmal gesagt!! Und wenn er sie schlechter behandelt hat ist es für mich EIN Grund gegen FLick, reicht aber für mich nicht aus!
Es ist Hirschs/Ficks Aufgabe hier umfangreiche und vollständige Informationen bereitzstellen. Nicht meine. Wo sind z.B. die Informationen über Flicks Nachkriegsbetriebe und die damit erreichten Erfolge?
Wenn Hirsch mit betretenem Gesicht durch Kreuztal läuft und eine Stimme aus dem Off sagt, daß er sich nicht zum Rathaus wagt, dann ist das einfach eine Unverschämtheit!
Wo bitte habe ich hier jemandem unterstellt Geld hiermit verdienen zu wollen? Auch hier wird mein Eintrag wieder umgedeutet oder etwas hineinterpretiert was nicht da ist. Was ich hier für propagandistisch halte, habe ich mehrfach gesagt. Zum Beispiel Hirschs Auftreten in der Öffentlichkeit oder wenn einem das Bild eines toten Zwangsarbeiteers beim Öffnen dieser Seite entgegenspringt.
Ich halte nach wie vor an dem Vorwurf fest, daß sich Hirsch und Fick hier weitestgehen heraushalten und halte es nach wie vor für schlecht!
Was Fick in der Lage ist zu akzeptieren und was nicht sehe ich hier. Auch das reicht mir!
Daher werde ich mich jetzt wirklich raushalten. Ich bin es wirklich leid!! -
#1162
Patrick Fick (Freitag, 19 September 2008 19:54)
Lieber Andree,
1. Ja, nach dem Beitrag bei Spiegel-Online (für den übrigens nicht wir, sondern der Autor Nils Klawitter verantwortlich ist) sind hier zahlreiche Gästebucheinträge eingegangen. Viele waren niveaulos, man darf aber nicht übersehen, dass die Mehrheit einfach nur Anerkennung und Verständnis für diese Initiative geäußert hat, einige haben ihr Unverständnis geäußert. Es gab unsachliche Anschuldigungen von beiden Seiten. Aber auch dafür sind wir nicht verantwortlich.
2. Ihren Eindruck, es ist alles gesagt teile ich im Großen und Ganzen. Diese Stimmung hat sich auch schon bei der Vorstellung der Studie "Der Flick-Konzern im Dritten Reich" in der Weißen Villa breit gemacht, an deren Ende viele gefragt haben: Und was nun, jetzt ist doch alles klar? Wie wir wissen wird es eine Entscheidung aber erst im November oder später geben.
3. Ist mir nicht ganz klar, warum Sie klare Zustimmung zum Leserbrief von Werner Irle signalisieren, sogar andeuten sie hätten sich intensiv mit der Studie beschäftigt, nun aber auf ihre Bedenken bezüglich der "Ostblockarchive" nicht eingehen möchten. Sie halten die Aussage von Werner Irle, die Zwangsarbeiter seien in Flicks betrieben den damaligen Umständen entsprechend gut behandelt worden für zugespitzt. Ich halte es für eine Lüge und keine Zuspitzung und verweise, wie dies andere schon getan haben, auf die Studie "Der Flick-Konzern im Dritten Reich", die sie ja (so deuten sie es an) gelesen haben. Warum können Sie dann hier nicht klipp und klar auch einmal schreiben: Flick hat in seinem Konzern Zwangsarbeiter in menschenunwürdiger Art und Weise beschäftigt und er hätte die Gelegenheit gehabt diesen Missstand zu beheben und sich nach dem Krieg zu entschuldigen sowie eine finanzielle Entschädigung zu leisen. Stimmen Sie diesem Satz auch zu und wenn nicht, auf welche Quelle stützen Sie sich dabei?
3. Sie bemängeln den Aufbau dieser Seite. Bitte beachten Sie, dass wir ausdrücklich darum bitten sich zu beteiligen. Wenn Sie uns einen Beitrag zu Flick zukommen lassen, so werden wir diesen hier veröffentlichen. Ich habe übrigens auch Werner Müller angeboten ohne Zensur oder inhaltliche Beschränkung seine Meinung hier in einem Beitrag zur Diskussion zu stellen. Ich habe auf eine freundliche Email hin nicht einmal eine Empfangsbestätigung bekommen.
4. Sie bemängeln, wie sich Oliver Hirsch im Radio oder Fernsehen präsentiert. Ich kann nicht für ihn sprechen, aber ich habe den Eindruck gehabt, dass er nicht nach einem festgelegten Plan oder Drehbuch handelt, sondern auf Fragen der Journalisten antwortet. Das er nicht in die Kamera sagt Friedrich Flick ist mein Kumpel dürfte niemanden verwundern.
5. Sagen Sie "Die(Selbst)Darstellung der Initiatoren hat für mich bisweilen propagandistische Züge." Erstens: Wo stelle ich MICH dar? Ich bin nach wie vor Fassungslos, dass es Menschen gibt, die glauben, wir haben uns Anfang des Jahres gedacht: Jawohl, wir wollen reich und berühmt werden, wie stellen wir das an? Genau, wir machen was zum Flick-Gymnasium! Wir bekommen weder Geld für unser Engagement, im Gegenteil wir bekamen und bekommen ziemlich viele Tritte in den Arsch und by the way: Zeit ist Geld! Zweitens: Wenn Sie uns und damit mir vorwerfen, ich würde mich propagandistisch darstellen oder darstellen lassen, dann erwarte ich, dass sie zumindest mehr als einen Beleg dafür bringen und diese Haltung begründen.
6. Werfen Sie uns vor, wir würden uns aus der Diskussion hier heraushalten, dabei sollten wir doch die Aktivisten sein. Bitte? Ich lasse mir doch nicht von A vorwerfen ein Terrorist und Propagandist zu sein, um mir von B vorwerfen zu lassen ich hielte mich aus der Diskussion heraus. Es ist doch der beste Beleg für die Pluralität der Initiative, dass sie hier nicht nur von zwei Menschen geführt wird. Übrigens in der Lokalpresse auch nicht.
7. Schreiben Sie "Wenn jemand für sich selbst zu dem Schluß kommt der Name Friedrich-Flick-Gymnasium sei unpassend, dann hat er dafür (hoffentlich gute) Gründe und ich kann dies akzeptieren. Umgekehrt sollte es genauso sein." Ich kann diesen Satz nur teilweise akzeptieren. Ja, ich akzeptiere es, wenn jemand zu dem Schluss kommt der Name FFG Gymnasium sei passend. Jedoch behalte ich es mir vor die "hoffentlich guten" Gründe zu prüfen und zu versuchen mein Gegenüber davon zu überzeugen, dass es eben keine guten Gründe sind. Genau dies ist die Art und Weise der Diskussion, die wir führen möchten. Und wenn Sie mit guten Gründen den Leserbrief von Werner Irle meinen, dann kann ich in diesem Leserbrief Gründe erkennen, daher auch keine guten Gründe. -
#1161
Andree (Freitag, 19 September 2008 18:57)
Eins gleich vorweg, dieser Eintrag wird nicht viel mit dem eigentlichen Thema dieser Seite zu tun haben.
@Henning Klein
Zugegeben meine ersten Einträge hier waren spontan und recht impulsiv und auch OHNE dieses Gästebuch und den Rest der Seite zu kennen. Das habe ich schrittweise nachgeholt, denn es gehört für mich zu einer Diskussion dazu alles daran wahrzunehmen.
Gerade das ist aber auch etwas, was mir hier oft "sauer aufgestoßen" ist. Einige haben sich die Mühe gemacht sehr lange und umfangreiche Kommentare zu verfassen. Solche Beiträge wurden in den meisten Fällen mit wenigen Sätzen kommentiert, in denen man sich auf nur wenige "Schlagworte" aus den vorangegangenen langen Äußerungen gestürzt hat. Auch das habe ich schon einmal hier gesagt und bemängelt.
Daß sie den "Nebenkriegsschauplatz" auf sich bezogen haben liegt wohl an einem Mißverständnis, denn ich wollte das "Urheberrecht" nicht ihnen zusprechen, sondern allgemein zum Ausdruck bringen, daß ich diesen Begriff unpassend finde.
Mein Vorwurf sie seien an weiteren Argumenten nicht interresiert beinhaltet einen sprachlichen Fehler. Streichen sie das Wort "weitere".
Welche Argumente für mich persönlich für die Beibehaltung des Namens sprechen, habe ich meiner Meinung nach ausführlich hier erklärt. Falls mir weitere einfallen, werde ich sie vermutlich hier äußern, obwohl ich zugeben muß, daß mein Interesse weiterhin an der Diskussion teilzunehmen in letzter Zeit abnimmt. Zum einen, weil nach dem spiegel-online-Beitrag das Gästebuch mit niveaulosen, beleidigenden und unqualifizierten Kommentaren geflutet wurde. Zum anderen, weil ich den Eindruck habe es ist alles gesagt. Es gibt hier nichts Neues mehr zu lesen, denn alle Argumente für und wider wurden bereits mehrfach geäußert. Wiederholungen haben da keinen Nutzen.
Insofern ist hoffentlich auch deutlich geworden, daß ich keinen Ausgang suche, sondern begründen will warum ich nicht weiter auf meine Bedenken an Ostblockarchiven eingehen will. Zudem stützt sich meine persönliche Argumentation auch nicht auf diese Quellen.
Was ich jedoch seit längerem hier bemängel, ist die Art und Weise wie diese Seite aufgebaut ist. Ich bin nach wie vor der Meinung, daß die Herren Fick und Hirsch eine recht Einseitige Darstellung von Friedrich Flick präsentieren. Als besonders negativ empfinde ich es wie sich Oliver Hirsch im Radio und Fernsehen präsentiert. Ein gejagter verachteter Mensch der in Kreuztal das Schlimmste zu befürchten zu haben scheint. Die(Selbst)Darstellung der Initiatoren hat für mich bisweilen propagandistische Züge. Zudem hält sich Oliver Hirsch hier weitestgehend aus der Diskussion raus. Schade, denn gerade er und sein Partner sollten eiegntlich die Aktivsten hier sein. Insofern Hans-Walter Klein teile ich ihre Meinung über die Initiatoren nicht.
Abschließend noch eines. Als gebürtiger Kreuztaler und ehemaliger FFG-Schüler war ich durchaus über Freidrich Flick informiert. Gut, einiges habe ich hier und auch in andere Quellen gelesen, was mir neu war. Allerdings nichts was mir als wesentlich erscheint und dazu geeignet war oder ist meine Haltung zum Schulnamen zu ändern. Ich habe für mich das Für und Wider abgewogen und für mich daraus ein Resultat gezogen. Dieses Recht haben wir hier in Deutschland zum Glück, aber auch die Pflicht andere Meinungen zu akzeptieren. Wenn jemand für sich selbst zu dem Schluß kommt der Name Friedrich-Flick-Gymnasium sei unpassend, dann hat er dafür (hoffentlich gute) Gründe und ich kann dies akzeptieren. Umgekehrt sollte es genauso sein.
-
#1160
Dieter Gebauer (Freitag, 19 September 2008 14:26)
Die Diskussion um die Umbenennung des Friedrich-Flick-Gymnasiums verfolge ich mit großem Interesse, nicht nur als Kreuztaler Bürger, sondern auch weil meine Tochter dieses Gymnasium besucht und weil ich selbst dem Förderverein dieser Schule angehöre.
Nach meiner Wahrnehmung haben die Qualität des Gymnasiums und dessen Name nichts miteinander zu tun.In unserer Familie hat aber die „Flick-Debatte“ ihren festen Platz. Um es vorweg zu sagen, in unserer Familie wünscht sich jeder die Umbenennung des Friedrich-Flick-Gymnasiums. Das soll aber nicht heißen, dass in Zukunft Flick in Kreuztal totgeschwiegen wird. Er sollte endlich so umfassend und objektiv wie möglich dargestellt werden.
Es sollte daher nicht verheimlicht werden, dass Flick vor etwa 40 Jahren 5 seiner Unternehmen angewiesen hat mit zusammen 3 Mio DM eine Anschubfinanzierung für den Bau eines Gymnasiums in Kreuztal zu leisten.
Das Gymnasium wäre sonst ein paar Jahre später gebaut worden.
Eine Erinnerungstafel an Friedrich Flick, die über den Zusammenhang von Flick, Kreuztal und Gymnasium informiert, an gut sichtbarer Stelle innerhalb der Schule angebracht, würde der Flickschen Spendabilität völlig genüge tun.
Solch eine Tafel würde auch weiterhin die Auseinadersetzung mit der Person und den Taten Flicks fördern.
Benennt man dagegen das Gymnasium nach diesem wohl bekanntesten Sohn der Stadt, so entsteht regional und vor allem überregional der Eindruck, dass in Kreuztal ein verurteilter Kriegsverbrecher rehabilitiert und hofiert wird.
Diesem Eindruck sollte sich Kreuztal schleunigst entziehen
-
#1159
Hans-Walter Klein (Freitag, 19 September 2008 14:20)
Angesichts der Schmutzkübel, die von der offensichtlich unbelehrbaren Seite einer großen Kreuztaler Ratsfraktion in den Spalten der Heimatzeitungen über die beiden verdienstvollen Initiatoren dieser Site (LG nach Bremen und Hessen!) ausgegossen wurden, freue ich mich über Ihren Eintrag sehr, Herr Steuhl.
Der WAZ-Artikel gibt zu denken!
-
#1158
Hermann Steuhl (Freitag, 19 September 2008 12:45)
Ich bedanke mich persönlich bei den Herausgebern dieses Internetauftritts. Hier werden für den interessierten Zeitgenossen Informationen aufbereitet, die sonst nur sehr mühsam zu erschließen sind.
Ich verfolge interessiert die aktuelle Diskussion in der Siegener Zeitung. Auch in meinem persönlichen Umfeld wird die geforderte Namensänderung leidenschaftlich und ernsthaft diskutiert. Dabei wird mir bewußt, welcher Verantwortung sich Entscheidungsträger zu stellen haben.
Bei der Namensgebung haben sich die Entscheider (ich gehöre selbst zu diesem Personenkreis)seinerzeit festgelegt. Es werden (wurden)viele Argumente und Informationen ausgetauscht. Ohne eine persönliche Wertung dieser Argumente und Informationen vornehmen zu wollen, verstärkt sich mein persönlicher Eindruck immer mehr, daß der so genannte Zeitgeist das Zepter in der Hand hält.
Sehr gut finde ich jedenfalls, daß es bei uns (noch) die Möglich-keit gibt,in der breiten Öffentlichkeit über solche Fragen "laut" nachzudenken und seine eigene Meinung kund zu tun. Wenn dabei dem Einen oder Anderen der tiefere Sinn von "Recht" oder "Unrecht" (hier z.B. der Namensgebung) erkennbar wird, rechtfertigt das die aufgewendeten Bemühungen. Deshalb Hut ab vor den Initiatoren des Internetauftritts Flick-ist-kein-Vorbild -
#1157
Herostratos (Freitag, 19 September 2008 11:26)
kurze Anmerkung:
Es wird hier immer das Argument gebracht, während der Nazizeit hätten die meisten Deutschen bereitwillig das System unterstützt und sich in irgendeiner Weise sich an den Verbrechen beteiligt. Deshalb sei es scheinheilig gerade Herrn Flick herauszugreifen.
Fakt ist aber, dass Hitler bei der letzten (freien) Reichstagswahl im Nov. 1932 nur von 33% der Deutschen gewählt wurde. Auch gab es genug Deutsche, die sich nicht AKTIV am Regime beteiligten oder von ihm profitierten. Über eine Million Deutsche sind im Kampf gegen die Nazi- Dikatur gestorben.
Es gab sehr wohl die Möglichkeit sich dagegen zu entscheiden. Wenn hier jetzt einige versuchen die Verbrechen von Herrn Flick zu relativieren, indem sie auf die "Kollektivschuld" aller Deutschen verweisen, ist das ein Schlag ins Gesicht all jener aufrechten Deutschen die sich nicht mit dem Regime gemein machten.
Man muss halt immer genau differenzieren und Herr Flick war ein Verbrecher der übelsten Sorte und eine Schande für unser Land.
-
#1156
Henning Klein (Freitag, 19 September 2008 10:48)
@Andree
Ich bin zunächst darüber erfreut, dass Sie dieses Gästebuch so gründlich studieren. Das Gästebuch hat es wohl auch verdient.
Ich muss aber der Ehre halber darauf hinweisen, das die „Urheberrechte“ für den Begriff „Nebenkriegsschauplätze“ nicht bei mir liegen. Dies geht auf jemanden anderen zurück.
„Darüber hinaus sind sie ja an weiteren Argumenten für die Beibehaltung des Namens eh nicht interessiert (siehe ebenfalls #833)“
„weitere Argumente“ .. so so, es gibt also noch weitere Argumente für die Beibehaltung des Namens!!
Also Argumente, die bisher nicht genannt worden sind. Schade, das Andree uns diese nun vorenthalten will.
Oder sucht da einer einen Ausgang??!!! Ich hoffe, wir lesen auch in Zukunft nocht etwas von Andree.
Herzlichst
Henning Klein
-
#1155
Christian Peters (Freitag, 19 September 2008 09:32)
Es ist interessant, wie hier teilweise gegenseitig versucht wird, mittels "Argumenten" persönliche Werturteile von Gästebuchschreibern zu Flicks Vita in Frage zu stellen.
Die einen bewerten Flicks Vita so, dass er durch das Absitzen seiner Haftstrafe udn seinen Leistungen im kulturellen, sozialen und wissenschaftlichen Bereich resozialisiert wurde und somit als Förderer Namensgeber einer Schule sein kann. Dies ist eine Haltung die man haben kann, auch unter Berücksichtigung von Flicks schwerer Schuld.
Für andere wiederum ändert "eine angebliche Resozialisierung durch das Verbüßen seiner Haftstrafe" (#615) aufgrund der Schwere seiner Schuld nichts daran, dass Flick als Namensgeber völlig ungeeignet ist. Auch dies ist eine Haltung, die man haben kann.
Beide Positionen stehen scheinbar unversöhnlich gegnüber, allerdings würde es nicht einer gewissen Intoleranz entbehren, eine der beiden Haltungen als einzig "richtige" darzustellen und gleichzeitig die andere als "falsch" mit allen Mitteln der (rhetorischen) Kunst abzuwerten. -
#1154
Hans-Walter Klein (Freitag, 19 September 2008 00:23)
@Andree B.
Ich stecke nicht hinter #1152, bin aber an der Antwort interessiert.
Alle hier warten natürlich auf Argumente für die Beibehaltung des Namens, allein es konnte niemand hier ernsthaft welche liefern (vielleicht, weil es keine ernstzunehmenden gibt?) - Wenn Sie, Andree B., sich mit Äußerungen von Müller und Irle gemein machen, haben Sie sich leider disqualifiziert. Sorry.
-
#1153
Lieber "Lieber Andree" (Donnerstag, 18 September 2008 19:50)
Dat gerrett doch net! He kaa ma schwätze wie ma will, de Lüh begriffe net, dat ech immer noch net obb annonyme Beiträge aaworte on wenn se Argumente net seh'n wolle, nütz et och nix et immr wearer ze wearerhoole.
Nodda
Andree -
#1152
Lieber Andree (Donnerstag, 18 September 2008 19:17)
Alle hier warten natürlich auf Argumente für die Beibehaltung des Namens, allein es konnte niemand hier ernsthaft welche liefern (vielleicht, weil es keine ernstzunehmenden gibt?) - Wenn du, Andree, dich mit Äußerungen von Müller und Irle gemein machst, hast du dich leider disqualifiziert. Sorry.
-
#1151
Andree (Donnerstag, 18 September 2008 19:09)
Nein Henning Klein, ich werde keine näheren Ausführungen dazu machen, da auch sie mir dann früher oder später wieder mit dem "Nebenkriegsschauplatz" kommen (siehe z.B. #833). Nebenbei bemerkt, ich finde diese Wort völlig unpassend, da ich mich nicht in einem Krieg befinde.
Darüber hinaus sind sie ja an weiteren Argumenten für die Beibehaltung des Namens eh nicht interessiert (siehe ebenfalls #833) -
#1150
zu 1149 (Donnerstag, 18 September 2008 15:28)
ostblock-archive sind "Nebenkriegsschauplätze"; die frage ist nach wie vor, warum hier krampfhaft versucht wird, erst einem schulnamen eine vorbildfunktion anzudichten (die schule wurde schlicht und ergreifend nach ihrem förderer benannt), um anschließend dieses "Vorbild" zwecks namensänderung zu diskreditieren.
-
#1149
Henning Klein (Donnerstag, 18 September 2008 08:38)
Andree
es ehrt mich natürlich, von Ihnen überschätzt worden zu sein.Insoweit danke!!
Warum sind Ostblock-Archive mit Vorsicht zu genießen? Können Sie nähere Ausführungen machen? Auch warum dann die Herren Wixforth, wie Ihr geschätzter Herr Irle meint, diesen Archiven "dann auf den Leim gegangen gegangen sind"
Wegen der Sachlichkeit wäre es schön hierzu Fakten zu erhalten.
Herzlichst
Henning Klein -
#1148
Andree (Donnerstag, 18 September 2008 06:17)
Ließ einfach mal alle meine Beiträge Benjamin, dann wirst du feststellen, daß ich nicht nur "Kritiker angreife".
Der unterschwellige Vorwurf ich habe mich der Geschichte nicht gestellt ist ebenfalls fehl am Platz. Aber auch dazu einfach mal alles lesen.
Andere stehen hier nicht mal zu ihrem eigenen Namen, denn den zu schreiben bildet auch - und zwar die Leser... -
#1147
Benjamin Krohn (Donnerstag, 18 September 2008 01:33)
An alle NAmensverteidiger:
einfach ein paar Argumente hier in die Debatte werfen, was Flick alls Namensgeber und Vorbild positiv qualifiziert wäre schon nett. Nur die Kritiker anzugreifen ist etwas dünn.
12 Jahre versagt zu haben ist das eine, sich dann aber nie zu Entschädigungen an die Ausgebeuteten durchgerungen zu haben, das andere. Macht etwas mehr als 12 Jahre Versagen. Wird dies aufgwogen durch einfach nett sein und paar Millionen-Spenden aufgewogen, wie es die Traueranzeige nahelegt?
Lob an die Leute in Kreuztal, die hier nicht Ruhe geben. Lob an die Flick Enkel, die sich ihrer Familiengeschichte stellen und etwas weiter sind als Andree u.ä. -
#1146
Lesen bildet (Mittwoch, 17 September 2008 22:33)
@Andree:
Haben Sie das Buch von Johannes Bähr/Axel Drecoll/Bernhard Gotto/Kim Christian Priemel/Harald Wixforth gelesen, wenn Sie schreiben "Ich kann daraus für mich keine neuen Erkenntnisse gewinnen"?
Und wenn ja, wie können Sie dann schreiben "Die Behauptung, daß die Zwangsarbeiter ordentlich behandelt wurden ist sicher provokant [...] Ob sie besser oder schlechter als anderswo behandelt wurden, kann ich nicht beurteilen. Daran ändert sich für mich auch nichts durch Herrn Wixforths "neue" Erkenntnisse. Im Übrigen kann ich mich Herrn Irles Meinung im großen und ganzen anschließen."?
Sie sollten zumindest einen kurzen Abschnitt noch einmal nacharbeiten, ich empfehle in der Studie der oben genannten Herren (Die Evaluierungsgruppe der Leibnitz-Gesellschaft vermerkte zu dieser Studie „Das IfZ befindet sich hier an der Spitze der modernen, internationalen NS-Forschung.“) noch einmal die Seite 542 nachzuarbeiten! Dort wird berichtet, dass die Nazis selbst die Zustände in Flick-Fabriken für zu schlecht befunden haben! (Man(n) kann natürlich auch hier die Quellen anzweifeln, immerhin sind es Nazi-Dokumente, aber so ist das nunmal bei Originalquellen).
Und was die Begrenzung auf 12 Jahre angeht (by the way: in beiden aktuellen Büchern über Flick werden auch die Jahre vor und nach dem Dritten Reich betrachtet, was Flick nicht besser macht): Da warten wir doch ruhig darauf, wenn im kommenden Jahr die Studie der Flick-Enkelin erscheint. Diese hat immerhin die gesamte Konzerngeschichte (von der Geburt des Opas bis zum Verkauf des Konzerns in den 80ern) erforschen lassen. -
#1145
Andree (Mittwoch, 17 September 2008 21:08)
Die gewünschte Stellungnahme zu Herrn Irles Leserbrief will ich nicht schuldig bleiben Henning Klein. Die Behauptung, daß die Zwangsarbeiter ordentlich behandelt wurden ist sicher provokant...wie so viele Äußerungen in dieser Diskussion. Ob sie besser oder schlechter als anderswo behandelt wurden, kann ich nicht beurteilen. Daran ändert sich für mich auch nichts durch Herrn Wixforths "neue" Erkenntnisse. Im Übrigen kann ich mich Herrn Irles Meinung im großen und ganzen anschließen. Flick und die deutsche Geschichte wird auf 12 Jahre reduziert, was ich auch schon oft genug hier gesagt habe, Ostblockarchive sind auch für mich mit Vorsicht zu genießen und wie man an diversen Eintragungen hier sieht, werden tatsächlich Kreuztaler Bürger als Nazis beschimpft. Meine Meinung zum Kontraste-Beitrag habe ich glaube ich schon hinlänglich geäußert.
Bevor mir jetzt jemand damit kommt, ich halte Herrn Wixforths Studie für falsch, nein das tue ich nicht. Ich halte sie nur nicht für das maß aller Dinge. Ich kann daraus für mich keine neuen Erkenntnisse gewinnen. Und ich ich betrachte mehr als nur 12 Jahre.
Oliver Hirsch macht es sich da wie gesagt leichter. Das erstellte Gutachten wird kurzerhand für unbrauchbar erklärt.
Bezüglich der Leserbriefe auch noch eine kurze Bemerkung zu Herrn Müller. Ich wäre auch froh, wenn man sich solche Diskussionen sparen könnte und endlich Schluß wäre. Aber auch das habe ich schon einmal gesagt.
Was ihre Bemerkung zu meiner Anonymität angeht, Henning Klein, habe ich sie wohl überschätzt. Bei aufmerksamen Lesen wäre ihnen aufgefallen, daß ich mich hier keineswegs anonym zu Wort melde. Kleiner Tipp, einfach nochmal #781, 782 & 784 lesen. Warum sie mich allerdngs mit "Werner Andree" ansprechen weiß ich nicht.
@ Jochen Peiper
Von wem dieser Vorwurf kam, ist für mich zweitrangig, aber danke für Ihre den tollen Preis! ;-) -
#1144
verbissenst (Mittwoch, 17 September 2008 20:46)
Vor allem erstaunt mich das diese Verbissenheit meistens im Verbund mit Aussagen á la "Habt ihr nicht besseres zu tun?" auftaucht. Wahrscheinlich auch nur eine online.mobilmachung der CDU.
-
#1143
verbissen (Mittwoch, 17 September 2008 18:01)
erstaunlich eigentlich mit welchem Ernst und mit welcher Verbissenheit die Gegner einer Umbenennung hier auftreten (freilich ohne Argumente jenseits von "Jetzt ist aber mal Schluss ihr Lausbuben" oder persönliche Verunglimpfungen zu bringen).
Möööööönsch ihr Kreuztal, tragt es doch mit ein wenig mehr Fassung und Humor, dass ihr mal einen Fehler gemacht habt und alles wird doch gut, die Kohle könnt ihr ja behalten. Wo bleibt denn der berühmt-berüchtigte Sejerlänner Humor? -
#1142
gähn? (Mittwoch, 17 September 2008 14:33)
@maik
Natürlich ist ein Mensch nie "nur gut" oder "nur schlecht". FF ist in Nürnberg verurteilt worden, dann wurde er begnadigt. Er hat seine Schuld also gebüßt. Weshalb also enteignen?
Allerdings disqualifiziert ihn eben diese Schuld als Namensträger eines Gymnasiums zu dienen.
Nie hat hier jemand etwas gegen die Familie Flick geschrieben.
Im Gegenteil, diese BI existiert wahrscheinlich überhaupt nur, weil ein mit dem Erscheinen der von einem Enkel von FF finanzierten Studie konzertiertes Thematisieren der Namensgebung zum ersten mal seit Gründung der Schule eine echte Auseinandersetzung mit der Problematik verspricht.
Ausserdem glaubt doch wohl keiner, dass exponierte Gestalten wie Mick Flick nach dieser Studie, die es übrigens moralisch erst ermöglicht hat die Flick-Collection in Berlin zu zeigen, von Kreuztal auch nur einen Euro fordern werden. -
#1141
Henning Klein (Mittwoch, 17 September 2008 10:37)
@ Junge
M.E. könnte man den Leserbrief der stellvertretenden Bürgermeisterin als Anfang einer Hetzkampagne werten. Ich gehe aber davon aus, dass Bürgermeister Biermann dann da doch einen Riegel vorgeschoben hat.
M.E. ist aber offensichtlich, dass zumindest die stellvertr. BM Frau Seibt versucht hat, die Lehreschaft einzuschüchtern. Man wird sehen, ob ihr dies gelungen ist.
Herzlichst
Henning Klein -
#1140
Henning Klein (Mittwoch, 17 September 2008 10:29)
@ Werner Andree
Hallo Andree, könntest Du mal zu meinem Eintrag # 885 Stellung nehmen. Mich interessiert sehr, was Du über Werner Irles Leserbrief denkst. Gerade auch wegen Deinem Eintrag # 883.
Herzlichst
Henning Klein
P.S. Apropos anonym. Bist Du das nicht auch??!!
-
#1139
Junge (Mittwoch, 17 September 2008 10:25)
-> Andree
Also Andree, ich finde es unverschämt diese BI oder von mir aus auch Kampagne als Hetzkampagne zu bezeichnen. Was ist das Problem? Dass bürgerlich Medien über einen mehrheitlich als Missstand empfundenen Zustand berichten? Wenn was dran wär an den Argumenten für den FF-Namen hätte doch irgendwer drüber berichtet; und sei es nur der Bayern-Kurier.
Eine Hetzkampagne ist so etwas wie das was der Enteignung der Juden in Deutschland vorausging. Übrigens würde Flick da einiges zu sagen können, wie Du ja sicher wiesst.
Niemand hat Kreuztal durch den Dreck gezogen; vielmehr wurde hier sehr oft Kreuztal zu seinen mutigen Initiatoren beglückwünscht.
Durch den Dreck ziehen vielmehr einige Namensbefürworter die Initiatoren.
Also lass mal die Kirche in Ernsdorf. -
#1138
Maik (Mittwoch, 17 September 2008 10:13)
>> Andree: Eine kurze Bemerkung noch zu Eintrag #971. Diese Entscheidung kann hier nicht jeder nachvollziehen. (Gymnasium Tegernsee)
Das kann ich allerdings auch nicht nachvollziehen.
Die Angelegenheit erinnert mich stark an die Diskussionen um Günther Grass und Papst Benedikt XVI. Gerne würde ich wissen, welche militärische Bezeichnung die lautstarken Kritiker zu jener Zeit getragen hätten. Von außen ist es immer leicht mit dem Finger zu zeigen, wenn die Umstände nicht mehr gegeben sind.
Oft hat man den Eindruck, es geht nur darum, eine Person nieder zu machen und auszugrenzen, wie es nunmal soziale Sitte ist, um sich selbst identifizieren zu können. -
#1137
Priest (Mittwoch, 17 September 2008 08:27)
Das mit dem Namen find ich noch nicht mal so schlimm. Die Schule würde auch gar nicht so heißen, wenn Flick sie nicht bei der Gründung gefördert hätte. Viel schlimmer find ich, daß ein Kriegsverbrecher ein Verdienstkreuz hat. Da solltet ihr mal eine Petition beim Köhler einreichen, um die Verleihung rückgängig zu machen. Gute Gründe dafür habt ihr ja genug. Außerdem wenn das verdienstkreuz erst gekippt ist, dürfte eine Umbenennung der Schule nur noch Formsache sein.
Herzliche Grüße
Priest
-
#1136
Jochen Peiper (Mittwoch, 17 September 2008 06:55)
Der Checker-Preis für Sachlichekit nd genaues Hinschauen, gegen Verzerren und Diffamieren geht an Andree.
Seibt war es, nicht Irle, die die beliebte und mutige Lehrerin anging. -
#1135
Andree (Mittwoch, 17 September 2008 05:53)
In den letzten Tagen hat sich ja hier einiges getan. Vor allem aber eines. Diese Initiative hat sich über eine Kampagne bis zu einer Hetzkampagne ausgedehnt die mit Sachlichkeit, Objektivität und Niveau nichts mehr zu tun hat.
Patrick Fick ruft seine Grünen-Linken „Freunde“ auf doch bitte ein paar Petitionen zu schreiben, da ihm die bis dahin eingegangenen 250 wohl doch ein bißchen zu wenig waren, das erstellte Gutachten wird von Oliver Hirsch kurzerhand für unbrauchbar erklärt und durch einen Beitrag bei Spiegel online wird ein umfangreiches und komplexes Thema mit ein paar Zeilen abgearbeitet, was zu einer ähnlich einseitigen und verzerrten Darstellung wie im Kontraste-Beitrag führt.
Das alles wirkt! Schon melden sich zig Leute zu Wort die weder von Kreuztal, noch von der Schule je etwas gehört haben. Geschweige denn die Umstände unter denen es zur Namensgebung kam kennen und weniger über Friedrich Flick wissen als die meisten Kreuztaler und die (ehemaligen) Schüler und Lehrer des FFGs. Noch dazu sind diese Beiträge zumeist anonym. Das Schlimmste daran ist jedoch die Art und Weise wie sich viele derer hier äußern. Es ist schon erstaunlich was man da liest. Die CDU bestand und besteht nur aus Nazis, Kreuztal ist ein braunes Provinznest und an der Schule wird fleißig weiter brauner Mob gezüchtet. Befürworter des Namens, aus Kreuztal oder von außerhalb, sind ebenfalls alle Nazis und haben sich selbstverständlich nie mit der Geschichte befaßt. Äußerungen wie z.B. von Frau Mormann man könne an einer solchen Schule nur schwer oder gar kein Demokratieverständnis lehren, schüren solche Einträge. Die Frage von Herrn Irle warum sie trotzdem seit langen Jahren dort unterrichtet, muß sie sich da schon gefallen lassen. Daß ihr Sohn 1997 den Förderpreis der Flick-Stiftung angenommen hat ist in meinen Augen für sie zumindest ein unglückliche Umstand. Allerdings finde ich es gut, daß Felix sich vor sie stellt und betont es sei SEINE Entscheidung gewesen.
Das oftmals vorgebrachte Argument die Schule sei mit Blutgeld gefördert worden, ist ebenfalls kritisch zu betrachten, da Flick bekanntermaßen ¾ seines Vermögens nach seiner Verurteilung verloren hat. Das 1968 und in späteren Jahren gestiftete Geld wurde somit schwerlich auf dem Rücken der Zwangsarbeiter erwirtschaftet.
Im Übrigen hält man an der Strategie fest, Argumente für den Beibehalt des Schulnamens nicht anzuerkennen oder zu ignorieren – inzwischen mehr denn je zu vor.
Interessant finde ich auch wie der Brief des Lehrerkollegiums interpretiert wird. Dort bezieht man weder für noch gegen den Namen Position, sondern wünscht sich völlig zurecht wieder einen normalen Schulbetrieb durchführen zu können.
Ob diese Kampagne zu einer Namensänderung führt, wird sich zeigen. Eines jedoch hat man geschafft: Kreuztal, seine Bewohner, die Schule und seine Schüler und Lehrer wurden richtig in den Dreck gezogen. Herzlichen Glückwunsch!
Eine kurze Bemerkung noch zu Eintrag #971. Diese Entscheidung kann hier nicht jeder nachvollziehen. -
#1134
Maik (Mittwoch, 17 September 2008 00:17)
>> @¿Wittmann? Geht es hier nicht nur um ein Zeichen, bzw. um die Beseitigung eines Zeichens?
Ich war der immer Meinung, es geht um das Einhämmern von Zeichen bis über die Sättigungsgrenze hinaus? Nun will man aber Zeichen entfernen. Hmm, wenn irgendwann keine Zeichen mehr vorhanden sind, ob dann noch irgendetwas glaubwürdig ist? Na, egal, hauptsache weg.
Es wirkt wohl das überwachte NachgenerationsAllzeitSchuld-Programm bei den Initiatoren dieser Website. Vielleicht aber auch das WieMacheIchGeld- oder WieMacheIchAufMichAufmerksam-Programm. Welches Programm auch immer.
Von der rechtlichen Seite sollte der Name bleiben. Ansonsten reißt die Schule doch ab und baut sie mit eigenem Geld neu auf. Alternativ könnte man die Familie sozusagen Zwangsenteignen, was offensichtlich hier die Motivation ist. Zwänge sind immer rechtens, wenn es um die die eigenen Interessen geht, nicht wahr! ;-)
Über die moralische Seite läßt sich streiten. Wobei auch ich der Meinung bin, dass nicht jeder Mensch eindeutig mit "gut" oder "schlecht" bewertet werden kann, also das bekannte schwarz/weiss-Sehen, was ja doch eigentlich verbannt werden soll. Oder etwa nicht?
Habt ihr wohlmöglich einen seelischen oder orthopädischen Schaden beim übermäßigem Betrachten des Namensschildes erlitten und beabsichtigt nach therapeutischer Empfehlung, das Land auf Schmerzensgeld zu verklagen? *gähn* -
#1133
Bernd B. (Dienstag, 16 September 2008 20:07)
Beitrag #1130 von Maik Soros trifft den Nagel auf den Kopf.
Als wenn wir keine anderen Probleme hätten?! -
#1132
Flickzeug (Dienstag, 16 September 2008 18:06)
Eben weil ich die Historie mal Historie sein lassen möchte ist für mich die Benennung des FFGs ein unhaltbarer Zustand.
Wie will eine Schule so viel Aufarbeitung leisten, so dass sie diesen Namen tragen kann? Diese permanente Sühne würde eine Einschränkung der Durchführung des gegebenen Lehrplans bedeuten.
Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit am FFG erinnern. Ist gut 10 Jahre her und damals hat man sich bei manchem Lehrer eine autoritäre Schelle eingefangen. Natürlich gab es auch wunderbare und aufgeklärte Lehrer, aber die Auseinandersetzung mit FF kann ja wohl nicht dem Zufall überlassen werden.
In bald 40 Jahren hat es das FFG nicht geschafft eine verbindliche Auseinadersetzung mit seinem Namenspatron zu leisten. Die Mindestanforderung an eine solche wäre, dass garantiert jeder Schüler am Ende seiner Schullaufbahn erklären kann nach wem seine Schule benannt ist. Somit müsste alle 3 Jahre in der Klasse 9 ein solches Modul auf dem Lehrplan stehen.
Alle 10 Jahre einen Projekttag bzw. eine Geschichtswerkstatt durchzuführen, beides wohlgemerkt nur für die Oberstufe, ist nicht genug.
Zuletzt: Bitte hängt doch diesen Flick in Öl im Eingangsbereich des Sekretariats ab. Oder klebt zumindest eine kleine Eräuterung daneben. -
#1131
Jochen Peiper (Dienstag, 16 September 2008 14:34)
#1125
Du bist hinter dem berge, lieber Sepp!
Schon 'mal die Videos und Links auf dieser Site angeklickt! Da sind se alle! Ist aber mehr Aufwand als hier schnell mal was reinzuhauen.
"Maik Soros" hat recht! -
#1130
Maik Soros (Dienstag, 16 September 2008 12:03)
Frustierte Alt-68er? Wichtigtuerei?
Aussagen wie "Nur weil Sie es nicht an die Spitze der Gesellschaft geschafft haben. Aus welchen Gründen auch immer!"?
Historie mal Historie sein lassen?
Vor allem: Irgendwelche vorgeschobenen "Naziverbrechen"?
Noch zwei Schritte weiter und wir sind bei der Ausschwitzlüge...
Gruss an die spitze der Gesellschaft.
Ich verstehe nicht wie man die Initiatoren hier so verunglimpfen kann. Zumal ja dieses Gästebuch auch den Gegner einer Umbenennung offen steht.
Man sollte sich mal vor Augen führen, dass nirgendwo in der deutschen Presse, nicht mal in den konservativsten Blättern, ein Bericht veröffentlich wurde, der Partei für die Beibehaltung des Namens ergreift. -
#1129
George Soros (Dienstag, 16 September 2008 11:41)
Sehr geehrte Website-Veranstalter,
haben Sie sonst nichts produktiveres zu tun, als eine website zu unterhalten, die sich mit Namensstreitereien aufhält??? Wie auch immer man sich mit Herrn Flick stellt, so würde ich vorschlagen, Sie stecken Ihre Energie in den Schulbetrieb, die Förderung der Bildung in Deutschland und lassen die Historie mal Historie sein!!!
Wie lange muss man sich das in Deutschland noch gefallen lassen, dass sich frustrierte Alt-68er an oder mit irgendwelchen vorgeschobenen "Naziverbrechen" in den Vordergrund schieben wollen mit der Tarnkappe des späten Rächers???
Tun Sie etwas Gutes, erziehen Sie Ihre Kinder und deren Umfeld nach Wissen und Gewissen und vergeuden Sie nicht Ihre Energie unter dem Mantel der späten Rache. Nur weil Sie es nicht an die Spitze der Gesellschaft geschafft haben. Aus welchen Gründen auch immer!
Verbleibe mit besten Grüßen -
#1128
Maik (Dienstag, 16 September 2008 11:34)
Als ob es nicht wichtigere Angelegenheiten gäbe, als sich um einen Namen zu streiten. Hauptsache mediales Interesse wecken, auf sich aufmerksam machen und wohlmöglich Geld machen? Deutschland sucht den Wichtigtuer.
-
#1127
Thorsten Lindner (Dienstag, 16 September 2008 10:23)
Vielen Dank für Euer mutiges Engagement. Jede Generation muss sich neu mit dieser Vergangenheit auseinandersetzen und die richtige Schlüsse daraus ziehen. Dazu gehört auch sich seiner moralischen Verantwortung bewußt zu werden. Ich bin überzeugt, dass die neue Generation der Erben Flicks auf die Forderungen bei einer Namensänderungen verzichten werden.
In diesem Sinne mein Respekt für diese Initiative.
Mit den besten Grüßen
Thorsten Lindner -
#1126
R. Borcherdt (Dienstag, 16 September 2008 08:39)
Sehr geehrter Bürgermeister Biermann,
schenken Sie bitte diesen standardisierten Briefen über die Namensgebung eines Gymnasiums nicht allzu viel Beachtung.
mfg
Reinhard Borcherdt -
#1125
Sepp vom Berge (Dienstag, 16 September 2008 08:36)
Ihr seid Feiglinge. Stellt Menschen an den Pranger, die nicht mal kanntet. Selbst traut Ihr Euch aber nicht zu zeigen. Wo sind Eure Fotos? Habt Ihr Angst, Euch selbst auch so zu präsentieren, wie Ihr es mit Euren Opfern tut?
Feiglinge seid Ihr, die gegen längst verstorbene Wehrlose herziehen. Pfui ! Die neuen Faschisten seid Ihr! Ihr verfolgt Andersdenkende und Deutsche, Ihr Unmenschen, Ihr unwürdigen Feinde der Deutschen.
-
#1124
Alexander Sitter (Dienstag, 16 September 2008 03:00)
Herzlichen Glückwunsch! Ich hab' bei Spiegel-online von Eurer Initiative gelesen. Gestern hatte ich einen Kurs mit ecuadorianischen Jugendlichen in dem ich stolz von der Aufarbeitung mit unserer Geschichte erzählt habe. Ich hoffe die Verantwortlichen in Kreuztal folgen den Beispielen, um auch bei Euch die Vergangenheit aufzuarbeiten und Nutznießer eines schrecklichen Regimes nicht noch weiter zu glorifizieren. Viel Erfolg, gute Nerven und letztlich einen neuen Namen für das Gymnasium.
-
#1123
Reinhard Borchers (Montag, 15 September 2008 22:52)
Da Ich mir gut vorstellen kann, dass meine Mail an dem BM gleich im digitalen Müllschlucker landet - hier fürs Gästebuch als Kopie
Sehr geehrter Bürgermeister Biermann,
Seinen Sie sich bitte bewusst, dass an der Spende zur Gründung des FFG das Blut von unzähligen Zwangsarbeitern klebt. Springen Sie endlich über Ihren Schatten und stimmen Sie einer Namensänderung des FFG und die Aberkennung der Ehrenbürgerschaft des Friedrich Flick zu.
Setzen Sie ein Zeichen, die nachfolgenden Generationen werden es Ihnen danken. Bedenken Sie bitte - es niemals zu spät auf einem falsch eingeschlagenem Weg zurück zu gehen.
mfg
Reinhard Borchers -
#1122
Lukas Spaeth (Montag, 15 September 2008 19:32)
Großartig, ich kann euch nur viel Kraft wünschen. Denn oft scheinen die Menschen nicht zu verstehen, dass in dieser Form von Protest auch eine großartige und inteligente Gedenkkultur innewohnt.
Der Name Flick wird immer für die wirtschaftlichen Verbrechen an der Menschlichkeit stehen - und es ist unklug eine Schule mit diesem Namen zu versehen.
Auch in Berlin ist die Sammlung Flick zu bestaunen. Kunst, bezahlt mit Blutgeld. Genauso schwierig - Proteste haben nicht viel geholfen... Ausser der Aufmerksamkeit auf dieses Thema.
Deswegen dranbleiben!
-
#1121
Martin (Montag, 15 September 2008 18:33)
Ein Kriegsverbrecher als Vorbild - war doch gestern, gestern war alles anders, vorgestern und nach gestern war doch alles noch ganz anders. Was für ein Geseier, zeigt aber immerhin, wie wichtig diese Initiative und ihre Internetseite ist.
-
#1120
Martin (Montag, 15 September 2008 17:28)
Zuerst die Hand aufhalten, und dann die selbige beissen.
Auuu - Ihr tut aber weh!
Kauft die Schule zurück, und alles ist vom Tisch.
---
Btw.
Mir scheint, Ihr deutschen habt die Vergangenheit noch immer nicht "aufgearbeitet".
So sei es.
Ihr buddelt Eure/unsere gemeinsame Geschichte immer, und immer wieder auf das Neue aus.
Es gibt auf dieser Welt nicht nur uns, die Tragödien "veranstaltet" haben.
Ich weisse da ganz verstohlen gegen Westen, über den großen Teich hinüber, zu einem wahnsinnig gewordenen großen "Bruder", was der da im Osten, nämlich im Jetzt, so treibt. Ähhh... eigentlich nicht nur im Osten.
Geiselt Euch weiter, betet zu Andrea, so dass Sie Euch noch lange mit Brot und Wasser versorgen mag.
Denn das, wird bald wieder rar sein.
Ein junger Wiener. -
#1119
Sebastian Koslowski (Montag, 15 September 2008 17:21)
Herr Flick ist ein rechtmäßig verurteilter Kriegsverbrecher und damit als Namensgeber einer Schule im demokratischen Deutschland nicht geeignet. Fertig.
Man kann natürlich den Fakt der Verurteilung bestreiten - das änder t aber nichts an eben diesem Fakt. Man kann auch sagen, Kriegsverbrecher können Vorbild für Schüler sein - dann, wenn man Krieg als erstrebenswerten Zustand begreift, dann outet man sich jedoch als Feind der Verfassung. Ich denke, damit ist das ganze Thema ausdiskutiert. Alles andere ist nur unsachliches Gehetze oder feiges Geheuchel. -
#1118
kerstin gehlkopf (Montag, 15 September 2008 16:51)
Ich finde es klasse das ihr mit dieser seite den Mund aufmacht. In den 80zigern sind ein paar von uns an der Deutschen Sporthochschule Koeln fast exmatrikuliert worden : das Ueberkleben von Namen wie Peco Bouwens oder Carl Diem galt und gilt immer noch als Sakrileg im deutschen Sport....ein wahrhafter umgang mit diesen personen findet nicht statt.Immer noch nicht. Die aeusserungen diverser CDU'ler zu diesem thema zeigen, das sie auch in zukunft nicht stattfinden werden - noch zuviel Angst vor der Wahrheit ??? Ich habe auf alle faelle die petition kopiert und an den Kreuztaler Buergermeister weitergemailt.....und an freunde weiterverschickt.
Macher dieser Seite : Vielen Dank fuer eure Courage ! -
#1117
Mein Block (Montag, 15 September 2008)
Hansi, Dein Beitrag glänzt dermassen mit inneren Widersprüchen, dass er selbst die geistige Umnachtung in der Du Dich anscheinend befindest erleuchten könnte. Mit dem Vokabular der Ewiggestrigen monierst Du eben dies bei "den Anderen". Nichts besseres zu tun? - Irgendwas scheint ja an der Sache dran zu sein, wenn sogar der Hansi sich hinsetzt und einen Beitrag schreibt.
-
#1116
Hansi (Montag, 15 September 2008 15:05)
Wenn man diese dümmliche Kapitalismuskritik mancher Altkommunisten hier liest, kann man das Kotzen bekommen. Nichts gelernt aus jahrzehnten Diktatur.
Zu den Betreibern dieser Séite: Nichts besseres zu tun? Ganz ehrlich: es gibt wichtigere Dinge auf der Welt. Menschen, die sowas hier in Blockwart-Manier betreiben, haben scheinbar einen Spaß daran, andere mit Dreck zu bewerfen. Viel Spaß dabei, aber ich halte nichts davon. -
#1115
b. erliner (Montag, 15 September 2008 14:58)
kein vergeben, kein vergessen!
viel erfolg und beste grüße aus berlin...
-
#1114
@¿Wittmann? (Montag, 15 September 2008 14:54)
Wittmann, Du erscheinst mir seltsam.
Niemals würde ich etwas verurteilen,nur weil es aus einer bestimmten Zeit ist. Was ich allerdings verurteile ist Versklavung von Menschen und Vernichtung durch Arbeit. Das hat mit pc überhaupt nichts zu tun. Würde Leute wie Dich gerne hören, wenn die Vorfahren unter dem Naziregime hätten leiden müssen...
Was soll das mit den 1,5 Mrd? Ist es nicht besser das zu tun was in unserer Macht liegt? Muss es denn immer um alles gehen? Geht es hier nicht nur um ein Zeichen, bzw. um die Beseitigung eines Zeichens? -
#1113
M.Wittmann (Montag, 15 September 2008 13:57)
Wenn der Stadt Kreuztal bzw. deren Bürger dieser Name nicht passt, so sollten Sie entsprechend handeln. Sammelt und zahlt 1,5 Mrd. € an einen Fond für ehemalige Zwangsarbeiter und benennt Eure Schule nach einem Wiederstandskämpfer wie Ernst Thälmann. Aber das geht natürlich zu weit. Lieber schön ala Klopp und Konsorten prinzipiell und politisch korrekt alles aus dieser Zeit verurteilen.
-
#1112
Julia vdW (Montag, 15 September 2008 12:10)
Ich wünsche euch viel Erfolg mit eurer Aktion! Natürlich habe auch ich die Petition versandt! Es ist toll, dass ihr euch so für eure ehemalige Schule einsetzt!
Deutschland braucht mehr Menschen, die sich einsetzen für immerwährende Aufarbeitung! Mal abgesehen davon, dass die CDU in diesem Fall den Eindruck macht, sie steht zu einem Kriegsverbrecher und sieht ihn als Helden. Auch die Ehrenbürgerschaft in einer Stadt sollte keinem verurteilen Kriegsverbrecher zuteil werden. Sowas darf es in Deutschland einfach nicht geben. Weder jetzt, noch irgendwann! Viel Glück!
-
#1111
hasta la victoria siempre (Montag, 15 September 2008 11:33)
Es ist erschreckend, dass immer mehr Menschen eine Schlusstrichmentalität an den Tag legen, um somit einer unbequemen Auseinandersetzung mit der Vergangenheit aus dem Wege zu gehen.
Bei immer noch erschreckend hoher Unkenntnis der Geschehnisse unter der Nazi-Diktatur, besonders und gehäuft in Ostdeutschland - gerade was den Beginn resp. den Weg zur 'Machtergreifung' 1933 ausmachte, ist es wichtig, sich so viel wie möglich damit auseinanderzusetzen.
Ich will die Zustände der Gesellschaft und der Wirtschaft, die zur Nazidiktatur führten nicht mit heutigen vergleichen, aber in Zeiten, in denen schon wieder von Vielen Schuldige ausgemacht resp. gesucht werden und der Populismus im großen Stil Einzug in die Politik hält, sollte man sich der 'Anfänge' bewusst sein/werden.
Ein Herr Flick ist schon lange tot, aber Opfer seines Wirtschaftsimperiums leben immer noch. Es muss für sie reiner Hohn sein, dass es in Deutschland erstens ein Gymnasium - eigentlich ein Ort humanistischer Erziehung und Bildung - existiert, das den Namen ihres Peinigers trägt und zweitens, was ich persönlich noch schlimmer erachte, dass es vehemente Verteidiger gibt, die den Namen behalten wollen.
principiis obsta!
Macht weiter so und haltet durch.
-
#1110
Lokführer (Montag, 15 September 2008 10:09)
Wieder hat die Stadt Kreuztal eine Chance vertan: http://www.radio-siegen.de/nachrichten/aktuelles/aktuelles.html?no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=3392&tx_ttnews[backPid]=19&cHash=e5d4a7217d
Man hätte den Zug natürlich "Friedrich-Flick-Triebwagen" nennen müssen! In Erinnerung an die Zwangsarbeiter, die mit Zügen in seine Fabriken getrieben wurden. Wie gut, dass diese CDU-Menschen immer behauptet haben, es gehe beim FFG ja "nur" um einen Namen: Warum man sich dann wie ein Schneekönig freut, wenn ein Zug nach unserer Stadt benannt wird, soll man mir mal erklären: Gehts mit einer Namensnennung doch um Publicity? -
#1109
Thomas (Montag, 15 September 2008 05:56)
Wenn Flick sein Wirken wirklich verstanden und bereut haette, was ja eigentlich Mindestvoraussetzung fuer eine vorzeitige Haftentlassung ist, dann haette er selbst die Namensverleihung ablehnen und sich fuer einen Namen des Gedenkens einsetzen muessen.
@Josh Stone: Vergangenheitsaufarbeitung hat nichts mit Scham zu tun. Ich kann mich nicht dafuer schaemen, was Deutsche in der Vergangenheit getan haben, denn nicht ich habe es getan. Ausserdem sind doch gerade spaetere Generationen in der Lage, unabhaengig(er) von den Restriktionen der Vergangenheit, die Taten ihrer Vorfahren zu beurteilen. Eine Einsicht, die auch den Siegerstaaten von damals z.T. noch bevorsteht.
Leute wie Flick haetten die Macht gehabt, zu verhindern, dass Hitler an die Macht kommt. Als Menschen ihrer Zeit taten sie es nicht, was man ihnen nicht vorwerfen kann. Aber sie hatten auch waehrend der NS-Zeit noch genug Macht, sich ueber die vonstattengehenden Entwicklungen zu informieren und diese spaetestens dann zu stoppen. Dass sie dies als gebildete Menschen der Moderne aus Profitgier nicht taten, dass sie aus dem gleichen Grund Arisierung, also Rassendiskriminierung, als auch die Ausbeutung von Kriegsgefangenen, also zutiefst inhumane Handlungsweisen, befuerworteten und ausnutzten, kann man ihnen dagegen sehr wohl zur Last legen.
Und ein letzter Nachsatz: Wie wenig die Rollen der Wehrwirtschaftsfuehrer aufgeklaert sind, zeigt die entsprechende Liste auf wikipedia. Da wimmelt es nur so von Ehrenbuergern und Bundesverdienstkreuztraegern.
------------------------------
"Ich bin mit meinem bisschen Menschsein derart ausgelastet, zum Deutschsein komme ich ganz selten" (Volker Pispers) -
#1108
Max Lindemann (Montag, 15 September 2008 02:05)
Vielen Dank für diese Aktion!
Als ich gerade im Ausland unterwegs war, kam die Frage auf, ob in Deutschland die meisten Unternehmen eine ordentliche Aufarbeitung ihrer NS-Vergangenheit betrieben haben. Zwar nehmen viele Unternehmen ihre Vergangenheit ernst, doch leider viel mir spontan die Flick-Familie ein, die ich als Negativ-Beispiel aufführte.
Ich habe meinem Freund erklärt, dass es jedoch hoffentlich einen gesellschaftlichen Druck auf solche Unternehmen geben wird, diese Aufarbeitung doch noch durchzuführen. Deswegen möchte auf diesem Weg meinen Dank und meine Unterstützung für die Ziele Ihrer Aktion ausdrücken.
Mit freundlichen Grüßen,
Max Lindemann -
#1107
Josh Stone (Montag, 15 September 2008 01:36)
Immer wieder diese deutsche Selbstgeißelung? Wann fängt das deutsche Volk endlich an mit seiner Vergangenheit zu leben und sich ihrer nicht auf ewige Zeit zu schämen. Wer in der damaligen Zeit nicht gelebt hat, der hat kein Recht Menschen aus dieser Zeit an den Pranger zu stellen. Erst Recht nicht zwei grüne Jungs, welche ihre Kenntnisse nur aus Geschichtsbüchern haben. Deutsche Kriegsverbrecher wurden abgeurteilt. Was ist mit den alliierten Kriegsverbrechern? Es ist einfach peinlich und selbst die ehemaligen Siegerstaaten können der deutschen Umgang mit ihrer Geschichte oft nicht verstehen.
-
#1106
FB (Sonntag, 14 September 2008 23:17)
"Dies heute, fast 30 JAhre nach seinem Tod und 50 Jahre nach Schulgründung in Frage zu stellen, ist reine Selbstinszenierung!
Nicht er sollte im kritischen Rampenlicht stehen, sondern Diejenigen, die damals diesem "Deal" zugestimmt hatten!
Aus Sicht der Schule wäre es ratsam, sich durchaus auch kritisch mit dem Namensgeber auseinander zu setzen und z.B. auch eine Gedenktafel so zu gestalten, daß beide Seiten des Herrn Flick daraus hervorgehen."
-
Ich bin absolut der Meinung des Herrn Wager und finde es zudem in höchstem Maße lächerlich, wie sehr diese ganze Sache aufgebauscht wird.
-
#1105
Dadaist (Sonntag, 14 September 2008 22:56)
Bei 95% der Gegnerschaft wäre doch Erich-Honnecker oder Josef-Stalin-Schule kein Problem ...
-
#1104
Hermann Dresen (Sonntag, 14 September 2008 22:42)
Danke an alle, die sich für die Neueröffnung dieser Debatte eingesetzt haben und sie nun führen.
Auch in meiner Heimat und in meiner Familie habe ich diese Mauer des Schweigens erlebt, die nur durch Offenheit zu brechen ist.
In ganz Deutschland muss die so oft beteuerte "Aufarbeitung" der grausamen Nazizeit erst noch an den Stellen stattfinden, wo Opfer, Ex-Soldaten, Vertriebende, Heimkehrer, Versehrte, heimatlos gewordene und Waisen zwangsläufig scheitern mussten. Ihre Versuche durch tiefes Schweigen zurück ins Leben zu finden, zeugen von der Schwere ihrer Tragik.
Als Kind der zweiten Nachkriegsgeneration leide selbst ich noch unter der deutschen Pflichterfüllung, Härte, Gefühlskälte und dem Schweigen, das meine Großväter aus ihren schweren Erlebnissen in die Familien schleppten. Wie schwer muß es ihnen gefallen sein.
Auch wenn wir uns heute so weit von diesem Grauen entfernt wähnen, sind die Straßen noch voller Opfer der nationalsozialistischen Gesellschaft und ihrer Erbarmungslosigkeit.
Offenheit, Neubewertung, Distanzierung von den Tätern und Trauer um die Opfer und Verluste halte ich für den einzigen Weg, Frieden zu finden und diesen Krieg zu beenden.
Das ist unbequem und bedeutet, eingetretene Pfade zu verlassen.
Danke, daß ihr den Mut gefunden habt, dies auf Euch zu nehmen und das Richtige zu tun! -
#1103
Marc (Sonntag, 14 September 2008 22:38)
Mutig!
Eine Schule mit diesem blutbefleckten Namen ist für mich unerträglich.
Eure Aktion trägt dazu bei, den unvorstellbaren und abscheulichen Verbrechen der Nationalsozialisten und ihrer Handlanger zu begegnen.
Zu lange wurde in diesem Land gebuckelt vor dem rechten Geschmeiß.
Das Blut klebt noch immer an den Händen der Schuldigen.
"Und die Mörder blieben in diesem Staat meist unbehelligt.
Sie züchten und fördern längst eine neue furchtbare Saat.
Und mit ihren blutigen Tatzen
Befingern sie zärtlich ihre Enkel.
Prüfen, ob sie gedeihen auf dem sumpfigen Boden.
Und durch Jäten
Verringern sie die Keime der Menschlichkeit
In ihren Reihen.
Es gilt die Dämpfe abzulenken,
Die aufsteigen aus diesem giftigen Schlamm,
Sie für immer zu binden"
(Hannes Wader)
Ich wünsche Euch weiterhin viel Ausdauer und Mut;
verliert die Hoffnung nicht! -
#1102
Herr Fischer (Sonntag, 14 September 2008 22:20)
Aufgrund allgemein anerkannten wissenschaftlich historischen Erkenntnissen besteht ein ernstzunehmender Zweifel an der moralischen Integrität des Herrn Flick.
Als Namenspatron einer Schule sollte er den hier lernenden und heranwachsenden Schülern als Inspiration und Vorbild dienen können, und dies bezogen auf sein gesamtes Lebenswerk, nicht nur auf einen Teil vor oder nach einem bestimmten Zeitpunkt.
Das ist in dem vorliegenden Fall schlichtweg nicht möglich, was eine Umbenennung der Schule als durchaus sinnvoll, wenn nicht sogar als zwingend notwendig erscheinen läßt.
Hierbei wird der Name Flick beiweiten nicht durch den Dreck gezogen oder verdammt, es wird nur ein unangemessener Zustand behoben.
Ich wünsche der Initiative bei ihrem Vorhaben gutes Gelingen und bin ebenfalls, wie CS, der Überzeugung, daß in kurzer Zeit eine Namensänderung erfolgen wird. -
#1101
Nordmann (Sonntag, 14 September 2008 22:08)
Nestbeschmutzer? Erbaermlichste Antwort die ich je gehoert hab. Dieses Nest stinkt und es wird hoechste Zeit, dass es gesagt wird. Haltet die Ohren steif beim unbequem sein.
-
#1100
Markus (Sonntag, 14 September 2008 21:09)
Ich weiß auch nicht was dieser Hinweis PRO und CONTRA Argumenten soll?!?!
Es gibt für KRIEGSVERBRECHER und Menschen die die Würde anderer Menschen nie geachtet haben kein PRO.
Dies gilt für Flick und alle die ihn unterstützen. -
#1099
Markus (Sonntag, 14 September 2008 21:04)
"1963 Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Dies wurde noch 1953 von Theodor Heuss wegen fehlender Verdienste abgelehnt."
Welcher deutsche Politiker hat dann dem Kriegsverbrecher Flick diese bescheuerte Kreuz verliehen?
Was? Seine Schuld verbüßt? Nach nicht mal 3 Jahren haben ihn die Amerikanischen-Nazi-Verbündeten begnadigt.
Ja ja, die "guten" Amerikaner. Die Amerikaner sind genauso Kriegsverbrecher wie viele andere Nationen auch. Kein bisschen besser. Der Faden zieht sich von den Indianerkriegen bis heute Irak und Afghanistan.
Und die Masse der Deutschen muss den Amerikanern in den Allerwertesten kriechen, weil dies eine kleine Gruppe von übrig gebliebenen Herrenmenschen Großfamilien in Deutschland dies so will.
-
#1098
Hans-Walter Klein (Sonntag, 14 September 2008 20:45)
"Tamer" (#1091) ist bestimmt ein Spam.
#1095: Liebe Frau Goedert, ich habe ihren Beitrag mit viel Sympathie gelesen, muss Sie aber darauf aufmerksam machen, dass die letzte große Flick-Studie, die vor kurzem auch hier in Kreuztal vorgestellt wurde, von einem Flick-Enkel maßgeblich gefördert wurde, dessen Schwester ebenso den Opa alles andere als unkritisch sieht. -
#1097
CS (Sonntag, 14 September 2008 20:41)
Sehr geehrter Herr Wagner,
ich teile Ihre Ansicht nicht, kann sie aber - so wie Sie sie vorgetragen haben, respektieren.
Ich halte es nicht für einen Fehler, ein Unrecht - und sei es nach langer Zeit - zu korrigieren. Ein verurteiler Nazi und Kriegsverbrecher, der eine Spende an die Schule nur deshalb machen konnte, weil er als Nutznießer von Zwangsarbeit reich (oder noch reicher) geworden ist, darf nicht Namenspatron dieser Bildungseinrichtung sein. Nur weil über viele Jahre keiner den Mut hatte das Unrecht aufzugreifen, sollte man sich nicht damit abfinden. Auch wenn in den Zeugnissen der Vergangenheit der Name Flick-Gymnasium steht, ist dies keine Legitimation dafür, daß er dort auch zukünftig stehen sollte. Im Gegenteil. Es würde von Größe zeugen, einen Fehler zu erkennen und ihn zu beseitigen.
Außerdem halte ich es für fahrlässig mit dem Argument "der war ja nicht nur böse" zu kommen. Gewisse Verbrechen überstrahlen jede gute Tat. Es geht ja auch nicht darum Herrn Flick noch mal einzusperren (was schwerlich möglich wäre). Es geht darum, daß ein Mann, der Männer, Frauen und Kinder mißbraucht hat und für deren Tod er zum Teil verantwortlich war, nicht Namensgeber einer Schule sein darf!! Ob er danach auch noch Gutes getan hat, spielt da leider keine Rolle mehr. Zumal mir nichts davon bekannt ist, daß Herr Flick seine Rolle im Nazireich wirklich und ehrlich bereut hat.
Ich bin bereit zu wetten: In einem Jahr hat das Gymnasium einen anderen Namen und zukünftige Schülergenerationen können stolz auf die Initiatoren dieser Aktion sein.
Beste Grüße
Christian Sommer -
#1096
Markus (Sonntag, 14 September 2008 20:31)
Ich kann es einfach nicht glauben, wie viele Befürworter dieser FLICK hier doch hat.
Dies zeigt, dass in Deutschland noch eine Geschichte aufzuarbeiten ist. Und vor mal die Vermögen Großdeutscher Herrenfamilien überprüft gehören. Zu Unrecht angeeignete Vermögen und mit Unrecht erwirtschaftete Vermögen gehören "komplett Verstaatlicht" und den noch lebenden Opfern zugeführt bzw. der Allgemeinheit zugeführt.
Es ist ein Verbrechen wie die Politiker aus der CDU/CSU, FDP und SPD diese Großfamilien bis heute schützen.
Schutz mit Parteispenden und Posten erkauft.
Es wird Zeit, dass dieser immer noch "rechte Saustall Deutschland" endlich bis aufs Mark entmistet wird.
-
#1095
Camille Goedert - Luxemburg (Sonntag, 14 September 2008 20:29)
Die Stadt Kreuztal kann stolz sein. Nicht auf Herrn Flick, nicht auf seinen Stadtrat, aber auf die Initiatoren dieser Aktion. Die CDU und von ihr geführte Regierungen haben der Aufarbeitung der deutschen Geschichte seit jeher ein eher schäbiges Bild abgegeben und liessen Kriegsverbrecher nach dem Krieg wieder zu Reichtum und Macht kommen.
Die Flicks und Krupps dieser Welt sind auf eines noch mehr fokussiert als ihr Blutgeld und dieses ist ihr Bild in der Geschichte. Diejenigen die sich mit ein paar Mio kaufen lassen, bestärken die heute noch agierenden Schurken darin, dass auch deren Name eines Tages ein Gymnasium dieser Welt "schmücken" könnte.
Die Familie Flick mag für sich die Errinnerung an ihren lieben Friedrich aufrecht erhalten, schliesslich erlauben seine Millionen ihnen ein sorgenfreies Leben, in der Öffentlichkeit hat sein Name jedoch nichts mehr verloren.
Deutschland hat genug Wiederstandskämpfer, Wehrmachtdeserteure, Naziopfer, bestimmt auch Kreuztal, deren Namen sich für das Gymnasium eignen würde. -
#1094
CS (Sonntag, 14 September 2008 20:21)
@ Tamer
DU warst auf dem Flick Gymnasium?
Dann haben Sie Dich aber nach der achten Klasse gefeuert oder das Abitur dort taugt nichts... -
#1093
Max Schneider (Sonntag, 14 September 2008 20:07)
Tja, das ist halt wie mit China: Moral oder Geld. Im Gegensatz zu China sollte hier die Entscheidung aber leichter fallen.
-
#1092
Robert Wagner (Sonntag, 14 September 2008 20:06)
Man sollte es einem Menschen zugestehen, nicht nur schlecht oder nur gut zu sein, sondern eben eine Mischung. "wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein...".
Da Herr Flick diese Schule durch seine Spende erst ermöglicht hat, ist es auch sein gutes Recht, als Namenspatron aufzutreten.
Dies heute, fast 30 JAhre nach seinem Tod und 50 Jahre nach Schulgründung in Frage zu stellen, ist reine Selbstinszenierung!
Nicht er sollte im kritischen Rampenlicht stehen, sondern Diejenigen, die damals diesem "Deal" zugestimmt hatten!
Aus Sicht der Schule wäre es ratsam, sich durchaus auch kritisch mit dem Namensgeber auseinander zu setzen und z.B. auch eine Gedenktafel so zu gestalten, daß beide Seiten des Herrn Flick daraus hervorgehen.
Das gegebene Versprechen allerdings zu brechen und die Schule umzubenennen, das wäre nun das Allerfalscheste, wäre es doch neues Unrecht!
Den Initiatoren dieser Website wünsche ich, daß sie im Leben keine schwerwiegenderen Probleme haben mögen, als -mit größtem Einsatz- über den historischen Namen Ihrer Schule herzufallen...
Glaubwürdiger wäre die Aktion auf jeden Fall, hätten diese Schüler es vorgezogen, an einer anderen Schule Abitur zu schreiben um somit einem Abiturzeugnis mit "Friedrich Flick"-Namenszug zu entgehen.
Denn selbst wenn die Schule nun umbenannt würde, die existenten Abiturzeugnisse werden für immer seinen Namen tragen und somit auch die Initiatoren dieser Website nicht umhin kommen, diesen Namen in Bewerbungen etc. anzugeben...
"Viel Lärm um Nichts..."! -
#1091
Tamer (Sonntag, 14 September 2008 20:03)
Ihr macht Scheiß! Ich bin stolz drauf jetzt auch ein Deutscher zu sein. Die Nazi warn Sozialisten genau wie SPD und Grüne und Linke. Mustafa Kemal Atatürk hat vorgemacht was man mit Sozialisten machen muss. Ich habe das Flick Gymnasium besucht und das war gut. Flick war auch für Deutsche und Arbeitsplätze und das war gut.
-
#1090
Jochen Peiper (Sonntag, 14 September 2008 20:02)
@#1079
"Das Deutsche Großkapital hat den II. Weltkrieg angezettelt für Einfluß, Macht, Unterdrückung und Profit über die Grenzen hinaus. Dazu zählte auch F. mit seinem Imperium. Und sie haben gezahlt an die, die dafür notwendige Politik umsetzten. Wann merkt ihr eigentlich, dass das nicht eine einzelne Person war, ein Wahnsinniger"
Richtig! Aber was ändert das an der berechtigung dieser Kampagne zur Umbenennung des nach einem Erzkapitalisten und Menschenschinders vom Schreibtisch aus benanntenn Gymis?
" - die Geschichtsfälschung findet im Jahr 2008 ungehindert statt. Schaut wenigstens nach vorn, und glaubt nicht jeden "Einheitsbrei" der gesteuerten Presse."
Auch das ist richtig! Aber ... s.o.
Hier gehts nicht um Kapitalisuskritik inkl. Tinten- und TV-Kulis der Bourgeoisie, sondern um den sehr konkreten Fall einer Schule in einer offensichtlich gekauftne Stadt - und um das Proiblem der "Zweiten Schuld" wie Ralph Giordano das treffend und bewegend beschrieben hat.
-
#1089
Stefan (Sonntag, 14 September 2008 19:56)
Ich möchte den Entwicklern und Betreibern dieser Seite ein grosses Lob aussprechen. Diese Art der Aufklärung zeigt, dass Gottes Gnade Kräfte dem "deutschen Wesen" hinzufügt, die versuchen die dunklen Geister der Vergangenheit zu vertreiben. Mann muss es sich doch permanent vergegenwärtigen, dass (Nazi)Deutschland für 60 Millionen Tote verantwortlich war und viele der abscheulichen Nazigrössen zeichneten für wesentliche Entscheidungen in der BRD weiterhin verantwortlich. Die übrige Welt insbesondere die USA halfen der jungen BRD in einer demokratischen Weise trotz dieses unermesslichen Schadens, den Deutschland der Menschheit zugefügt hat. Immer noch gibt es jedoch viele Deutsche im entsprechenden Alter, die die Zeit während A. Hitlers Diktatur als gut bewerten. Dies belegen Umfragen. Dies sollte meines Erachtens strafrechtlich verfolgt werden.
Vielen Dank für Euren Einsatz und Mut gegen alle rechten Wiederstände anzukämpfen! -
#1088
Alexander Keith (Sonntag, 14 September 2008 19:41)
merkwürdig, dass sich lange niemand für den namen der schule interessiert hat. umso beachtlicher, dass sich mit diesem internetauftritt endlich jemand der sache annimmt! arbeitet weiter an dem projekt und lasst euch nicht behindern von leuten, die offenbar nicht bereit sind, einen fehler einzugestehen und sich der verantwortung zu stellen. ich habe großen respekt vor eurer leistung!
-
#1087
Werner (Sonntag, 14 September 2008 19:35)
Ich, Jahrgang 1958, ging in den siebziger Jahren auf eine Realschule (Telemannstr.) in Hamburg. Es war die Zeit, in der man sich auch an der Aufarbeitung des Nationalsozialismus im Unterricht näherte. Sicher hatten wir damals recht liberale Lehrer. Das Thema Faschismus wurde jedoch sehr akademisch und noch recht unbeholfen behandelt. Erst viele Jahre später erfuhr ich, dass an meiner eigenen Schule in Zeiten des 3. Reiches einige jüdische und regimekritische Pädagogen in KZ`s ermordet wurden. Ich hatte mich dann gefragt, warum das Thema Faschismus nicht lebensnäher durch das Schicksal dieser Lehrer hätte behandelt werden können. Ich glaubte, dass in den Siebzigern die Abrechnung mit dem Unrechtsregime noch in den Kinderschuhen steckte und es unsere Lehrer vielleicht noch nicht besser wussten, uns dies zu vermitteln. Umso erstaunter bin ich jedoch, dass man selbst heutzutage, wo viel mehr Fakten auf den Tisch liegen (bspw. die unselige Rolle eines Industriekapitäns Flick), auf einem deutschen Gymnasium via Namensbeibehaltung aus materieller Berechnung weiterhin falsche Loyalität geleistet wird. Den Opfern - den Zwangsarbeitern - wird nochmals Unrecht angetan - im Jahre 2008. Ich bin entsetzt! Hut ab vor den Leuten, die diesen Skandal öffentlich machen.
-
#1086
Alexander Mazlbaum (Sonntag, 14 September 2008 19:33)
Seid stolz auf eure (verspaetete) Aufarbeitung. Deutschland wird dadurch ein besseres Land.
Aber vor allem: Nicht ihr seid die Nestbeschmutzer, sondern die Personen, die euch von der Nestreinigung abhalten wollen. -
#1085
Sabrina (Sonntag, 14 September 2008 18:51)
Lasst Euch nicht entmutigen! Das, was ihr tut ist wichtig! Es gibt genug menschen, die die Wahrheit nicht sehen wollen, weil sie sich dann selbst ein Teil Schuld eingestehen müssten. Solche Dinge dürfen nicht ignoriert werden. Es muss klar Stellung bezogen werden, dennn sonst wird rechtes Gedankengut selbstverständlich und alltäglich. Jeder von uns muss klar Stellung beziehen!!!
-
#1084
Peter (Sonntag, 14 September 2008 18:44)
Super Homepage, super Aktion! Gerade wenn man bedenkt, dass Flick nicht nur im 3. Reich sondern bereits davor (Weimarer Zeit) und danach Flick Affäre im negativen von sich reden machte, ist es wirklich an der Zeit über den Namen der Schule nachzudenken. Klasse vor allem wenn man bedenkt, welche großen lokalen Widerstände ihr zu erdulden habt.
Weiter So! -
#1083
Betty (Sonntag, 14 September 2008 18:44)
Ihr macht ne tolle Sache und lasst euch nicht entmutigen von Leuten, die immer noch nicht verstanden haben, dass wir noch lange nicht mit allem aufgeräumt haben in Deutschland! Ich finde es unfassbar, dass die Schule überhaupt immer noch diesen Namen trägt. Also weiter so!
-
#1082
jo (Sonntag, 14 September 2008 18:20)
jo hans, alles klar.
kannst du mal erklären was du mit dem kippen der bevölkerung meinst? redest du darüber, dass wir immer älter und tatriger werden und befürchtest, wir kippen demnächst alle um?
ich befürchte bei dir ist schon was gekippt und wenn du schon eine rechte gesinnung hast, dann schreib das doch hier nicht so verklausuliert rein, steh dazu und rede klartext (schreib aber dann auch bitte deine adresse dazu).
ansonsten gilt: weitermachen! -
#1081
hans b. (Sonntag, 14 September 2008 18:11)
ihr habt doch nix zu tun oder ?
startet mal lieber ne initative um die menschen wachzurütteln , und die nötigen konsequenzen zu ziehen, wenn es um multi kulti geht. so n name juckt doch keiner , aber 2050 wenn die bevölkerung "kippt" werdet ihr euch alle wundern. aber das seid ihr gutmenschen dann schuld.
mfg hans -
#1080
Dr.Funkenstein (Sonntag, 14 September 2008 17:48)
Kümmert euch lieber um das Hier und Jetzt.Wir werden von unserer Regierung,und den "neuen Flicks" ausgeplündert.Die breite Masse wird durch die Medien dumm gehalten.Wer weiss,vieleicht steht unsere Bilderbergregierung auch mal eines Tages vor Gericht.
-
#1079
Rüdiger Hafermalz (Sonntag, 14 September 2008 17:48)
Das Deutsche Großkapital hat den II. Weltkrieg angezettelt für Einfluß, Macht, Unterdrückung und Profit über die Grenzen hinaus. Dazu zählte auch F. mit seinem Imperium. Und sie haben gezahlt an die, die dafür notwendige Politik umsetzten. Wann merkt ihr eigentlich, dass das nicht eine einzelne Person war, ein Wahnsinniger - die Geschichtsfälschung findet im Jahr 2008 ungehindert statt. Schaut wenigstens nach vorn, und glaubt nicht jeden "Einheitsbrei" der gesteuerten Presse.
-
#1078
Achim V. (Sonntag, 14 September 2008 17:21)
Verbrechen dürfen nicht mehr aus parteipolitischen Gründen verdeckt werden. Das gilt für Naziverbrechen aber auch für die im Namen des Islam begangenen Straftaten. Kein Verbrechen sollte mehr von Politik und Presse durch Wegsehen oder Nichtnennung der Verbrecher gedeckt werden. Denn sie machen sich dadurch mitschuldig!
-
#1077
Kreuztal (Sonntag, 14 September 2008 17:14)
Mag sein, aber der Name der Halle hat bekanntermassen andere Gründe, die hier nicht bewertet werden können.
Hier geht es ganz konkret um die Benennung des FFGs in Kreuztal. -
#1076
Mitchel (Sonntag, 14 September 2008 17:05)
Ich frage mich ob man nicht die Hans-Martin-Schleyer-Halle umbenennen kann. Denn immerhin war dieser Mensch SS-Offizier und an einem Massaker in Tschechien beteiligt. Aber für die Leute von heute ist er nur der arme Arbeitgeberpräsident...Traurig sowas.
-
#1075
Kredenbacher Kleingeist (Sonntag, 14 September 2008 16:41)
Wenn Herr Irle folgendes von sich gibt:
"In den Betrieben von Flick wurden die Zwangsarbeiter unter den damaligen Umständen ordentlich behandelt.",
dann kommt er damit nur davon, da er kleiner, unbedeutender Kommunalpolitiker ist.
Hätter er für die CDU irgendeine Bedeutung, wäre die Presse längst über solch eine Verharmlosung von Naziverbrechen hergefallen.
Jemand der die Vernichtung durch Arbeit wärend der NS-Zeit dermassen leugnet macht sich fast schon strafbar.
Untragbar für die CDU, für Kreuztal und für die Öffentlichkeit.
Das ist wirklich eine Nummer härter als Eva Hermanns Kernerauftritt. -
#1074
Chriz (Sonntag, 14 September 2008 16:40)
Eintrag über Flick bei Wikipedia:
Nach 1933 konzentrierte er die Spenden, rund 100.000 Reichsmark im Jahr, auf die NSDAP. Nach Ablauf der vierjährigen Eintrittssperre trat er 1937 der NSDAP bei. 1934 oder 1935 wurde er Mitglied des etwa 40 Personen umfassenden Freundeskreises Reichsführer SS. Am 20. Februar 1933 wurde er zusammen mit Gustav Krupp von Bohlen und Halbach, Georg von Schnitzler, Fritz Springorum, Ernst Tengelmann, Albert Vögler und anderen Vertretern der deutschen Wirtschaft zum neuen Reichskanzler Adolf Hitler eingeladen. Dieser wollte den Anwesenden seine Wirtschaftspolitik erläutern und gleichzeitig Bedenken gegen ihn aus dem Weg räumen. So war er sehr darum bemüht, das Image des Bierzelt-Agitators abzulegen und versicherte den Wirtschaftsvertretern, entgegen nur propagandistisch gemeinten Enteignungsankündigungen würden die Eigentumsverhältnisse in der Wirtschaft bei einer Machtübernahme unangetastet bleiben. Zudem sicherte er zu, den Einfluss der Arbeiterbewegung zu beseitigen und umfangreiche Rüstungsmaßnahmen einzuleiten.
Nachdem den Nationalsozialisten und ihren Verbündeten die Macht übertragen worden war („Kabinett Hitler“ aus NSDAP, DNVP und Stahlhelm), schickte Flick im April des Jahres 1933 den Aufsichtsratsvorsitzenden der Mitteldeutschen Stahlwerke, Heinrich Koppenberg, in das Reichsluftfahrtministerium. Dort wurden ihm größere Aufträge in Aussicht gestellt. Im Dezember war der Aufbau der Luftwaffe beschlossene Sache, und die dem Konzern gehörende Allgemeine Transportanlagen Gesellschaft erhielt die ersten Aufträge für den Bau von Flugzeugen. Es folgte im März 1934 ein Auftrag für die Herstellung von Bomben, Granaten und Munition. Am 15. März desselben Jahres besuchte Friedrich Flick den Stabschef des Heereswaffenamtes, Georg Thomas. Dort erhielt er in einem Gespräch unter vier Augen die Informationen, dass die Nationalsozialisten einen Krieg planten und dass man für diesen Fall Vorräte an Waffen und Munition für einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten benötige.
Mit der „Arisierung“ von jüdischen Betrieben konnte Flick seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluss weiter vergrößern. Der Entwurf für die nach den reichsweiten Pogromen im November 1938 vorgesehene Enteignungvorschrift gegen jüdische Unternehmen wurde in der Konzernspitze formuliert. Die guten Kontakte zu Hermann Göring trugen dazu bei, dass Flick stärker als mancher seiner Konkurrenten von der Enteignung der jüdischen Minderheit profitierte. -
#1073
Jens Adolf (Sonntag, 14 September 2008 16:40)
Was wollt Ihr denn?! Das ist doch logisch das das nicht gewollt wird das diese Schule umgenannt wird denn die Bundesrepublik hat sich zwar dem Munde nach vom Faschismus distangciert aber wirklich nur dem Munde nach. Denn die Wurzeln des Faschismus ist doch der Kapitalismus. Vor Jahren gab es eine Spiegel oder SternAusgabe in der die Nazigrößen die die Nürnberger Zeit überstanden haben und ihr werdegang im neunen Deutschland. Der Assistensarzt oder so von Mengele war bis 1970 Kinderarzt
Oder was ich beim Googeln fand
Adenauer-Regierung und CIA deckten Nazi-Verbrecher Adolf Eichmann
Alsi Ihr Lieben. ich sage lasst Euch nicht unterkriegen!!!!!Bleibt Aufrecht! -
#1072
Chriz (Sonntag, 14 September 2008 16:40)
Als einziger deutscher Industrieller unterstützte er die Pläne zum Aufbau der Reichswerke Hermann Göring. Er lieferte im Gegensatz zu den Unternehmen von Rhein und Ruhr Steinkohle an die Konkurrenz aus Salzgitter. Dafür erhielt er die schriftliche Zusage, dass er bei der „Arisierung“ begünstigt werde. Ein Beispiel dafür waren die Hochofenwerke Lübeck AG der jüdischen Familie Hahn und die Eisenhandelsfirma Rawack & Grünfeld. Bereits 1927 machte Flick ein Angebot für die Übernahme der Firma, welche von diesen jedoch abgelehnt wurde. 1937 erwirkte er zusammen mit dem Heereswaffenamt, dass die Firma für den Preis von 3,4 Millionen Reichsmark übernommen werden konnte. Drei Jahre zuvor hatte der Aktienwert noch 14,3 Millionen betragen. Weitere Beispiele umfangreicher Teilhabe an Großarisierungen sind die Übernahme des Julius-Petschek-Konzerns (1938) und des Ignaz-Petschek-Konzerns (1939) mit u. a. einem Drittel der mitteleuropäischen Braunkohlefelder. Zudem profitierte er von der Reprivatisierung der Vereinigten Stahlwerke AG. 1937 schloss er seine Unternehmen zur Friedrich Flick KG zusammen. Gegen Ende dieses Jahres beschäftigte Flick insgesamt rund 85.000 Mitarbeiter.
Friedrich Flick war einer der größten Profiteure des von den Nationalsozialisten eingeleiteten Rüstungsbooms und der anschließenden Kriegskonjuktur. Seit 1938 war er Wehrwirtschaftsführer. Zudem gelangte er in einigen Großbetrieben der Kohle-, Eisen- und Stahlindustrie in die Aufsichtsräte und Verwaltungsvorstände. Er war Mitglied im vierköpfigen Verwaltungsrat der Berg- und Hüttenwerke Ost (BHO), einer staatlich-privaten Monopolgesellschaft, die in den besetzten Gebieten der Sowjetunion die systematische Ausschlachtung der Rohstoffvorkommen und die Aufnahme einer gewaltigen Kriegsproduktion mit erbeuteten Produktionsmitteln zu organisieren hatte. 1942 gründeten die Flick-Gruppe und die Reichswerke Hermann Göring gemeinsam die Dnjepr-Stahl GmbH und nahmen damit den größten und wirtschaftlich interessantesten Teil der Montanbetriebe der Ukraine unter ihre Kontrolle. Während des Zweiten Weltkriegs wurden in den zahlreichen Betrieben Flicks zehntausende Zwangsarbeiter vor allem aus Osteuropa und Sklavenarbeiter aus Konzentrationslagern eingesetzt (darunter Ignatz Bubis). Schätzungen gehen von über 10.000 Opfern aus, die in diesen Jahren mit Unterernährung und brutaler Behandlung zu Tode geschunden wurden. Auch in diesem Punkt hoben sich die Fabriken des Flick-Konzerns von anderen Unternehmen ab. Die Bedingungen hier waren äußerst schlecht und die Behandlungen sehr brutal. Selbst die Behörden wiesen auf diese besonders unmenschlichen Bedingungen hin. -
#1071
Chriz (Sonntag, 14 September 2008 16:38)
So schrieb eine staatliche Untersuchungskommission im Dezember 1942 nach einer Besichtigung der Essener Steinkohle AG: "Die Ostarbeiter sind gegenwärtig in Baracken für Kriegsgefangene mit schwerstem Stacheldraht und vergitterten Fenster untergebracht. Entwesung mangelhaft. Viel Ungeziefer. Strohmatratzen mussten entfernt werden, daher Schlafen nur auf Drahtmatratzen. Zuweilen Prügel. Lohnfrage ungeklärt. Essen nicht besonders.". Die Flick-Gruppe weigerte sich bis zum Tod des Konzernherrn, eine Entschädigung zu leisten, da dies in den Augen von Friedrich Flick einem Schuldeingeständnis gleich gekommen wäre. Flick konnte im Laufe des Zweiten Weltkriegs die Kontrolle über beinahe die gesamte europäische Montanindustrie erlangen und beschäftigte in 132 Gesellschaften rund 120.000 Beschäftigte mit einem Jahresumsatz von 550 Millionen Reichsmark. Sein privates Vermögen wurde auf rund zwei bis drei Milliarden Reichsmark geschätzt.
Gibt es da noch mehr zu sagen, über einen armen, alten Mann der sich nicht mehr wehren kann.
Konnten sich die Menschen wehren, die für seinen Profit starben?!
Ich bin entsetz über soviel Ignoranz in Kreuztal.
Aber stolz auf die Schüler, die diese Seite hervorgebracht haben.
-
#1070
Klaudia (Sonntag, 14 September 2008 16:23)
Warum nicht "endlich Schluss machen mit dem ewigen Aufarbeiten" und "vergessen"?
Darum: Um nicht "unsere Erinnerung, das einzige Grab der Toten, zu vernichten, und jede Spur des Verbrechens selbst aus unserem Gedächtnis auszulöschen"!
Wie wäre es mit Theodor-Adorno-Schule: "Die Forderung, dass Auschwitz nicht noch einmal sei, ist die allererste an Erziehung".
Ich kann nur empfehlen einmal den Geist der einzigen Theodor-Adorno-Schule in Deutschland einzuatmen. Aber ich befürchte, dass zuviel Freigeist dem armen Siegerland so gar nicht bekommt. Sonst wird daraus womöglich ein geistiger Kyrill. -
#1069
Ernsdorf (Sonntag, 14 September 2008 16:10)
Das stimmt ja nun nicht. Die Stadt ist der Schulträger. Und eben diese Stadt zahlt jedes Jahr immense Summen in den kommunalen Finanzausgleich. Kreuztal iust eine reiche Stadt mit potenten Steuerzahlern wie der Krombacher Brauerei, Hoesch, etc..
Wenn es eine Stadt gibt, die sich diese Umbenennung leisten kann, dann Kreuztal! -
#1068
Manfred Schrenk (Sonntag, 14 September 2008 16:05)
Da gibts nur eins: Name weg, Geld zurück.
Blöd nur, wenn der Schulträger (Sachaufwandsträger) sich das nicht leisten kann. Peinlich! Peinlich! -
#1067
Sara (Sonntag, 14 September 2008 16:00)
hallo!
Als ich gerade den Artikel über die Diskussion/den Streit/... in Kreuztal auf spiegel.de gelesen habe, habe ich mich gefreut: endlich mal wieder welche, die sagen, was ihnen nicht passt und ein Thema durchstehen ohne vor Stadtrat etc. einzuknicken. Daumen hoch für alle, die sich für eine Namensänderung einsetzten!
Haltet durch! Ich find's gut und wichtig, was ihr macht.
Sara aus Münster -
#1066
Unternehmer (Sonntag, 14 September 2008 15:58)
@Anonymer Leistungsträger
Champagnerfrühstück rum? Ferrari bewegt?
Eine Frage: Sind sie von der Linkspartei bezahlt?
So, wie sie sich hier geben, machen sie die beste Wahlwerbung für Oskar und Konsorten: Was interresieren einen Unternehmer (=Anonymer Leitungsträger) schon ethische Bedenken gegen Zwangsarbeit? Das ist Humakapital, das günstig und Arbeitgeberanteilsfrei ist,... oder?
So hat auch Herr Flick gedacht. Hauptsache die Kasse stimmt, die Gemahlin ist zufrieden und der Champagner perlt!
Daß Herr Flick es geschafft hat sich durch Millionenspenden (die er durch die Zwangsarbeit machen konnte)zumindest in den 50ern und 60ern etwas "reinzuwaschen" (Orden etc.) ist kein Grund, daß die dreckige Weste heute nicht wieder angeschaut werden und man die Fehler unserer Väter korrgieren sollte.
Und...:Die Rehabilitation durch die Amerikaner als moralisches Argument vorzubringen ist doch nicht ihr Ernst... (Ich fürchte doch!)
K.v.D -
#1065
Jonas (Sonntag, 14 September 2008 15:51)
Unglaublich die ganze Geschichte und das es Leute gibt die Flick als harmlosen alten Mann bezeichnen. Und ach das er schon tot ist und sich nicht mehr wehren kann. Das ändert aber nichts an der Tatsache, das sein Namen für etwas steht und zwar Kriegsverbrechen. Auch wenn er vielleicht Gutes für die Stadt getan hat, müssen seine Gräueltaten überwiegen!
Wenn man einen Schlussstrich ziehen möchte muss man die Schule umbenennen und nicht den Namen belassen!
Wie es mir scheint, wissen viele Politiker, Bürger und auch Schüler zu wenig über Flick, seine Taten und seine Person.
Sie sind alle geblendet von dem Geld und von dem Materiellen was er gegeben hat.
-
#1064
Ignaz S. (Sonntag, 14 September 2008 15:40)
Lasst doch den armen Mann in Ruhe. Der ist doch eh schon tot und kann sich nicht mehr wehren.
MfG -
#1063
Interessant... (Sonntag, 14 September 2008 15:37)
das es in Deutschland immer noch Leute in offiziellen Ämtern gibt die versuchen deutsche Nazivergangenheit zu leugnen oder herunterzuspielen. Wenigstens kommen solche Dinge früher oder später ans Licht. Danke für das Engagement!
Meiner Meinung nach ist auch vollkommen egal ob Friedrrich Flick auch gutes getan hat in seinem Leben. Wer mit der NSDAP kollaboriert hat, sich durch Nazigelder bereichert hat und Zehntausende zur Zwangsarbeit gezwungen hat, sollte sicher nicht als Vorbild gelten.
-
#1062
Uwe von Seltmann (Sonntag, 14 September 2008 15:37)
Ungläubiges Entsetzen
An die Lokalzeitungen im Siegerland habe ich heute aus Krakau folgenden Leserbrief geschickt:
Seit vielen Jahren habe ich enge Kontakte in Länder, in denen noch Menschen leben, die in den Fabriken von Friedrich Flick als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden. Wenn ich in Polen oder in der Ukraine erwähnt habe, dass ich Schüler eines Friedrich-Flick-Gymnasiums gewesen bin (1974-82), war die Reaktion: ungläubiges Entsetzen. Niemand konnte verstehen, dass in Deutschland eine Schule nach einem verurteilten Kriegsverbrecher benannt wird. Ich bin froh darüber, mein Abitur am Gymnasium Stift Keppel in Allenbach abgelegt zu haben, so dass ich das Flick-Gymnasium nicht in meinem Lebenslauf erwähnen muss. Im Übrigen gilt auch für die Diskussion um die Umbenennung der Schule, die bisweilen auf erbärmlichem Niveau geführt wird, das Wort des Dichters Hermann Hesse: "Es kehrt alles wieder, was nicht bis zu Ende gelitten und gelöst ist."
Zum Forum:
Denjenigen, die Flicks Schuld und Verantwortung kleinreden und einen Schlussstrich fordern, sei nahegelegt, sich mit den letzten noch lebenden Zwangsarbeitern zu unterhalten. Was für Nichtbetroffene (und auch für viele Täter) längst vergangen scheint, ist für zahlreiche ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter gegenwärtig: in Erinnerungen, in Träumen, in Angstattacken etc.
Aus Respekt diesen Menschen und ihrem erlittenen Unrecht und Leid gegenüber unterstütze ich die Aktion "Flick ist kein Vorbild"!
Uwe von Seltmann, Krakau
-
#1061
Historiker (Sonntag, 14 September 2008 15:25)
@Für Flick
Es geht nur darum, ob Flick als Namenspatron taugt. Das tut er wegen eben diesem einen Kapitel nicht. Ob er ein Nazi war, dass kannst Du gerner selbst beurteilen. Übrigens auch, was die Nazis ohne Flick gewesen wären.
PS: Habe Geschichte studiert. -
#1060
Für Flick (Sonntag, 14 September 2008 15:18)
Unglaublich, wie das Lebenswerk dieses Mannes auf ein einziges Kapitel reduziert wird. Was dieser Mann für Deutschland, aber auch für Kreuztal, getan hat, gilt es zu huldigen.
Schön, dass die Webmaster nun auch mal etwas in Geschichte lernen. Aber das Bild zu verzerren ist widerlich. Flick hat bestochen und mit Regierungen Hand in Hand gearbeitet, aber deswegen ist er noch lange kein Nazi. Solche Dumnmköpfe wie hier, selten gesehen! Studiert erstmal Geschichte, dann reden wir weiter! -
#1059
judith (Sonntag, 14 September 2008 15:17)
Koenen wir nochmal versuchen zum eigentlichen Thema "Soll der Name des Gymnasiums geaendert werden?" zurueckzukommen?
Lasst uns doch versuchen, sachlich zu argumentieren.
-
#1058
Klaus (Sonntag, 14 September 2008 15:07)
über Thomas 2
"Wir leben heute und nicht in der Vergangenheit. Und unseren Kindern und Enkeln gegenüber haben wir die verdammte Pflicht, die ZUKUNFT gut zu gestalten - also lasst endlich die Vergangenheit ruhen. Wir haben aus unserer Vergangenheit gelernt, und die Ergebnisse daraus müssen für die Zukunftsgestaltung verwendet werden, und nicht für das ewige Nachtreten irgendwelcher Antifas. Sie sollten Ihre Kraft für sinnvollere Dinge einsetzen."
In manchen Menschen scheint so eine Diskussion fast körperliche Schmerzen zu verursachen. Interessant zu beobachten, dass es gerade die rechts-konservativen sind, die zu einer emotionalisierten Unsachlichkeit neigen (siehe Zitat). Jedes "Nachtreten irgendwelcher Antifas" tut weh, wahrscheinlich weil es die Richtigen trifft. Sie interpretieren die Aussagen der Unterstützer dieser Website hier im Forum als Angriff auf ihr seelisches Gleichgewicht und damit auch physische Verfassung, das verrät die Wortwahl. Ganz so als ob sie jetzt Opfer eines totalitären Systems von unnachgiebigen Mahnern werden würden. Ihr Leid stellen sie auf die gleiche Ebene mit dem Leid, das den Verfolgten des Nationalsozialismus angetan wurde.
Alle, die sich durch eine Initiative wie diese Forderung einer Umbenennung persönlich verletzt fühlen, sollten eher forschen, woher dieses Unwohlsein kommt, und zwar bei sich selbst! Und nicht gleich nach "den anderen" schauen, die ihren Frieden stören. Wenn man bei solchen Dingen derart empfindlich ist, muss das andere Gründe haben, zum Beispiel ein tief sitzendes schlechtes Gewissen. Oder andere Komplexe.
Ich wage zu behaupten, dass gerade diejenigen, die sich fortwährend mit der Vergangenheit auseinandersetzen da einen Schritt weiter sind und - ganz allgemein - weniger Gefahr laufen, durch eine Diskussion aus dem Gleichgewicht gebracht zu werden.
Ich rate allen rechts-konservativen Kritikern hier im Interesse ihres eigenen Seelenfriedens Selbstkritik zuzulassen! -
#1057
Ralph Pörsch (Sonntag, 14 September 2008 15:04)
@ Max Mustermann (Beitrag #1043)
Ich stimme Ihnen zu, daß es für die Bedeutsamkeit eines Diskussionsbeitrages vollkommen egal ist, ob jemand ein Leistungsträger ist oder nicht. Das ist ein demokratisches Grundprinzip.
Diese Selbstbenennung offenbart aber, daß der Verfasser des Diskussionsbeitrages implizit annimmt, seine Auffassung habe a priori größeres Gewicht als andere Meinungen.
Ich übrigens der Auffassung, daß die Anonymität in diesem Forum durchaus ihre Berechtigung hat, weil sie das Recht sichert, die eigene Meinung ohne Furcht vor Repressalien äußern zu können.
Ich halte es jedoch für schlechten Stil, das Anliegen der Webseitenbetreiber als Quatsch (sic!) abzuqualifizieren, ohne den Mut zu haben, diesen Angriff (der sich nicht gegen die Argumente der anderen Seite, sondern gegen das Anliegen selbst richtet) mit offenem Visier zu vertreten. -
#1056
Thorsten (Sonntag, 14 September 2008 15:02)
Man fühlt sich zurück versetzt in die Adenauer-Zeiten. Sehr spannend! Dass es tatsächlich heute noch möglich ist, die allseits bekannten Fakten so umfassend zu ignorieren...
Und was den pflichtschlagenden anonymen Leistungsträger angeht, so genügt wohl ein kurzer Blick auf die von ihm verlinkte Seite der verpflichtend geschlagenen Hamburger Burschen, um zu verstehen, welche Art von Leistung hier getragen wird. Guter Mann, wir verzichten dankend auf die Schaffung von Sklaven-Arbeitsplätzen!
Allen aufrichtigen und aufgeklärten Kreuztalern wünsche ich Kraft und Ausdauer! -
#1055
Maurena (Sonntag, 14 September 2008 15:01)
Guten Tag
Ich bin über spiegel.de auf Ihre Seite gestossen und möchte Ihnen ein grosses Kompliment für Ihr Engagement aussprechen. Ich schreibe aus Zürich, wo man Friedrich Flicks Enkelsohn Friedrich Christian Flick vor einigen Jahren den Bau eines Kunstmuseums für seine Privatsammlung gründlich vermieste. Ich war damals richtig stolz auf meine Stadt, zumal sich die Schweiz in der Geschichtsaufarbeitung der Nazi-Zeit immer noch schwer tut. -
#1054
Sid (Sonntag, 14 September 2008 14:59)
Es sind immer die jungen Leute die den Mut so eine Initiative aus dem Boden zu stampfen. Die CDU inkl. Bürgermeister sollten sich schämen. Mit dem Spiegelbericht ist es nun bundesweit publik, dass nicht nur die CDU bei Euch mehr als rechts steht.....
...weiter so.... -
#1053
Anonymer Leistenbruch (Sonntag, 14 September 2008 14:59)
Irgendwie ignoriert der anonyme Leistungsträger, dass es einen Unterschied gibt zwischen Arbeitsplätzen (die auch Flick anbot) und Sklavenarbeit. Arbeitsplätz werden mit Arbeitnehmern besetzt, die dafür einen Lohn bekommen. Sklavenarbeit wird durch Zwangsarbeiter geleistet.
-
#1052
Junge (Sonntag, 14 September 2008 14:54)
-> Thomas 2
Aber gerade wenn wir es verstanden haben, müsste uns doch klar sein, dass eine Schule so nicht heissen kann. Und die Umbenennung einer Schule erfordert weder viel Energie noch Aufwand. Sie muss nur gewollt werden. Natürlich kann in manchen Bereichen die permanente Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ermüdent wirken. Allerdings geht es hier nicht um die oft zitierten 12 dunklen Jahre. Denn Flick ist danach ja vor ein Gericht gestellt worden, wo ihm Gerechtigkeit wiederfahren ist. Wie intensiv dies Gerechtigkeit war möchte ich nicht bewerten.
Worum es hier geht ist die Vorgehensweise in Kreuztal in der Nachkriegszeit. Gut 30 Jahre nach der Versklavung von Menschen wird eine Schule nach jemanden benannt, der dies zu verantworten hatte. Als Ferndorfer weiss ich ganz genau, dass ein negatives Wort über Flick immer eine heftige Schutzreaktion des Gesprächspartners bedeutete. Und das ist auch logisch, da es in Kreuztal keine Bevölerungsgruppe gibt, die nicht von Flick profitiert hat: Schule, Vereine, Kirchen ... der grosse Sohn der Stadt halt. Noch in den 90er war es am FFG unmöglich eine kritische Diskussion zu führen, ohne dass es eine heftige Reaktion der Schulleitung gab.
So gesehen beginnt in Kreuztal erst jetzt eine kritische Aufarbeitung der eigenen Geschichte. Hier wurde noch nicht verstanden und deshalb muss die Vergangenheit bemüht werden. Vielleicht gilt ihr Ansatz, dass man sch getrost der Zukunft widmen kann in einigen Jahren auch in meiner Kreuztaler Heimat; aber solange ein Kommunalpolitiker dort sagen kann, dass die Flickschen Zwangsarbeiter gut besoldet und behandelt worden wären, bin ich da skeptisch. Ob dieser Politiker auch die nachweislich 10000 Toten in diese Aussage miteinschliesst?
-
#1051
Frank Mankyboddle (Sonntag, 14 September 2008 14:47)
Aus der Vergangenheit gelernt???
Hat "Thomas2" ganz offensichtlich eben doch nicht. Denn wer aus der Vergangenheit lernt benennt seine Schulen nicht nach Kriegsverbrechern. Wer so etwas tut ist eben NICHT vorwärtsgewandt sonder ewig gestrig. Dass die Schule nach über 20 Jahren Protest immer noch so heißt ist ja nicht das Verschulden der BI sondern des dickfelligen Stadtrates. Und Humboldt mit Flick zu vergleichen ist blanker Unsinn.
Im Übrigen hätte ich auch nichts gegen eine Umbenennung von anderen Schulen mit militaristischen Namensgebern etc. Das ist für mich eigentlich selbstverständlich. Auch eine Wagner-Schule muß nicht unbedingt sein, schließlich war er ein Volksverhetzer vor dem Herrn. Wagner-Schulen benennt man passenderweise in Nietzsche-Schulen um.
(Zitat thomas2)
BI´s wie diese sollten keinerlei Plattform für ihre kruden, rückwärts gewandten Ansichten bekommen. Insofern finde ich es nicht gut, dass solche BI´s durch große Medien wie SPON (dadurch bin auch ich auf Sie aufmerksam geworden) auch noch verbreitet werden.
"Wir leben heute und nicht in der Vergangenheit. Und unseren Kindern und Enkeln gegenüber haben wir die verdammte Pflicht, die ZUKUNFT gut zu gestalten - also lasst endlich die Vergangenheit ruhen. Wir haben aus unserer Vergangenheit gelernt, und die Ergebnisse daraus müssen für die Zukunftsgestaltung verwendet werden, und nicht für das ewige Nachtreten irgendwelcher Antifas. Sie sollten Ihre Kraft für sinnvollere Dinge einsetzen." -
#1050
Chris (Sonntag, 14 September 2008 14:46)
@ "Anonymer Leistungsträger"
Wenn Sie der Ansicht sind, dass zuerst das Fressen, dann aber die Moral komme, werden wir "Kraft durch Freude" gewiß wieder haben. Sie rechtfertigen die Verbrechen von Flick mit dem Leistungsträgertum - dabei vergessen Sie, dass eine freiheitlich demokratische Grundordnung genau jene ohne die braune Färbung ebenfalls hervorbringen kann.
Und wenn Sie von Rehabilitierung sprechen, dann gehe ich mit Ihrem fadenscheinigen, amerikanisch-zynischen Autoritätsargument überhaupt nicht d'accord.
Abschließend wünsche ich Ihnen natürlich Hochgenuss bei den Freuden des Lebens als "Leistungsträger". -
#1049
Anonymer Leistungsträger (Sonntag, 14 September 2008 14:40)
@Chris:
Ich erspare mir jeden Kommentar. Daher schaffe ich weiter Arbeitsplätze, so wie es der ehrenwerte (!) Herr Flick getan hat.
Schauen Sie einmal (Sie können doch so weit blättern, oder?) auf seinen CV:
http://www.flick-ist-kein-vorbild.de/wer_war_friedrich_flick.php
Wenn Sie es ertragen, etwas mehr zu lesen, dann sehen Sie internationale (!) Auszeichnungen, Verdienstkreuze und eine vollständige Rehabilitierung durch die Amerikaner 1950.
Aber vielleicht war da ja auch Herr v. Braun daran Schuld, weil die Nazis die US-Regierung unterwandert haben?
Wie dem auch sei - ich erspare mir jetzt, meine Zeit länger mit Leuten wie Ihnen zu verschwenden und genieße lieber mein Unternehmerdasein bei einem Champagnerfrühstück mit meiner wundervollen Gemahlin - wie Sie vermutlich sagen würden: auf Kosten meiner Mitarbeiter, die ich zu diesem Zweck ausbeute (i.e. denen ich Arbeitsplätze geschaffen habe) -
#1048
Lasse (Sonntag, 14 September 2008 14:35)
Weiter so! Ich kann es kaum glauben, dass die Schule noch heute so heißt. Ein Platz, der kritische und humanistische Bürger gebären soll, benannt nach einem Menschen, der sich so misstätlich an anderen bereichert hat. Was für Lehrer können guten Gewissens in einem Institut mit solchem Namen arbeiten, was sagen die Geschichtslehrer? Dass nicht viel früher ein Aufschrei von dieser Seite kam, ist für mich unfassbar und enttäuschend.
Vielleicht hat Brecht recht, Ich hatte schlechte Lehrer, das war eine gute Schule. Nur so kann ich es erklären, dass der Protest nun von Schülerseite kommt...
Respekt und weiter so!
Lasse -
#1047
Thomas 2 (Sonntag, 14 September 2008 14:35)
@ Junge:
Ich verstehe Ihre Argumentation. Aber wir HABEN das heutige verstanden und müssen eben nicht immer und immer wieder die Vergangenheit bemühen. Seltsamerweise immer nur die 12 Jahre dunkler Vergangenheit übrigens, die da bemüht werden, aber das ist ein anderes Thema.
Und zur "verdammten Pflicht": das ist nicht negativ, sondern soll eben die Wichtigkeit dieser Pflicht unterstreichen. Wenn Sie wollen, lesen Sie es so: es ist unsere wichtigste Pflicht, die Zukunft für unsere Kinder und Enkel gut zu gestalten. Und da gibt es weitaus größere Probleme als der Name einer Schule. Etwa die große Herausforderung, soziale Sicherungssysteme auch in Zukunft funktionsfähig zu halten, um nur ein einziges Beispiel von so vielen zu nennen. -
#1046
Gabriele Oberstenfeld (Sonntag, 14 September 2008 14:34)
Auch ich habe Ihre Seite über den Spiegel gefunden: gut gemacht und informativ. Es gibt sie also immer noch, die Mitmacher und die Verharmloser, die sich nicht schämen. Aber es gibt auch die Unbequemen wie Sie, die den Finger in die Wunde legen. Machen Sie weiter, das ist wichtig!
Vielen Dank an Sie, Herr Pörsch, für Ihren Beitrag zum Brief vom "Anonymen Leistungsträger". Sie haben mir aus der Seele gesprochen und ich habe mich gefreut, dass jemand so schnell auf diesen empörenden Beitrag geantwortet hat. -
#1045
A. K. (Sonntag, 14 September 2008 14:34)
Schule unbenennen, Geldspende (inflationsbereinigt) zurueck an die Nachkommen. Die paar Euro kann Deutschland doch wohl noch aufbringen. Fuer den Kauf der DDR war ja einiges mehr da (ohne Steuererhoehungen lt. Kohl).
-
#1044
Chris (Sonntag, 14 September 2008 14:32)
@ Thomas 2
Wieso wäre das von Belang? Bei aller Diskussion kann der Name doch nur für die Fehltritte der Vergangenheit als Mahnung dienen - ob das allerdings Intention der Schulbenennung war, wage ich zu bezweifeln. -
#1043
Max Mustermann (Sonntag, 14 September 2008 14:29)
"Es bleibt Ihnen überlassen, sich als Leistungsträger zu bezeichnen. Die Frage, ob Sie dies wirklich sind, ist ob Ihrer Anonymität nicht zu klären. Die Hybris die in diesem selbstgewählten Bezeichnung zum Ausdruck kommt, läßt jedoch nichts Gutes ahnen."
Herr Pörsch,
ob nun anonymer Leistungsträger, Franz. S, Ralph Pörsch oder Max Mustermann ist doch völlig egal - jeder Beitrag hier geschieht in Anonymität.
@ Thomas 2 #1035 - Ihren Beitrag unterschreibe ich sofort! -
#1042
Thomas 2 (Sonntag, 14 September 2008 14:29)
@ Chris:
Gegenfrage: Haben Sie oder hat die BI eigentlich mal danach gefragt, weshalb die Schule so heißt? -
#1041
Junge (Sonntag, 14 September 2008 14:27)
-> Thomas2
Naja, wenn wir die Vergangenheit ruhen lassen und unsere Energie für die Zukunft einsetzen sollen, dann wäre ja der Verzicht auf die Benennung einer Schule nach jemandem der in der Vergangenheit zweifelhaftes erreicht hat nur konsequent.
Ich finde es interessant, dass sie einerseits von "irgendwelchen Antifas" schreiben, andereseits doch von einer Bürgerinitiative sprechen.
Die Vergangenheit ruhen zu lassen ist ein ziemlich naiver Ansatz. Nur über das Vergangene kann man das Heutige verstehen und die Zukunft gestalten. Aber die Zukunft ist für sie ja, wie sie scheiben, eine "verdammte Pflicht". Warum so negativ? -
#1040
Thomas 2 (Sonntag, 14 September 2008 14:26)
Ach so; Beitrag 1038 war ich
-
#1039
David W. (Sonntag, 14 September 2008 14:26)
Ich halte es da wie Samuel: Wer den Namen seines Gönners nicht mehr tragen will, soll auch dessen Spende an ihn oder seinen Erben zurückgeben.
-
#1038
Sachlichkeit ist eine Zier... (Sonntag, 14 September 2008 14:25)
@ Jannis:
Auch im Beitrag 1027 sind Argumente vorhanden, und im übrigen beleidigt der Autor niemanden - bleibe bitte sachlich und verkneife Dir den "Spinner". -
#1037
Chris (Sonntag, 14 September 2008 14:24)
@ Thomas 2
Und wie sollen wir die Zukunft ohne Kenntnis unserer Vergangenheit gut gestalten? Hätten wir aus unserer Vergangenheit konsequent gelernt, dann hieße das Gymnasium vielleicht anders und die Politik im Ort würde anders argumentieren. Offensichtlich ist das nicht der Fall - wo ist also Ihr Argument? -
#1036
Jannis (Sonntag, 14 September 2008 14:22)
Petition versendet.
Macht weiter so und Spinner wie im Beitrag #1027 einfach ignorieren! -
#1035
Thomas 2 (Sonntag, 14 September 2008 14:19)
BI´s wie diese sollten keinerlei Plattform für ihre kruden, rückwärts gewandten Ansichten bekommen. Insofern finde ich es nicht gut, dass solche BI´s durch große Medien wie SPON (dadurch bin auch ich auf Sie aufmerksam geworden) auch noch verbreitet werden.
Wir leben heute und nicht in der Vergangenheit. Und unseren Kindern und Enkeln gegenüber haben wir die verdammte Pflicht, die ZUKUNFT gut zu gestalten - also lasst endlich die Vergangenheit ruhen. Wir haben aus unserer Vergangenheit gelernt, und die Ergebnisse daraus müssen für die Zukunftsgestaltung verwendet werden, und nicht für das ewige Nachtreten irgendwelcher Antifas. Sie sollten Ihre Kraft für sinnvollere Dinge einsetzen. -
#1034
Ralph Pörsch (Sonntag, 14 September 2008 14:18)
@ Anonymer Leistungsträger
Ich erlaube mir aus dem deutlich sichtbaren Vorwort zum Gästebuch zu zitieren:
"Bei aller Kritik, die man an PRO und CONTRA Argumenten anderer haben kann und darf, und möglicherweise auch bei aller Wut über die Art und Weise der Auseinandersetzung: Jeder hier im Gästebuch sollte sachlich bleiben und sich nicht persönlich verletzend äußern!"
Mit diesen Sätzen bringen die Betreiber dieser Webseite deutlich zum Ausdruck, daß man zu dem hier diskutierten Thema unterschiedlicher Auffassung sein kann und darf. Diese Aufforderung zeugt von einer demokratischen Grundhaltung, die ich in Ihrem rhetorisch bemerkenswerten, aber ihnhaltlich eher dünnen Beitrag zutiefst vermisse.
Ihr Bestreben, anonym zu bleiben, steht überdies in krassem Gegensatz zu dem mutigen Ansatz der Webseitenbetreiber, sich der Diskussion zu stellen.
Es bleibt Ihnen überlassen, sich als Leistungsträger zu bezeichnen. Die Frage, ob Sie dies wirklich sind, ist ob Ihrer Anonymität nicht zu klären. Die Hybris die in diesem selbstgewählten Bezeichnung zum Ausdruck kommt, läßt jedoch nichts Gutes ahnen.
Die Hybris -
#1033
Michael Reichelt (Sonntag, 14 September 2008 14:15)
Hallo - ich habe Eure Seite ueber den Spiegel gefunden. Es ist abscheulich das anscheinend seit 1968 nicht viel passiert ist. Wir sind wieder da wo wir waren:Nestbeschmutzer, Vergessen, Verbuesst,vorbei.
Denkt dran - je lauter Sie schreien - umso mehr zeigt sich,dass Ihr im Recht seit.Also - bitte macht Eure gute Arbeit weiter. ES ist gut zu wissen, das in Deutschland noch ein paar Menschen aufrecht gehen !
Michael in Bangkok, Thailand. -
#1032
Thomas (Sonntag, 14 September 2008 14:10)
Respekt für ihren Mut und alles Gute! Die Diskussion ist überfällig, bleiben Sie dran!
-
#1031
joachim s. (Sonntag, 14 September 2008 14:04)
es zeigt - nicht dieser name ist der skandal, der auch ohne großer umstände und unter einforderung eines moralischen grundanstandes der stadtratsmitglieder gegenüber den zwangsarbeitern, insbesondere den 10000 menschen, die sich zu tode gearbeitet haben und der erschießungen von 180 kranken einer änderung des namens mehr als würdig erweisen würde, sondern die noch immer festhaltende handlungsweise und sturheit nicht mit der nationalsozialistischen vergangenheit zu brechen ist der eigentliche skandal.
dieser stadtrat windet sich nach wie vor und verhöhnt somit jedes einzelne menschenopfer aus dieser zeit. die angst um stiftungsgelder steht über der würde der opfer. man vermisst nicht zuletzt eine stellungnahme der stiftung. stolz, das ist zu bekennen und verantwortung zu tragen, zu zeigen man kann und will es besser machen.
bisher ist dieses weigern und festhalten fern jeder würde. es geht auch nicht um die schuld eines einzelnen gegenüber eines einzigen opfers. es geht um das verbrechen gegenüber einer unüberschaubaren anzahl von opfern, deren unendliches leid, der wieder herstellung ihrer würde und nicht zuletzt um die würde des menschen, der den freitod auf den schienen der unmenschlichen behandlung im flick-stahlwerk gröditz vorzog.
zu guter letzt sei genannt: sollten nach einer umbenennung der schule keine stiftungsgelder mehr der schule zu gute kommen, dann hätte auch die stiftung den bruch mit der vergangenheit noch nicht geschafft und kreutztal hätte seinen zweiten skandal.
-
#1030
Petition versenden! (Sonntag, 14 September 2008 14:04)
Es ist schön, dass der Beitrag bei Spon so viel Aufmerksamkeit auf diese BI lenkt. Es wäre gut, wenn möglichst viele der Besucher auch die Petition an den Kreuztaler Bürgermeister versenden. (siehe oben)
-
#1029
Thomas (Sonntag, 14 September 2008 13:59)
Respekt. Ich bin durch den Spiegel auf Euere Aktion gestoßen. Es bestürzt mich, mit welchen Argumenten die CDU hier vorgeht, wo sie doch an anderer Stelle (sicher zurecht) "Die Linke" als (zumindest teilweise) verbliebenes Übel einer Diktatur darstellt. Bei so viel Doppelmoral kann man sich nur angewiedert abwenden.
-
#1028
Chris (Sonntag, 14 September 2008 13:58)
@ "Anonymer Leistungsträger"
Wenn da nicht der Schalk der Kyniker im Nacken steckt? Die Relativierung, die sie geschichtlich betreiben, kann und darf nicht über den Tod von Millionen Menschen hinwegsehen.
Und wenn wir dann schon dabei sind - zählen Sie sich ebenfalls zu den Leistungsträgern unserer Nation auf fragwürdiger Grundlage? Ebenso, wie es Flick getan hat? Meinen Glückwunsch zu dieser Offenbarung.
Genauso, wie sich die Linkspartei mit ihren SED-Geklüngel auseinandersetzen muss, muss das die CDU tun. Als, Vater der Nation, Heiliger und Leistungsträger - "was hast Du in den dreißiger Jahren getrieben, Papa"? -
#1027
Anonymer Leistungsträger (Sonntag, 14 September 2008 13:52)
Mutig, mutig!
Ich finde es super, dass sich (wieder einmal) ein paar junge Menschen darum kümmern, dass wir endlich keine Nazis mehr im Lande haben...
Wir sollten aber nicht vergessen, dass Deutschland das Land der Täter schlechthin ist.
Daher finde ich, dass Sie sich auch dafür einsetzen, dass das Fürst-Johann-Moritz Gymnasium umbenannt wird, da dieser böse Mensch die Versklavung der arbeitenden Massen in Südamerika vorangetrieben hat.
Wenn wir dabei sind - sollten wir nicht auch alle "Humboldt-Gymnasien" verbieten, da Herr Humboldt auch im preußischen (!) Staatsdienst war und damit potenziell Kriege unterstützt hat?
Dann natürlich sollten Sie unbedingt dafür sorgen, dass alle Schulnamen deutscher Monarchen verschwinden - denn an diesen Namen klebt das Blut einer Täternation, die menschenverachtender nicht sein kann.
Daher sollten wir auch unbedingt alle Literatur, Bilder, Geschichte, Musik (Wagner!), Namen, etc. aller deutschen Schriftsteller der letzten 1000 Jahre verbieten.
Ach so, das wussten Sie nicht, Entschuldigung! Deutschland gibt es nicht erst seit 1933, sondern schon etwas länger. Aber dafür müssten Sie ja ordentliche Bücher lesen und aufhören, auf Ihre 68er Lehrer zu hören. Ich wollte Sie nicht angreifen, tut mir Leid!
Ich schlage daher vor, dass Sie ganz mit dem Lernen aufhören und sich hauptberuflich Ihrer Tätigkeit als Bedenkenträger hingeben - berufliche Leistungsträger für unsere Nation wollen Sie ja offenbar nicht werden.
Sicher wird sich ein Genosse finden aus Gewerkschaft oder SED (die heißen heut Linkspartei), der Sie mit einem tollen Karriereposten auf Kosten von Steuerzahlern versorgt. Und, hört sich gut an, nicht? War mir klar, dass Sie das mögen, wenn Sie so einen Quatsch hier veranstalten. -
#1026
Chris (Sonntag, 14 September 2008 13:52)
Macht weiter so! Ich wünsche euch genug Kraft um diesen Kampf bis zum Ende, sprich der mehr als überfälligen Umbenennung des Friedrich Flick Gymnasiums (sic!), duchzustehen. Eines habt auf jeden Fall schon geschafft, nämlich diejenigen demaskiert, die jetzt in pawlowscher Manier kruden Revisionismus (á la "Zwangsarbeiter wurden gut behandelt") und ein hoffentlich niemals eintretendes Ende mit der Auseinandersetzung und Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit predigen. Dass gerade Letzteres auch über sechzig Jahre nach der Befreiung vom Hitler-Faschismus noch dringend notwendig ist und auch weiterhin notwendig sein wird beweisen nicht nur aktuelle neonazistische Bewegungen, sondern insbesondere auch besagte Politiker und einige der in dieses Gästebuch schreibenden Umbenennungs-Gegner.
Schön zu sehen, dass es noch Menschen mit Bewusstsein gibt. Vielleicht ist die Umbennenung ja auch nur der erste Schritt. Ein nächster könnte z.B. die Auszeichnung der Schule als "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" (www.schule-ohne-rassismus.org/) sein.
Weiterhin viel Erfolg und Öffentlichkeit,
Chris -
#1025
Peter (Sonntag, 14 September 2008 13:48)
Ich finde es erstaunlich und beschämend, dass über 60 Jahre nach Ende des Krieges Schulen und Straßen nach Friedrich Flick (Friedrich-Flick-Str.) benannt sind. Nach jemanden, der die Nazidiktatur unterstützt und davon profitiert hat.
Noch beschämender finde ich es, dass u.a. Politiker mit fadenscheinigen Argumenten versuchen, diese Fehlentscheidung in Kreuztal zu erklären und nicht zu revidieren. -
#1024
Chris (Sonntag, 14 September 2008 13:45)
Hervorragende Aktion -
habe gerade darüber bei Spiegel.de gelesen. Ich finde klasse, mit welchem Aufwand ihr gegen das Vergessen kämpft und wie ihr es schafft, den modrigen, braunen Sumpf, der wohl auch noch in den CDU-Kreisen existiert, aufzuwirbeln.
Wer Kriegsverbrecher war und entsprechend verurteilt wurde, der darf in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung mit unserer Erfahrung, Verfassung und "Weisheit" niemals als Namenspatron für die Ausbildung unserer Jugend Pate stehen.
Herzliche Grüße,
Chris -
#1023
Sabine Crelier (Sonntag, 14 September 2008 13:43)
OK, natürlich sollte irgendwann mit Schuldzuweisungen an ein Volk, das bald hauptsächlich aus der Generation besteht, die nach den Greueltaten des Dritten Reiches geboren ist, Schluss sein. Aber es kann keiner von "den Alten" behaupten, er hätte nichts gewusst. Und wenn, dann kann man ihn wahrscheinlich in die Proll-Schublade stecken, zu den Leuten, die sich sowieso nicht für die Weltpolitik und auch nicht für die Ereignisse im eigenen Land interessieren. Peinlich, peinlich, eine Schule nach einem Nazi-Verbrecher zu benennen. Unter sein Porträt hätte man wenigstens eine Biografie hängen können, mit genauen Daten, z. B. auch über die Nürnberger Prozesse, seine Haftstrafe etc. Schliesslich gehört es sich doch, dass die Schüler wissen, nach wem die Lehranstalt benannt ist, die sie besuchen. Aber, Flick ist nicht der einzige seiner Art. Ein Architekt, der KZ-Einrichtungen entworfen hat, war nach dem Krieg sogar noch Bundespräsident, der es aufgrund seiner teilweise grotesken Versprecher auch noch zur berühmtesten deutschen Witzfigur seiner Zeit gebracht hat.
Auf jeden Fall, macht weiter so, lasst euch nicht unterkriegen, solche Dinge sollte man keinesfalls unter den Teppich kehren.
Sabine Crelier -
#1022
Michael Burkert (Sonntag, 14 September 2008 13:42)
Hallo Henning,
vielen Dank für Deine Nachricht, Henning. Aber ich frage mich wie Du darauf kommst, dass ich etwas gegen Homosexuelle hätte. Vor allem aber wundert mich, wie Du darauf kommst, dass ich ein NPD-Wähler wäre. Du kannst Dir sicher sein. Was meine politischen Ansichten betrifft, so würde ich ungefähr so etwas wie ein TOP-Feindbild für die NPD abgegeben. Das gleiche gilt für die andere Seite (Den gestrigen Abend habe ich mit zahlreichen nigerianschen Muslime verbracht, um gemeinsam mit Ihnen den Fastenbruch zu begehen; von rechts bin ich also ziemlich weit entfernt, genauso wie von der anderen Seite).
Du möchtest wissen, wo ich gedient habe? Ich war weder in der Bundeswehr, noch habe ich Zivildienst abgeleistet. Ich hatte bereits 2 Brüder bei der Bundeswehr.
Vermutlich hab ich mich vorhin nicht völlig klar ausgedrückt (ich war noch im Halbschlaf): Ich habe weder etwas gegen Homosexuelle, noch stehe ich der NPD nahe.
Ich denke, dass Menschen die sich beonders leidenschaftlich und besonders intensiv um politische oder politiknahe Belange einsetzen mit Vorsicht zu geniessen sind. Sie laufen Gefahr, wie die beiden Profilneurotiker hier, sich auf ein Ziel zu konzentrieren ohne es in seiner Breite und Tiefe in irgendeiner Weise erfassen zu können (und ich behaupte ganz sicher nicht, dass ich das kann. Damit meine ich, dass beispielsweise bei den diversen Staatsanwaltschaften in Deutschland ein unglaublicher Aufwand betrieben wird, um einen Täter eines bestimmten VErbrechens zu überführen. Das ist gut und richt so, das bedeutet für mich Rechtsstaat. Oftmals ist es aber so, dass, wenn man sich mit solchen Fällen nur oberflächlich beschäftigt, und nicht wirklich alle Umstände der Tat und des Täters in den Entscheidungsprozess über Schuld oder Nicht Schuld mit einbezogen werden, man zu völlig anderen Schlüssen kommt. Ich denke, dass klar ist, was ich meine. Einen Menschen abzuurteilen ist an sich schon etwas Schlechtes, aber wenn das dann auch noch auf einer Entscheidungsgrundlage passiert, die völlig unzureichend ist, dann ist das töricht und dumm. Ich halte die beiden Kreativen hier für nicht besonders klug, weil Sie oberflächlich über eine Zeit und einen Menschen entscheiden und ihn zum Abschluss freigeben, obwohl ihre Einblicke die näheren Umstände hierfür nicht ausreichend sind. Ich habe die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen, aber mit dem Aburteilen von Menschen, wie es heutzutage eigentlich üblich ist, sollte man sehr vorsichtig sein. Das sind die beiden hier nicht, deswegen glaube ich, dass sie für Scharlatane und andere politische Hirngespinste weitaus empfänglicher sind, als Menschen, die sich mit Urteilen - wie von den beiden gefällt - zurückhalten. -
#1021
Jens Parker (Sonntag, 14 September 2008 13:41)
Klasse Projekt! Haltet die Ohren steif!
-
#1020
Thomas (Sonntag, 14 September 2008 13:41)
@zerg: natürlich ist das populismus. nur interessanterweise von der art, wie sie traditionell von der eher konservativ geprägten britischen boulevardpresse kommt. und auf diese möglichkeit der internationalen wahrnehmung will ich den blick lenken.
-
#1019
Gerald (Sonntag, 14 September 2008 13:36)
Hallo,
ich finde Euer Engagement fantastisch! Mein Gymnasium war ein Geschwister Scholl Gymnasium. Lasst nicht zu dass euer Gemeinderat, das Thema einfach niederredet, und lasst auch nicht zu, dass es neben diesem Thema, die anderen wichtigen Themen der Stadt vergessen werden.
Diese Umbennenung müsste eigentlich ein Selbstläufer sein. So etwas tut man einfach und widmet sich dann wieder anderen Themen. Erschreckend wie lange die Volksvertreter sich bisher damit herumschlagen.
Gruss,
Gerald -
#1018
Link (Sonntag, 14 September 2008 13:34)
Zum Erscheinen der Flickstudie; DER SPIEGEL 23/2008 vom 02.06.2008, Seite 96
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/70/33/dokument.html?titel=Freiwillige+Zwangsarbeit%3F&id=57223307&top=SPIEGEL&suchbegriff=johannes+b%C3%A4hr&quellen=&vl=0 -
#1017
zerg (Sonntag, 14 September 2008 13:32)
"Ich sehe schon die Wortspiele in der britischen Boulevardpresse: Wie wär's mit "Hakenkreuztal"?"
herrliches Beispiel für linken Populismus *pfui* -
#1016
Lars (Sonntag, 14 September 2008 13:31)
Wer ein Verbrechen begeht ist kein Vorbild. Ich hoffe, dass der Artikel im Spiegel Online den Druck auf Stadt und Land genügend erhöht um sich endlich von dem Blutgeld zu lösen. Macht weiter!
-
#1015
oliver selinka (Sonntag, 14 September 2008 13:30)
Flick ist natürlich überhaupt kein Vorbild. Aber wenn es sowas wie Gerechtigkeit überhaupt geben sollte, dann wäre Herr Flick in Haft gestorben. Zudem hätte er keine müde Mark mehr besitzen dürfen, die er dann vererben durfte. Das gesamte Flick-Vermögen hätte eingezogen werden müssen (und nicht nur das Flick-Vermögen) Aber Gerechtigkeit gibts eben nicht. Dass diese Schule aber immer noch seinen Namen trägt sagt ja schon alles. Auch hier war es so wie immer. Die Kleinen hängt man die Grossen bekommen das Bundesverdienstkreuz.
-
#1014
Thomas (Sonntag, 14 September 2008 13:28)
Ich neige nur ungerne dazu, Amerkia für irgendetwas als Vorbild hinzuzuziehen. Aber dieser aktuelle Artikel aus der Süddeutschen zeigt doch sehr deutlich, wie man einen falschen Namensgeber im Ausland wahrnehmen kann:
http://www.sueddeutsche.de/,ra5m1/sport/155/310086/text/
Da wird ein Stadion nicht in "Allianz-Arena" umbenannt, weil der Konzern auch Nazi-Vermögen versichert hat. Vielleicht weiß ich nicht genug darüber, doch gehe ich mal davon aus, dass der liebe Herr Flick noch mehr Dreck am Stecken hat...
Lieber Bürgermeister: Lassen Sie diese Flick-Affähre mal über die Grenzen des Landes hinaus bekannt werden, und Ihr Nest wird überall als brauner Fleck inmitten von Europa wahrgenommen werden. Ich sehe schon die Wortspiele in der britischen Boulevardpresse: Wie wär's mit "Hakenkreuztal"?
-
#1013
Hubbi (Sonntag, 14 September 2008 13:27)
@Judith. genau!
Ich finds einfach nur Klasse was die 2 Schüler machen! Lasst euch nicht unterkriegen.
Gruss,
Hubbi -
#1012
Oliver (Sonntag, 14 September 2008 13:27)
Ich wünsche den Initiatoren dieser Seite viel Erfolg bei ihrem Vorhaben. Mit der "sogenannten Aufarbeitung", wie sie eure Kommunalpolitiker bezeichnen, sollte niemals Schluss sein.
Manche schreiben hier, dass sich kein anderes Land auf dieser Welt so schuldig fühlt wie unseres. Vielleicht sollten die einmal darüber nachdenken, dass auch kaum ein anderes Land solche Schuld auf sich geladen hat. Die heutige Generation ist nicht verantwortlich für die Taten von damals - für deren Aufarbeitung ist sie es allemal.
Meine tiefstes Bedauern möchte ich noch dem braunen Mob aussprechen, der diese Seite nutzt, um seine primitiven Gedanken mit anderen zu teilen. -
#1011
Frank Mankyboddle (Sonntag, 14 September 2008 13:22)
Vielen Dank für Ihr Engagement!
es ist immer wieder erschütternd wie Dickfällig die Unvernunft ist, und mit welcher Chuzpe gelogen, abgewiegelt, verharmlost und verdrängt wird.
Die Verdränger wissen offensichtlich nicht dass sie sich selbst damit keinen Gefallen tun. Lügen und Verdrängen ist eine Zwangsjacke die uns ALLE erdrückt.
Sie verhindert darüber hinaus Vergebung.
Rechnen sie mich zu Ihren, wenn auch nur idellen, Unterstützern.
Viel Erfolg bei Ihrer Aktion, Glück, Frieden und Freiheit wünscht Ihnen
Frank Mankyboddle
www.mankyboddle.com
www.myspace.com/thesweetsofsin -
#1010
Peter Müller (Sonntag, 14 September 2008 13:18)
Respekt! Ich stehe voll und ganz hinter Eurer Aktion. Wir im Saarland haben eine ähnliche Problematik mit dem Völkinger Stadtteil "Hermann-Röchling-Höhe". Röchling stand in einem engem Vertrauensverhälntnis zu Hitler und war während des Nationalsozialismus an der Organisation von Zwangsarbeit beteiligt. Heute will niemand was davon wissen und Kritiker haben einen schweren Stand. Deshalb meinen Respekt vor Eurer Aktion!
-
#1009
Judith (Sonntag, 14 September 2008 13:17)
Vielleicht geht es gar nicht darum, ob wir uns verantwortlich fuehlen fuer Zeiten, in denen wir och nicht geboren waren.
Ich fuehle mich jedoch verantwortlich fuer die Gegenwart und Zukunft, dafuer, welche Werte wir als gut oder nicht gut an Juengere vermitteln. Herr Flick ist fuer mich KEIN Beispiel fuer gute Werte und das haette ich der naechsten Generation gerne vermittelt.
-
#1008
Peter Becker, Beijing/China (Sonntag, 14 September 2008 13:17)
Respekt, ich hoffe, die Initiative hat den verdienten Erfolg.
Ein Unternehmer, an dessen Händen Blut von zehntausenden Zwangsarbeitern klebt, darf nicht Namensgeber einer Schule sein, an dem gestifteten Geld klebt im übrigen das gleiche Blut!
Oder kann man sich in Kreuztal für genügend Geld eine reine Weste kaufen?
Peter Becker
-
#1007
David W. (Sonntag, 14 September 2008 13:16)
Ich bin durh den Spiegel.de Artikel auf euch Aufmerksam geworden ... Hut ab vor eurer Aktion! Macht weiter so. Es kann nicht sein, dass wir in Deutschland Schulen haben die nach NS-Verbrechern benannt sind! MfG David W.
-
#1006
Marjeli (Sonntag, 14 September 2008 13:14)
Ich kann mich über diese Diskussion nur wundern. Das über eine solche Ungeheuerlichkeit überhaupt diskutiert werden muss, ist mir unbegreiflich. Das nach dem 3. Reich die Entnazifizierung nicht verlaufen ist, wie es hätte sein sollen, ist doch kein Grund, über 60 Jahre später nicht daraus zu lernen und es jetzt endlich richtig zu machen. Dass die Schule unbenannt werden muss, sollte für einen Demokraten, der sich auch nur im Entferntesten über das dritte Reich und seine Verbrechen informiert hat, eine Selbstverständlichkeit sein. Ich bin empört und ensetzt über manche Äußerungen hier. Aufarbeitung ist auch jetzt noch wichtig, um ein Wiederaufleben von rechtem Gedankengut in Zukunft so gut es geht zu verhindern. Durch den Namen dieser Schule wird rechtes Gedankengut aber gesellschaftstauglich gemacht, da man so den Schülern einer Stadt vermittelt: "war doch alles halb so schlimm damals". Natürlich muss sich unsere Generation nicht mehr schuldig fühlen für die Verbrechen, die damals begangen worden sind, aber sie sollte Verantwortung zeigen und dafür sorgen, dass verdrehtes Gedankengut, das dafür sorgt, dass eine Schule nach einem Kriegsverbrecher benannt wird, bekämpfen und sich somit für unsere Demokratie einsetzen. DEnn nur so ist es auch in Zukunft möglich, dass solche Foren wie dieses, in dem freie Meinungsäußerung praktiziert wird, existieren.
-
#1005
Hubert Meier (Sonntag, 14 September 2008 13:13)
Hallo, weiter so!
"Irgendwann muss es doch einmal reichen mit der Selbstbeschuldigung in unserem Land! Ich kenne kein anderes Land auf dieser Welt welches sich nach Jahrzehnten schuldiger fühlt als unseres obwohl viele mindestens genauso gut daran täten.
Lasst es endlich gut sein und besinnt euch auf die Gegenwart und die (eure) Zukunft!"
Solche Wortmeldungen zeugen lediglich davon, dass betroffene sich noch nicht annährend ausreichend mit dem Thema ausseinander gesetzt haben. Verantwortung für die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zeigen und leben! Ich als Mensch kann das und werde das weiterhin leben und fühle mich weder schuldig noch verantwortlich für das was meine Vorfahren getan haben.
Gruss,
Hubbi -
#1004
Ruud Mangelt (Niederlande) (Sonntag, 14 September 2008 13:10)
Ich würde ein Nachdenken über die Umbenennung der Schule in "Wernher von Braun"-Schule empfehlen.
Herr v. Braun ist schließlich niemals wegen seiner Taten in der NS-Zeit vor Gericht gestellt, sondern mit höchsten Ehren ausgezeichnet worden.
-
#1003
Jens Hinze (Sonntag, 14 September 2008 13:09)
Allerdings. Michael versteht es nicht. Hier verurteilt niemand den Flick. Flick wurde verurteilt, in Nuernberg. Das allerdings ist es was ihn als Namenspatron disqualifiziert. Umbenennen!
-
#1002
Henning Klein (Sonntag, 14 September 2008 13:02)
@Michael Burkert
Dein Eintrag ist so ziemlich das schärfste, was ich hier im Gästebuch gelesen habe.
„Die Personen, die hier moeglicherweise mangelnen weiblichen (oder maennlichen) Zuspruch kompensieren muessen, sind die ersten die sich in braune Uniformen stecken lassen, wenn irgendwo und irgendwann wieder (Gott behüte) von einem Wahnsinnigen heimgesucht werden.“
Was mich betrifft, also ich bin verheiratet, habe vier Kinder und hatte noch nie eine Uniform an.
Und lieber Michael, ich habe noch nie NPD gewählt. Kann es sei, dass uns diese unterscheidet?
P.S.
Ich habe auch nix gegen Homosexuelle. Nur was gegen Nazis. Faschismus ist keine Meinung, er ist ein Verbrechen. Und meine Zivildienst habe ich im Altenheim abgeleistet. Wo hast Du eigentlich gedient Michael Burkert?
Herzlichst
Henning Klein
-
#1001
Tobias Schachtner (Sonntag, 14 September 2008 13:02)
Mein größter Respekt geht an die Initiatoren dieser Seite und der sich daraus ergebenden öffentlichen Debatte. Allein die dadurch an die Oberfläche gespülten Aussagen einiger Politiker sind nicht nur haarsträubend, sondern verdeutlichen den nach wie vor existenten Verdrängungsreflex eines nicht ganz unbeachtlichen Teils der deutschen Gesellschaft. Wer z.B. Zwangsarbeitern eine gute Behandlung attestiert, was schon per Definition ausgeschlossen werden kann, dem sei ans Herz gelegt selbst nochmal die Schulbank zu drücken um sein offenbar nur äußerst marginal vorhandenes Geschichtsbewusstsein ein wenig aufzufrischen. Den Machern dieser Seite wünsche ich jedenfalls viel Kraft, Durchhaltevermögen und in letzter Konsequenz die Durchsetzung dieser nicht nur mehr als überfälligen, sondern auch strikt notwendigen Forderung. Mit der historischen Aufarbeiten darf, entgegen der offensichtlichen Auffassung einiger Politiker und hiesigen Kommentatoren, nicht "endlich Schluss" sein, sondern sie muss täglich aufs Neue geschehen - damit sich derartiges nie mehr wiederhole und in Gedenken an die Millionen Opfer Deutschlands im 3. Reich.
Solidarische Grüße,
Tobias Schachtner -
#1000
d.g. (Sonntag, 14 September 2008 12:59)
viel kraft und durchhaltevermögen für euer vorhaben. sehr bewundernswert... eigentlich erschreckend, dass über solch eine sache immer noch diskutiert werden muss. allen anderen, die hier mit ihrem nationalistischen gedankengut aufwarten, wünsche ich eines tages eine eingebung. schämt euch vor all den menschen, die damals gestorben sind und denen unvorstellbares leid zugefügt wurde.
-
#999
Andreas (Sonntag, 14 September 2008 12:59)
Ein weiteres Beispiel einer sinnfreien aber leider medienwirksam gut initierten Aktion.
Irgendwann muss es doch einmal reichen mit der Selbstbeschuldigung in unserem Land! Ich kenne kein anderes Land auf dieser Welt welches sich nach Jahrzehnten schuldiger fühlt als unseres obwohl viele mindestens genauso gut daran täten.
Lasst es endlich gut sein und besinnt euch auf die Gegenwart und die (eure) Zukunft! -
#998
Bart (Sonntag, 14 September 2008 12:58)
Wie kann jemand ein Vorbild sein, der für den Tod und Ausbeutung der Menschen zuständig ist? Kann er sich denn mit Geld aus der Schuld freikaufen und dazu noch fordern, dass eine Schule nach ihm benannt wird? Das Geld soll die friedfertigen Bürger des Städtchen nicht blenden. Auf, Mut zeigen und zu eigener Vergangenheit stehen! Nix mit Persilschein!
-
#997
Sebastian Brandstetter (Sonntag, 14 September 2008 12:58)
Ich bin auch durch Spiegel Online auf die Seite gestoßen. Das Anliegen ist absolut gerechtfertigt, ich bin geschockt, auf welchen Widerstand man stößt, wenn man eine Schule nicht mehr nach einem NS-Verbrecher/Nutznießer benannt haben möchte. Bitte nicht aufgeben und kleinkriegen lassen, gerade solche Aktionen sind extrem wichtig, um die Vergangenheit eben NICHT zu vergessen. Begegnet der Gleichgültigkeit! Vielen Dank jedenfalls für euer Engagement, auch wenn ich mit der Schule nichts zu tun habe. Gibt mir Mut, dass noch ein paar Menschen da draußen sind, die sich für die Welt interessieren. Viel Erfolg wünsche ich euch!
-
#996
Lena Thiesen (Sonntag, 14 September 2008 12:54)
Ich finde euer Vorhaben ganz großartig. Viel Erfolg weiterhin!
-
#995
Stefan Schulz (Sonntag, 14 September 2008 12:52)
Prima, das Ihr das macht. Und es scheint ja ganz dringend notwendig zu, wenn ich hier und anderswo die Kommentare und Leserbriefe der Verfechter für den Namen der Schule lese. Ich für meinen Teil bekomme von den Gegner dieser Namensänderung nur vorgeführt, wie gut es es diese Vorgänge von 1933 bis 1945 und die Aufarbeitung danach nicht zu vergessen.
Ganz erstaunlich finde ich diesem Zusammenhang so Aussagen wie "kleiner Fisch". Den Zwangsarbeitern von Flick hat es bestimmt einen unglaublichen Spass gemacht von der deutschen Wehmachtssoldateska aus der Heimat entführt zu werden und dann für das Bankkonto eines Deutschen Fabrikants für einen Hungerlohn zu arbeiten und im schlimmst Fall auch für dieses Bankkonto zu sterben. Wer weiß vielleicht kommen die, die all dies für zu lange her empfinden oder dies für ein nicht allzu großes Verbrechen halten, irgendwann auf die Idee ihm einen Baum in Jad Vashem spendieren zu wollen, weil Flick mal einen Brotkrummen mehr zu Weihnachten spendierte.
Wenn hier wirklich eine Wiedergutmachung und eine adäquate Auseinandersetzung erfolgen soll, wenn man mal so richtig Stil und Wahrhaftigkeit beweisen möchte in dieser feinen Stadt, dann sollte der Name dieser Schule der eines Verschleppten sein. Das würde einer Entschuldigung wohl am nächsten kommen. -
#994
Klaus (Sonntag, 14 September 2008 12:51)
@ Samuel
Ja, seine Millionenspende, muss man die zurückgeben, wenn die Schule endlich umbenannt wird?
Wenn So einer wie Flick viel Geld spendet, dann doch um sein Image zu reinigen (wie man an manchen unreflektierten und verharmlosenden Kommentaren hier sehen kann, auch mit Erfolg - "Er muss ja doch ganz in Ordnung gewesen sein, wenn er was spendet, der liebe.")
Aber man kann das Geld ja auch als ein Bußgeld verstehen: ähnlich wie beim Falschparken oder Geschwindigkeitsüberschreitung fließt das Geld dann allgemein nützlichen Zwecken zu, der verwarnte Autofahrer wird dafür aber noch lange nicht mit einer Gedenktafel gewürdigt...
Also, die Million getrost behalten, Schule umbennenen und gleich ein Gesetz schaffen, das die Bennenung öffentlicher Einrichtungen nach Verbrechern verbietet. Eigentlich ist das doch ein Selbstgänger, oder? -
#993
Chris Reid (Sonntag, 14 September 2008 12:48)
Toll!
Was ihr hier macht ist super. Wie schon "Thomas Wied (Sonntag, 14 September 2008 12:36)
Meinen Respekt für die Initiatoren dieses Diskurses." gesagt hat, Respekt. Es braucht einen Haufen Mut um sowas zu starten. Ich hoffe es wird euch gelingen. Es gibt ja so allerlei Nazi-Groessen die versucht haben, sich moralisch "freizukaufen".
Beste Gruesse,
Chris, Glasgow, Schottland
-
#992
Susanne K. (Sonntag, 14 September 2008)
Ich wünsche allen Kämpfern für die Umbenennung einen langen Atem um zum äußerst wünschenswerten Erfolg zu kommen. Allen anderen wünsche ich die Fähigkeit zur Empathie und die Einsicht, dass Geld niemals die Leiden von unzähligen Menschen aufwiegen werden kann!
-
#991
Edward Kanterian (Sonntag, 14 September 2008 12:45)
Es gibt Gymnasien in Deutschland, die den Namen der Geschwister Scholl tragen. Diese haben ihr Leben im Protest gegen Hitler geopfert. Diese waren und sind ein Vorbild. Flick hat dagegen Hitler gedient, geschaeftstuechtig und verbrecherisch. Flick ist also das Gegenteil eines Vorbilds, eine der vielen deutschen Schanden jener Zeit, und kein deutsches Gymnasium darf den Namen von Menschen wie ihm tragen. Was ihr macht ist sehr gut und sehr richtig.
(Alternativer Namensvorschlag fuer Euer Gymnasium: Raoul Wallenberg).
Dr Edward Kanterian
Oxford, England
-
#990
Reinhardt Stiehl (Sonntag, 14 September 2008 12:43)
Ich bin eher zufällig über www.spiegel.de auf diese Seite und die dahinter stehende Idee gestossen! Ich spreche den Initiatoren meiner Respekt und meine Hochachtung aus! Lassen Sie erstens nicht nach und sich zweitens nicht entmutigen!
Viele Grüße
Reinhardt Stiehl -
#989
Lukas "Straight" Hartmann (Sonntag, 14 September 2008 12:42)
Ich habe eben den Artikel bei Spiegel-Online gelesen, der mich auf eure Seite verwies. Ich empfinde euer Anliegen als gerechtfertig und den Mut aufzubringen etwas schon alltäglich gewordenes anzugreifen lässt unsere Gesellschaft fast vollkommen vermissen. In diesem Sinne seid ihr eine Art Held, die dieses Land, diese Welt braucht.
Wir sind nicht verantwortlich für die Taten der Generationen vor uns, doch tragen wir ihre Lasten und haben die Pflicht niemals zu vergessen, wie es zu so etwas kommen konnte, und was all ihre Folgen waren.
So hoffe ich, dass ihr eines Tages Recht bekommen werdet. Viel Glück
Lukas Hartmann
19, Rheinland-Pfalz -
#988
Siegfried (Sonntag, 14 September 2008 12:40)
Ich grusse euch alle, oft beschäftigt man sich mit Problemen Fragen und Dingen dass längst vergangen sind, und vergisst man dabei die gravierende jetztige Problemen und Fragen, die wenn sie nicht rasch behandelt und gelöst werden, unsere Gesellschaft und zoziale Friede zerstören werden. Gruss mit www.brunstad.org
-
#987
Carl Weber (Sonntag, 14 September 2008 12:37)
Brecht: "Der Schoß ist fruchtbar noch aus dem das kroch"...
Und: Was ist die Demokratie wert, wenn es doch eines erheblichen Mutes bedarf, Wahrheit zu verbreiten.
Andererseits: Ein Teil der Zitate dieses Gästebuchs sind so erschreckend braun, dass Max Liebermann wie schon einmal in vergleichbarer Situation sagen würde: "Ach, wissen Se, ick kann jar nich soville fressen, wie ich kotzen möchte."
Den Autoren der Webseite wünsche ich von Herzen Kraft und Mut sowie Durchhaltevermögen - Sie haben ein Signal gegeben, dass es auch anständige Menschen gibt: In Deutschland! -
#986
Thomas Wied (Sonntag, 14 September 2008 12:36)
Meinen Respekt für die Initiatoren dieses Diskurses.
Es erfordert stets Mut und Kraft, mit wenigen die Stimme zu erheben, gegen eine Mehrheit die einverständlich beschlossen hat, sich mit bequemlichem Schweigen einem unangenehmen Thema zu widmen; besonders wenn ein kritischer Diskurs negative finanzielle Folgen haben könnte.
Natürlich ist es fraglich und kontrovers diskutiert, inwiefern "wir heute" Verantwortung für die Geschehnisse im Dritten Reich haben; wir können an der Vergangenheit nichts ändern. Was jedoch unstrittig ist, ist unsere Verantwortung im Hinblick auf die Auseinandersetzung mit den damaligen Geschnehnissen. Die
Flick ist kein Vorbild